Dienstag, 05. August 2014 18:32

XI. U18/U24 Weltmeisterschaften 2014 in Langenfeld

geschrieben von  Mike Killadt

Alle Goldmedaillen des letzten Wettkampftags gingen an das Team Germany. Zum krönenden Abschluss fällt dann auch noch ein Fabelweltrekord.

Dienstag, 05. August 2014: 1. Tag

Der Dienstag stand ganz im Zeichen des Trainings für alle Nationen. Die Länder hatten die letzte Möglichkeit vor den offiziellen Meldungen die Starter in den jeweiligen Disziplinen noch zu ändern.
Für Deutschland konnten die im Rahmen der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung festgelegten Zuordnungen durch die Trainingswürfe bestätigt werden.

Einzel weibliche U18: Johanna Theiß, Nadine Brack
Tandem weibliche U18: Jana Mechsner / Alina Nolte und Sonja Schmelter / Jennifer Adams
Team Doppel weibliche U18: Johanna Theiß / Jennifer Adams und Alina Nolte / Sonja Schmelter
Tandem Mixed U18: Nadine Brack / Robin Schrecklinger und Johanna Theiß / Janis Schmitt
Team Doppel Mixed U18: Jennifer Adams / Nico Klink und Jana Mechsner / Marvin Lammert
Einzel männliche U18: Robin Schrecklinger und Janis Schmitt
Tandem männliche U18: Nico Klink / Timo Mandelik und Carsten Thull / Marvin Lammert
Team Doppel männliche U18: Robin Schrecklinger / Carsten Thull und Nico Klink / Timo Mandelik

Einzel weibliche U24: Svenja Lambert und Sandra Gsodam
Tandem weibliche U24: Luisa Wagner / Svenja Lambert und Lisa Neumann / Kira Schmitt
Team Doppel weibliche U24: Kira Schmitt / Luisa Wagner und Annika Hilkmann / Sandra Gsodam
Tandem Mixed U24: Annika Hilkmann / Felix Janson und Svenja Lambert / Christian Junk
Team Doppel Mixed U24: Lisa Neumann / Julian Geerdes und Luisa Wagner / Robert Heinichen
Einzel männliche U24: Mike Reinert und Christian Junk
Tandem männliche U24: Michael Reith / Robert Heinichen und Felix Janson / Julian Geerdes
Team Doppel männliche U24: Felix Janson / Robert Heinichen und Christian Junk / Mike Reinert

Sobald die Anzahl der Startplätze für die Sprint Wettkämpfen offiziell bestätigt werden, erfolgt die Nominierung der deutschen Starterinnen und Starter kurzfristig durch die sportliche Leitung.

Mittwoch, 6. August 2014, 2. Tag

Paarkampf weibliche U24 Vorlauf (Bahnen 1-4)

Der Tag begann mit einem lockeren Start, nämlich mit dem Vorlauf im Paarkampf der weiblichen U24. Da nur vier Paare am gemeldet waren, konnte dieser Durchgang als zusätzliches Training genutzt werden. Alle Teams waren automatisch für das Finale qualifiziert.
Der Sieg im Vorlauf ging an Lisa Neumann / Kira Schmitt. 223 Holz auf Bahn 1 waren der Matchwinner in diesem Durchgang. Platz 2 belegten Svenja Lambert und Luisa Wagner. Ein grandioser 108 Holz Start in die ersten Gassen(Bahn 1) wurde durch die beiden nächsten Gassen verhagelt. Zweimal blieb die Anzeige bei 61 Holz stehen und so wuchs die Anspannung doch merklich. Doch auf der dritten Bahn schoben sie sich wieder auf den zweiten Platz, sahen sich aber mit den eingangs erwähnten 223 Holz konfrontiert. Damit war der Rückstand so groß, dass sich Lisa Neumann und Kira Schmitt sogar noch den ein oder anderen Bauernfehler und ein Viererbild zum Abschluss leisten konnten. Mit 676 Holz hatten sie dennoch das erste Topresultat für die deutsche Mannschaft erkegelt. Mit 661 Holz kamen Svenja Lambert / Luisa Wagner im Endspurt noch etwas heran und unterstrichen den positiven Eindruck des ersten Weltmeisterschaftsblocks. 617 Holz bedeutete den dritten Platz für die brasilianische Paarung Barbara Leticia Nitsche und Patricia Helena Cunha Bade.

Mixed U24 Vorlauf und Finale (Bahnen 1-4 bzw. 5-8)

Auch der Mixed Wettbewerb begann wie erhofft. Annika Hilkmann und Felix Janson setzten sich ganz souverän von Gasse zu Gasse immer weiter vom restlichen Feld ab. Mit 726 Holz brauchten sie sich keine Sorgen ums Weiterkommen zu machen. Anders sah es beim Rest des ersten Blocks aus. Nach drei Bahnen lagen die restlichen drei Paare bei fünf Holz zusammen und die hocheingeschätzen Luxemburger Stacy Parracho / Daniel Neiertz hatte so ihre Schwierigkeiten sich gegen Belgiens Sandy Hoffmann / Kevin Dennis durchzusetzen. Erst in der letzten Gasse konnten sie sich auf Platz 2 vorschieben und durch Daniel Neiertz’ Neun im vorletzten Wurf sich auf 626 Holz hieven. Dies sollte die Messlatte für den zweiten und damit letzten Block werden.
Ähnlich wie Hilkmann/Janson hielten sich auch Svenja Lambert und Christian Junk aus allen Platzkämpfen heraus. Von vorneweg spielten sie ihre Kugeln und hatten mit 401 Holz zur Halbzeit einen echten Höhepunkt zu bieten. Danach spielte es sich natürlich einfacher. 753 Holz deuteten noch etwas Luft nach oben an.
 Überraschend stark präsentierten sich in diesem Block Brasiliens Barbara Leticia Nitsche und Joao Leonardo Jagas. Ihre 682 Holz wurde ihnen im Vorfeld nicht wirklich zugetraut und damit wurde es eng für den ersten Block. Die nach ihrer verletzungsbedingten Pause wiedererstarkte Sarah Petry behielt zusammen mit Mathieu Godard die Nerven und sie übertrafen mit zwei Neunern in der letzten Gasse ebenfalls die luxemburgische Hürde und verdrängten Parracho/Neiertz aus dem Finale.

Im Finale kam keine echte Spannung auf, dafür verlief es zu eindeutig. Die Abstände zwischen den Paare waren einfach zu groß. Svenja Lambert und Christian Junk legten tatsächlich noch einen Zahn zu. Mit 370 Holz zur Halbzeit waren sie der Konkurrenz weit einteilt, zumal Annika Hilkmann und Felix Janson sich mit 58 Holz auf Bahn 7 links eine Auszeit gönnten, die man in einem Weltmeisterschaftsfinale nicht unbedingt nehmen sollte. Ihre 202 Holz auf der Startbahn waren daher relativ schnell aufgebraucht. Mit 673 Holz reichte es dennoch zum ungefährdeten zweiten Platz. Da es bei Svenja Lambert und Christian Junk aber lief und auch kein Druck von den Verfolgern ausging, konnten sie die zweite Hälfte locker aufspielen. Und wie es dann so ist, fallen die Kegel wie von selbst. Zumindest machte es auf den Zuschauer diesen Eindruck. Mit tollen 416 Holz auf den zweiten 60 Würfen krönten sie ihren Weltmeistertitel auch mit einem neuen Weltrekord. Es sollte nicht der einzige Rekord an diesem Tag sein.

Mixed U18 Vorlauf und Finale (Bahnen 5-8 bzw. 1-4)

Wie auch beim Paarkampf der weiblichen U18 war der Mixed Vorlauf ein Trainingslauf unter verschärften Bedingungen. Ebenso wie bei der U24 waren nur vier Paare am Start und der Vorlauf diente lediglich zur Festlegung der Startbahnen für den Endlauf. Johanna Theiss und Janis Schmitt waren von Beginn an hellwach. Mit drei Gassen jenseits der 100 Holz Grenze boten sie den besten Durchgang, den es bei U18 Weltmeisterschaften im Mixed je gegeben hat. 734 Holz war ihr Vorlaufergebnis und damit auch der neue Weltrekord.
Das zweite Paar mit Nadine Brack und Robin Schrecklinger tat sich deutlich schwerer. Gerade Nadine Brack hatte mit vielen Achtern zu kämpfen und kam gar nicht in ihren gewohnten Lauf. Ein Muster war nicht wirklich zu erkennen. Dicke und dünne Achter wechselten sich in schöner Regelmäßigkeit ab, bevor sich dann doch die ein oder andere Neun erbarmte. Doch die beiden ließen sich nicht entmutigen und zogen ihre Würfe durch, vermieden Fehler und sammelte die Neuner und Kränze, die doch noch fielen. 657 sorgte nicht für Jubelsprünge bei den Beiden, doch scheiterten beide Paarungen aus Brasilien an 600 Holz, so dass sich die Leistungen schnell relativierten.

