Dienstag, 03. Juni 2014 16:01

3. Internationale Meisterschaften der Damen A und Herren A

geschrieben von  Mike Killadt

Fünf Goldmedaillen, fünf Silbermedaillen, ein Weltrekord und ein eingestellter Weltrekord beendeten die 3. Internationalen Meisterschaften in Düsseldorf.

1. Tag: Mittwoch, 04.06.2014

Die 3. Internationalen Meisterschaften der Damen A und Herren A finden in diesem Jahr in Düsseldorf statt. Erfreulicherweise hat sich das Starterfeld um zwei Nationen erweitert. Neben den Gastgebern aus Deutschland nehmen auch Belgien, Brasilien, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und nach ihrem letzten Auftreten 2008 in Langenfeld auch wieder Österreich an den Titelkämpfen teil. Am ersten Tag standen neben der Bahnabnahme und dem offiziellen Training auch die Eröffnungsfeier mit den Swinging Funfares auf dem Programm, die den Zuschauern vor den ersten Kugeln gehörig einheizten.

Im deutschen Kader stehen bei den Damen Silke Blum, Beate Gsodam, Claudia Jaster, Rita Kasper-Kirst, Marion Henkel und Bettina Woltersdorf. Bei den Herren wird Deutschland durch Ralf Hennes, Horst Mickisch, Uwe Schlitzberger, Rainer Stoffels, Hilbert Wagner und Ingo Wagner vertreten. Wie bei den Damen A und Herren A üblich wurden keine Kaderausscheidungen gespielt, sondern die Nominierung erfolgte auf Grundlage der gezeigten Leistungen bei den letzten beiden Deutschen Meisterschaften. Nach den Eindrücken des offiziellen Trainings hatte DSKB-Sportdirektorin und Delegationsleiterin Jutta Büchling die Qual der Wahl, wer in den verschiedenen Disziplinen an den Start gehen soll. Da nur Brasilien und Deutschland eine Damen A Mannschaft gemeldet haben, wird dieser Wettbewerb gestrichen. Dafür konnte das Team Doppel Mixed in das Programm aufgenommen werden, das bereits bei den Weltmeisterschaften der Damen und Herren in Kelmis (2011) und Pétange (2013) mit viel Spannung durchgeführt wurde.

Und so möchte die deutsche Nationalmannschaft spielen:

Damen Einzel

Rita Kasper-Kirst und Bettina Woltersdorf

Damen Paarkampf

Silke Blum / Marion Henkel und Claudia Jaster / Bettina Woltersdorf

Mixed Paarkampf

Bettina Woltersdorf / Horst Mickisch und Rita Kasper-Kirst / Rainer Stoffels

Team Doppel Mixed

Silke Blum / Ingo Wagner und Marion Henkel / Ralf Hennes

Herren Mannschaft

Vorlauf: Ralf Hennes, Horst Mickisch, Uwe Schlitzberger und Hilbert Wagner (Auswechselspieler: Rainer Stoffels)
Endlauf: Horst Mickisch, Rainer Stoffels, Hilbert Wagner, Ingo Wagner (Auswechselspieler: Uwe Schlitzberger)

Herren Einzel

Uwe Schlitzberger und Rainer Stoffels

Herren Paarkampf

Horst Mickisch / Ingo Wagner und Hilbert Wagner / Ralf Hennes

2. Tag: Donnerstag, 05.06.2014

Vorlauf Herren Mannschaft

Am ersten Tag der Wettkämpfe durften die deutschen Herren ausschlafen. Das Los bescherte ihnen einen späten Start im zweiten Block. Mitfavorit Luxemburg hingegen durfte im ersten Block vorlegen und schickte gleich Jeannot Peter auf die Bahnen.
Mit 207 Holz nach der ersten Bahn lag er auf Platz eins, allerdings konnte Hein Braeken (NED) mit 206 Holz den Anschluss ohne Probleme halten. Ab der zweiten Bahn rückte Jeannot Peter die Abstände zurecht und baute die Führung stetig aus. Zum Abschluss setzte er Luxemburg mit 861 Holz deutlich an die Spitze. Hein Braeken folgte mit 801 Holz auf Platz 2, dicht gefolgt von Roland Backes (BEL) mit 784 Holz.
Die neuen Kugeln schienen den ein oder anderen Kegler vor Probleme zu stellen. Jeder kleine Handfehler wirkte sich stärker als gewöhnlich auf den Lauf der Kugel aus und die Kegler benötigten eine Eingewöhnungsphase, ehe die Kugeln einen vorhersagbaren Einschlag fanden.

Horst Mickisch tat sich auf der ersten Bahn mit den griffigen Kugeln ebenfalls schwer. Doch 247 Holz auf Bahn 3 brachten ihn schon in Reichweite von Jeannot Peter aus dem ersten Block. Mit konstantem Spiel konnte er die letzten beiden Bahnen ebenfalls sehr gut meistern und holte sich mit 878 Holz den Sieg in der Einzelwertung. Gleichzeitig holte er hiermit die Tabellenspitze nach Deutschland. 
Für Brasilien schnupperte Fernando Cláudio dos Santos Reinert an den 800. Seine 402 zur Halbzeit brachte zum ersten Mal Stimmung in die brasilianische Kolonie, die sich im Kegelzentrum gebildet hatte. Unter dem Jubel der brasilianischen Fans konnte Fernando Cláudio dos Santos Reinert die geforderten sechs Neuner auf Bahn 2 erkegeln und sich sogar noch ein Dreierbild leisten. Seine 806 Holz waren der heimliche Höhepunkt des zweiten Blocks.

Weiter ging es mit dem Nesthäkchen Uwe Schlitzberger. Bei seinem Debüt tat er sich schwer in die Räumgassen. Ein linker Bauer auf der ersten Räumgasse und ein rechter Bauer auf der zweiten Räumgasse gingen verlustig, was die Nerven nicht wirklich beruhigte. Auf der nächsten Räumgasse dann ein offenes Bild mit beiden Bauern und der Vorderdame und schon wieder stand er unter Druck. Sobald jedoch besagter Druck aufkam, fielen bei Uwe Schlitzberger die Neuner. Gasse um Gasse fand er über den Kampf ins Spiel und konnte sich damit sogar noch auf 800 Holz retten. Dies ging angesichts seiner Nervosität jedoch völlig in Ordnung. Da gab es schon „ernüchternde“ Debüts. Allerdings war ihm die Enttäuschung beim Verlassen der Bahnen deutlich anzusehen.
Ein bisschen Aufmunterung durch die Teamkollegen förderte dann auch nach einer kurzen Verschnaufpause wieder ein Lächeln bei Uwe Schlitzberger zu Tage.
In der Zwischenzeit brachte Guus Maes die Niederlande ans Finale heran. Mit 862 baute er den Vorsprung auf Belgiens Bob Knors (755 Holz) vorentscheidend aus, so dass sich nach diesem Block ein Duell zwischen Belgien und Frankreich um den letzten freien Platz im Finale anbahnte.

