Freitag, 24. Juni 2011 06:52

Deutsche Jugendmeisterschaften 2011 in Düsseldorf

geschrieben von  Mike Killadt

Am Schlusstag fielen die Entscheidungen in allen Einzel Disziplinen. Wie an den Tage zuvor wurde auch am letzten Tag ein Deutscher Rekord geworfen. Das abschließende U18 Einzel Finale der Jungen war der Höhepunkt der Deutschen Jugendmeisterschaften.

Weibliche U14 Mannschaft

Lahntals Eileen Schmitt mit 172 Holz brachte Stimmung in die Halle und das gleich im ersten Block um 9:00 Uhr morgens.
Der KSC BW Eichholz und die SKV Heiligenhaus holte auf der zweiten Bahn etwas auf und setzten sich mit wenigen Holz hinter die Spitzenreiterin.
Bahn 4 schien den U14 Spielerinnen zu liegen. Auch Maren Jasper erkegelte 171 Holz und brachte damit die SKV Heiligenhaus in Führung (480 Holz). Die KV Lahntal (445 Holz) wurde auf Platz 2 verwiesen knapp vor Luisa Schmitz (432 Holz) für den KSC BW Eichholz.
Der Vorsprung des SKV Heiligenhaus reichte, um den ersten Block zu gewinnen. Maren Jasper kam auf 641 Holz und war mit den letzten beiden Bahnen den anderen Spielerinnen weit enteilt. Eileen Schmitt brachte es auf 599 Holz und Luisa Schmitz auf 574 Holz, was für Letztere leicht hätte mehr werden können, wären da nicht die Bauern gewesen.

Kirstin Ries von der KV Saar 1 sorgte im zweiten Block gleich für Aufsehen. 186 Holz waren das Top-Ergebnis bis zu diesem Zeitpunkt. Gefolgt von 174 Holz auf Bahn 1 war es die unangefochtene Spitzenposition in diesem Durchgang. Nach der dritten Bahn (543 Holz) waren es fast 80 Holz, die sie auf die anderen drei Vereine gutgemacht hatte. Sabrina Jaster (JSG Rhein) führte mit 466 Holz die Verfolgerinnen an.
Am Ende wurden es dann fast 100 Holz. Mit 702 Holz setzte Kirstin Ries die KV Saar 1 mit deutlichem Vorsprung auf Platz 1 nach dem ersten Block. Sabrina Jaster platzierte die JSG Rhein mit 609 Holz auf dem dritten Rang.    

Wanne-Eickel meldete sich mit Jana Mechsner als zweiter Starterin zurück. 189 Holz bedeuteten 30-40 Holz auf die Konkurrenz aufgeholt. Auf den nächsten Bahnen hielt Alina Nolte (SKV Heiligenhaus) den Rückstand auf Jana Mechsner konstant im 40 Holz Bereich, musste auf der letzten Räumgasse dann jedoch wieder eine Rückstand hinnehmen. Trotzdem konnte der vorderste Platz nach diesem Durchgang mit 598 Holz verteidigt werden. Wanne-Eickel schloss mit 679 Holz langsam zum Feld auf und die KV Lahntal konnte durch Sarah Espinosas 614 Holz und damit zwei konstanten Leistungen den zweiten Platz (innerhalb der ersten vier Mannschaften) halten.

Die Nachzügler waren sich dann weitestgehend einig. Ergebnisse zwischen 150 und 160 Holz prägten die erste Bahn. Einzig die KV Saar 2 hatte zu kämpfen, um den Anschluss zu halten. Nach der zweiten Bahn übernahm Mit Lena Schade (Post SV BG Fulda) die kleinste Spielerin des Starterfelds das Kommando. Mit 313 Holz war sie die einzige Akteurin, die die 300er Marke knacken konnte. Ohne Fehler, immer sicher auf Sieben spielend sammelte sie ihre Hölzer.
Erst die tiefe Volle auf Bahn 4 bereitete ihr einige Schwierigkeiten und das Feld konnte in die Vollegasse aufschließen. In die Räumgasse konnte dann Laura Michelle Funk an Fulda vorbeiziehen. 171 Holz und 470 Holz nach drei Bahnen waren im Bereich ihrer Mannschaftskameradin. Mit 632 Holz konnte sie dieses Ergebnis noch überspielen und den Podestplatz vorläufig sichern.