Abends im Finale zogen Nadine Brack und Robin Schrecklinger dann andere Saiten auf. Auf der gefürchteten Bahn 2 mussten sie beginnen und münzten den vermeintlichen Nachteil in einen Vorteil um. Mit 172 Holz erkegelten sie die Topzahl auf diesen beiden Gassen und lagen mit vier Holz vor Johanna Theiss und Janis Schmitt in Führung. Wohlwissend dass die ergiebigeren Bahnen erst noch kommen würden und die Konkurrenz sich noch an Bahn 2 die Zähne ausbeissen würde. Und genauso geschah es. Johanna Theiss und Janis Schmitt gaben auf Bahn 2 weitere Hölzer ab und Nadine Brack / Robin Schrecklinger fanden immer besser in ihr Spiel und ihr Selbstvertrauen wuchs von Wurf zu Wurf. Egal was die Konkurrenten auch versuchten, Nadine Brack und Robin Schrecklinger hatte immer eine ebenso gute, wenn nicht sogar bessere, Antwort parat. Zogen die Konkurrenten am Anfang der Gasse das Tempo an und warfen Neuner, so egalisierten die Beiden die verlorenen Hölzer immer wieder mit den letzten fünf Würfen. Es gab kein Vorbeikommen. Entsprechend wurden sie mit dem Weltmeistertitel gekürt. Wären die letzten vier Würfe allesamt Blanke gewesen, hätte es zu einem weiteren Weltrekord gereicht. Da ein Bauer jedoch nicht mitspielen wollte kamen sie auf 731 Holz. Mit 680 Holz ging auch hier die Silbermedaille an die zweite deutsche Paarung Johanna Theiss und Janis Schmitt.
Platz drei belegte Brasilien durch Paula Charlotte Pedrini / Matheus Dilkin mit 580 Holz.

Paarkampf weibliche U18 Vorlauf (Bahnen 5-8)

Der Paarkampf der weiblichen U18 war von Bauernfehler en-mass geprägt. Insgesamt wurden nur vier Gassen mit mehr als drei Blanken beendet. Glücklicherweise zeichneten sich hierfür dreimal die deutschen Paare verantwortlich.
Zudem bestand auch kein Grund für so viel Nervosität. Gab es doch nur vier Paare und der Vorlauf diente auch hier lediglich der Feststellung der Startbahnen im Endlauf. Direkt auf der Startbahn zeigten Jennifer Adams und Sonja Schmelter den Höhepunkt des Vorlaufs. An ihren 171 Holz auf Bahn 6 sollte nicht mehr gekratzt werden. Konsequenterweise konnte sie damit auch den ersten Platz im Vorlauf für sich reklamieren. 583 Holz reichten hierfür aus. Der zweite Platz ging an Paula Charlotte Pedrini und Hellrot Cindy Zwicker, die sich mit 561 Holz knapp vor der zweiten deutschen Paarung, Alina Nolte und Jana Mechsner, platzieren konnte. Im Kopf-an-Kopf-Duell zogen Letztere mit 556 Holz den Kürzeren.

Paarkampf männliche U24 Vorlauf (Bahnen 1-4)

Der Vorlauf im Paarkampf der U24 konnte aus deutscher Sicht recht entspannt angegangen werden. Von zehn Paaren qualifizierten sich acht Paare für das Halbfinale. Dieser Aufgabe entledigten sich Felix Janson und Julian Geerdes mit dem gewonnenen ersten Block. Sechsmal warfen sie vier bzw. fünf Blanke in eine Gasse, die Sechste wollte jedoch kein einziges Mal fallen. Viele Achter machten ihnen das Leben schwer. So konnten sie zwar mit ihren 675 Holz zufrieden sein, doch es war noch deutlich Luft nach oben auszumachen.
Wie es einfach es laufen kann zeigten die Luxemburger Gilles Mores und Chris Fuchs. Mit 205 Holz starteten sie auf Bahn 3 und danach konnten sie ihren Vorlauf ganz locker und entspannt angehen. Eine weitere 203 Holz Bahn folgte auf Bahn 1 und der Rest war lediglich austrudeln. 730 Holz bedeuteten mit großem Abstand Rang 1 nach zwei Blöcken. 
Der dritte Block bot zum Abschluss noch einmal Kegelsport vom Feinsten. Robert Heinichen und Michael Reith wollten den Gewinn des Vorlaufs für Deutschland verbuchen. Nach einer guten ersten Bahn sorgte Bahn 2 für einen kleinen Dämpfer. 356 Holz zur Halbzeit ließen die Vorgabe nicht unmöglich erscheinen, doch der Weg war noch weit. Sollte man zumindest meinen. Mit einer grandiosen zweiten Halbzeit konnten sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzen. Drei Gassen über 100 Holz und in die vierte Gasse mit 97 Holz denkbar knapp darunter brachte ihnen insgesamt 772 Holz und hoffentlich das notwendige Selbstvertrauen für das Halbfinale.

Paarkampf männliche U18 Vorlauf (Bahnen 5-8)

Die männliche U18 mühte sich deutlich mehr als ihre U24 Kollegen. Carsten Thull und Marvin Lammert fanden keinen rechten Gefallen an den Eckkegeln in Langenfeld. Zu häufig war der Einschlag nicht zu hören. Während die Lauflinien in die Vollen meistens in Ordnung waren, kosteten die Bauern den Beiden nicht nur einige Hölzer, sondern auch etwas Selbstvertrauen. Ihre 591 Holz reichte in der Endabrechnung immer noch zum vierten Platz, so dass man im Halbfinale entspannt aber nicht leichtfertig antreten darf.
 Wie es besser geht zeigten Nico Klink und Timo Mandelik, obwohl es zunächst nicht danach aussah. Nach einer, nach allen Regeln der Kunst, versemmelten Startbahn mit 58 Holz auf Bahn 7 rechts, konnten sie die Trainingserkenntnisse auf den folgenden drei Bahnen gut umsetzen. Sehr solide 165 Holz auf Bahn 8 brachten die Beiden wieder in die richtige Spur, 176 Holz auf Bahn 5 und 178 Holz auf Bahn 6 zeigten eine stetige Leistungssteigerung, die mit 655 und dem ersten Platz im Vorlauf belohnt wurde.

Zwischen den beiden deutschen Paaren konnten sich die am ersten Tag überzeugenden Brasilianer mit Bruno Sonaglio Schultz / Matheus Dilkin (643 Holz) und die Niederländer Mitschel Rosenboom / Bas Slangen (598 Holz) platzieren.

Team Doppel weibliche U18 Halbfinale

Im Gegensatz zu den Paarkämpfen waren die Team Doppel von deutlich höherem Niveau.
Die vier gemeldeten Paare traten im Halbfinale gegeneinander an, wobei die beiden Paare mit der höchsten Holzzahl ins Finale einzogen. Der direkte Vergleich im Halbfinale machte also einer weiteren Gruppenphase platz. Die überragende Spielerin in diesem Halbfinale war Johanna Theiss. Mit 419 Holz auf den Bahnen 3 und 4 kam sie zusammen mit Jennifer Adams auf 803 Holz. Dies war gleichbedeutend mit ihrem zweiten Weltrekord und dem insgesamt dritten Weltrekord an diesem Tag. Der zweite Platz und damit die Finalteilnahme ging ebenfalls nach Deutschland. Alina Nolte schaffte es die 400 Holz Schallmauer zu durchbrechen. Mit 402 Holz kam sie zusammen mit Sonja Schmelter auf 782 Holz. Der Abstand auf Platz drei war mehr als deutlich. Mit 699 Holz belegten diesen die Brasilianerinnen Hellrot Cindy Zwicker und Pietra Nunes Fernanda.

Team Doppel weibliche U24 Halbfinale

Das gleich Bild bot sich im Halbfinale des weiblichen U24 Team Doppels. Allen deutschen Starterinnen gelang es, die 400 Holz Hürde zu überwinden. Am besten aufgelegt zeigten sich Sandra Gsodam und Annika Hilkmann, die mit 851 Holz den vierten Weltrekord an diesem Tag aufstellen konnten. Sandra Gsodam verpatzt die Räumgasse auf Bahn 7, sonst wäre der Rekord noch deutlich höher ausgefallen. Kira Schmitt und Luisa Wagner kamen zusammen auf 827 Holz, gleichbedeutend mit dem nächsten rein deutschen Finale und auch hier lassen die Abstände auf ein spannendes Aufeinandertreffen hoffen.
Am Gefährlichsten wurden den deutschen Teams Roberta Araujo Bruna und Patricia Helena Cunha Bade. Vor allem Letztere konnte sich mit 411 Holz in die Phalanx der deutschen Keglerinnen hineinspielen. Doch in der Summe reichte es nur zu achtbaren 773 Holz, was keine Bedrohung für die ersten beiden Plätze bedeutete.

Donnerstag, 7. August 2014, 3. Tag

Einzel weibliche U18 Vorlauf (Bahnen 5-8)

Der Vorlauf der weiblichen U18 in der Einzelentscheidung war wieder eine zusätzliche Trainingsrunde. Alle vier Starterinnen qualifizierten sich für das Finale und es ging einzig und allein um die Bahnverteilung. Mit drei 800er Zahlen verspricht der Endlauf ein echter Krimi zu werden. Auch hier zeigtn die Brasilianerinnen, dass sie drauf und dran sind die deutsche Mannschaft vor ein paar Probleme zu stellen. Mit 813 Holz schob sich Fernanda Pietra Nunes zwischen Nadine Brack und Johanna Theiss. Sehr ausgeglichen und ohne irgendwelche Aussetzer spielte sie auf allen Bahnen Ergebnisse um die 200 Holz. Sie bot Nadine Brack keine Schwäche an, um ihren Patzer auf der Startbahn wieder gutzumachen. Sie hatte ihre erste Räumgasse lediglich mit 59 Holz beendet und geriet hierdurch weit ins Hintertreffen. Auf den folgenden drei Bahnen fing sie sich wieder und kam noch auf sehr beachtliche 800 Holz, doch für Rang zwei reichte es nicht mehr.
Einen deutlich besseren Start erwischte Johanna Theiss. Mit 217 Holz setzte sie sich sofort an die Spitze des Feldes und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die schlechteste Bahn mit 204 Holz war schon eine Hausnummer. Und wenn es dann Mal läuft, dann muss man das auch ausnutzen. Auf der letzten Bahn rückte plötzlich der Weltrekord ins Blickfeld. Acht Neuner sollten es bitte schön sein. Bahn 6 zeigte sich nicht so fallfreudig bei den U18 Mädchen, doch wenn es einmal läuft… Bis zum 28. Wurf lagen sieben Neuner. Eine Neun und eine Sechs würden reichen um die alte Bestmarke von 856 Holz zu übertreffen. Es wurde eine Neune und eine Sieben. Mit 858 Holz wechselte auch der nächste Weltrekord seinen Besitzer.

