Freitag, 14. Dezember 2012 15:51

DKB Medien-Mitteilung

geschrieben von  Uwe Veltrup

Deutscher Kegler- und Bowlingbund e.V.

Wie bereits im vergangenen Jahr trafen sich auch in 2012 Vertreterinnen und Vertreter der vier Disziplinverbände sowie fast aller Landesverbände des Deutschen Kegler- und Bowlingbundes (DKB) zur informativen DKB-Tagung Mitte November in Kassel.

Kegeln - Ein umwerfender SportDKB-Präsident Dieter Prenzel stellte zu Beginn die erneut sehr gute Resonanz auf die Einladung heraus: „Die gute Beteiligung zeigt zum einen, dass die Zeit bei den regulären DKB-Bundesversammlungen in der Regel offensichtlich nicht reicht, um wichtige Themen grundlegend zu diskutieren. Und zum anderen, dass die Funktionäre auf den verschiedenen Ebenen sich einig sind, einige Herausforderungen nur gemeinsam lösen zu können.“ Auf der Tagesordnung standen drei wichtige Themen: Jugendarbeit, Kooperation sowie Sicherheit auf Kegel- und Bowlingbahnen.

„Diese Jugend von heute…“: Andere Einstellungen, anderes Freizeitverhalten – andere Konsequenzen für den organisierten Bowling- und Kegelsport?
„In den vergangenen Jahren sank die Zahl der Jugendlichen in vielen Bowling- und Kegelsportvereinen.“ Bei diesem Statement nickten fast alle Tagungsteilnehmer und konnten auch wichtige Gründe für diesen Negativtrend nennen. Vom demographischen Wandel über die gestiegenen Anforderungen und Ganztagsangebote in den Schulen bis hin zum veränderten Freizeitverhalten der Jugendlichen.

Bernd Vieweg, kommissarischer DKB-Jugendwart, stimmte dieser Analyse zu und präsentierte einige konkrete Beispiele, wie Vereine mit Schulen erfolgreich kooperieren. Während der lebhaften Diskussion wurde allerdings nicht nur durch die rosarote Brille geschaut, da längst nicht alle Vereine über ideale Rahmenbedingungen wie etwa eine vereinseigene Anlage in unmittelbarer Nähe einer Schule verfügen .Oft scheitert ein Angebot für Ganztagsschüler an fehlenden qualifizierten Übungsleitern, die am frühen Nachmittag auch noch Zeit haben müssten. So bliebe für viele Bowling- und Kegelsportvereine nur noch, die Trainingszeiten für Jugendliche auf den späten Nachmittag zu verlegen.

Angesprochen wurde auch, dass Jugendliche oftmals nicht mehr die Zeit haben, um zwei oder drei Sportarten parallel auszuüben. „Wenn wir Jugendliche erst im Alter von zehn Jahren für den Bowling- oder Kegelsport gewinnen wollen, haben sie sich in der Regel bereits für eine andere Sportart entschieden. Wir müssen bereits die Kinder im Grundschulalter erreichen“, waren sich viele Tagungsteilnehmer einig. Konsens war auch, dass die sechs- bis neunjährigen Nachwuchskegler(innen) und -bowler(innen) spielerisch an ihren Sport herangeführt werden müssen und auf den Kegelbahnen dann auch Kugeln mit einem Durchmesser von 12 cm, beim Bowling leichte Bälle liegen müssen. Mindestens ebenso wichtig: Den Kindern muss von Anfang an der richtige Bewegungsablauf vermittelt werden, um Schäden am Bewegungsapparat zu vermeiden.

DKB-Marketingreferent Uwe Veltrup führte aus, dass es nach wie vor wichtig ist, die Eltern bei der Werbung um Bowling- und Kegelsportnachwuchs einzubeziehen: „Das eigene Kind in einem Sportverein anzumelden, zählt mit zum Besten was Väter und Mütter für ihre Kinder tun können. Und vielleicht melden sie sich gleich mit an, denn Kegeln und Bowling sind ideale Familiensportarten.“ Eine Möglichkeit, Eltern und Kinder anzusprechen, seien Kindergeburtstage. „Wenn möglich, sollten Bowling- und Kegelsportvereine mit den Betreibern der Bowling- und Kegelbahnen ein gemeinsames Angebot entwickeln, von der Auswahl spannender Kegel- oder Bowlingspiele über die Betreuung und Gestaltung von Urkunden bis hin zum Pauschalpreis für Bahnmiete, Getränke und Speisen“, zeigte Uwe Veltrup einen möglichen Weg auf, Kinder frühzeitig für unsere umwerfenden Sportarten zu begeistern.

