Freitag, 30. März 2012 18:56

Strahlende Gesichter bei der Gala des Bowling- und Kegelsports

geschrieben von  Uwe Veltrup

Am 23. März ehrte der DKB die Bowling- und Kegelsportler(innen) sowie die Trainer(innen) des Jahres im Kasseler Auepark

„And the winner is…“ – die Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2011 der vier Disziplinverbände des DKB wurden bei der Gala des Bowling- und Kegelsports am 23. März ebenso geehrt wie die Trainerinnen und Trainer des  Jahres. Zum dritten Mal in Folge überreichte DKB-Präsident Dieter Prenzel im Rahmen der DKB-Gala, die in diesem Jahr in Kassel stattfand, die Ehrenpreise.

DBKV – Bohle-Kegelsport

Zunächst standen die Akteure des DBKV im Mittelpunkt. Claudia Lippka, die in ihrem „Kegelsportlebenslauf“ bereits 17 internationale Einsätze stehen hat, freute sich sichtlich über die Auszeichnung. Im vergangenen Jahr gelang ihr das Double: Sowohl bei den Einzelmeisterschaften als auch mit ihren Teamgefährtinnen aus Bremerhaven gewann sie den Deutschen Meistertitel.

Bei den Deutschen Meisterschaften auf Bohle-Kegelbahnen war auch André Krause erfolgreich. Der Junior vom Verein SG Berlin 07 zählt zu den größten Talenten im Bohle-Kegelsport und stand bei den Deutschen 2011 im vergangenen Jahr ganz oben. DBKV-Präsident Peter Enz betonte bei der Ehrung, dass André Krause bereits achtmal das Nationaltrikot trug.

„Du hast es Dir verdient“ – mit diesen Worten beglückwünschte Peter Enz  den Trainer des Jahres des DBKV. Peter Wolski war und ist nicht nur der „Macher“, sondern auch der „Meistermacher“ beim SV 90 Fehrbellin. 1993 übernahm er die Verantwortung und Leitung der Kegelsport-Sektion im Verein. Bis heute wuchs die Mitgliederzahl von 35 auf 78 Mitglieder, weil Peter Wolski früh auf die Jugend setzte.  Dieses Engagement wirkte sich nicht nur in der Mitgliederstatistik positiv aus. Auch die kegelsportlichen Leistungen der Nachwuchskegler entwickelten sich stetig positiv. Nach mehreren Aufstiegen etablierten sich die Fehrbelliner zunächst in der Bundesliga der Bohle-Kegler, um 2010 sogar die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen.

DBU – Bowlingsport

Die Deutsche Meisterschaft gewann im vergangenen Jahr Nadine Geißler gleich zweimal: Zunächst als Mitglied des BV 77 Frankfurt in der Bowling-Bundesliga, danach auch im Einzel bei den Deutschen Meisterschaften. Sportlich noch wertvoller und höher einzuordnen waren ihre Leistungen bei der Bowling-WM der Damen. Mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen verbesserte sie zunächst den Weltrekord und gewann Bronze. Zum Abschluss der WM überzeugte sie auch beim Masters und gewann eine weitere Bronze-Medaille.

Leider konnte Nadine Geißler den Ehrenpreis nicht persönlich entgegen nehmen. Wie die Meisterbowlerin mit Wohnsitz Kaiserslautern bowlte auch der DBU-Sportler des Jahres Pascal Winternheimer bei einem hochdotierten Bowlingturnier in Paris, um sich zur Vorbereitung auf die nächsten internationalen Aufgaben mit Top-Bowlern zu messen. DBU-Präsident Roland Mück und Sportdirektor Dieter Rechenberg hielten gemeinsam eine Laudatio für den Deutschen Bowlingmeister 2011 aus Ingelheim, der bereits als Twen in der Bowlingwelt erfolgreich mitmischt.

Als DKB-Marketingreferent Uwe Veltrup, der während der Gala des Bowling- und Kegelsports moderierte,  zur Ehrung des DBU-Trainers des Jahres überleitete, erfuhren viele Gäste, dass Jimmy Hartmann eigentlich Joachim heißt. „Aber alle nennen ihn Jimmy. Der Name Jimmy Hartmann ist in der Bowlingszene längst eine sehr bekannte und anerkannte  Marke“, lobte DBU-Präsident Roland Mück den Coach, der viele Bowlingtalente entdeckt und gefördert hat.

DKBC – Classic-Kegelsport

Während DBKV-Präsident Peter Enz und Roland Mück als erster Mann der DBU bereits zum dritten Mal die Ehrenpreise bei der DKB-Gala überreichten, gab der vor wenigen Wochen zum DKBC-Präsidenten gewählte Jürgen Franke sein Gala-Debüt: Als Laudator für Daniela Kicker machte er seine Sache auf Anhieb sehr gut und betonte nicht nur die sportlichen Erfolge der Spitzenkeglerin, die 2011 Deutsche Meisterin im Einzel und mit ihrem Club Victoria Bamberg in der Bundesliga wieder einmal ganz vorne landete, sondern lobte auch das vorbildliche Verhalten der mehrfachen Weltmeisterin neben der Kegelbahn. „Als Mitglied im DKBC-Trainerstab gibt sie ihr Wissen weiter und feierte auch in dieser Funktion bereits Erfolge“, begründete Jürgen Franke, weshalb die Wahl auf Daniela Kicker, die wegen der Vorbereitung auf eine wichtige Klausur nicht nach Kassel kommen konnte, gefallen ist.