Einzel männliche U18 Vorlauf (Bahnen 1-4)

Der Vorlauf der männliche U18 war wieder ganz in der Hand der deutschen Starter. Janis Schmitt legte die Erfolgsspur im zweiten Block. Nach einem etwas unorthodoxen Start mit 111 Holz in die Vollen auf Bahn 1 und 116 Holz im Abräumen verschaffte er sich die notwendige Lockerheit, um den Vorlauf problemlos zu absolvieren. Die Verteilung der Holzzahlen zwischen Volle und Räumen auf den drei folgenden Bahnen waren auch wieder in normalen Verhältnissen. Mit vier bis sechs Neunern in die Räumgassen hielt er das Niveau hoch und die Konkurrenz hatte deutlich das Nachsehen.
Robin Schrecklinger machte es ähnlich spektakulär. Ein Komplettaussetzer auf Bahn 2 mit 180 Holz warf ihn nicht aus der Bahn. Im Gegenteil, davon angestachelt den Malus auszugleichen folgten erstmal 245 Holz auf Bahn 3. Danach 231 Holz auf Bahn 4 und abschließende 226 Holz auf Bahn 1. Insgesamt 883 Holz und Platz 1. Darüber hinaus stellte er den 14 Jahre alten Weltrekord von Daniel Mittelstädt ein - mit einer 60 Holz Räumgasse.
Auch hier war der Abstand zum Rest der Welt beträchtlich. Mitchell Rosenboom war es als einzigem weiteren Kegler vergönnt, die 800er Marke zu überspielen. Mit 801 Holz sicherte er sich den dritten Platz. Für die Qualifikation zum Halbfinale war dies jedoch nicht nötig. 699 Holz waren die letzte Zahl, die sich für die Runde der letzten Acht qualifizieren konnte.

Einzel weibliche U24 Vorlauf (Bahnen 1-4)

Da im Einzel Vorlauf der weiblichen U24 nur acht Starterinnen gemeldet wurden, entfiel das Halbfinale und die besten vier Keglerinnen qualifizierten sich direkt für das Finale.
Im ersten Durchgang war sofort volle Konzentration gefordert. Die Bestleistung brachte Svenja Lambert auf die Bahnen. Vier Vollegassen zwischen 122 und 129 Holz zeigte sie. Vier Räumgassen zwischen 90 und 99 Holz Folgten. Wow. 881 Holz gaben Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben und waren mit großem Abstand das beste Resultat bei den Juniorinnen.
In ihrem Fahrwasser konnten sich zwei vermeintliche Aussenseiterinnen auch zu sehr guten Resultaten aufschwingen. Maureen Schonderwoort aus den Niederlanden setzte mit 822 Holz eine Marke, an der so namhafte Konkurrenz wie Patricia Helena Cunha Bade, Sandy Hoffmann oder auch Stacy Parracho der Reihe nach scheiterten. Selbst Sarah Petrys 814 Holz aus dem ersten Block sollte nur noch einmal übertroffen werden. Die kleine Französin musste fast ein Jahr mit dem Kegelsport aussetzen und zeigte sich bei ihrem ersten internationalen Auftritt in ausgezeichneter Form.
Im zweiten Block konnte lediglich Sandra Gsodam in den 800er Bereich vorstoßen. 834 Holz bedeuteten das zweitbeste Tagesergebnis und den anvisierten zweiten deutschen Finalplatz.

Einzel männliche U24 Vorlauf (Bahnen 5-8)

Der Vorlauf der Junioren begann mit einem Paukenschlag, nein, eigentlich mit Zwei.
Zum einen weckte Daniel Neiertz die luxemburgischen Kegler aus ihrem Schlaf. Bisher stand noch keine Finalteilnahme zu Buche, doch mit seinen 871 Holz setzte er ein erstes Ausrufezeichen für den luxemburgischen Nachwuchs. Zum anderen pulverisierte Christian Junk den alten Einzelweltrekord. Er leistete sich in die Räumgasse auf Bahn 8 das einzige Gassenergebnis unter 100 Holz. Ansonsten hieß es in die Vollen 126 bis 129 Holz und im Abräumen 107 bis 125 Holz. Doppel-Wow. Mit 958 Holz übertraf er nicht nur den alten Weltrekord um über 40 Holz, sondern stellte auch noch einen neuen Bahnrekord in Langenfeld auf.
Nachdem Daniel Neiertz den luxemburgischen Weckruf ertönen ließ, kam auch Gilles Mores richtig gut in Fahrt. Er schaffte sogar das Kunststück, alle acht Gassen mit über 100 Holz zu beenden, doch fehlten ihm die absoluten Top-Ergebnisse, um Christian Junks Rekord ernsthaft zu gefährden. Seine 915 Holz lagen dennoch ebenfalls über dem alten Weltrekord. Allerdings hatte er das Nachsehen, da er nur nachlegen konnte.
Komplettiert wird das luxemburgisch-deutsche Spitzenquartett durch Mike Reinert. Der amtierende deutsche U24-Meister musste sich in die Räumgassen mit maximal sieben Neunern begnügen. Das reichte zwar nicht an die 900 heran, doch der dritte Platz wurde es mit 879 Holz allemal.
Wie schon bei der U18 war auch hier das Leistungsgefälle deutlich zu spüren. Mit 778 Holz konnte man sich das letzte Halbfinalticket erkegeln.

Team Doppel männliche U18 Vorlauf (Bahnen 1-4)

Im Team Doppel ließ es Nico Klink richtig krachen. Mit 239 Holz auf Bahn 4 und 245 Holz auf Bahn 3 setzte er die absolute Bestmarke in dieser Spielart. Bei 484 Holz war das Halbfinale schon so gut wie gebucht. Aber das Halbfinale war natürlich nicht alles. Bei Weltmeisterschaften kann man auch Weltrekorde erkegeln und dazu ließ sich Timo Mandelik nicht lange bitten. Mit 395 Holz komplettierte er das Team und schraubte den neuen Weltrekord auf 879 Holz.
Das zweite deutsche Team Doppel hatte einen deutlich schwereren Stand. Carsten Thull konnte mit 373 Holz seinen Block gewinnen, doch lag Team Deutschland 1 nach dem ersten Durchgang lediglich auf Rang vier. Dieser musste unbedingt verteidigt werden, sollte der Halbfinaleinzug gelingen. Auf Robin Schrecklinger war erneut Verlass. Mit 445 Holz auf den Bahnen 3 und 4 erhöhte er das Gesamtresultat auf 818 und konnte in der Endabrechnung sogar noch den zweiten Platz erspielen.
Ein ähnliches Kunststück gelang Michel Rosenboom. Mit 342 Holz als Vorgabe ging er fast schon aussichtslos auf die Bahnen und legte 450 Holz nach. Summa summarum bedeuteten dies 792 Holz und der dritte Platz für ihn und seinen Teamgefährten Bas Slangen.
Den letzten freien Halbfinalplatz schnappte sich erneut eine brasilianische Kombination. Lucas Augusto Dognini und Gabriel Avila da Silva konnten sich mit 752 Holz qualifizieren.

Team Doppel männliche U24 Vorlauf (Bahnen 5-8)

Während bei der U18 im Team Doppel eine 7 vorne stehen musste, bedurfte es bei der U24 schon einer 8. Ganz vorne wieder mit dabei waren die beiden deutschen Team Doppel. Mike Reinert verschaffte seinem Partner einen Start nach Maß. Seine 458 Holz entledigten Christian Junk bereits jeglichem Drucks.  Dann spielt es sich auch immer viel leichter. Mit 442 Holz und dank eines verpassten Bauerns bei den letzten Würfen kamen exakt 900 Holz zusammen. Der nächste Weltrekord dieser Weltmeisterschaften.
Doch wie lange sollte er Bestand haben? Robert Heinichen legte nämlich mit 462 Holz die Topzahl des Wettbewerbs auf die Bahnen. Doch sein Partner Felix Janson hatte auf der ersten Gasse Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Mit 114 Holz wurde der Weg zu weit, zumal die Räumgasse dann auch nicht zu 100% funktionierte. Nach einer sehr guten Bahn 8 kamen noch 417 Holz zusammen. In der Addition kamen beide auf 879 Holz und den ungefährdeten zweiten Platz.
Und auch hier zeigten die Brasilianer, wer die zweite Macht bei der Jugend im Kegelsport ist. Lucas Dilkin und Rodolfo Moreira May sicherten sich mit 824 ganz souverän die Halbfinalteilnahme. Komplettiert wird das Viererfeld durch Belgiens Michiel Leemans und Jos de Groof Jr. Michiel Leemans konnte mit sehr guten 435 Holz auf den Bahnen 5 und 6 der Konkurrenz das Nachsehen geben und damit auch für Belgien die erste Medaille sichern.

