Sonntag, 11. September 2016 00:00

XII. Weltmeisterschaften der U18/U24 vom 22.–27.08.2016 in Eupen/BEL

geschrieben von  Carsten Schinke

Deutscher Schere-Keglerbund e.V.

Am 23.04.2016 fand auf den künftigen WM Bahnen im belgischen Kelmis die letzte Auswahl zur Nominierung der U 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt.

Jeweils acht weibliche und männliche U 18 Teilnehmer/-innen waren von Christian Schumann für diesen Lehrgang geladen worden. Pünktlich um 10.00 h begann der Kampf um die fünf begehrten Tickets für die Teilnahme an der U 18 – Weltmeisterschaft im kommenden August.

Nach Abschluss des Lehrganges wurden folgenden Sportlerinnen und Sportler als U 18 Team für die WM nominiert:

U18 weiblich:
Alina Nolte, Anna Loga, Maren Wirtz, Sandy Meyer, Christina Rähse

U18 männlich:
Marvin Panneck, Nick von Voss, Niklas Wörster, Justin Ehling, Patrick Bartz

Vier Wochen nach der Nominierung der U 18 Teilnehmer/-innen erfolgte am 21.05.2016 in Kelmis nach dem U 24 – Sichtungslehrgang die Nominierung der U24 – Teilnehmer/innen zur XII. U 24 WM in Belgien. 

Folgende Sportlerinnen und Sportler hat der U 24 – Nationalmannschaftstrainer Christian Schumann für die WM nominiert:

U24 weiblich:
Annika, Hilkmann, Sandra Gsodam, Svenja Lambert, Johanna Theiß, Katharina Schmitz 

U24 männlich:
Michael Reith, Robert Heinichen, Valentin Olbricht, Robin Schrecklinger, Dominik Schulz

Aus organisatorischen Gründen kann die WM nicht in Kelmis ausgetragen werden.
Stattdessen wird sie nunmehr im

Keglerheim Eupen
Hisslesgasse 89
B – 4700 Eupen

durchgeführt.

Mit vielen Medaillen im Gepäck trat die deutsche Mannschaft die Heimreise aus Eupen an.

Insgesamt gewann Schwarz-Rot-Gold 28x Edelmetall, was einen Anteil von 52% bedeutet. Angesichts der Tatsache, dass für jede Nation maximal zwei Startrechte pro Disziplin zur Verfügung standen, eine sehr gute Quote.

Ein weiterer Beleg:
Von insgesamt 16 Titeln gingen 13 an Deutschland (81%). Viel mehr kann man nicht erwarten.

Die restlichen drei Goldmedaillen sicherte sich die brasilianische Equipe, was für die gesamte Meisterschaft einen enormen Stimmungsschub bedeutete.

Trotz der deutschen Überlegenheit einige Auffälligkeiten.

Während die männlichen Einzel- und Tandemtitel ziemlich überlegen gewonnen wurden, hatten die jungen Damen trotz teilweise jahrelanger Bundesligaerfahrung mehr Mühe.

So erfolgten interessanterweise alle brasilianischen Siege mit weiblicher Beteiligung.

Während die Titel im Weiblich U18 Einzel und U24 Mixed Tandem U24 relativ knapp nach Südamerika gingen, war der Tandem Weiblich U24-Titel eine sensationell klare Angelegenheit für die jungen Damen vom Zuckerhut.

Begünstigt durch die Tatsache, dass Svenja Lambert/Katharina Schmitz nach Weltrekord im Halbfinale (706) im Finale am Donnerstag nur auf nicht für möglich gehaltene 493 kamen.

Bemerkenswert das Detail, dass die Brasilianerinnen insbesondere auf die Bilder einen klaren Vorteil hatten.
Vielleicht ein Fingerzeig für zukünftige Meisterschaften …

So verliefen die einzelnen Disziplinen:

Weiblich U18 Einzel

Hier waren nur 5 Teilnehmerinnen am Start.

Den Vorlauf gewann Maren Wirtz (GER/771) vor Sandy Meyer (GER/749) und Stephanni Wolski Pierri (BRA 715).