Hilbert Wagner startete dann das Kontrastprogramm. Mit viel Routine und Gelassenheit sorgte er dafür, dass die deutschen Herren Platz 1 festigten. Mit 219 Holz ohne Anwurf auf der ersten Bahn war er noch nicht zufrieden, dennoch reichte es zur Führung gegen Berto Barganga. Auch auf der zweiten Bahn ließ er die Chance für den Anwurf aus. Wie schon auf der Bahn zuvor gelang ihm mit den letzten beiden Anwürfen keine Neun. Auf der zweiten Hälfte hatte er diese kleine Schwäche abgestellt und kam auf 862 Holz. Locker herausgespielt und eine lösbare Aufgabe für den letzten deutschen Starter übrig gelassen. Mit 799 Holz wäre der 1. Platz erkegelt.

Ralf Hennes machte hier kurzen Prozess. Mit 858 Holz kam nie ein Zweifel am Gewinn des Vorlaufs auf. Unbeeindruckt vom Tohuwabohu um ihn herum spielte er seine Kugel und hatte einen der besten Plätze für das Showdown zwischen Belgien und Frankreich.
Vor dem letzten Bock lag Frankreich 81 Holz vor Belgien. Michel Pichon (FRA) bekam es mit Marc Authelet (BEL) zu tun und der Belgier legte los wie heisses Frittenfett. Michel Pichon gab auf der ersten Bahn sage und schreibe 51 Holz ab. Auf der zweiten Bahn schien sich das Blatt ein wenig zu Gunsten des Franzosen zu wenden. Eine Unachtsamkeit auf ein Stoßbild brachte Marc Authelet einen kleinen Rückstand auf der zweiten Bahn ein. Michel Pichon (FRA) konnte mit 201 Holz wieder fünf Holz auf seinen Vorsprung draufpacken und den Ansturm des Belgiers erstmal abfangen. Das währte allerdings nicht lange. Auf der nächsten Bahn ging Marc Authelet wieder zum Angriff über. Mit 224 machte er weitere 26 Holz gut und Belgien lag vor der letzen Bahn nur noch 10 Holz im Hintertreffen. Dann folgte ein weiterer kleiner Rückschlag. Durch eine tolle Vollgasse von Michel Pichon auf Bahn 1 (123 Holz) wuchs die Differenz wieder auf 16 Holz an, doch Marc Authelet legte im Abräumen gleich mit einer Neun los. Am Anfang wehrte sich Michel Pichon noch, doch dann musste er abreißen lassen. Im Vorletzten Wurf musste Marc Authelet die Neun bringen und sie fiel. Großer Jubel bei Belgien, dem sofort darauf die Ernüchterung folgte. Durch eine Fünf im letzten Wurf zog Belgien nur holzgleich mit den Franzosen, die die letzen beiden Würfe des Belgiers tatenlos mit anschauen mussten. Nach Auszählung der Räumergebnisse lag Frankreich mit 12 Holz vorne und zog doch noch als letzte Mannschaft ins Finale ein.

Vorlauf Damen Paarkampf

Mit der Dramatik des Mannschaftsvorlaufs konnte der Damen-Paarkampf nicht mithalten. Zu deutlich waren die Abstände zwischen den Finalpaaren und den ausgeschiedenen Teams. Obwohl Silke Blum und Marion Henkel noch viel Luft nach oben gelassen haben, war ihre Qualifikation mit 584 Holz nie gefährdet. Gleich auf ihrer Startbahn war bereits bei 134 Holz Schluss mit lustig. 54 Holz auf Bahn 8 links wurden an diesem Tag nicht unterboten. Die restlichen Bahnen waren dann auch von einer gewissen Unsicherheit und Verkrampfung geprägt. Mehr als drei Neuner fielen auf keiner Gasse, wenn auch manchmal mutwillig durch einen Königsmord verhindert.
Deutlich souveräner präsentierten sich Claudia Jaster und Bettina Woltersdorf. Sie waren das einzige Paar, dass sechs Blanke in einer Räumgasse gespielt hatte und das gleich zweimal. Mit 662 Holz lagen sie weit vor den zweitplatzierten Luxemburgerinnen Birgit Grethen und Doris Melo mit 601 Holz. Komplettiert wird das Finale durch Annelies Vreuls und Annie Eggen (NED). 558 Holz reichten aus, um den letzten Startplatz in Anspruch zu nehmen. Pro Bahn hatten sie eine 60-Holz-Gasse dabei. Hätten sie nur Schnitt gespielt wären sie auch im 600er Bereich platziert gewesen. Mit so einer Steigerung im Finale könnte es um die Medaillen spannend werden.

Vorlauf Mixed

Im Mixed war das Leistungsniveau deutlich höher, denn mit 598 Holz war für Annelies Vreuls und Leo Moitroux (NED) bereits im Vorlauf Endstation. Sie scheiterten an der Vorgabe, die Doris Melo und Jean Everard (LUX) im Block zuvor auf 603 Holz gelegt hatten. Für die deutschen Mixedpaare war es eine lockere Angelegenheit. Da Bettina Woltersdorf auf ihren Mixedstart verzichtete, kam Claudia Jaster zum Zuge und konnte zusammen mit Horst Mickisch die erste Spitzenzahl präsentieren. Mit einer kleinen Denkpause auf Bahn 8 links absolvierten sie einen sehr soliden Durchgang, der sie auf 673 Holz brachte.
Besser machten es nur Rita Kasper-Kirst und Rainer Stoffels. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auf Bahn 2 gab es keine Bahn mehr unter 175 Holz und die erste 700er-Paarkampfzahl war gespielt. Mit 705 Holz schauten sie sich den Vorlauf von oben an.
Das deutsch-luxemburgische Finale komplettieren Birgit Grethen und Jean-Marc Hoffmann, die sich mit 629 Holz qualifizieren konnten.

Vorlauf Team Doppel Mixed

Im Team Doppel gibt es im Vergleich zu den letzten Meisterschaften eine Änderung. Das Halbfinale wird nicht mehr im KO-System, also Mannschaft gegen Mannschaft, ausgetragen, sondern im Turniersystem. Alle Teams spielen parallel und die beiden Mannschaften mit der höchsten Holzzahl ziehen ins Finale ein.

Insofern war aus dem Vorlauf etwas die Spannung raus. Zu groß waren die Abstände und ein Taktieren war auch nicht mehr nötig.
Den Höhepunkt des Vorlaufs konnte Guus Maes (NED) für sich beanspruchen. Mit 475 Holz nach 60 Kugeln lag er über 30 Holz vor dem zweitbesten Spieler, Ralf Hennes (D). Bei diesen 475 Holz leistete er sich sogar den Luxus, beide Anwürfe auszulassen.
Trotz dieser Fabelzahl reichte es für das niederländische Team nur zum dritten Platz in der Konkurrenz, da Annelies Vreuls mit ihrer letzten Räumgasse erhebliche Probleme hatte und über 43 Holz nicht hinauskam. Insgesamt kam das niederländische Team Doppel auf 827 Holz. Silke Blum und Ingo Wagner konnten mit 827 Holz den zweiten Platz erspielen. Marion Henkel und Ralf Hennes machten es noch einen Tick besser und konnten sich über den Gewinn des Vorlaufs mit 837 Holz freuen. Sowohl die Herren, mit jeweils etwas über 440 Holz, als auch die Damen, mit jeweils in die 390 Holz, spielten sehr ausgeglichen.
Platz vier war Doris Melo und Jean Everard (LUX) vorbehalten. Doris Melo warf mit 406 Holz das beste Ergebnis der Damen und ihr Mannschaftskamerad konnte erst Dank einer Neun im vorletzten Wurf - sichtlich erleichtert - an ihr vorbeiziehen.