Paarkampf weibliche U24 Finale (Bahnen 5-8)

Den Höhepunkt des zweiten Wettkampftags bildete das Finale im Paarkampf der weiblichen U24. Nach dem Vorlauf waren die Favoritenrollen recht klar verteilt. Die beiden deutschen Paare würden die ersten beiden Plätze unter sich ausmachen und die brasilianischen Paare würden die Bronzemedaille unter sich ausspielen. Allerdings war die Reihenfolge der Platzierungen im Vorlauf nicht von allen Experten so vorhergesagt worden. Lisa Neumann und Kira Schmitt war am Vortag mit ihrem Sieg gegen Luisa Wagner und Svenja Lambert ein kleiner Überraschungscoup gelungen.
 Wie würde es jedoch im Finale ausgehen? Selbstbewusst gingen beide Paare das Finale an. Doch im Gegensatz zum Vorlauf gelang Luisa Wagner und Svenja Lambert kein Traumstart mit acht Neunern in der Startgasse. Im Gegenteil, von Beginn an liefen sie einem leichten Rückstand gegenüber Lisa Neumann und Kira Schmitt hinterher. Als zum Ende der ersten Bahn Neumann/Schmitt auch noch eine kleine Serie hinlegen konnten, standen plötzlich 24 Holz auf der Habenseite. Mit 183 Holz lagen sie vorne. 159 Holz von Luisa Wagner und Svenja Lambert reichten zwar, um beide brasilianischen Teams zu distanzieren, aber der Weg zum Titel war sehr weit. Und es kam noch schlimmer. Auf der zweiten Bahn musste Svenja Lambert eine verletzungsbedingte Auszeit nehmen. Ein Nerv war eingeklemmt und ihre Wurfhand wurde taub. Dank Physiotherapeut Marcel Hacker konnte sie nach 10 Minuten weitermachen. Oder besser gesagt sie hätte gekonnt, wenn nicht sowohl Lisa Neumann als auch Kira Schmitt heftigen Kontakt mit dem Anlaufbelag gemacht hätten. Während Lisa Neumann nach ihrem Sturz weitermachen konnte, prellte sich Kira Schmitt die Schulter und musste ebenfalls eine Behandlungspause beantragen. Nächster Auftritt des Physios. Glücklicherweise konnte Marcel Hacker auch in diesem Fall die Spielfähigkeit wieder herstellen. Und noch mehr Glück im Unglück hatten Lisa Neumann und Kira Schmitt. Beide Sturzwürfe waren Neuner, so dass sie noch weitere Hölzer auf Luisa Wagner und Svenja Lambert gutmachen konnten. Zur Halbzeit lagen Lisa Neumann und Kira Schmitt mit 357 Holz satte 50 Holz in Führung
Kurioserweise konnte auch Brasilien die Konfusion nicht nutzen. Im Gegenteil, der Vorsprung der beiden deutschen Paare wuchs trotz der Miseren weiter an. Bei 30 Holz Vorsprung auf Brasilien zur Halbzeit kam kein Druck von den Verfolgern auf.
Auf der dritten Bahn tat sich nicht viel, so dass die Schlussoffensive von Luisa Wagner und Svenja Lambert auf den letzten 30 Würfen kommen musste. Sie kam auch, jedoch zu spät. Bereits fünf Würfe vor Schluss hatten Lisa Neumann und Kira Schmitt den Titel sicher. Wie schon im Vorlauf konnten sie sich kurz vor Schluss einen Dreier leisten und den Titel dennoch ungefährdet erspielen. Selbst sechs Neuner mit den letzten sechs Würfen von Wagner/Lambert hätten daran nichts mehr ändern können. Mit 667 zu 656 Holz bestätigten sie die Reihenfolge des Vorlaufs und und fügten dem deutschen Medaillenspiegel ein weiteres Gold/Silbernes Medaillenpärchen hinzu.
Die Bronzemedaille ging an Barbara Leticia Nitsche und Patricia Helena Cunha Bade mit 568 Holz.

Freitag, 8. August 2014, 4. Tag

Paarkampf männliche U18 Halbfinale (Bahnen 1-4)

Das Halbfinale im Paarkampf der männlichen U18 war eine sehr einseitige Angelegenheit für die beiden deutschen Paare. Da die Bahnen über Nacht frisch gewachst worden waren standen die Eckkegel ein wenig höher als am Vortag. Dies stellte den ein oder anderen Spieler vor ernsthafte Probleme. Sowohl Carsten Thull und Marvin Lammert als auch Nico Klink und Timo Mandelik konnten ihren Vorteil daraus ziehen und die ersten beiden Plätze ungefährdet erkegeln. 674 Holz reichten Nico Klink und Timo Mandelik zum Sieg im Halbfinale, in dem Carsten Thull und Marvin Lammert ebenfalls mit 666 Holz vollauf überzeugen konnten. Es darf somit zumindest mit einem spannenden Zweikampf im Finale gerechnet werden.
 Ob die Niederländer mit Mitchell Rosenboom und Bas Slangen oder die Brasilianer mit Gabriel Avila da Silva und Gustavo Da Rosa Schultz in die Titelvergabe eingreifen können bleibt abzuwarten. Ihre Vorleistungen mit 590 bzw. 589 Holz wiesen zumindest im Halbfinale einen deutlichen Rückstand auf.

Paarkampf männliche U24 Halbfinale (Bahnen 5-8)

Wesentlich ausgeglichener - zumindest zwischen Luxemburg und Deutschland - ging es bei den Paarkämpfen der männlichen U24 zu. Robert Heinichen und Michael Reith erwischten am frühen Morgen einen Sahnestart. 425 Holz zur Halbzeit wies in Richtung eines weiteren Weltrekords, doch die letzte Bahn wollte dann nicht mehr so leicht fallen. Zwei verpasste Anwürfe auf Bahn 8 machten den möglichen neuen Weltrekord zu nichte. Stattdessen egalisierten sie die bestehende Bestmarke mit 797 Holz. Als kleinen Trost gab es wenigstens den Gewinn des Halbfinals.
Als sehr ernstzunehmende Konkurrenten entpuppten sich abermals Gilles Mores und Chris Fuchs aus Luxemburg. Mit 750 Holz setzten sie ein Zeichen, dass mit ihnen im Endlauf auf jeden Fall zu rechnen sein wird. Mit 116 Holz auf Bahn 8 setzten sie die Bestzahl in einer Gasse. Da auch sonst immer vier bis sechs Blanke pro Gasse fielen, war ein echter Schwachpunkt nicht auszumachen. Mit dieser Konstanz wird der Weltmeistertitel nicht ohne ein gewichtiges luxemburgisches Wort vergeben werden.
Etwas unspektakulärer absolvierten Felix Janson und Julian Geerdes die Aufgabe des Halbfinales. Geduldig auf die Neuner gewartet, eifrig die Hölzer gesammelt und keine Fehler gemacht. Das war das Rezept für den Einzug ins Finale. 677 Holz bedeuteten Platz 3, wenn auch mit einem gewissen Respektabstand zu den beiden Führenden. Nach vier bis fünf Blanken pro Bahn war in der Regel Schluss. Sollte im Finale der Knoten platzen und diese eine, manchmal zwei, fehlenden Neuner fallen, wären sie ganz schnell oben mit dabei.
Als letzte 600er setzten Thibaut Gantlet und Geoffrey Lebrun die Paarkampftradition der Franzosen fort. 661 Holz waren die unangefochtene Nummer vier im Halbfinale.

Team Doppel Mixed U24 Vorlauf und Halbfinale. (Bahnen 1-4 und 5-8)

Den ersten Ausfall im Team Germany gab es im Team Doppel Mixed der U24 zu verzeichnen. Lisa Neumann und Julian Geerdes verpassten den Sprung unter die besten vier Teams recht deutlich. Mit 784 Holz belegten sie den siebten Rang. 800 Holz waren nötig, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Diese Hürde legten die beiden Braslianer Anita Ingrid Becker und Leonardo Manghi Cunha auf. Vor allem Leonardo Manghi Cunha hatte seinen Anteil an diesem Erfolg. Seine 441 Holz waren das zweithöchste Einzelergebnis in diesem Wettkampf. Deutlich ausgeglichener gestalteten Stacy Parracho und Chris Fuchs ihren geteilten Durchgang. Stacy Parracho konnte, nach anfänglichen Schwierigkeiten in diese Meisterschaften zu kommen, mit 401 Holz überzeugen. Chris Fuchs brachte mit 414 Holz seinen Anteil zum dritten Platz bei.
Die Niederländer verdankten einer überragenden Maureen Schoonderwoert die lockere Qualifikation. Mit 425 Holz war sie die zweitbeste Juniorin im Feld und von den Qualifikanten die einzige, die ihre Partner in die Schranken weisen konnte. Jesse Hansen musste sich nämlich mit 416 Holz begnügen, ohne jedoch damit den zweiten Platz zu gefährden.
Auf einem noch höheren Niveau spielten Luisa Wagner und Robert Heinichen. Luisa Wagner gewann mit 429 Holz die Juniorinnenwertung, während Robert Heinichen mit 452 Holz bei den Junioren den ersten Platz für sich beanspruchte.

Das Halbfinale ist schnell geschildert, weil zwei überragende Akteure des Vorlaufs ihre Leistungen im Halbfinale nicht wiederholen konnten. Zum einen tat sich Maureen Schoonderwoert auf den Bahnen 5-8 deutlich schwerer mit den Lauflinien und kam lediglich auf 379 Holz. Zum anderen warf Leonardo Manghi Cunha fast 80 Holz weniger als im Vorlauf. Dadurch waren die Niederlande und Brasilien aus dem Rennen. Profitieren konnten Stacy Parracho und Chris Fuchs, die durch 836 Holz ihre Vorlaufsleistung bestätigen bzw. sogar übertreffen konnten und Luisa Wagner / Robert Heinichen, die sich mit 846 Holz für den Endlauf qualifizierten.