Bereits mit deutlichem Abstand aber dennoch für das Finale qualifiziert, Fernanda Pietra Nunes (BRA/666).
Den Endlauf verpasste Yana Verhulst (BEL/629).

Im Finale blieben drei Teilnehmerinnen eng zusammen, nur Fernanda Pietra Nunes musste abreißen lassen. Am Ende Platz 4 mit 633.

Nach spannendem Rennen ohne große Ausreißer nach oben oder unten sicherte sich überraschend Stephanni Wolski Pierri mit 729 den Titel und verwies die beiden deutschen Mädchen auf die Plätze. Maren Wirtz belegte mit 715 Platz 2, Bronze für Sandy Meyer/707. 

Männlich U18 Einzel

Im ersten Block kam es direkt zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen auf gutem Niveau.

Letztendlich hatte Luca Wolter (LUX/791) knapp die Nase vorn vor Justin Ehling (GER/790). Beide Zahlen sollten allerdings für den Endlauf reichen.

Dylan Ory (BEL/763) bereits etwas zurück, aber noch mit Hoffnungen für das Finale. Artur Miller Leker (BRA/721) doch schon abgeschlagen.

Mit der Topzahl von 815 sicherte sich Marvin Panneck (GER) Platz 1 nach dem Vorlauf.

Die restlichen drei Starter konnten keine Akzente setzen und schieden aus.
Platz 6 für Joao Vitor Fariniuk (BRA/714), gefolgt von Marcel Weinholz (BEL/664) und Alain Blasen (LUX/661).

Als Vierter für das Finale qualifizierte sich Dylan Ory mit 763.

Im Finale kam es zu einem deutschen Kopf-an-Kopf-Rennen.
Marvin Panneck überzeugte hinten (424 auf 7 und 8) und brachte 797 ins Ziel Er sicherte sich Gold und gewann knapp gegen Justin Ehling, den eine 220 auf 5 auf letztendlich 782 und Platz 2 hiefte.

Mit ordentlichem Abstand gewann Dylan Ory (BEL/716) den Kampf um Bronze vor Luca Wolter (LUX) 690. 

Weiblich U24 Einzel

In dieser Disziplin waren 7 Teilnehmerinnen am Start.
Den ersten Block dominierte Svenja Lambert (GER/801) deutlich. Mit bereits 48 Holz Rückstand aber noch Finalchancen lief Sarah Petry (FRA/753) ein.

Bereits abgeschlagen ohne Chance auf den Endlauf Ana Luiza Cunha Bade (BRA/686) und Cyntia Neissen (BEL/576).

Im zweiten Block qualifizierte sich Katharina Schmitz (GER/792) souverän für das Finale, ebenso wie Patricia Helena Cunha Bade (BRA/761).
Jennifer Maissin (BEL/670) war chancenlos.
Als Vierte für das Finale qualifizierte sich Sarah Petry mit 753.

Im Finale kamen die favorisierten Spielerinnen aus Deutschland nicht wie gewünscht aus den Startlöchern.
Nach 60 Wurf lagen Svenja Lambert (377) und Katharina Schmitz (360) nur auf den Plätzen 3 und 4, aber noch in Schlagdistanz.

In Führung Patricia Helena Cunha Bade (BRA/391) vor Sarah Petry (FRA/387).

Während Katharina Schmitz auch weiterhin nicht in ihr Spiel fand und mit 742 auf Rang 4 einlief, zündete Svenja Lambert den Turbo (217 auf Bahn 7) und übernahm die Führung.
Hintenraus blieb sie stabil und sicherte sich mit 785 den Titel.

Den Kampf um Silber gewann Patricia Helena Cunha Bade (BRA/768) knapp vor Sarah Petry (FRA/766).

Männlich U24 Einzel

12 Teilnehmer bewarben sich um den Titel.
Den ersten Block eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Es gewann Robert Heinichen (GER/858) vor Chris Fuchs (LUX/841). Bereits bangen um den Einzug ins Halbfinale mussten Bruno Sonaglio Schultz (BRA/720) und Michiel Leemans (BEL/712).

Der zweite Block verlief etwas ausgeglichener.
Mit der dritten 800er Zahl schob sich Jesse Hanssen (NED/802) auf den zwischenzeitlichen 3. Platz.
Auch Michael Reith (GER/791) als zwischenzeitlich Vierter für das Halbfinale qualifiziert.