Heiligenhaus machte sich mit Sonja Schmelter an die Verfolgung der Spitze. Nur zwei Holz betrug der Abstand zum Silberrang. Angetrieben von ihrer Leistung wollten auch Melissa Sinik (KSC BW Eichholz) und Anna Kretsch (KV Lahntal) nicht nachstehen. Alle warfen zwischen 170 bzw. 180 Holz und stellten damit den besten Durchgang bis zu diesem Zeitpunkt. Die Ausgeglichenheit spiegelte sich auch im Halbzeitergebnis (zwischen 330 und 345 Holz) wieder. Nach drei Bahnen setzten sich die beiden gleichmäßigsten Spielerinnen ab. Sonja Schmelter (520 Holz) ging als beste auf die Letzte Bahn, gefolgt von Melissa Sinik mit 510 Holz). Sonja Schmelter brachte die SKV Heiligenhaus durch die Mannschaftsbestzahl von 682 Holz wieder an die zweite Stelle. Ebenfalls Mannschaftsbeste wurde Melissa Sinik mit ihre 673 Holz und der Sprung auf den vierten Platz war damit geschafft.

Die KV Saar versuchte mit Maren Wirtz ihren vordersten Rang zu verteidigen und mit einer 371 Holz Halbzeit sollte ihr das eindrucksvoll gelingen. Mit Silber tat sich Leonie Görgen von der JSG Rhein schwerer. 311 Holz nach 60 Würfen, waren gleichbedeutend mit einem Abrutschen auf Platz 3 und der KSC BW Eichholz wartete in Lauerstellung mit vorgelegten 673 Holz. Nach 120 Würfen reichte es für Platz drei und Leonie Görgens 634 Holz bauten ein kleines Polster von 28 Holz auf den KSC BW Eichholz auf. Unangefochten an der Spitze, mit der zweiten 700er Zahl dieses Wettbewerbs sonnte sich die KV Saar 1. Mit Maren Wirtz 703 Holz blieb das Tagesbestergebnis in dieser Disziplin bis auf Weiteres in der saarländischen Mannschaft.

Nach den dritten Starterinnen wurden die Blöcke umgestellt. Im ersten Block starteten die vierten Spielerinnen der aktuellen Plätze fünf bis acht.

Für die Medaillen kamen noch einige Mannschaften in Frage. Die KV Saar 1 schien mit  2024 Holz fest auf Gold geeicht. Die SKV Heiligenhaus war mit 1921 relativ sicher auf Silber festgelegt. Um Rang drei konnte es allerdings spannend werden. Die JSG Rhein hatte die beste Ausgangsposition mit 1875 Holz, knapp dahinter der KSC BW Eichholz (1857 Holz), die KV Lahntal (1843 Holz), Post SV BG Fulda (1841 Holz) und KV Wanne-Eickel (1831 Holz).

Die Post SV BG Fulda lag nur 34 Holz hinter dem Bronzerang und Laura Möller legte vielversprechende 178 Holz auf die erste Bahn und auch die KV Lahntal hatte noch Aussichten die 33 Holz Bürde durch Elisa Nöh (160 Holz) zu verringern.
Beide legten sehr gut vor. Laura Möller profitierte von Bahn 4 mit 188 Holz und auch Elisa Nöh hatte mit 183 Holz Bahn 3 eine 180er Gasse zu bieten. Am Ende bauten beide ordentliche Hürden für den letzten Block. Die Tagesbestleistung erspielte Laura Möller mit 711 Holz, knapp dahinter kam Elisa Nöh mit 692 Holz ins Ziel. Damit war das Rennen um Bronze zu Gunsten der Mädchen aus Fulda entschieden.