Team Doppel Mixed U18 Halbfinale und Finale (Bahnen 5-8 und 1-4)

Im Team Doppel Mixed war das deutsche Team eindeutig anfällig. Auch bei der U18 blieb ein Paar im Halbfinale hängen. Marvin Lammert und Jana Mechsner hatten ihre liebe Mühe mit den Räumgassen. Lediglich auf Bahn sieben brachten sie vier Neuner über die Runden, ansonsten war in den restlichen Räumgassen bei 71 Holz Endstation. 754 Holz insgesamt reichten bei weitem nicht für die Finalteilnahme. Dies lag unter anderem daran, dass erneut Brasilien hervorragend aufgelegt war und die Schwäche der deutschen Mannschaft gekonnt ausnutzte. Stephanni Wolski Pierri und Bruno Sonaglio Schultz warfen alleine in die Räumgassen über 30 Holz mehr und beendeten ihre Kombination mit sehr guten 800 Holz.
Unantastbar schien das zweite deutsche Paar im Halbfinale zu sein. Jennifer Adams und Nico Klink düpierten die Konkurrenz mit 849 Holz. Hierbei schafften sie es als einziges Team, mit beiden Aktueren über 400 Holz zu spielen. Ähnlich wie im Mixed der U24 konnte Jennifer Adams mit 410 Holz die Mädchenwertung gewinnen und Nico Klink siegte dank 439 Holz bei den Jungs. Hierbei leistete er sich den Luxus, die letzte Gasse mit lediglich 67 Holz zu beenden.

Das Finale wurde sehr einseitig. Stephanni Wolski Pierri und Bruno Sonaglio Schultz durften noch nicht mal eine Gasse gewinnen. Jedes Mal zogen sie gegen Jennifer Adams und Nico Klink den Kürzeren. Zwar beendete Jennifer Adams ihre Durchgang schon bei 390 Holz, wobei ihr die Räumgasse auf Bahn 2 das nächste 400 Holz Ergebnis verhagelte, doch leistete Nico Klink sich im Finale keinen Aussetzer. 470 Holz addierten sich nicht nur zum Weltmeistertitel, sondern auch zum neuen Weltrekord von 860 Holz.

Paarkampf weibliche U18 Finale (Bahnen 5-8)

Dass ein spannender Wettkampf nicht unbedingt etwas mit sportlicher Höchstleistung zu tun haben muss, zeigten die weiblichen U18 Keglerinnen im Finale des Paarkampfs.
Fast währe hier der erste Titel nach Brasilien gegangen. Eine einzige Gasse von Stephanni Wolski Pierri und Mariana Sequinel stach so deutlich aus der Konkurrenz heraus, dass diese fast den Weltmeistertitel wert gewesen wäre. Mit 107 Holz auf Bahn 5 links  schockierten sie die restlichen drei Paare und setzten sich nach drei Gassen mit 20 Holz vor Sonja Schmelter und Jennifer Adams. Um die 107 Holz einordnen zu können sei erwähnt, dass die zweitbeste Zahl nach 15 Würfen 87 Holz waren. Die Eckkegel machten es den Keglerinnen extrem schwer an diesem Tag.
Sonja Schmelter und Jennifer Adams brauchten bis zur vorletzten Gassen und einen kleinen Aussetzer der Brasilianerinnen, um in Führung zu gehen. Doch auf der letzten Gasse konnte sie von ihrem sechs Holz Vorsprung etwas zehren und mit 580 zu 575 Holz den Titel gewinnen.
Nicht weniger spannend war es im Kampf um Bronze. Jana Mechsner und Alina Nolte erwischten einen Albtraumstart. In der ersten Hälfte fanden sich zwei Gassen mit jeweils 42 Holz auf ihrem Startzettel wieder. Bei einem Rückstand von fast 40 Holz auf den dritten Platz waren die Medaillen eigentlich schon abgehakt. Doch in der zweiten Hälfte spielten sie wie ausgewechselt und kämpften sich Holz um Holz an Paula Charlotte Pedrini und Hellrot Cindy Zwicker heran. Drei Würfe vor Schluss hatten sie sie überholt und lagen auf dem Bronzerang, bevor sie sich einen gaaaanz dicken Einschlag leisteten. Beide Bauern und eine Vorderdame blieben übrig. Da der Versuch alle Kegel mit einem Wurf zu holen misslang, konnten Paula Charlotte Pedrini und Hellrot Cindy Zwicker mit dem letzten Wurf noch auf Platz drei mit einem Holz vorbeiziehen. 528 zu 529 Holz waren keine herausragende sportliche Leistung, aber die Sambatrommeln standen von diesem Augenblick an nicht mehr still in der Manni Jung Kegelsporthalle.

Team Doppel männliche U18 Halbfinale und Finale (Bahnen 1-4 und 5-8)

Die männliche U18 bot eine ganz starke Leistung im Halbfinale des  Team Doppel Wettbewerbs. Fast 100 Holz betrug der Abstand zwischen den zweitplatzierten Nico Klink und Timo Mandelik (856 Holz) und den den drittplatzierten Bas Slangen und Mitchel Rosenboom aus den Niederlanden (758 Holz). Im Vergleich aller Gassen warfen die deutschen Starter Nico Klink / Timo Mandelik und Carsten Thull / Robin Schrecklinger in allen acht Gassen das Bestergebnis und in sechs von acht Gassen auch das zweitbeste Resultat.
Der Gewinn des Vorlaufs konnten Carsten Thull und Robin Schrecklinger mit 868 für sich in Anspruch nehmen.

Im Finale wiederholten Nico Klink und Timo Mandelik exakt ihr Ergebnis aus dem Halbfinale von 856 Holz. Selbst die Verteilung auf die Spieler variierte kaum. Nico Klink warf 438 Holz und Timo Mandelik steuerte 418 Holz zum Gesamtresultat bei. Für den Titel war es aber eindeutig zu wenig. Carsten Thulas 414 Holz konnten zwar gut neutralisiert werden, doch gegen die überragenden 459 Holz von Robin Schrecklinger fanden die beiden keine Antwort. Interessanterweise waren die Räumergebnisse nahezu identisch, doch in die Vollen hatten Carsten Thull und Robin Schrecklinger satte 20 Holz mehr zu bieten.

Team Doppel männliche U24 Halbfinale (Bahnen 5-8)

Im Team Doppel ließ die deutsche Mannschaft weiter Federn. Das Halbfinale der Junioren war eine zähe Angelegenheit. Was schon die Höchstzahl von Mike Reinert mit 421 Holz veranschaulicht. Selbst der neue Weltrekordhalter Christian Junk kam auf den Weltrekordbahnen vom Vortag nur auf 412 Holz. Was für beide aber dennoch zum ersten Platz und zum Finale reichte. Für Robert Heinichen und Felix Janson kam es deutlich bitterer. Mit 822 Holz schieden sie gegen die brasilianische Mannschaft, bestehend aus Rodolfo Moreira May und Lucas Dilkin (825 Holz), überraschend aus. Robert Heinichen konnte mit 417 Holz ein sechs Holz Guthaben erkegeln, doch das war nach der ersten Vollegasse bereits in einen Rückstand umgeschlagen. Rodolfo Moreira Mays 128 Holz auf Bahn 5 fanden keinen Widerhall auf Felix Janson Bahn 8 mit 115 Holz. Erst ein Viererbild im 54. Wurf von Rodolfo Moreira May brachte Felix Janson mit sechs Holz in Führung. Beide hatten noch zwei Würfe, doch während Rodolfo Moreira May die Neun im vorletzten Wurf gelang, blieb bei Felix Janson der Bauer stehen und damit war der Traum vom deutschen Finale passé.

Team Doppel weibliche U18 Finale (Bahnen 1-4)

Das Finale beim Team Doppel der weiblichen U18 war wieder mit zwei deutschen Mannschaften besetzt. Jennifer Adams und Johanna Theiß gingen als Weltrekordhalter in dieses Finale. Entsprechend blieb für Alina Nolte und Sonja Schmelter die Rolle der Herausforderinnen. Die Fronten waren allerdings schnell geklärt. Während es in die Volle noch recht ausgeglichen zuging, wurde es im Abräumen schnell deutlich. Die beiden Weltrekordhalterinnen wollten sich auch den Titel holen. In die erste Räumgasse gaben Alina Nolte und Sonja Schmelter fast 30 Holz ab und in die zweite Räumgasse waren es weitere 41 Holz, so dass der Vergleich schon zu einseitig zu Gunsten von Jennifer Adams und Johanna Theiß ausfiel. Zu alledem überboten sie ihren alten Weltrekord vom Vortag mit 811 Holz erneut und machten damit den Triumph perfekt.