Eine gute Wahl war ebenfalls Torsten Gutschalk, für den 2011 ein wahrlich meisterliches Jahr war. Deutlich wurde das, als er schilderte wie er trotz Prüfung zum Metallbaumeister und anderer beruflichen Verpflichtungen im Unternehmen seine sportlichen Erfolge im vergangenen Jahr realisiert hat. „Eine gute Bundesligasaison mit Nibelungen Lorsch, Hessenmeister, Deutscher Vizemeister im Einzel und meine Einsätze in der Nationalmannschaft – das Jahr 2011 war einfach nur fantastisch. Das war nur mit Unterstützung meiner Frau und meinen Eltern möglich. Für diese Unterstützung bin ich Ihnen unendlich dankbar.“

Auch die DKBC-Trainerin des Jahres nahm in Kassel den Ehrenpreis persönlich entgegen: Karin Behr gab einen Einblick in die Jugendarbeit in der Classic-Kegelsporthauptstadt Bamberg: „Es ist schon ein Vorteil, wenn unsere Jugendlichen bei Bundesliga-Heimspielen unserer Damen und Herren perfekten Anschauungsunterricht erhalten und im Training ihren Vorbildern nacheifern können. Noch wichtiger ist es, dass sie bei ihren Trainingseinheiten mit Tipps zur Optimierung ihres Bewegungsablaufes kompetent unterstützt werden oder in kritischen Phasen motiviert werden. Zum Glück kann ich mich in jeder Beziehung auf meine Jugendtrainer verlassen“, vergaß sie bei der Ehrung nicht, dem Bamberger Trainerteam zu danken.

DSKB – Schere-Kegelsport

Mit drei Goldmedaillen kehrte Elke Radau-Lambert im Sommer 2011 aus dem belgischen Kelmis, wo die Weltmeisterschaften auf Schere-Kegelbahnen stattfanden,  in ihre saarländische Heimat zurück und wurde entsprechend gefeiert. In Kassel überreichte ihr DSKB-Präsident Dieter Kuke den Ehrenpreis für die Wahl zur Sportlerin des Jahres: „Gerade im Einzel-Finale haben wir in Kelmis hochklassigen Kegelsport gesehen. Elke hat mit einem unwiderstehlichen Siegeswillen und großartigem Kampf letztendlich gegen Elgin Justin Gold gewonnen.“

Dreimal stand auch Daniel Mittelstädt bei den Weltmeisterschaften in Belgien ganz oben. Der Top-Kegler des SKV Heiligenhaus konnte in Kassel nicht live dabei sein und hatte hierfür den denkbar besten Grund: Wenige Tage vor der Gala wurde Daniel Mittelstädt Vater eines Kindes. Dieter Kuke fand nicht nur für den Kegelsportler und Weltrekordler Daniel Mittelstädt lobende Worte: „Als Kapitän der jungen Bundesliga-Mannschaft des SKV Heiligenhaus zeigt er auch Führungsqualitäten. Er geht immer mit gutem Beispiel voran und sorgt dafür, dass dieses Team mit Top-Keglern, die alle in der niederrheinischen Kleinstadt das Kegeln gelernt haben, bei jedem Spiel an ihre Leistungsgrenze geht.“

Die Wahl zum DSKB-Trainer des Jahres fiel verdientermaßen auf Michael Kolba vom SK Kamp-Lintfort. Seit vielen Jahren gibt er sein Kegelsport-Know how an die Jugendlichen in seinem Verein weiter. Der ehemalige Fußballspieler kann seine Tipps mit einer hohen Glaubwürdigkeit vermitteln, da er selbst in der dritthöchsten Klasse, der NRW-Liga für die „Zweite“ vom SK Kamp-Lintfort auf die Bahnen geht. „Das Kegeln macht mir großen Spaß. Aber ich freue mich noch mehr, wenn ich sehe, wie junge Kegelsportfans immer besser werden und immer motivierter werden, an ihrer Technik zu feilen und ihre jeweiligen Bestleistungen zu steigern.“

Positives Fazit

Nach der Ehrung zog DKB-Präsident Dieter Prenzel ein rundum zufriedenes Fazit: „Die Gala des Bowling- und Kegelsports ist zu einem festen Bestandteil im DKB-Programm geworden. Wir wollen auch künftig verdiente Sportlerinnen und Sportler sowie Trainerinnen und Trainer ehren, um ihre vorbildlichen Leistungen anzuerkennen. Und ich finde es richtig und wichtig, dass sich nach der Ehrung alle Gäste über die Grenzen des jeweiligen Disziplinverbandes hinaus miteinander austauschen. So soll es sein, so soll es bleiben.“

DKB Gala des Bowling- und Kegelsports