Jennifer Richter (SKV Heiligenhaus) erkannte den Ernst der Lage zuerst und legte saubere 120 Holz in die Vollegasse und 187 nach 30 Würfen vor. Die Vollbremsung kam mit dem ersten linken Bauern auf der zweiten Bahn. Am Ende wurden es 156 Holz, aber das Polster auf Fulda hielt.  Jennifer Richter setzte mit einer erneut sehr guten Volle nach, um auf der Räumgasse zwei Stoßwürfe zu verpassen. Es hätte eng werden können für die KV Saar 1. So hielt sie sich jedoch weiter auf Meisterkurs. Mit einer tollen Schlussbahn (177 Holz) ließ Nina Heck (622 Holz) keinen Zweifel mehr an der Deutschen Meisterschaft für die KV Saar 1 aufkommen und erhöhte den Deutschen Rekord der weiblichen U14 Mannschaftsdisziplin um sechs Holz.
Heiligenhaus (665 Holz) gewann entsprechend die noch verbleibende Silbermedaille.

Männliche U14 Mannschaft

Lange Zeit des ersten Blocks führte die KV Sontra mit Philip Rammenstein (327 Holz) die Konkurrenz an. Um den zweiten Platz stritten sich Patrick Rolf (VOK Osnabrück) und Jean-Pierre Markett für die Niederrheiner Kegler. Ganze zwei Holz trennten die Beiden nach drei Bahnen wobei Jean-Pierre den Rückstand, den er sich auf den ersten 30 Würfen eingefangen hatte, kontinuierlich verringerte. Insbesondere seine Bahn 7 mit 167 Holz brachte ihn entscheidend voran. Den Schwung von Bahn 7 nutzend konnte sich Jean-Pierre Markett auf der letzten Bahn an Patrick Rolf vorbeischieben 634 zu 639 Holz hieß es für den Niederrheiner. Beide schafften es mit den letzten Würfen auch noch am bisherigen Spitzenreiter Philip Rammstein (630 Holz) vorbeizuziehen, der auf Bahn 5 erhebliche Schwierigkeiten hatte.

Im Block der Landesmeister legten Niklas Theis (KSV Wetzlar, 176 Holz) und Marjan Leis (180 Holz) von der JSG Mosel ordentlich vor. Mit 115 Holz in die Volle unterstrich Marjan Leis die Meisterschaftsambitionen der Moselaner. Mit 109 Holz war erneut Niklas Theis der schärfste Verfolger. Mit erneuten 185 Holz schüttelte Marjan aber auch ihn ab. Wie bei den parallel spielenden weiblichen U14 kamen auch bei ihm 702 Holz und der 1. Platz heraus. Niklas Theis sicherte der KSV Wetzlar mit 681 Holz den zweiten Rang.

Im ersten Durchgang der zweiten Blocks machte sich Yannik Viertel an die Verfolgung der JSG Mosel. Mit 192 Holz und den folgenden 181 Holz legte er den Grundstein für 731 Holz und die Führung vor den Nachzüglern aus dem kommenden Block. 60 Holz Vorsprung vor Osnabrück waren zur Halbzeit der Mannschaftsentscheidung schon eine ganze Menge und nicht mehr so leicht aufzuholen.

DIe JSG Mosel wollte sich nicht beeindrucken lassen. Calvin Günter startete ebenfalls mit sehr guten 107 Holz. Die Räumgasse war dann zeitweise etwas zu hoch für ihn, so dass er sich vor dem ersten Wechsel mit 167 Holz zufrieden geben musste. Gleichbedeutend mit der Bestzahl in diesem Durchgang. Eine sehr gute Steigerung erfolgte auf Bahn 7. Mit 195 Holz legte er weiteren Abstand zwischen sich und die Konkurrenz. Nils Jakobs (KV Saar 1) wahrte mit 501 Holz eine 40 Holz Abstand vor der Abschlussbahn. Aber die Mosel hatte einen Lauf. 714 Holz waren das zweite 700er Ergebnis nach dem zweiten Starter für die Rheinland-Pfälzer.