3. Tag: Freitag, 06.06.2014

Vorlauf Herren Einzel

Heute war der zweite Einsatz für Deutschlands jüngsten Starter. Uwe Schlitzberger bekam es im Einzel Vorlauf gleich mit Jeannot Peter (LUX) zu tun. Mit 124 Holz auf der Startgasse zeigte der Ex-Weltmeister dem Neuling gleich wo es lang gehen sollte. Uwe Schlitzberger begann mit 117 Holz einigermassen holprig. Doch auf der Räumgasse platze der Knoten dann bei Uwe Schlitzberger. Ohne Anwurf kam er auf 106 Holz und übernahm mit 223 Holz die Führung vor Jeannot Peter, den eine dicke Fünf zurückwarf (213 Holz). Mit angezogener Handbremse ging es für Jeannot Peter weiter, in den entscheidenden Momenten entschloss er sich für eine Sieben und keine Neun. Trotz alledem wechselte er mit 428. 
Uwe Schlitzberger konnte sich solch ein zögerliches Verhalten nicht leisten und tankte ordentlich Selbstvertrauen. Mit 451 Holz zur Halbzeit war er deutlich besser aufgelegt als am Tag zuvor. Die Körpersprache stimmte und auch die Neuner in den Vorletzten begannen zu fallen. Das Abräumspiel von Uwe Schlitzberger war viel konstanter und berechenbarer als im Mannschaftsvorlauf, lediglich in die Vollen ließ er ein paar Hölzer liegen. Nach 881 Holz war ihm die Erleichterung anzusehen, innerhalb einer Woche seine keglerischen Fähigkeiten doch nicht verloren zu haben.
Jeannot Peter kam auf der Bahn 8 im Schlussspurt etwas auf und konnte nach seinen 870 Holz ebenfalls für das Halbfinale planen.
Mit Spannung wurde der Auftritt des amtierenden Weltmeisters Guus Maes im zweiten Block erwartet. Konnte er doch im Team Doppel Mixed auf den Bahnen 7 und 8 stolze 475 Holz hinlegen. Trotz einiger Totschläger auf die Hinterdame (Bahn 5) wechselte er mit 222 Holz. 220 Holz folgten auf Bahn 6. Und dann brannte er wieder ein Feuerwerk ab. Auf Bahn sieben begann er mit 129 Holz in die Vollen und legte 10 Neuner in die Räumgasse nach. Eine dünne Acht unterbrach zunächst die Serie, doch diesmal folgten noch drei weitere Neuner und insgesamt erzielte er 255 Holz. Es lag ein neuer Weltrekord in der Luft. Allerdings bedurfte es hierzu zehn Neuner in die letzte Gasse. Es wurde deren neun, bei der Zehnten - im Vorletzten - verweigerte die Hinterdame ihren Dienst und blieb stehen. Es waren 929 Holz und die erste 900 dieser Titelkämpfe.
Bei Marc Moca (FRA) sah es so aus, als könne er im Windschatten von Guus Maes ebenfalls das Halbfinale erreichen. Nicht ganz so spektakulär, aber dafür sehr zuverlässig spulte er seine Bahnen ab. Bis Bahn 8 ihn aus eben dieser Bahn warf. 179 Holz hatte er auf seiner vorletzten Bahn und damit insgesamt nur 601 Holz liegen. Er rutschte auf den dritten Platz ab. Profiteur war Michael Hennes, der diese Schwäche gnadenlos ausnutzte und in der zweiten Halbzeit 429 Holz erkegelte. Am Ende waren gute 825 Holz zusammen gekommen und der letzte Platz im Zwischenlauf war für ihn reserviert.
Rainer Stoffels (D) kam nur schwer aus den Startblöcken. Lediglich 193 Holz auf Bahn 7, die zuvor von Guus Maes noch mit 255 Holz abgerissen wurde, waren ein kräftiger Dämpfer. Doch dann folgte die dringend notwendige Steigerung. Im Vergleich zu Guus Maes gewann er die folgenden sechs Gassen und konnte sich mit 888 Holz und Platz 2 erhobenen Hauptes aus der Affäre ziehen.
Ein großer Teil dieser Leistungssteigerung war Jean-Pierre Schnorbus (LUX) zu verdanken. Er zog Rainer Stoffels über die restlichen drei Bahnen mit, dabei selber immer ein paar Holz voraus, und konnte erst mit den letzten Würfen abgefangen werden. Seine 881 Holz bedeutete den 4. Platz in der Endabrechnung.
Marc Authelet (BEL) setzte seinen tollen Auftritt vom Vortag nahtlos fort. 225 Holz auf Bahn 7 waren weit mehr als die Konkurrenz in diesem Block warf. Allerdings war auch bei ihm Bahn 8 nicht ohne und daher musste er bereits mit 413 Holz den Halbzeitwechsel angehen. Gut, dass er auf der letzten Bahn erneut 212 Holz warf und in der Endabrechnung auf 832 Holz kam.
Leo Moitroux (205 Holz) (NED) war sein ärgster Verfolger, und der hatte seine lieben Probleme auf Bahn 5. Zum Glück fiel die Neun im Vorletzten, sonst wäre er an der 200-Marke gescheitert. Doch im Gegensatz zu Marc Authelet konnte er sich von Bahn zu Bahn steigern und die Teilnahme am Halbfinale recht früh sichern. 849 Holz waren die Bestzahl im Schlussblock und reichten zum 6. Platz.
Fast hätte es auch der Österreicher Helmut Löscher in die Runde der letzten Acht geschafft. Mit den letzten vier Anwürfen benötigte er drei Blanke. Die ersten beiden fielen problemlos, doch der entscheidende Wurf wurde nur eine Sieben, so dass er mit 819 Holz den undankbaren 9. Platz belegte.