Geoffrey Lebrun (FRA/779) und Matheus Dilkin (BRA/773) noch mit berechtigten Hoffnungen auf die nächste Runde.

Den letzten Block gewann Mitchel Rosenboom (NED/823) vor André Wolter (LUX/806). Bereits deutlich zurück Mathieu Godart (FRAU/748, abgeschlagen Kevin Denis (BEL/671).

Als letzter sicherte sich Matheus Dilkin das Halbfinalticket mit 773.

Den ersten Block des Halbfinales dominierte Michael Reith/846 (239 auf Bahn 7) vor Jesse Hansen/814.

Knapp unter 800 mit geringen Finalhoffnungen Geoffrey Lebrun/798. Matheus Dilkin/737 ohne Chance.

Aus dem zweiten Block überquerte nur Robert Heinichen/837 die 800er Marke und sicherte sich souverän das Finalticket.
Nebenan wurde es spannend.
Letztendlich sehr knapp verpassten Chris Fuchs/795 und André Wolter/788 den Endlauf.

Mitchel Rosenboom/731 konnte keine Akzente setzen.

Den besten Start ins Finale hatte Jesse Hansen (NED) mit 222 auf 7 vor Robert Heinichen 214. Michael Reith und Geoffrey Lebrun (FRA) unter 200.
In der Folgezeit übernahm Robert insbesondere durch starke Vollegassen die Führung. Er baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und gewann am Ende mit 855 souverän den Titel.

Michael hingegen musste den extremen Bedingungen am Ende Tribut zollen. Er konnte keinen Druck aufbauen, so dass er bei 782 stehenblieb und im Kampf um Bronze knapp hinter Geoffrey Lebrun (786) einlief. Silber sicherte sich Jesse Hansen (807).

Weiblich U18 Tandem

In dieser Disziplin waren nur 5 Paare am Start.
Mit deutlichem Vorsprung zogen Christina Rähse/Anna Loga (GER/560) ins Finale ein.

Auch Stephanni Wolski Pierri/Fernanda Pietra Nunes (BRA/525) qualifizierten sich sicher für die nächste Runde, ebenso wie Maren Witz/Alina Nolte (GER/495) und Elisandra da Silva Marques/Anna Flavia Schroeder Evald (BRA/434).

Den Endlauf klar verpassten Kom Poorters/Ly Feller (LUX/271).

Christina Rähse/Anna Loga bestätigten ihren Vorlauf und gewannen trotz einer 121er Bahn 6 mit 565 die Goldmedaille.

Platz zwei sicherten sich Stephanni Wolski Pierri/Fernanda Pietra Nunes mit 538. Auch Maren Wirtz/Alina Nolte (506) hatten mit Bahn 6 (110) ihre Probleme und errangen Bronze.

Elisandra da Silva Marques/Anna Flavia Schroeder Evald (457) waren chancenlos und kamen auf Rang 4.

Männlich U18 Tandem 

Den ersten Block dominierten Nick v. Voss/Niklas Wörster (GER/573) und Luca Wolter/Alain Blasen (LUX/551).

André de Andrade/Gustavo Ariel Zimmermann (BRA/485) und Robin Oste/Viktor Leemans (BEL/458) bereits ohne Aussicht auf das Finale.
Im zweiten Block setzten sich Justin Ehling/Patrick Bartz (GER/615) deutlich an die Spitze. Auch Artur Miller Leker/Joao Vitor Fariniuk (BRA/559) qualifizierten sich für die nächste Runde.

Melvem Olsem/Tom Kasel (LUX/405) und Gregory Barth/Gregory Klinkenberg (BEL/374) chancenlos.

Der Endlauf wurde zu einer deutschen Angelegenheit.
Nach der ersten mageren Bahn (125 auf 6) noch mit Rückstand, schoben sich Nick v. Voss/Niklas Wörster kontinuierlich nach vorne und sicherten sich letztlich ungefährdet mit 616 Holz den Titel.

Justin Ehling/Patrick Bartz folgten mit 591 auf Platz 2.