Fabian Wirtz erzielte einen Achtungserfolg für die KV Saar 2. Mit 114 Holz in seine erste Vollegasse war er weit vor den anderen drei Gegenspielern. In die Räumgasse kegelte sich jedoch die KSV Wetzlar mit Lukas Torreiter (180 Holz) wieder an ihm vorbei. Auch der Niederrheiner Marcel Panneck (154 Holz) konnte seinen Rückstand auf vier Holz limitieren. Und Sontra machte weiter Druck. Eine Halbzeit von 355 Holz durch Lukas Torreiter bereitete eine weitere schwierige Aufgabe für die nachlegende JSG Mosel vor. 715 Holz waren es schließlich und die Medaille rückte für die Hessen immer näher. Aber welche Farbe sollte sie haben?

Plötzlich griff auch die KV Saar 1 in die Medaillenvergabe ein. Marco Schneiders 215 Holz auf Bahn 5 waren der Höhepunkt der Mannschaftsdisziplin. Durch die Vorleistungen jedoch war ein ein Kratzer an den Podestplätzen trotzdem ein weiter Weg. Wanne-Eickels Danny Ruda und Hendrick Zimmermann von der JSG Mosel hielten mit 173 Holz ihre jeweiligen Mannschaften weiter auf Medaillenkurs. Allerdings musste insbesondere die JSG Mosel kämpfen. Die 715 Holz von der KV Sontra wogen schwer. 337 Holz zur Halbzeit waren in Ordnung, würden bei Verdoppelung aber einiges vom Vorsprung aufzehren. Eine entsprechende zweite Halbzeit, inklusive 113 Holz auf Bahn 5 in die Volle hielt den ersten Platz mit 668 Holz. Die KV Wanne-Eickel sicherte den dritten Platz dank 723 Holz von Danny Ruda ab. Die KV Saar 1 katapultierte sich durch Marco Schneiders 740 Holz auf den vierten Rang. Durch die guten Leistungen der Positionen eins bis drei bestand immer noch ein Rückstand von 70 Holz für die Saar.

Analog zu den weiblichen U14 wurden auch bei den männlichen U14 die Blöcke entsprechend der aktuellen Platzierungen umgestellt.

Zwischen den beiden letzten Blöcken waren kaum Verschiebungen zu erwarten. Die KSV Wetzlar als Fünftplatzierte lagen über 80 Holz auf Platz 4 (KV Saar 1) im Rückstand.
Trotzdem gab sich Edgar Hardt für die KV Wetzlar nicht auf. 175 Holz waren ein gutes Ergebnis und machte Hoffnung auf ein weiteres gutes Ergebnis. Das kam auch, allerdings von Marvin Panneck. Mit einer 354 konnte er gut leben und baute die Grundlage auf 683 Holz aus. In die Verteilung der Medaillen konnte keine dieser Mannschaften noch eingreifen.

Im letzten Block gab Patrick Bartz (JSG Mosel) mit 182 Holz den Takt vor. Dicht gefolgt von Nico Müller (KV Saar 1) und Jonas Gerlach (KV Sontra) mit 173 bzw. 180 Holz. Damit wuchs der Vorsprung der JSG Mosel auf 20 Holz vor der KV Sontra an. Nach der zweiten Bahn schien das Rennen um den Meistertitel entschieden zu sein. Jonas Gerlach verlor weiter an Boden. Patrick Bartz warf eine weitere 175er Gasse und hielt Kurs auf die nächste 700. Nach 120 Würfen wurden es 722 Holz und der alte Deutsche Rekord wurde pulverisiert. 2806 Holz, über 700 Holz im Schnitt waren insgesamt 156 Holz mehr als bei der vorherigen Rekordzahl. Die KV Sontra und die KV Wanne-Eickel hielten ihre Plätze und wurde entsprechend mit Silber und Bronze geehrt.