Kooperation auf allen Ebenen – mit allen Ebenen: Geld und Zeit sparen – Wirkungen erhöhen!
„Wenn wir weniger Mitglieder und somit geringere Beitragseinnahmen haben werden, müssen wir auf der Ausgabenseite einsparen und/oder Wirkungen von Maßnahmen erhöhen. Wenn es immer schwieriger wird, ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen, weil sie als Grund anführen, keine Zeit für Öffentlichkeitsarbeit, Jugendtraining oder andere wichtige Aufgaben zu haben, müssen wir uns überlegen, wie potentielle Funktionäre zeitlich entlastet werden können.“ Mit diesen Worten führte Dieter Prenzel in den zweiten Themenkomplex „Kooperation“ ein.

Grundsätzlich seien zwei Kooperationsformen denkbar, erläuterte Uwe Veltrup: „Wie bei unserer Marketingkampagne können die verschiedenen Ebene – von der Bundes- über die Landesebene bis zur Clubebene zusammen arbeiten. Neben dieser vertikalen Kooperation ist aber auch eine horizontale Kooperation denkbar, wenn zum Beispiel Landesverbände gemeinsam vorgehen, um etwa bei der Beschaffung einer Mitgliederverwaltungssoftware ein System für alle zu beschaffen und somit von Rabatten beim Kauf profitieren oder die Anwender sich nach dem Kauf gegenseitig unterstützen können.“

Nach dieser Einführung wurden Gruppen gebildet, um an Flip-Charts Fragen zu beantworten, wie etwa im Sport, bei der Qualifizierung von Funktionären, Trainern und Mitarbeitern, bei der Öffentlichkeitsarbeit und anderen Aufgabenbereichen in Verbänden und Vereinen kooperiert werden könnte. Viele Ideen wurden kreiert: Länderübergreifende Organisation des Spielbetriebs wie etwa Bremen/Niedersachsen oder SaarlandRheinland-Pfalz, Produktion eines gemeinsamen Werbefilms für Bowling- und Kegelsport, eine gemeinsame Internet-Plattform zur Weiterbildung von Trainern, Schiedsrichtern und Funktionären sind nur einige von vielen Beispielen.

Besser vorbeugen: Mehr Sicherheit auf Kegel- und Bowlingbahnen
Peter Lüpke, der als DKB-Vizepräsident unter anderem für die technischen Anforderungen an sportgerechte Kegelbahnen verantwortlich ist, begrüßte zum Abschluss der Tagung zwei Experten zum Thema „Sicherheit auf Kegel- und Bowlingbahnen“. Michael Böhm und Rolf Schwebel, Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gastgewerbe, legten bei ihren Ausführungen den Schwerpunkt auf Prävention. Mit entsprechenden Fotos wiesen sie auf die größten Gefahrenstellen auf Kegel- und Bowlingbahnen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen hin.

Sie stellten auch klar, dass nicht nur die Hersteller der Maschinen, sondern auch die Betreiber der Kegel- und Bowlingbahnen für die Sicherheit Verantwortung tragen: „Vorstände von Vereinen mit vereinseigenen Anlagen sollten sich unbedingt mit dem Sicherheitsthema beschäftigen. Oft lassen sich mit geringem Aufwand die Gefährdungspotential e auf Bowling- und Kegelbahnen und somit auch das Haftungsrisiko reduzieren.“ Abschließend verteilten sie eine Informationsbroschüre, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, die bei Michael Böhm auch telefonisch (0231.17634-5607) oder mit einer entsprechend eMail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellt werden kann.

 

DKB Marketingreferent
Uwe Veltrup

Telefon 02554.1260
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