Vorlauf Herren Paarkampf

Einen ersten Paukenschlag gab es im ersten Block des Herren Paarkampfs. Berto Bargagna und Jean-Marc Hoffmann (Luxemburg) brachten mit 767 Holz die erste dicke Paarkampfzahl ins Ziel. Ihre 233 Holz auf Bahn 8 wurden an diesem Tag nur einmal überboten. Rainer Stoffels hatte in seinem Einzel (!) 236 Holz zu Fall gebracht.
Auch beim Herren Paarkampf führten sich die Stotterstarts der deutschen Teilnehmer fort. Auf der zweiten Gasse kamen Horst Mickisch und Ingo Wagner (D) jedoch immer besser ins Spiel. Wobei Ingo Wagner zu Beginn die Neuner sofort gelangen und Horst Mickisch die Gassen erst ein wenig suchen musste. Erst als Horst im vorletzten Wurf eine dicke Fünf von Ingo Wagner räumte war er richtig im Spiel angekommen. 107 Holz und 98 Holz auf Bahn 6 machten den Weg frei für einen lockeren Durchgang ohne lange Zweifel am Weiterkommen. Auch auf der dritten Bahn läutete eine dicke Fünf, die von Horst Mickisch geräumt wurde, den Endspurt ein. Erneut waren es 206 Holz. Ausserdem wahrten sie mit 588 Holz beim letzten Bahnwechsel die Chance auf Platz 1.180 Holz auf Bahn 8 waren durchaus möglich und mit genau 200 Holz hätte es auch einen neuen Weltrekord geben können. Es wurde die goldene Mitte. 190 Holz zum Abschluss und mit 777 Holz die zweite Schnapszahl für Deutschland an diesem Tag. Hierbei legte sich Ingo Wagner besonders ins Zeug. Mit einer dicken Fünf im letzten Wurf „sicherte“ er die dreifache Sieben.
Belgiens Marc Authelet und Roland Backes konnte ebenfalls überzeugen, nämlich mit 353 Holz zur Halbzeit. Und auch 517 Holz vor der letzten Bahn ließen Raum für Hoffnung auf die nächsten 700 Holz. Mit 196 Holz übertrafen sie die Erwartungen ihres Fans deutlich. 713 Holz bedeuteten den Einzug ins Halbfinale ohne zu zittern.
Ralf Hennes und Hilbert Wagner hatten einen ordentlichen Start mit 90 Holz und konnten mit soliden 177 Holz die nächste Bahn in Angriff nehmen. Das war im Fahrplan deutlich über den
613 Holz, die als Messlatte dienen sollte. Schnörkellos, ohne irgendwelche Abrissgassen, warfen sie 708 Holz. Mit Bahnen zwischen 175 und 178 Holz waren sie das konstanteste Paar im Vorlauf.
Die Niederlande mit Frans Feuler und Leo Moitroux konnte sich ebenfalls noch auf Kurs halten, obwohl sie mit 158 Holz auf der ersten Bahn etwas hinter den Erwartungen zurückblieben. Doch sie hielten das Niveau bzw. konnten sich leicht steigern. 645 Holz waren in der Endabrechnung die doch deutliche Qualifikation für das Halbfinale.

Halbfinale Team Doppel Mixed

Das Halbfinale im Team Doppel Mixed hatte ein Herzschlagfinish zu bieten. Ingo Wagner kegelte zusammen mit Silke Blum, Marion Henkel wurde unterstützt von Ralf Hennes.

Die beiden Anstarter, in diesem Fall Ingo Wagner und Marion Henkel machten ihre Sache sehr gut. Ingo Wagner warf das beste Einzelergebnis mit 447 Holz und verschaffte seiner Partnerin ein kleines Polster, da er Guus Maes (NED, 432 Holz) recht deutlich distanzieren konnte. Leider verpasste er die Neun im vorletzten Wurf, die zu einer deutlichen Entspannung hätte beitragen können. Marion Henkel konnte mit 395 Holz das beste Damenergebnis erkegeln und damit sogar Jean Everard in die Schranken weisen, was praktisch das Aus für die luxemburgische Paarung Doris Melo / Jean Everard bedeutete.
Ralf Hennes nahm die Vorlage von Marion Henkel auf und brachte das Team mit weiteren 446 Holz (insgesamt 841 Holz) auf den ersten Platz. Deutlich spannender wurde es zwischen Silke Blum und Annelies Vreuls (NED). 15 Gute hatte Ingo Wagner seiner Partnerin mit auf den Weg gegeben, doch das Polster schrumpfte und schrumpfte. Sechs Würfe vor Schluss lagen die Niederländer nur noch eine Neun hinter Silke Blum / Ingo Wagner. Silke Blum sicherte zwar den Anwurf, aber eine, geschweige denn zwei Neuner wurden ihr versagt. Also hing alles an Annelies Vreuls. Erster Anwurf eine Acht und die Hinterdame wackelte - geräumt. Zweiter Anwurf eine Sieben - ebenfalls geräumt. Dritter Anwurf eine Sechs - und der Rest war egal. Mit ein bisschen Dusel und 830 zu 826 Holz komplettierten Silke Blum und Ingo Wagner das rein deutsche Finale in dieser Disziplin.

Finale Damen Paarkampf

Der Start im Damen Paarkampf Finale lief gut an. Claudia Jaster / Bettina Woltersdorf setzten sich mit 96 Holz an die Spitze und Silke Blum / Marion Henkel folgten ihnen mit 89 Holz. Luxemburg warf ein Bauernfehl zurück und den Niederlanden mangelte es schlichtweg an Neunern.
Bereits auf der zweiten Gasse fiel die Entscheidung um die Meisterschaft. Ein Dreierbild kurz vor Schluss, statt der anvisierten Neun, brachte Silke Blum und Marion Henkel einen 30 Holz Rückstand auf Claudia Jaster / Bettina Woltersdorf ein, die mit 187 Holz eine fehlerlose Leistung auf der ersten Bahn ablieferten.
Ab Bahn 2 wurde es noch deutlicher. Bei Claudia Jaster und Bettina Woltersdorf fielen die Neuner und die anderen Paare spielten sich mit dünnen Anwürfen immer weiter ins Hintertreffen.
 Dafür gab es einen Platzwechsel zwischen Luxemburgs Birgit Grethen / Doris Melo und Silke Blum / Marion Henkel. Die Luxemburgerinnen gingen etwas aggressiver zu Werke. Der Lohn für den Mut war eine 95 Holz Räumgasse und der 2. Platz zur Halbzeit. Mit 312 Holz lagen sie knapp vor der zweiten deutschen Paarung, die mit 306 Holz in die zweite Halbzeit gehen durfte.
Auf der dritten Bahn tat sich nicht viel im Kampf um Silber. Zwei Holz konnten Silke Blum und Marion Henkel gutmachen. Auf der letzten Bahn brachte ein Bauernfehler der Luxemburgerinnen die beiden Deutschen auf den Silberrang, zumal die beiden eine Neun als Konter setzen konnten. Die Freude hielt jedoch nicht lange, da sich Birgit Grethen und Doris Melo revanchierten. Nach einer dicken Fünf von Silke Blum / Marion Henkel folgten zwei Neuner von der generischen Bahn und plötzlich waren Silke Blum und Marion Henkel vor der letzten Gasse mit sechs Blanken hinten. Fünf konnten sie aufholen. Mit den letzten vier Würfen brauchten sie noch eine weitere Neun, doch sie warfen zwei dünne Siebener (635 Holz). So nutzte Doris Melo ihre Chance und machte mit einer Neun im letzte Wurf die Silbermedaille für Luxemburg (638 Holz) klar.

4. Tag: Samstag, 07.06.2014

Halbfinale Herren Paarkampf

Dank der guten Platzierungen im Vorlauf hatten die deutschen Paare erst im zweiten Block ihren Auftritt. Block eins gehörte Frankreich und den Niederländern.