Weil Artur Miller Leker/Joao Vitor Fariniuk bereits früh abreißen lassen mussten und mit 510 auf Rang 4 einliefen, konnten sich Luca Wolter/Alain Blasen (LUX/558) Bronze erspielen.

Mixed U18 Tandem

Hier gingen 7 Paare an den Start, davon 3 im ersten Block.
Paula Charlotte Pedrini Grahl/Gustavo da Rosa Schultz (BRA/524) setzten sich deutlich an die Spitze vor Yana Verhulst/Mathias Beeldens (BEL/480).

Weit abgeschlagen Kim Poorters/Alain Blasen (LUX/348).
Im zweiten Block dann die Topzahlen.

Mit deutlichem Vorsprung stürmten Sandy Meyer/Patrick Bartz (GER/591) ins Finale.

Auch Stephanni Wolski Pierre/Joao Vitor Fariniuk (BRA/532) und Alina Nolte/Marvin Panneck (GER/530) zogen sicher in den Endlauf ein.
Ly Feller/Tom Kasel (LUX/421) scheiterten deutlich.

Im Finale starteten alle Paare ziemlich verhalten.
Allmählich setzten sich die beiden deutschen Paare etwas ab. So kam es zum Zweikampf um Gold, den letztlich Alina Nolte/Marvin Panneck (GER/562).gewannen.

Sandy Meyer/Patrick Bartz (GER/553) holten Silber.

Auch um Bronze ein enges Duell der beiden brasilianischen Teams. Auf den letzten Metern sicherten sich Stephanni Wolski Pierre/Joao Vitor Fariniuk (BRA/519) Platz 3 vor Paula Charlotte Pedrini Grahl/Gustavo da Rosa Schultz (BRA/509).

Weiblich U24 Tandem

Hier traten 6 Paare an, davon 3 im ersten Block.
Mit deutlichem Abstand setzten sich Annika Hilkmann/Sandra Gsodam (GER/609) an die Spitze.

Jennifer Maissin/Cyntia Neissen (BEL/483) bereits weit zurück. Sandy Kremer/Katheryne Berriri (LUX/372) ohne Finalchancen.

Im zweiten Block dann der absolute Hammer. Svenja Lambert/Katharina Schmitz (GER/706) stürmten mit Weltrekord ins Finale. Glückwunsch zu dieser Leistung!

Auch Patricia Helena und Ana Luiza Cunha Bade (BRA/564) sicher im Endlauf, den Norie Miller-Leker/Katheryne Graupner (BRA/394) deutlich verpassten.

Das Finale nahm einen unerwarteten Verlauf.
Die favorisierten Katharina Schmitz/Svenja Lambert kamen überhaupt nicht in Tritt, nur eine Gasse mit 70. So konnten sie ins Titelrennen nicht eingreifen. Am Ende blieb Bronze mit mageren 493 vor den weit abgeschlagenen Jennifer Maissin/Cyntia Neissen (BEL/398).

Im Kampf um Gold unterlag das zweite deutsche Paar Annika Hilkmann/Sandra Gsodam (530) am Ende deutlich den neuen Titelträgerinnen Patricia Helena und Ana Luiza Cunha Bade (BRA/587).

Männlich U24 Tandem

Zwei Paare des ersten Blockes setzten direkt Akzente. Jesse Hanssen/Mitchel Rosenboom (NED/674) deutlich vor Mathieu Godart/Pierre Grandgirad (FRA/641).

Holzgleich mit 556 aber zu großem Rückstand Daniel Weinholz/Jos de Groof (BEL) und Vinicius-Michel Santos/Lucas Dilkin (BRA).

Den zweiten Block gewannen Michael Reith/Robert Heinichen (GER/659) knapp vor Chris Fuchs/André Wolter (LUX/656). Beide Paare sicher im Halbfinale.
Bruno Sonaglio Schultz/Matheus Dilkin (BRA/602) noch mit berechtigten Hoffnungen, während es für Geoffrey Lebrun/David Flauder (FRA/565) schon eng wurde.

Im letzten Block griffen noch zwei Paare ein. Valentin Olbricht/Robin Schrecklinger (GER/615) buchten sicher das Ticket für das Halbfinale, ebenso wie Kevin Denis/Jason Cardron (BEL/601).