Einzel männliche U24 Halbfinale (Bahnen 1-4)

Der Vorlauf schien das Juniorenfeld in eine Zweiklassengesellschaft aufgespalten zu haben. Luxemburg und Deutschland vor den übrigen Nationen. Zumindest der Belgier Kevin Denis schien sich damit nicht abgefunden zu haben. Mit einem sehr beherzten Durchgang forderte er die vier „Großen“ heraus und legte mit 842 Holz eine ordentliche Messlatte auf.
Nach den ersten beiden Bahnen sah es noch so aus, als wäre diese Hürde kein Problem. Christian Junk wechselte mit 458 Holz, Mike Reinert mit 446 Holz, Gilles Mores mit 445 Holz und Daniel Neiertz mit 443 Holz. Doch die dritte Bahn brachte die Spannung in den Durchgang zurück. Mike Reinert verzweifelte an der Räumgasse auf Bahn 1. Mit 69 Holz im Abräumen kam er auf mäßige 193 Holz und musste auf der anspruchsvollen Bahn 2 noch 204 Holz nachlegen. Ähnlich erging es Daniel Neiertz auf eben dieser Bahn 2 mit 195 Holz. Auch er musste noch 203 Holz bringen, bevor er die belgische Hürde genommen hatte.
Mike Reinert erleichterte sich seine Aufgabe ungemein, indem er bereits 130 Holz in die Volle warf. Die beiden notwendigen Neuner waren nach drei Anwürfen auch im Sack und so konnte er wenigstens die letzten 10 Würfe etwas ruhiger angehen lassen. Daniel Neiertz benötigte ein paar Versuche mehr, bevor er auf Bahn 3 in die Neunerspur fand, doch war seine Qualifikation am Ende dann doch ungefährdet. Mit 858 bzw. 863 Holz markierten die Beiden das untere Ende der Qualifikanten. Gilles Mores (901 Holz) und Christian Junk (889 Holz) zeigten eine souveränere Darbietung und teilten die ersten beiden Plätze unter sich auf.

Einzel männliche U18 Halbfinale (Bahnen 5-8)

Die männliche U18 dominiert ihre Altersklasse bisher nach belieben. Auch im Einzel Halbfinale gab sie der restlichen Welt keine Chance. Im letzten Block demonstrierten sie Kegelkunst vom Feinsten, die selbst in der U24 Altersklasse zum Finale gereicht hätte.
Der ersten Block hatte keine 800er Zahl vorgelegt und somit lag die Qualifikationshürde nicht allzu hoch. Janis Schmitt nahm diese bereits auf der ersten Bahn. Mit 130 Holz in die Volle und 98 Holz im Abräumen konnte er entspannt seinen Durchgang zu Ende bringen. Ein Schlussspurt auf Bahn 6 von 231 Holz brachte ihn auf insgesamt 868 Holz.
Robin Schrecklinger machte es nochmal um eine kleine Kegelwelt besser. Mit 925 holte er sich den ersten Platz und den 14 Jahre alten Weltrekord der U18, der bei 883 Holz lag. Bis auf die Räumgasse von Bahn 6 punktete er in alle Gassen dreistellig und sicherte sich darüber hinaus auch die Favoritenrolle für das kommende Finale.
Vervollständigt wird das Finale durch Mitchell Rosenboom, der mit 799 Holz denkbar knapp an den magischen 800 Holz scheiterte und durch Brasiliens Lucas Augusto Dognini, der sich mit 785 Holz knapp vor seinem Landsmann Matheus Dilkin (784 Holz) durchsetzte.

Samstag, 9. August 2014, 5. Tag

Paarkampf männliche U24 Finale (Bahnen 1-4)

Von der ersten Gasse an lief das Finale im Paarkampf der männlichen U24 in die gleiche Richtung wie das Halbfinale. Luxemburgs Gilles Mores und Chris Fuchs setzten sich mit Robert Heinichen und Michael Reith sofort von den beiden anderen Paaren ab. Wobei der bessere Start eindeutig bei den beiden Luxemburgern lag. Mit 108 Holz auf Bahn 2 nahmen sie ihren deutschen Widersachern 19 Holz ab und das, obwohl Robert Heinichen und Michael Reith die vermeintlich leichtere Bahn 1 hatten. Aber ein Fehlwurf auf den Bauern kurz vor Schluss brachte sie aus dem Tritt. Auf der zweiten Gasse konnten sie den Fehler vergessen machen, wenn ihnen auch der Anwurf versagt blieb. So konnten sie doch zehn Holz aufholen und mit 179 zu 188 Holz die zweiten 30 Würfe in Angriff nehmen. Felix Janson und Julian Geerdes benötigten eine Gasse, um im Finale anzukommen, sodass sie mit einem leichten Rückstand auf die Franzosen Thibaut Gantlet und Geoffrey Lebrun den ersten Bahnwechsel vollzogen. Der Rückstand auf die beiden Führenden war bereits mit 30 Holz beträchtlich, so dass das erste Augenmerk auf dem Gewinn des dritten Platzes lag.
Auf der zweiten Bahn schafften sie dann den Wechsel auf den dritten Rang. Zwei ordentliche Gassen auf Bahn 4 reichten, um die beiden Franzosen zu verdrängen. Der Vorsprung belief sich zwar nur auf vier Holz, aber das Selbstvertrauen von Felix Janson und Julian Geerdes wuchs von Wurf zu Wurf.
Für Robert Heinichen und Michael Reith lief es auch auf der zweiten Bahn noch nicht nach Plan. Erneut verhinderte ein spätes Dreierbild ein höheres Ergebnis auf der ersten Gasse, so dass sie froh sein mussten, nur weitere fünf Holz gegen die Luxemburger abgegeben zu haben. Das erste echte Lebenszeichen kam dann auf den zweiten 15 Würfen. Mit 96 Holz waren sie im Wettkampf angekommen und bliesen zur Aufholjagd. Diese wurde durch eine Neunerserie von Gilles Mores und Chris Fuchs zwar noch einmal gestoppt, aber das sollte nicht länge währen. Mit 202 Holz auf Bahn 3 holten sie nicht nur den Rückstand auf, sondern setzten sich mit 10 Holz nach vorne ab. Und auch Felix Janson und Julian Geredes nutzten die dritte Bahn. Mit 170 Holz auf Bahn 1 festigten sie ihren dritten Platz und erspielten sich einen komfortablen Vorsprung von 36 Holz vor der Abschlussbahn, der auch bis ins Ziel reichte. Mit 654 Holz gewannen sie die Bronzemedaille vor Thibaut Gantlet und Geoffrey Lebrun mit 617 Holz.
Nachdem sich Robert Heinichen und Michael Reith einmal freigespielt hatten, konnte sie auch niemand bremsen. Mit 203 Holz boten sie auf der letzten Bahn keine Angriffsfläche für eine Schlussattacke durch Gilles Mores und Chris Fuchs. Mit 761 Holz ging Gold an Deutschland und die Silbermedaille war mit 734 Holz im Besitz der Luxemburger.

Paarkampf männliche U18 Finale (Bahnen 5-8)

Wer glaubte, dass das Paarkampffinale der männlichen U18 ein Selbstläufer für die beiden deutschen Paare werde würde, sah sich getäuscht. Von Beginn an hielten Mitchell Rosenboom und Bas Slangen aus den Niederlanden dagegen. Einen etwas zu ruhigen Start, sowohl von Nico Klink und Timo Mandelik mit 71 Holz, als auch von Crasten Thull und Marvin Lammert mit 69 Holz, wussten die beiden Niederländer mit 88 Holz gekonnt zu nutzen. Erst auf der zweiten Gasse wachten die Deutschen auf und konnten Rosenboom/Slangen wieder stellen. Das brasilianische Paar Gabriel Avila da Silva und Gustavo Da Rosa Schultz hatten sich bereits auf der ersten Gasse mit 53 Holz aus dem Medaillenrennen verabschiedet.
Der Knoten bei den beiden deutschen Paaren war aber noch nicht geplatzt. Mit einer 63 Holz bzw. 69 Holz Gasse machten sie es den Niederländern leicht, erneut in Führung zu gehen. Dieses Mal half die zweite Gasse nicht und so fiel das Halbzeitergebnis überraschend deutlich für Mitchell Rosenboom und Bas Slangen (328 Holz) aus. Wohingegen Carsten Thull und Marvin Lammert mit 305 Holz in die zweite Halbzeit gingen und Nico Klink und Timo Mandelik sogar nur 298 auf ihrem Ergebniszettel stehen hatten. Der Rückstand wuchs auch auf der dritten Bahn weiter an. Mit maximal zwei Neunern in die Räumgassen war an eine Aufholjagd nicht zu denken. Bei Carsten Thull und Marvin Lammert kamen sogar nur 62 Holz auf Bahn 8 links zusammen. Es bahnte sich eine Überraschung an. Die Niederländer führten mit 486 vor Nico Klink / Timo Mandelik (456 Holz) und Carsten Thull / Marvin Lammert (446 Holz).
Zumindest kampflos wollten sich die beiden deutschen Paare nicht geschlagen geben. Auf den ersten 15 Würfen konnten sie Dank der ersten kleinen Schwäche der Niederländer ein paar Hölzer gut machen. Mit 536 Holz lagen Nico Klink und Timo Mandelik eine Holz hinter Carsten Thull und Marvin Lammert, jedoch immer noch 17 Holz hinter den Führenden. Aber es war immerhin auf der siebten Gasse das erste Lebenszeichen. Es konnte noch keiner ahnen, dass dies der Auftakt zu einem Neunerfestival werden sollte, das selbst die U24 nicht zu Stande brachte. Carsten Thull und Marvin Lammert (643 Holz) erkegelten auf Bahn 5 107 Holz auf der letzten Gasse und zogen damit an Mitchell Rosenboom und Bas Slangen vorbei, die mit 68 Holz keine Mittel zur Gegenwehr fanden und auf 621 Holz kamen. Nico Klink und Timo Mandelik spielten Echo auf Bahn 8. Jede Neun die von Bahn 5 herüber hallte wurde mit einer Neun beantwortet. Und nicht nur jede Neun. Sie erkegelten unglaubliche 125 Holz auf der letzten Gasse und zogen an Freund und Feind vorbei auf den ersten Platz mit 662 Holz.