Marc Moca und Michel Pichon (FRA) wollten ihre Auftritte im Einzel vergessen machen und legten mit 196 Holz auf Bahn 4 los. Mit 351 Holz gingen sie als Erste in die zweite Hälfte. Die in diesem Block leicht favorisierten Niederländer Hein Braeken und Guus Maes dümpelten zu diesem Zeitpunkt am Ende des Feldes mit 299 Holz herum. Auch nach der dritten Bahn änderte sich nichts am Gesamtbild. Die 700 Holz rückten jedoch für alle Paare in etwas weite Ferne. 516 Holz waren die Spitze des ersten Blocks für Marc Moca und Michel Pichon. Der zweite Block brauchte sich angesichts dieser Zwischenergebnisse noch keine Sorgen zu machen, waren alle folgenden Paare doch in der Lage, die 700 Holz deutlich zu überbieten.
Nach der letzten Bahn bestätigten sich die Schätzungen. Marc Moca und Michel Pichon gaben dem zweiten Block 674 Holz als Aufgabe mit auf den Weg. Hein Braeken und Guus Maes konnten sich nach einem kurzen Endspurt auf den zweiten Rang verbessern. Zu mehr als einem kleinen Achtungserfolg reichten ihre 647 Holz dennoch nicht.
Im zweiten Block taten sich Horst Mickisch und Ingo Wagner mit ihrer ersten Bahn schwer. 158 Holz, ein verpasster Bauer, es lief noch nicht rund. Ralf Hennes und Hilbert Wagner hingegen lagen mit 172 Holz voll im Soll. Es hätten noch ein paar Holz mehr sein dürfen, doch Hilbert Wagner haderte, wie schon in der Mannschaft mit Bahn 4 links. Dies nutzten Berto Bagagna und Jean-Marc Hoffmann, um sich mit 184 Holz in Führung zu spielen.
Auf der zweiten Bahn legte Luxemburg eine Vollbremsung hin. Berto Bargagna schoss die Drei durch die Mitte raus. Neben einem Vierer-Räumbild kam ihm auch das Selbstvertrauen abhanden und mit 325 Holz wirkte der Durchgang nicht mehr so souverän wie zuvor.
 Auch ohne Vierer kamen Horst Mickisch und Ingo Wagner nicht über 324 Holz hinaus. Zu lange brauchten sie, um die Spur für die Neun zu finden. Über diese Schwächephase konnten sich Marc Authelet and Roland Backes freuen. Mit dem lautesten Fanblock im Rücken erspielten sie sich einen Wechsel von 342 Holz. Auf der dritten Bahn fingen sich dann Horst Mickisch und Ingo Wagner. 188 Holz verschafften ihnen etwas Luft (512 Holz). Damit konnten sie sich im Rennen um die Finalteilnahme absetzen und die Nervenschlacht Belgien und Luxemburg überlassen. Mit 492 Holz für Luxemburg und 496 Holz für Belgien versprach dies noch ein heisses Rennen zu werden.
Nach zwei Würfen in die letzte Gasse hatten Horst Mickisch und Ingo Wagner die beiden noch notwendigen Neuner erkegelt und danach lief es plötzlich wie von selbst.
Insgesamt 698 Holz täuschten über die harte Arbeit hinweg, die 110 Würfe lang notwendig war.
Mit den letzten Würfen schafften auch Berto Bargagna und Jean-Marc Hoffmann (688 Holz) die 674 Holz Vorgabe aus dem ersten Block, während Marc Authelet und Roland Backes mit 656 Holz das Klassenziel nicht erreichen konnten.
Von alledem unbeeindruckt zogen die Titelverteidiger ihre Kreise. Mit 401 Holz in der zweiten Hälfte und 760 Holz insgesamt hatten Ralf Hennes und Hilbert Wagner die besten Plätze, um sich das Drama der anderen Paare anzuschauen.

Halbfinale Herren Einzel

Die Herren waren hellwach auf ihrer ersten Bahn. Marc Authelet (BEL) übernahm mit 229 Holz etwas überraschend die Führung, vor Jeannot Peter (LUX), der 222 Holz nach der ersten Bahn auf der Anzeige stehen hatte. Leo Moitroux ließ sich etwas mehr Zeit, doch mit einer Neunerserie gegen Ende standen bei ihm ebenfalls sehr gute 219 Holz zu Buche.
Auch auf der zweiten Bahn war Leo Moitroux im Schlussspurt zur Stelle. 218 Holz, allerdings ohne Anwurf, schoben ihn an Jeannot Peter vorbei. Dieser hatte mehr Probleme auf Bahn 2 als ihm lieb war, denn seine 204 Holz brachten ihn jetzt schon in Zugzwang. Dies galt insbesondere, da Marc Authelet vorne weg spielte. Seine 447 Holz waren sehr gleichmäßig erspielt und bis auf eine gelegentliche dicke Fünf, die er dann räumte, gab es keine weiteren Schwächen.
Jeannot Peters Probleme setzten sich auf Bahn 3 fort. Hier erzielte er erneut nur 206 Holz. Sein Glück, dass sowohl Leo Moitroux (199 Holz), als auch Marc Authelet (203 Holz) ebenfalls eine Auszeit nahmen.
Das war für Jeannot Peter das Zeichen zur Aufholjagd. Mit 134 Holz auf Bahn 4 setzte er ein ganz großes Ausrufezeichen. Leo Moitroux hatte er damit schon kassiert und nun lag er nur noch ein Holz hinter Marc Authelet. Viele dicke Siebener und entsprechend verlorene Hölzer beim Abräumen von Jeannot Peter hielten Marc Authelet im Spiel. Als dann auch die Neuner ausblieben, war der Belgier nicht mehr zu halten. Er ergriff seine Chance und mit 865 Holz sicherte er sich den ersten Block und Jeannot Peters Endlaufteilnahme war zur Enttäuschung der Fans damit ad acta gelegt.

Der zweite Block bot den Zuschauern das erste direkte Aufeinandertreffen der beiden letzten Weltmeister, Guus Maes (NED) und Rainer Stoffels (D). Dieses Duell fiel nicht nur sehr einseitig aus, sondern brachte die nächste faustdicke Überraschung. Während Rainer Stoffels seinen Stotterstart aus der Mannschaft wieder gut machen konnte, war bei Guus Maes regelrecht Sand im Getriebe. In beiden linken Räumgassen brachte er zusammen nur vier Neuner zustande und das sollte sein Ausscheiden bedeuten. Denn auf Bahn 4 benötigte er im vorletzten Wurf die Blanke für den Anwurf und alles wäre gut gewesen. Es wurde nur eine Sieben und 849 Holz. Parallel dazu spielte Uwe Schlitzberger mit den letzten vier Würfen vier Neuner und zog mit 854 Holz vorbei. Ebenso gelang Jean-Pierre Schnorbus mit der vorletzten Kugel die benötigte Neun und auch er ging mit 856 Holz vorbei.
Rainer Stoffels spielte die erste Halbzeit wie aus einer anderen Welt. Zweimal elf Neuner in den Räumgassen brachten ihm eine 490-Holz-Hälfte. Eine weitere 233 Holz Bahn brachten ihn ganz nah an den eigenen Weltrekord heran. Sechs Blanke waren auf der letzten Gasse notwendig, um eine neue Bestmarke aufzustellen. Doch mit der Zahl vor Augen lief es nicht mehr so locker. Bei fünf Neunern war Schluss und er konnte den Weltrekord mit 936 Holz lediglich einstellen.