Im ersten Block des Halbfinales gab es ein enges Rennen an der Spitze.
Von Beginn an in Führung, setzten sich Bruno Sonaglio Schultz/Matheus Dilkin (BRA/647) an die Spitze, gefolgt von Valentin Olbricht/Robin Schrecklinger (GER/621), die aber auch noch berechtigte Finalhoffnungen hatten.

Bereits mit deutlichem Rückstand Kevin Denis/Jason Cardron (BEL/548) knapp vor Mathieu Godart/Pierre Grandgirad (FRA/540).

Im zweiten Block war das Niveau höher.
Michael Reith/Robert Heinichen (GER/743) liefen von Beginn an heiß und sicherten sich souverän das erste Finalticket.

Auch die übrigen drei Paare schickten sich an, die zumindest geforderten 621 zu überspielen.

Chris Fuchs/André Wolter (LUX/635) schafften die Vorgabe sicher, Jesse Hanssen/Mitchel Rosenboom (NED/629) erst in den letzten Zügen.
Geoffrey Lebrun/David Flauder (FRA/612) scheiterten knapp.
Als letztes qualifizierten sich Jesse Hanssen/Mitchel Rosenboom mit 629 für das Finale.

Im Finale erwischten Chris Fuchs/André Wolter (LUX) den besten Start (105 auf 7 links). Nach einer 342er Halbzeit (zündeten Michael Reith/Robert Heinichen (GER) den Turbo (197 auf 7) und brachten den Vorsprung sicher ins Ziel.
Am Ende Gold mit 707.

Um Silber gab es ein enges Rennen. Auf den letzten Metern betrug die Differenz gerade mal ein Holz. Platz 2 Behaupteten Jesse Hanssen/Mitchel Rosenboom (NED/645) vor Chris Fuchs/André Wolter (LUX/645).

Bruno Sonaglio Schultz/Matheus Dilkin (BRA/623) mussten etwas abreißen lassen und belegten am Ende Rang 4.

Mixed U24 Tandem

9 Paare gingen an den Start.
Den ersten Block gewannen Sarah Petry/Mathieu Godart (FRA/627) vor Katharina Schmitz/Dominik Schulz (GER/613). Auch Hellory-Cindy Zwicker/Leonardo Manghi da Cunha (BRA/597) mit Chancen für das Halbfinale.

Sandy Kremer/Kim Longhino (LUX/420) ohne Chance.

Im zweiten Block dominierten Patricia Helena Cunha Bade/Matheus Dilkin (BRA/622) vor Johanna Theiß/Robin Schrecklinger (GER/605). Beide sicher im Halbfinale.

Die übrigen Paare bereits deutlich zurück.
Jennifer Maissin/Valentin Constant (BEL/485), Camylia Berriri/André Wolter (LUX/460) und Cyntia Neissen/Daniel Weinholz (BEL/454) konnten keinen Druck aufbauen.

Den ersten Block des Halbfinales dominierten Hellory-Cindy Zwicker/Leonardo Manghi da Cunha (BRA/561), allerdings müssen beide noch um den Finaleinzug bangen.
Für Jennifer Maissin/Valentin Constant (BEL/524) dürfte es nicht reichen.

Aussichtlos zurück bereits Camylia Berriri/André Wolter (LUX/474) und Cyntia Neissen/Daniel Weinholz (BEL/420).

Im zweiten Block dann die höheren Zahlen.
Johanna Theiß/Robin Schrecklinger (GER/649) übersprangen die geforderte Hürde problemlos. Auch Katharina Schmitz/Dominik Schulz (GER/609) buchten das Finalticket, ebenso wie Patricia Helena Cunha Bade/Matheus Dilkin (BRA/601).

Sarah Petry/Mathieu Godart (FRA/547) scheiterten an den geforderten 561 und schieden aus.

Im Finale musste ein brasilianisches Paar direkt abreißen lassen.
Mit deutlichem Abstand belegten Hellory-Cindy Zwicker/Leonardo Manghi da Cunha (518) Rang 4.