Team Doppel männliche U24 Finale (Bahnen 1-4)

Die deutlichste Entscheidung fiel im Team Doppel Finale der männliche U24. Taten sich die deutschen Teams im Halbfinale ausserordentlich schwer, so dass den Brasilianern ein Finalplatz abgetreten werden musste, zeigten sich Mike Reinert und Christian Junk im Finale deutlich verbessert. Rodolfo Moreira May und Lucas Dilkin hatten zu keiner Zeit eine Chance. Bereits nach der ersten Volle führten Mike Reinert und Christian Junk mit 25 Holz und sie bauten den Vorsprung stetig aus. Auf der letzten Gasse konnte zumindest Lucas Dilkin gegen Christian Junk ein paar Holz gut machen. Somit blieb der Vorsprung bei 115 Holz und Mike Reinert / Christian Junk konnte mit 864 zu 749 Holz eine weitere Goldmedaille ihrer Sammlung hinzufügen.

Team Doppel weibliche U24 Finale (Bahnen 5-8)

Ebenfalls eine deutliche Angelegenheit wurde das Team Doppel Finale der weiblichen U24. Luisa Wagner und Kira Schmitt beherrschten ihre Gegnerinnen Sandra Gsodam und Annika Hilkmann nach Belieben. Letztere hatten ihre liebe Mühe mit dem Druck, den Kira Schmitt und insbesondere  Luisa Wagner von Beginn an aufbauten. Das erhöhte Risiko, das sie in die Räumgassen eingehen mussten, resultierte in zwei schwachen Räumergebnissen von jeweils 62 Holz, die nicht wiedergut zu machen waren. Beeindruckend die Einstellung und der Siegeswille von Luisa Wagner, die mit 435 Holz diesem Finale ihren Stempel aufdrückte. Mit 826 zu 763 Holz ging der Titel an Kira Schmitt und Luisa Wagner. Ein kräftesparendes Finale für die Siegerinnen, dass sich im weiteren Verlauf der Endläufe noch auszahlen sollte.

Team Doppel Mixed U24 Finale (Bahnen 1-4)

Im Anschluss an das U24 Team Doppel Finale der weiblichen U24 stand das Team Doppel Mixe der U24 auf dem Programm. Wieder war Luisa Wagner am Start, jetzt unterstützt von Robert Heinichen. Das Halbfinale hatte gezeigt, dass die Luxemburger Stacy Parracho und Chris Fuchs nicht zu unterschätzen waren. Die Differenz zwischen den beiden Teams betrug Tags zuvor nur 10 Holz.
Robert Heinichen tat sich richtig schwer in die Partie zu finden. Mit 115 Holz in die Vollen musste er Stacy Parracho (118 Holz) ziehen lassen. Luisa Wagner war hingegen immer noch im Angriffsmodus. Mit 129 in die Vollen hielt sie ihr Team mit einem Holz in Führung. In die Räumgasse lief es dann auch wieder besser für ihren Partner mit 99 Holz. Ohne Anwurf konnte er 29 Holz gegenüber Stacy Parracho gut machen und da auch Luisa Wagner ihrem direkten Gegenspieler Chris Fuchs mit 89 zu 105 Holz Paroli bieten konnte, war zur Halbzeit eine 10 Holz Führung erkegelt.
Da Robert Heinichen auch die zweite Volle nur mit 119 Holz traf und erneut ein paar Holz einbüßte, durfte er sich wieder auf Luisa Wagner verlassen, die ihrerseits mit 130 Holz auf Bahn 4 rechts dafür sorgte, dass der Vorsprung auf 12 Holz vor der letzten Gasse anwuchs.
Die Räumgasse war dann wieder Robert Heinichens Metier. Mit 98 Holz auf Bahn 2 brachte er eine gute Leistung, doch blieb ihm zum zweiten Mal die Neun im vorletzten Wurf versagt, so dass Stacy Parracho mit 96 Holz ihre Chance im vorletzten Wurf nutzte und lediglich zwei weitere Hölzer abgab.
Luisa Wagner startete mit einer Neun in die Räumgasse vielversprechend, doch danach kam erstmal nichts mehr ausser einer Menge Siebenen. Auf Bahn drei warf Chris Fuchs Neun um Neun und der Vorsprung schmolz und schmolz. Mitten in seine Neunerserie warf er plötzlich ein Dreierbild an und es gab ein leichtes aufatmen. Doch davon unbeeindruckt setzte er im Anschluss sofort seine Neunerserie fort und kam auf 105 Holz. Luisa Wagner verzweifelte weiter an ihren Siebenen. Vier Würfe vor Schluss benötigte sie noch 31 Holz. Die letzten fünf Anwürfen waren eben nur schöne Siebenen. Dann endlich fiel die zweite Neun - leises Gemurmel bei den Fans. Die dritte Neun - ein lautes Raunen geht durch die Zuschauerränge. Der 29. Anwurf, zu tief aufgesetzt - leichtes Aufatmen bei den Luxemburgern. Denkste, zur Korrektur hat sie die Hand noch draufgehalten und die vierte Neun krachte. „King Lui is in da house!“ Die fünfte Neun ging im Sprint über die Bahnen unter.
Mit 866 zu 860 Holz setzten sich Luisa Wagner und Robert Heinrichen in einem der spannendsten Finals gegen Stacy Parracho und Chris Fuchs durch.

Einzel weibliche U18 Finale (Bahnen 1-4)

Das erste Einzel Finale bestritten die weiblichen U18. Mit Spannung wurde erwartet, ob sich die Brasilianerinnen ähnlich gut in Szene setzen würden wie im Vorlauf, als Fernanda Pietra Nunes Nadine Brack auf den dritten Platz verweisen konnte.
Der Auftakt ließ zumindest nicht darauf schließen. Johanna Theiß und Nadine Brack setzten sich bereits auf der ersten Bahn deutlich von Fernanda Pietra Nunes und Paula Charlotte Pedrini ab. Die etwas anspruchsvolleren Bahnen 1-4 forderten ihren Tribut. Während Johanna Theiß (222 Holz) und Nadine Brack (209 Holz) ihre Können ausspielten, waren die Bahnen für die Brasilianerinnen, auch im Angesicht der körperliche Belastung in den letzten Tagen, nicht zu bewältigen. Mit 168 bzw 143 Holz konnten sie nur die Bronzemedaille unter sich ausspielen.
Zwischen den beiden deutschen Mädchen wurde es hingegen richtig spannend. Den Rückstand, den sich Nadine Brack auf der ersten Bahn eingehandelt hatte, konnte sie auf der zweiten Bahn wieder gutmachen. Allerdings war Johanna Theiß mit Bahn2 konfrontiert, die sie mit ordentlichen 192 Holz abschloss und somit die schwerste Hürde bereits genommen hatte. Mit 414 Holz zu 413 Holz für Johanna Theiß ging es in die zweite Halbzeit. Doch vorher musste Nadine Brack vom Physiotherapeuten behandelt werden. Ihr Knie machte ihr zu schaffen, nach einer kurzen Behandlungspause und einem Tapeverband konnte sie jedoch weiterspielen. Allerdings ging ihr ab der dritten Bahn der Druck etwas verloren, so dass sie mit der ein oder anderen Wackelacht zu kämpfen hatte. Während sie dies in die Volle noch recht gut ausgleichen konnte, stand sie ab der nächsten Vollegasse auf verlorenem Posten. Johanna Theiß konnte ihr druckvolleres Spiel nutzen und fabelhafte 117 Holz auf Bahn 3 räumen. Da Nadine Brack bei 89 Holz ihre Räumgasse beendete, war das Titelrennen entschieden, zumal sie noch auf Bahn 2 musste.
Für Johanna Theiß ging es hingegen um die Verbesserung ihres eigenen Weltrekords. Nach 124 Holz in die Volle brauchte sie noch vier Blanke, um eine neue Bestmarke aufzustellen. Bereits nach vier Anwürfen war das Pensum erfüllt und es ging noch munter weiter. Mit 107 Holz beendete sie die letzte Gasse und schraubte ihren eigenen Weltrekord aus dem Vorlauf auf 884 Holz.
Nadine Brack sicherte ungefährdet die Silbermedaille mit 799 Holz vor Fernanda Pietra Nunes mit 674 Holz.