Vorlauf Damen Einzel

Bettina Woltersdorf hatte mit Problemen auf der ersten Räumgasse zu kämpfen. Es fielen nur Achter, sowohl dick als auch dünn. Die Führung hatte sie dennoch inne und irgendwie gab ihr das die nötige Lockerheit. Auf der zweiten Bahn fielen die Kegel dann wie sie es wollte und die Qualifikation klärte sich damit von alleine. 223 Holz schüttelten Birgit Grethen (LUX) ab und von vorne kegelte es sich einfacher. Wenn man sich einmal freigeschwommen hat auf den Düsseldorfer Bahnen bekam man sehr schnell einen Lauf. Auf Bahn 7 erkegelte sie 217 Holz und Bahn 8 war dann nur noch ein Schaulaufen mit 213 Holz. Ihre 851 Holz bei den Damen sollte an diesem Tag unerreicht bleiben. Mit ihr zog Birgit Grethen (LUX) ins Finale ein. Ein toller Endspurt hob ihr Ergebnis auf gute 810 Holz an.
Der zweite Block komplettierte im Anschluss das luxemburgisch-deutsche Finale. Rita Kasper-Kirst tat es Rainer Stoffels gleich und klärte die Qualifikation bereits in der ersten Halbzeit. Nach 420 Holz folgten auf Bahn sieben weitere 206 Holz. Danach ließ sie es bei den abschließenden 30 Würfen ein wenig austrudeln. Eine 70 Holz Räumgasse bot noch Verbesserungspotential für die nächsten Durchgänge. Auch in die Volle fiel der Schnitt auf unter Acht, so dass auch hier noch ein paar Holz mehr drin waren.
Doris Melo (LUX) musste sich da schon deutlich mehr ins Zeug legen. Bahn 8 mit 189 Holz waren ein Rückschlag und die nächste Volle mit 113 Holz trug nicht zur Beruhigung bei. Erst als die Räumgasse auf Bahn 5 mit 98 Holz die dringend benötigten Hölzer brachte, konnte sie durchatmen. Mit genau 800 Holz war der letzte Finalplatz der ihre.

Finale Herren Mannschaft

Nachdem er den Weltrekord im Einzel gerade eingestellt hatte, durfte Rainer Stoffels auf den Bahnen bleiben, um das Mannschaftsfinale für Deutschland zu eröffnen. Er begann wie er aufgehört hatte. Mit 248 Holz auf Bahn 3 waren die Weichen bereits nach 30 Würfen auf Titelverteidigung gestellt. Selbst als er Bahn 4 nur mit 200 Holz verließ, konnte ihn weder Jean-Marc Hoffmann (LUX / 832 Holz), noch Marc Moca (FRA / 829) oder Hein Braeken (NED / 794 Holz) gefährden. Auf Bahn 5 nahm er dann wieder Fahrt auf schaffte 9 Neuner in die Räumgasse. Mit 682 Holz lag der nächste 900er in der Luft. Und nicht nur ein 900er. Mit 130 Holz in die Volle und zwölf Neunern und einer dicke Sieben im Abräumen lag er mit 119 Würfen bei 929 Holz. Der letzte Wurf wurde eine … dicke Sieben. Innerhalb von 60 Minuten hatte Rainer Stoffels seinen eigenen Weltrekord zweimal eingestellt. Auch das war ein neuer Rekord. Das Titelrennen war nach dem ersten Durchgang quasi entschieden. Über 100 Holz Rückstand wiesen die anderen drei Mannschaften auf das deutsche Team auf und so konnten die verbleibenden Blöcke entsprechend entspannt angegangen werden.
Ingo Wagner startete mit tollen 224 Holz in seinen Durchgang. Lediglich Guus Maes (NED) konnte mit 228 Holz mehr erkegeln und zog damit in der Gesamtwertung an Frankreich vorbei.
Für Jeannot Peter hingegen ging es in der Mannschaft genauso weiter wie im Einzel. Er haderte weiter mit den Bahnen. 206 Holz auf Bahn 3 liessen den Vorsprung auf die Niederlande auf 16 Holz schrumpfen. Guus Maes spielte sich den Frust des Einzels von der Seele. Auf Bahn 3 packte er 244 Holz drauf und war mit 472 nach 60 Würfen selbst auf Weltrekordkurs. 225 Holz auf Bahn 4 zogen den Spannungsbogen auf. Zehn Neuner und mindestens eine Acht im letzten Wurf waren nötig, um einen neuen Weltrekord aufzustellen. Relativ früh hatte Guus Maes bereits eine Acht und eine dicke Sieben angeworfen, so dass seine letzten sieben Würfe sieben Neuner sein mussten. Bis zum vorletzten Wurf hielt er stand, doch dann kam eben jener ominöse vorletzte Wurf, der ihm die Finalteilnahme im Einzel und den Weltrekord im Mannschaftsvorlauf gekostet hatte. Er blieb sich treu, warf eine dicke Sieben an und der alte Weltrekord hatte weiter Bestand. Der Vorletzte hatte Guus Maes bei diesen Meisterschaften richtig weh getan.
Ingo Wagner konnte mit Guus Maes zwar nicht mithalten, spielte aber dennoch einen soliden Durchgang mit einer kleinen künstlerischen Pause auf Bahn 5. Ansonsten galt sein Augenmerk Jeannot Peter (LUX). Den Luxemburger hatte er den kompletten Durchgang über im Griff, sodass dieser keinen Boden auf die deutsche Mannschaft gutmachen konnte. Mit 228 Holz sparte Ingo Wagner (866 Holz) sich sein Spitzenergebnis für die letzte Bahn auf und distanzierte dadurch Jeannot Peter um 22 Holz.
Luxemburg lag zur Halbzeit 45 Holz hinter den Niederlande und schickte jetzt Jean-Pierre Schnorbus auf die Bahnen. Nach 60 Würfen taten sich beide nicht weh. Mit 411 zu 415 Holz büsste Leo Moitroux nur ein Minimum seines Vorsprungs ein. Das änderte sich auf der dritten Bahn. Leo Moitroux fand überhaupt keine Einstellung zu Bahn 5 und schüttelte über 172 Holz den Kopf, wodurch er 35 Holz auf Jean-Pierre Schnorbus abgab. Nachdem das Selbstvertrauen einmal weg war, nahm das Verhängnis seinen Lauf. Jean-Pierre Schnorbus brachte die Luxemburger mit 5 Holz Vorsprung auf den Silberrang. Allerdings war die letzte Bahn nichts für Kegelästheten, eher ein bisschen Not gegen Elend. Jean-Pierre Schnorbus zog mit 822 Holz an Leo Moitroux (772 Holz) vorbei, der nach Bahn 5 nicht mehr ins Spiel fand.
Hilbert Wagner konnte sich aus allem heraushalten. Mit 875 Holz festigte er den ersten Platz und konnte an Horst Mickisch für den letzten Block übergeben. Da der Titel so gut wie gewonnen war konnte sich Horst Mickisch auf den nächsten Weltrekordversuch konzentrieren. Mit 838 Holz hätte er die Bestmarke aus dem Mannschaftsvorlauf in Eygelshoven überboten.
Der Start glückte mit 233 Holz auf Bahn 6 und 222 Holz auf Bahn 3. Der Rest war reine Formsache. Mit 866 Holz stellte er das Ergebnis von Ingo Wagner ein und ließ aus Sympathie mit den Niederländern drei Mal den 29. Wurf ungenutzt.
Und auch Berto Bargagna konnte für die luxemburgische Equipe einen Erfolg feiern. Bereits auf der ersten Bahn (221 Holz) nahm er Frans Feuler 29 Holz ab und entschied die Medaillenfarbe zu Gunsten von Luxemburg. Letztendlich wurde es doch deutlicher, als nach der ersten Hälfte erwartet. Berto Bargagna warf 833 Holz und Frans Feuler (NED) stoppte bei 771 Holz. Luxemburg gewann mit fast 60 Holz Vorsprung Silber.