Der Kampf um die Medaillen verlief von Beginn an spannend.
Jedes Paar mit einer 140er Bahn. Im Gegensatz zum zweiten Paar aus Brasilien hatten beide deutschen Paare nur eine Bahn mit 170+.
Daher lagen Patricia Helena Cunha Bade/Matheus Dilkin (BRA/) in Führung und retteten diese mit einem knappen 7-Holz-Vorsprung ins Ziel und gewannen Gold vor Katharina Schmitz/Dominik Schulz 628). Weitere 7 Holz zurück belegten Johanna Theiß/Robin Schrecklinger (621) Platz 3 und gewannen Bronze.

Weiblich U18 Team Doppel

In dieser Disziplin traten 5 Paare an.
Mit deutlichem Abstand zogen Maren Wirtz/Anna Loga (GER/781) ins Halbfinale ein, gefolgt von Alina Nolte/Christina Rähse (GER/725).

Weil Kim Poorters/Ly Feller (LUX/464) mit Abstand den Schluss des Feldes bildeten, standen die übrigen Teilnehmer der Vorschlussrunde fest.

Als Dritte zogen ein Fernanda Pietra Nunes/Paula Charlotte Pedrini/Grahl (BRA/696) ins Halbfinale ein, gefolgt von Elisandra da Silva Santos Marques/Anna Flavia Schroeder Evald (BRA/668).

Im Halbfinale zogen zwei Paare im Kampf um die beiden Finalplätze direkt davon.
Elisandra da Silva Santos Marques/Anna Flavia Schroeder Evald (BRA/592) und Alina Nolte/Christina Rähse (GER/591) lieferten sich ein enges Rennen, scheiterten jedoch deutlich und belegten die Ränge 3 und 4.

Als Erste zogen Maren Wirtz/Anna Loga (GER/726) in den Endlauf ein, gefolgt von Fernanda Pietra Nunes/Paula Charlotte Pedrini/Grahl (BRA/690).

Im Finale bestätigten Maren Wirtz/Anna Loga (GER) ihre Leistung aus dem Halbfinale.
Von Beginn an in Führung, gewannen sie jede Bahn. So gaben sie die Führung auch nicht mehr ab und sicherten sich mit 733 überlegen den WM-Titel.

Fernanda Pietra Nunes/Paula Charlotte Pedrini/Grahl (BRA) mussten am Ende mit 686 zufrieden sein, für sie Platz 2 und die Silbermedaille.

Männlich U18 Team Doppel

Den Vorlauf dominierten drei Paare, davon zwei deutsche.
Patrick Bartz/Justin Ehling (GER/754) knapp vor Niklas Wörster/Nick v. Voss (GER/748) und Artur Leker-Miller/Gustavo da Rosa Schultz (BRA/747).

Den letzten Finalplatz sicherten sich Luca Wolter/Alain Blasen (LUX/678).

Das Nachsehen hatten André de Andrade/Gustavo Ariel Zimmermann (BRA/658) und Robin Oste/Viktor Leemans (BEL/632). Mit deutlichem Rückstand am Ende des Feldes rangierten Samuel Peters/Gregory Barth (BEL/572) und Melven Olsem/Tom Kasel (LUX/572).

Das Halbfinale bot ein Kopf-an-Kopf-Rennen der deutschen Paare.
Letztendlich zogen Patrick Bartz/Justin Ehling (798) knapp vor Niklas Wörster/Nick v. Voss (748) komplett ungefährdet ins Finale ein.
Die Bronzemedaille sicherten sich Luca Wolter/Alain Blasen (LUX/724), für Artur Leker-Miller/Gustavo da Rosa Schultz (BRA/690) blieb der undankbare Platz 4.

Das rein deutsche Finale wurde im Prinzip auf den Bahnen 7 und 8 entschieden.
Hier schossen Patrick Bartz/Justin Ehling (418) ihren Vorsprung heraus gegen Niklas Wörster/Nick v. Voss (363).
Am Ende gewannen sie deutlich mit 809:742.

Mixed U18 Team Doppel

Hier kämpften 7 Teams um die 4 Halbfinaltickets.
Die beiden Luxemburger Teams liefen hinterher und blieben am Ende des Feldes. Ly Feller/Tom Kasel (589) und Kim Poorters/Alain Blasen (493) liefen auf Platz 6 und 7 ein.