Einzel männliche U18 Finale (Bahnen 5-8)

Wie schon im Paarkampf der männlichen U18 legten die Niederländer auch im Einzel Endlauf einen Frühstart hin. Während Robin Schrecklinger in die erste Räumgasse komplett von der Rolle war und nur 69 Holz aufwies bzw. mit 192 Holz Bahn 5 verlassen musste, nutzte Mitchell Rosenboom die Gunst der Stunde. Mit 213 Holz auf Bahn 7 führte er das Feld vor Janis Schmitt an. Dank einer Neun im vorletzten Wurf auf Bahn 6 konnte er mit 207 Holz den Anschluss halten und einen ähnlichen Rückstand wie in den Paarkämpfen vermeiden.
Für Brasilien waren die Medaillenträume auch in diesem Finale bereits nach der ersten Bahn ausgeträumt. Mit einer durchwachsenen Volle und ebenfalls nur 69 geräumten Holz war der Rückstand bei 25 Holz, unter der Annahme das Robin Schrecklinger noch in die Neunerspur finden würde.
Auf der zweiten Bahn fing sich Robin Schrecklinger und konnte mit den beiden Führenden mithalten, ohne jedoch seinen Rückstand zu verringern. Die Volle mit 128 Holz war super, doch in die Räumgasse gelangen ihm nur vier Blanke. Dort holten Michel Rosenboom und Janis Schmitt die gerade verlorenen Hölzer wieder auf. Und Janis Schmitt konnte den Rückstand dank 103 Holz in die Räumgasse auf die Hälfte verkürzen. Wäre statt einer Fünf eine Neun im 30 Wurf gefallen, hätte es auch die Führung sein können. Mit 430 zu 427 Holz ging es auf die dritte Bahn. Robin Schrecklinger lag bei 408 Holz in Lauerstellung. Auf der dritten Bahn benötigte er eine Behandlungspause und Marcel Hacker machte seinem Ruf wieder alle Ehre. Nach 5 minütiger Behandlung ging es für Robin Schrecklinger weiter. Von dort an spielte er wie ausgewechselt. Mit 129 in die Volle und 117 Holz im Abräumen zog er an den beiden Führenden vorbei und setzte sich mit 654 Holz an die Spitze. Auch Janis Schmitt konnte an Mitchell Rosenboom (631 Holz) vorbeiziehen. In die Vollegasse spielte der Niederländer zu wenig, musste sich erstmalig von der Führungsposition verabschieden und rutschte sofort auf den dritten Rang ab. Janis Schmidts 635 Holz bedeuteten bereits 19 Holz Rückstand auf den förmlich aus dem Nichts aufgetauchten Robin Schrecklinger. Bereits in die Volle wurde die Kräfteverhältnisse gerade gerückt. 127 Holz für Robin Schrecklinger und 128 Holz für Janis Schmitt brachten Gold und Silber in greifbare Nähe, da Mitchell Rosenboom erneut in die Volle nicht mithalten konnte (112 Holz). Am Ende reichten Robin Schrecklinger 88 Holz, um seinen Titel mit 869 Holz zu verteidigen. Janis Schmitt blieb die achte Neun verwehrt mit der er an Robin Schrecklinger noch hätte vorbeiziehen können. Seine 861 Holz reichten für eine souveräne Silbermedaille. Bronze ging wie schon im Paarkampf an die Niederlande mit Mitchell Rosenbooms 842 Holz.

Einzel weibliche U24 Finale (Bahnen 1-4)

Das Einzelfinale der weiblichen U24 war eine recht deutliche Angelegenheit. Zu groß waren die Abstände zwischen den Medaillenplätze als das echte Spannung hätte aufkommen können.
Als frischgebackene Weltrekordhalterin ging Svenja Lambert in der Favoritenrolle in diesen Endlauf. Das dies nicht immer etwas heißen muss hatte sie vor einigen Wochen lernen müssen, als ihr die Lokalmatadorin Sandra Gsodam im Endlauf der Deutschen Meisterschaften die Schau stahl. Genau zu eben diesem Aufeinandertreffen kam es im Finale der Weltmeisterschaften erneut. Und Svenja Lambert hatte ihre Lehren gezogen.
Die erste Vollegasse musste sie noch Sandra Gsodam überlassen, doch ab der ersten Räumgasse war klar wer die Hand an den Weltmeisterpokal legen wollte. Mit 96 Holz konnte sich Svenja Lambert auf 216 Holz kegeln, wohingegen Sandra Gsodam bei 198 Holz ein wenig der Druck in der Kugel fehlte. Ähnlich wie Nadine Brack im Finale der weiblichen U18 hatte sie viele Wackelachter und musste im Endeffekt mehr Risiko in ihre Würfe legen als Svenja Lambert. Diese Risiko wurde nicht immer belohnt.
Als zur Halbzeit auch Bahn 2 für Svenja Lambert keine Hürde darstellte, kam die notwendige Lockerheit und das Timing in den Würfen war perfekt. Auf Bahn 3 machte sie mit 116 Holz in die Räumgasse den Titel vorzeitig klar. Sandra Gsodam kämpfte und versuchte alles, doch das besagte Fallglück blieb weiterhin aus. Allerdings konnte sie sich auf der dritten Bahn ebenfalls entscheidend von Maureen Schoonderwoert aus den Niederlanden absetzten, so dass die ersten beiden Plätze relativ sicher vergeben waren. Um Bronze wurde es jedoch spannend. Die Vierte im Bunde, Sarah Petry aus Frankreich, war eigentlich bei Halbzeit schon aus dem Rennen nach einer 59 Holz Räumgasse. Trotzdem kämpfte sie verbissen um jedes Holz und nach einer tollen Räumgasse auf Bahn 2 mit 87 Holz lag sie plötzlich mit 584 Holz zwei Holz vor der Niederländerin.
In die Volle gab sie die Führung mit einem Holz wieder ab. Die Spannung wuchs und die letzte Gasse musste die Entscheidung um Bronze bringen. Da Maureen Schoonderwoert auf Bahn 2 ihren Durchgang beendete, reichten Sarah Petry zwei Neuner auf Bahn 3, um sich den dritten Platz mit 779 Holz zu erkämpfen. Sandra Gsodam wurde mit 805 Holz Vizeweltmeisterin und Svenja Lambert holte sich mit souveränen 851 Holz den ersehnten Weltmeistertitel.

Einzel männliche U24 Finale (Bahnen 5-8)

Das Finale der männlichen U24 begann auf höchstem Niveau. Mike Reinert erwischte den besten Start mit einer 133 Holz Volle auf Bahn 8 und auch die Räumgasse gelang ihm am besten. Mit 106 Holz kam er insgesamt auf 239 Holz und lag damit recht deutlich vor Luxemburgs Gilles Mores und Christian Junk, die mit jeweils 225 Holz von ihrer ersten Bahn kamen. Daniel Neiertz, als zweiter Luxemburger im Finale, schien von der Stimmung und der Atmosphäre etwas überwältigt. Er konnte mit 196 Holz sein Potential nicht abrufen und war bei diesem hochkarätigen Feld bereits aus dem Medaillenrennen.
Der erste Führungswechsel ereignete sich auf der zweiten Räumgasse. Ausgestattet mit 130 in die Volle konnte Gilles Mores Bahn 6 mit 111 Holz abräumen und zog damit an Mike Reinert vorbei. Dieser hatte in die Volle ebenfalls 130 Holz geworfen, konnte aber zum zweiten Mal seinen Freiwurf nicht sichern und blieb beim Abräumen auf 90 Holz hängen. Von alledem recht unbeeindruckt spielte Christian Junk seinen Spiel. In die Volle konnte er nicht ganz mithalten, aber dank 108 Holz im Abräumen war er mit 454 Holz weiterhin in Schlagdistanz zu Gilles Mores (466 Holz) und Mike Reinert (459 Holz).
Er nahm sich ein Beispiel an Robin Schrecklinger, denn auch seine Attacke folgte auf der dritten Bahn. Bahn 8 stand ihm nach der Hand und er spielte Neun auf Neun. 127/116 Holz war die Bestzahl auf dieser Bahn und sie katapultierten ihn direkt an die Spitze. Gilles Mores zeigte zum ersten Mal eine kleine Schwäche, als er die Volle bei 118 Holz beendete. Dies konnte auch Mike Reinert nutzen. Mit 124 Holz nahm er Gilles Mores sechs der sieben Hölzer ab, die sein Vorsprung gewesen waren. Mit 681 zu 680 Holz gingen beide auf die Zielgerade, während sich Christian Junk mit 697 ein kleines Polster erkegeln konnte.
In die letzte Vollegasse baute Christian Junk seinen Vorsprung, dank 131 Holz, sogar auf 24 Holz aus. Mike Reinert gab ein weiteres Holz auf Gilles Mores ab, so dass diese nun durch zwei Holz getrennt waren. Mike Reinert legte in den letzten 15 Würfen los wie die Feuerwehr. Die ersten sieben Würfe waren allesamt Neuner, bevor die erste Acht stehen blieb. Gilles Mores hatte bereits im zweiten Wurf eine Sieben angespielt, konnte dann aber auch eine Neunerserie legen. Beide leisteten sich noch jeweils eine Sieben und kamen so auf jeweils 116 Holz. Der zwei Holz Vorsprung hatte für Gilles Mores gehalten. Der zweite Platz war ihm mit 920 Holz sicher. Doch was war mit Christian Junk? Er kam sehr zäh in die Räumgasse und fand nicht auf Anhieb die richtige Lauflinie. Der Vorsprung wurde immer geringer. Erst am Ende fand er die Goldspur und ließ sie nicht mehr los. Mit sieben Neunern kam er letztendlich ins Ziel und wurde mit 926 Holz Weltmeister.

Fazit

Ein anstrengendes Sportjahr geht für die Langenfelder Sportkegler zu Ende. Mit Westdeutschen-, Deutschen- und Weltmeisterschaften mit allen vorgelagerten Regionalmeisterschaften, Qualifikationen und Trainings. Doch auch den Endspurt absolvierten sie vorbildlich. Die diversen Ausfälle des Zentralcomputers meisterten sie reibungslos, so dass die Sportler nicht beeinträchtigt wurde. Die Bahnen waren, wie schon zu den Deutschen Meisterschaften, in einem tadellosen Zustand, wovon die (ich glaube) 14 neuen Weltrekorde zeugen. Für das leibliche Wohl wurde wieder bestens gesorgt und die Stimmung in der Halle war nicht nur wegen der brasilianischen Sambatrommeln hervorragend.
Team Germany sagt Dankeschön für diese idealen Voraussetzungen, ohne die die grandiosen Leistungen unsere jungen Sportlerinnen und Sportler nicht möglich gewesen wären.