Herren Mannschaft Endstand
1. Deutschland 3543 (Weltrekord)
2. Luxemburg 3331
3. Niederlande 3264
4. Frankreich 3164

5. Tag: Sonntag, 08.06.2014

Finale Mixed

Die Titelverteidiger Rita Kasper-Kirst / Rainer Stoffels sahen sich nach den ersten Würfen mit einem kleinen Rückstand konfrontiert. Während alle anderen Paare mit Neunern anfingen, brauchte Rainer Stoffels ein paar Anwürfe, bis er die Gasse fand. Ab der zweiten Gasse gab es dann jedoch kein Halten mehr. Mit 117 Holz auf Bahn 5 rechts, dabei acht Neuner zum Abschluss der Gasse, setzten sie sich bereits auf der ersten Bahn entscheidend vom Rest des Feldes ab. Mit ihren 208 Holz konnte nur das zweite deutsche Paar Claudia Jaster / Horst Mickisch halbwegs mithalten. Ihre 188 Holz auf Bahn 6 verschafften ihnen wiederum einen Vorsprung von 27 Holz auf Luxemburgs Doris Melo / Berto Bargagna. Birgit Grethen / Marc Hoffmann (LUX) gaben auf der zweiten Gasse über 50 Holz auf die Führenden ab und lagen mit 153 auf Rang vier. An dieser Reihenfolge sollte sich auch in der Endabrechnung nichts mehr ändern.
Spannend wurde es aus deutscher Sicht nur noch auf der Abschlussgasse. Der Weltrekord lag bei 766 Holz und Rita Kasper-Kirst / Rainer Stoffels benötigten 108 Holz - also neun Neunen ohne Kranz. Nach 10 Würfen hatten sie bereits sechs Neunen gesammelt, doch dann warfen sie eine dicke Sieben an. Mit drei weiteren Neunen in den letzten drei Würfen wurde der nächste Weltrekord eingestellt. Für Rainer Stoffels wohlgemerkt der Dritte innerhalb von nur 24 Stunden. Zumindest der Weltrekord im Weltrekord-einstellen ist ihm sicher.

Finale Team Doppel Mixed

Das bei den Internationalen Meisterschaften erstmalig ausgetragenen Finale des Team Doppel Mixed Wettbewerbs wurde mit Spannung erwartet.

Nach dem „Dünne Sieben“-Festival im Damen Paarkampf Finale am Vortag war man gespannt, wie sich Marion Henkel und Silke Blum auf die Bahnen eingestellt hatten. Von dünnen Anwürfen war bei den Damen jedoch heute nichts zu sehen. Insbesondere Silke Blum schien sich deutlich besser auf die Bahnen eingestellt zu haben und von Nervosität war auch nichts zu spüren. Mit neun Neunern in die erste Räumgasse und 227 Holz auf Bahn 6 machte ihr Partner Ingo Wagner „dicke Backen“, um an ihr dranzubleiben. Mit 228 Holz konnte er knapp die Nase vorne behalten.
 Eine ähnlich Leistung gelang Marion Henkel. Ebenfalls acht Neuner in die erste Räumgasse brachten ihr 223 Holz auf der ersten Bahn ein. Da ihrem Partner Ralf Hennes nur drei Neuner auf die Räumgasse vergönnt waren, hatte er nur magere 197 Holz auf der Anzeige stehen. Der Abstand zu Silke Blum / Ingo Wagner war hier mit 35 Holz schon zu groß. 
Silke Blum und Ingo Wagner ließen auch auf der zweiten Bahn kaum nach und der Titel war ihnen nicht mehr streitig zu machen. Ingo Wagners 448 Holz und Silke Blums 429 Holz addierten sich zu einem neuen Weltrekord von 877 Holz auf. Marion Henkel konnte auch auf der zweiten Bahn überzeugen und mit 431 Holz zumindest das Damenduell für sich entscheiden. Da Ralf Hennes auf Bahn 8 zwar besser ins Spiel fand, jedoch nicht zur Aufholjagd ansetzen konnte, blieb ihnen mit 840 Holz in der Addition die Silbermedaille.

Finale Herren Paarkampf

Auch im Herren Paarkampf gehörte die Startbahn den deutschen Paaren. Horst Mickisch und Ingo Wagner legten mit 105 Holz los. Die Titelverteidiger Ralf Hennes / Hilbert Wagner warfen sogar 108 Holz. Beide wechselten mit über 200 Holz von der ersten Bahn und es sah nach einem klaren Doppelsieg der deutschen Herren aus. Durch eine Neun im vorletzten Wurf konnte Hilbert Wagner einen kleinen Vorteil erspielen, sodass er sich und seinem Partner mit 216 Holz ein bisschen Luft auf Horst Mickisch / Ingo Wagner (203 Holz) verschaffen konnte. Der Rückstand von Jean-Marc Hoffmann / Berto Bargagna (LUX) betrug bereits 35 Holz und auch die Franzosen Marc Mocca / Michel Pichon schienen mit 153 Holz abgeschlagen zu sein.

Auf der zweiten Bahn nahmen sich die beiden Franzosen durch eine falsche Gasse direkt im ersten Wurf selbst aus dem Rennen um die Medaillien. Dafür kamen die beiden Luxemburger deutlich besser ins Spiel. Mit 175 Holz hatten sie zwar keine Chance gegen Ralf Hennes / Hilbert Wagner, die mit 185 Holz weiter den Durchgang dominierten, aber gegen Horst Mickisch und Ingo Wagner holten sie 14 Holz auf. Glücklicherweise schaffte Ingo Wagner im 29. Wurf die notwendige Neun. Die Luxemburger hatten jedoch Fahrt aufgenommen und mit diesem Schwung ging es für Jean-Marc Hoffmann und Berto Bargagna auf Bahn 3. Hier erkegelten sie sich das dritte Ergebnis jenseits von 200 Holz. Da beide deutsche Paare eine Pause auf ihrer jeweiligen dritten Bahn eingelegt hatten, wurde es wieder spannend. Luxemburg und Horst Mickisch / Ingo Wagner lagen mit 548 Holz gleichauf und auch Ralf Hennes / Hilbert Wagner büßten mit 562 ganze 40 Holz ihres Vorsprungs ein.

Ralf Hennes und Hilbert Wagner kamen auf Bahn 6 sofort wieder in die Neunerspur, doch Horst Mickisch / Ingo Wagner mussten einen 10-Holz-Rückstand vor der letzten Gasse in Kauf nehmen. Bei den letzten 15 Würfen lief bei Jean-Marc Hoffmann / Berto Bargagna dann jedoch nichts mehr zusammen. Nur eine einzige Neun wollte ihnen gelingen. Dies nutzten Horst Mickisch und Ingo Wagner für einen tollen Endspurt. Mit 732 Holz sicherten sie sich die Silbermedaille vor Luxemburg (716 Holz). Die Titelträger von Eygelshoven, Ralf Hennes / Hilbert Wagner (750 Holz) konnte ihren Titel verteidigen.