Auch Yana Verhulst/Mathias Beeldens (BEL/631) verpassten als 5. das Halbfinale deutlich.

Die vier Finalplätze belegten schließlich jeweils zwei Teams aus Deutschland und Brasilien.
Sandy Meyer/Niklas Wörster (GER/754) vor Paula Charlotte Pedrini Grahl/Gustavo da Rosa Schultz (BRA/745).

Als Dritte reihten sich Christine Rähse/Nick v. Voss (GER/723) ein, gefolgt von Elisandra da Silva Marques/Andre de Andrade (BRA/675).

Im Halbfinale dominierten die deutschen Teams von Beginn an.
Sandy Meyer/Niklas Wörster (776) zogen vor Christina Rähse/Nick v. Voss (764) völlig ungefährdet ins Finale ein.

Die brasilianischen Teams waren chancenlos.
Die Bronzemedaille für 3 Paula Charlotte Pedrini Grahl/Gustavo da Rosa Schultz (713) vor Elisandra da Silva Marques/André de Andrade (694).

Das Finale war eine spannende deutsche Angelegenheit.
Während Nick v. Voss mit starken 410 auf 5 und 6 gegen Niklas Wörster (370) deutlich gewann, musste Christina Rähse (350) auf 7 und 8 gegen Sandy Meyer (380) abreißen lassen.
Trotz einer knappen Führung von Beginn an sicherten sich Christina/Nick (760) erst auf den letzten Metern den Titel vor Sandy/Niklas (750).

Weiblich U24 Team Doppel 

6 Teams traten hier an.
Der Vorlauf stand ganz im Zeichen der deutschen Paare.
Johanna Theiß/Svenja Lambert (793) mit deutlichem Vorsprung vor Sandra Gsodam/Annika Hilkmann (739).

Der Kampf um die restlichen zwei Halbfinalplätze verlief sehr spannend. Hellory Cindy Zwicker/Ana Luiza Cunha Bade (BRA/648) setzten sich etwas ab und erreichten Rang 3.
Im Fotofinish sicherte sich das zweite Team aus Brasilien (Norie Miller-Leker/Katheryne Graupner/634) das letzte Ticket, ein Holz vor Jennifer Maissin/Cyntia Neissen (BEL/633) auf Rang 5.
Sandy Kremer/Camylia Berriri (LUX/518) am Ende des Feldes.

Im Halbfinale setzten sich die deutschen Teams von Beginn an ab und qualifizierten sich sicher für das Finale.
Johanna Theiß/Svenja Lambert (798) und Sandra Gsodam (745) ließen nichts anbrennen.
Für Hellory Cindy Zwicker/Ana Luiza Cunha Bade (BRA/686) reichte es zu Bronze, Norie Miller-Leker/Katheryne Graupner (BRA/634) belegten Rang 4.

Das Finale war eine rein deutsche Angelegenheit, welche erst im letzten Wurf entschieden wurde.
Johanna Theiß (371) brachte ihr Team gegen Sandra Gsodam (350) in Führung. Svenja Lambert (360) hatte gegen Annika Hilkmann (377) das Nachsehen, rettete aber die 4 Holz Vorsprung ins Ziel.

Gold für Johanna /Svenja (731) vor Sandra /Annika (727).

Männlich U24 Team Doppel

Hier waren 9 Teams am Start.
Letztlich problemlos gewannen Robert Heinichen/Robin Schrecklinger (GER/790) den Vorlauf, knapp gefolgt von Mitchel Rosenboom/Jesse Hanssen (NED/787).

Auch Chris Fuchs/Kim Longhino (LUX/776) sicher weiter.

Das zweite deutsche Paar Valentin Olbricht/Dominik Schulz (729) konnte hingegen nicht überzeugen und schied überraschend deutlich aus.
Auch Michiel Leemans/Jos de Graf (BEL/699) konnten nichts ausrichten.
Bruno Sonaglio Schultz/Leonardo Manghi da Cunha (BRA/727) mussten ebenso die Segel streichen.

Um den letzten Platz im Halbfinale gab es ein enges Rennen.
Hintenraus konnten sich Vinicius Santos/Lucas Dilkin (BRA/769) knapp vor Valentin Constant/Jason Cardron (BEL/760) behaupten.