Finale Damen Einzel

Die deutschen Damen dominierten die Vollen und konnten vor der ersten Räumgasse ein kleines Polster erspielen. Bettina Woltersdorf (120 Holz) und Rita Kasper-Kirst (125 Holz) unterstrichen damit bereits früh ihre Favoritenrolle. Im Abräumen zeigte Birgit Grethen dann ihre Stärke. Mit 94 geräumten Hölzern (207 Holz) schob sie sich zwischen Bettina Woltersdorf (209) und Rita Kasper-Kirst (203). Doris Melo war mit 196 Holz ebenfalls noch nicht aus dem Medaillienrennen. Nach der zweiten Vollegasse lag Birgit Grethen vorne. 123 Holz brachten sie auf 330 Holz. Bettina Woltersdorf platzierte sich mit 5 Holz dahinter und ein weiteres Holz war Rita-Kasper-Kirst hinten dran.
Wie schon auf der ersten linken Gasse hatte Birgit Grethen auch mit der ersten linken Räumgasse auf Bahn 6 einige Probleme. Während sie zunächst ein Dreierbild anwarf, konnte Rita Kasper-Kirst gleichzeitig drei Neunen platzieren und an ihr vorbeiziehen. Mit zwei Neunen im 28. und 29. Wurf hielt sie den Schaden schlussendlich doch noch in Grenzen, unter anderem auch weil Bettina Woltersdorf zu viel mit den Achtern haderte und nur auf 70 Holz kam. Mit 421 Holz hatte Rita Kasper-Kirst den besten Halbzeitwechsel. Birgit Grethen kam auf 408 Holz, Bettina Woltersdorf hatte 395 Holz und weiter unauffällig im Hintergrund lag Doris Melo mit 389 Holz.
Die dritte Bahn war der Gewinner für Rita Kasper-Kirst. Während die anderen drei Keglerinnen untereinander beschäftigt waren, erspielte sie sich mit 216 Holz den entscheidenden Vorsprung. Bettina Woltersdorf ging auf Bahn 5 sehr konzentriert zu Werke und konnte sich mit einem Holz vor Birgit Grethen setzen. 603 zu 602 ließen die Vorfreude auf die letzte Bahn wachsen. Weiter im Hintergrund spielte Doris Melo (592 Holz) die jedoch geduldig auf ihre Chance wartete. 
Nachdem Bettina Woltersdorf das Gefühl für die Bahn bekommen hatte, zog sie ihren Wurf auch auf Bahn 6 durch. Mit 210 Holz (813 Holz) hatten die beiden Luxemburgerinnen keine Möglichkeit vorbeizuziehen. Im Gegenteil, Birgit Grethen wurde von Doris Melo im Kampf um Platz 3 so sehr beschäftigt, dass Bettina Woltersdorf den Vorsprung auf über 20 Holz ausbauen konnte. Doris Melo startete ihren Angriff auf die Medaillenplätze auf der letzten Gasse. Birgit Grethens Probleme mit den linken Gassen ausnutzend konnte sich Doris Melo mit fünf Neunern an ihrer Landsfrau vorbeischieben und mit 792 Holz die Bronzemedaille gewinnen.
Für Rita Kasper-Kirst ging es auf der letzten Bahn weniger um den Titel, sondern vielmehr um den Weltrekord. Mindestens 219 Holz waren auf Bahn 3 nötig, um die neue Bestmarke aufzustellen. Die Volle war mit 121 Holz bereits sehr ordentlich und im Abräumen folgten dann neun Neuner und 108 Holz. Mit 866 Holz überbot sie den alten Weltrekord um 11 Holz sehr deutlich und machte ihren Triumph perfekt.

Finale Herren Einzel

Das Herrenfinale fand ohne die drei Mitfavoriten Jeannot Peter (LUX), den amtierenden Weltmeister Guus Maes (NED) und Vizeweltmeister Leo Moitroux (NED) statt. Stattdessen gab es drei Finaldebütanten, die in der Vorrunde voll und ganz überzeugen konnten. Zusammen mit Jean-Pierre Schnorbus (LUX), Marc Authelet (BEL) und Uwe Schlitzberger komplettierte Rainer Stoffels als einziger Kegler mit Einzelfinalerfahrung die Endrunde.

Das Finale startete auf hohem Niveau. Zumindest für drei Kegler, denn Uwe Schlitzberger versemmelte die erste Volle mit 113 Holz und lag deutlich am Ende des Feldes. Rainer Stoffels kam als Bester aus den Startlöchern. 125 Holz gaben ihm eine zwei-Holz-Führung vor Marc Authelet und fünf Holz Vorsprung vor Jean-Pierre Schnorbus. In der Räumgasse hatte Uwe Schlitzberger die anfängliche Nervosität dann abgelegt und kam mit einer Neunerserie gegen Ende der Bahn auf 107 Holz und war mit 220 Holz prompt wieder vorne dabei. Rainer Stoffels wollte keine Neunerserie gelingen und so kam er nach sechs Blanken ebenfalls auf 220 Holz. Hätte Marc Authelet sich am Ende Gasse nicht durch einen Dreier selbst rausgebracht, hätte er das Finalfeld schön düpiert. Alles sah nach 240 Holz aus, bevor er eine dicke Fünf anwarf, diese nicht mit einem Wurf räumen konnte und danach auch keine Neun mehr gelingen wollte. Mit 221 Holz war er so nur hauchdünn in Führung. Für Jean-Pierre Schnorbus war das Finale nach der ersten Räumgasse gelaufen. Mit 70 Holz klinkte er sich bereits nach den ersten 30 Würfen aus dem Medaillenrennen aus.
Auf der zweiten Bahn setzten sich die beiden deutschen Starter an die Spitze. Jeweils 119 Holz waren zwar sehr zurückhaltend in die Vollen, umso besser gelangen die Räumgassen von Rainer Stoffels (107 Holz) und Uwe Schlitzberger (98 Holz). Mit 16 bzw. 7 Holz Vorsprung gegenüber Marc Authelet (430 Holz) ging es auf der dritten Bahn weiter. Während Rainer Stoffels seinen Vorsprung halten konnte und holzgleich mit Marc Authelet die dritte Bahn absolvierte (221 Holz), wollte für Uwe Schlitzbeger die sechste Neun nicht fallen. Mit 651 Holz ging er holzgleich mit Marc Authelet auf die Schlussbahn.
In die Volle auf Bahn 4 hatte Marc Authelet verwachst. 112 Holz gaben Uwe Schlitzberger die Möglichkeit sich etwas abzusetzen. Zwar gelangen ihm auch nur 119 Holz, aber es waren zumindest zwei Blanke, die der Belgier mehr werfen musste. Dieser fing auch prompt mit einer Neun an und Uwe Schlitzberger hatte bei den ersten beiden Anwürfen nur zwei dicke Siebenen, erst danach folgten die Neuner. Als die Serie bei Uwe Schlitzberger begann, warf Marc Authelet (841 Holz) ein offenes Bild an, für das er zwei weitere Würfe brauchte. Danach war Uwe Schlitzberger (865 Holz) durch. Rainer Stoffels bot auf seiner letzten Bahn Kegelsport par excellence. Mit 16 Holz Vorsprung ging er auf die letzten Bahn und selbst theoretisch konnte niemand mehr an ihm vorbeikommen. Glänzenden 130 Holz in die Volle folgte eine perfekt 135-Holz-Räumgasse. Mit 265 Holz kam er auf 932 Holz und verpasste die vierte Einstellung eines Weltrekords nur um vier Holz.

Team Germany sagt allen Helfern ein großes Dankeschön für fünf Tage mit toller Organisation, sehr gut gepflegten Kegelbahnen und hervorragender Betreuung. Auf ein Neues in Luxemburg 2016.