Das Nachsehen hatten die beiden Teams aus Frankreich, Pierre Grandgirad/Geoffrey Lebrun (742) und Alexandre Isler/David Flauder (731).

Das Halbfinale begann mit einem Paukenschlag.
Chris Fuchs (LUX) eröffnete mit 254 auf Bahn 7 und brachte sein Team deutlich in Front. Der Vorsprung schmolz jedoch zusehends. Mit dem letzten Wurf sicherte sich Chris Fuchs/Kim Longhino (LUX/829) das zweite Finalticket hauchdünn vor Mitchel Rosenboom/Jesse Hanssen (NED/826), die auf den letzten Metern stark aufkamen, aber mit Bronze zufrieden sein mussten.

Das Halbfinale gewannen Robert Heinichen/Robin Schrecklinger (GER/845) nach konstant starkem Auftritt.
Vinicius Santos/Lucas Dilkin (BRA/769) kamen auf Rang 4.

Das Finale wurde zu einer sehr einseitigen Angelegenheit.
Sowohl Robert Heinichen als auch Robin Schrecklinger mit je einer 230er Bahn sorgten für ein Ergebnis von 868. Diese Zahl reichte zum überlegenen WM-Titel mit einem Vorsprung von 122 Holz vor Chris Fuchs/Kim Longhino (LUX/746).

Mixed U24 Team Doppel

8 Teams bewarben sich um die 4 Plätze im Halbfinale.
Dominierend die Teams aus Deutschland, insbesondere Johanna Theiß/Dominik Schulz (832). Aber auch Annika Hilkmann/Michael Reith (790) als Zweite sicher qualifiziert.
Die verbliebenen Tickets buchten Jennifer Maissin/Jason Cardron (BEL/771) und Sarah Petry/Pierre Grandgirad (FRA/753) ungefährdet.

Bereits mit Abstand die Teams aus Luxemburg und Brasilien.
Auf Rang 5 liefen Hellory-Cindy Zwicker/Leonardo Manghi da Cunha (BRA/733) ein. Bereits mit deutlichem Anstand Sandy Kremer/Chris Fuchs (LUX/689), gefolgt von Katheryne Graupner/Lucas Dilkin (BRA/679) und Camylia Berriri/André Wolter (LUX/642).

Das Halbfinale wurde von den deutschen Teams dominiert.
Mit beiden Teams über 800 wurden souverän die Finaltickets gelöst.
Annika Hilkmann/Michael Reith (823) behaupteten sich vor Johanna Theiß/Dominik Schulz (810).

Für Jennifer Maisin/Jason Gordon (BEL/778) blieb Bronze vor Sarah Petry/Pierre Grandgirad (FRA/755) auf Rang 4.

Im Finale standen sich beide deutschen Teams gegenüber.
Von Beginn an setzten sich Annika Hilkmann/Michael Reith an die Spitze.

Vorne gewann Annika Hilkmann (402) gegen Johanna Theiß (384), hinten hielt Michael Reith (432) Dominik Schulz (407) in Schach.
Am Ende Gold für Annika/Michael (834) vor Johanna/Dominik (791).

 

Carsten Schinke
DSKB-Pressewart

Am 23.04.2016 fand auf den künftigen WM Bahnen im belgischen Kelmis die letzte Auswahl zur Nominierung der U 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt.

Jeweils acht weibliche und männliche U 18 Teilnehmer/-innen waren von Christian Schumann für diesen Lehrgang geladen worden. Pünktlich um 10.00 h begann der Kampf um die fünf begehrten Tickets für die Teilnahme an der U 18 – Weltmeisterschaft im kommenden August.

Nach Abschluss des Lehrganges wurden folgenden Sportlerinnen und Sportler als U 18 Team für die WM nominiert:

U18 weiblich:

Alina Nolte, Anna Loga, Maren Wirtz, Sandy Meyer, Christina Rähse

U18 männlich:

Marvin Panneck, Nick von Voss, Niklas Wörster, Justin Ehling, Patrick Bartz

Am 21. Mai 16 folgt in Kelmis der Lehrgang der U 24 mit der Nominierung des U 24 – Teams.

Michael Teschner