Weibliche U14 Paarkampf

Bei der weiblichen U14 waren die Paare bevorzugt, die die wenigsten Fehler machten. Am besten zogen sich Wanne-Eickels Celine Selge / Christina Rähse bis zur Halbzeit aus der Affäre. In der zweiten Hälfte kamen Laura Möller und Kristin Wiegand (SV BG Fulda) immer besser ins Spiel auf der dritten Bahn holten sie die 16 Holz auf und zogen mit 128 Holz das Tempo merklich an und hielt auch bis zum Schluss durch. Mit 487 Holz legten sie ein Resultat auf die Bahnen, an denen sich die folgenden Paare orientieren mussten.

Im zweiten Durchgang setzten Maren Jasper und Sonja Schmelter von der SKV Heiligenhaus das erste Glanzlicht mit 78 Holz auf der ersten Räumgasse (Bahn 8). Mit 125 Holz waren sie auch nach 30 Würfen dennoch nur auf dem zweiten Platz. Die frischgebackenen deutschen Meisterinnen von der KV Saar, Maren Wirtz / Nina Heck, kamen auf 138 Holz und hatten Ambitionen das zweite Edelmetall des Tages zu gewinnen. Auf der zweiten Bahn wurde es etwas ruhiger. Maren Wirtz und Nina Heck erkegelten sich weitere 110 Holz (248 Holz) und brachten zur Halbzeit wieder ein bisschen Abstand zwischen sich und Maren Jasper / Sonja Schmelter (221 Holz). Am Ende sollte es nicht reichen mit einer tollen Aufholjagd schaffte das Duo aus Fulda im Endspurt doch noch die Tagesbestleistung mit 495 Holz. Wirtz / Heck warfen 484 Holz und scheiterten damit auch am ersten Block.

Ganz stark präsentierten sich Jennifer Richter und Alina Nolte (SKV Heiligenhaus). Trotzdem sie die Mitte auf der zweiten Bahn aus dem Vollebild warfen. Jennifer Richter und Alina Nolte hielten nicht nur Kurs auf die Deutsche Meisterschaft, sondern auch der Deutsche Rekord war im Bereich des Möglichen. Mit 276 konnte kaum ein männliches U14 Paar mithalten. Die Meisterschaft war frühzeitig nach drei Bahnen entschieden. Aber der deutsche Rekord wurde mit dem letzten Wurf entschieden. Mit den letzten beiden Würfen wurden noch neun Holz benötigt. Anwurf von Hinterdame und Hinterholz. Kein Problem - dachte man. Doch dann folgte ein Fehlwurf auf dieses Bild und der dritte Deutsche Rekord an diesem Tag war geplatzt (536 Holz).
Fast unbemerkt schnappten sich Sarah Espinosa und Elisa Nöh die Silbermedaille. Mit den letzten Würfen behielten sie die Nerven und überboten die geforderten 495 Holz aus dem Vorblock um ein Holz (496 Holz).

Männliche U14 Paarkampf

Mit 77 starteten Günter Calvin und Marius Kron (JSG Mosel) ihren Paarkampf und lagen entsprechend weit vorne. 139 Holz wurden auf die nächste Bahn übertragen, die auch wieder mit zwei Plus beendet wurde. 283 Holz waren es zu Halbzeit. Nils Jacobs und Fabian Wirtz von der KV Saar konnten sich den zweiten Platz (230 Holz) sichern und eine 16 Holz Polster auf die nächsten Verfolger erarbeiten. Der Abstand blieb auch auf der nächsten Bahn konstant. Vier Blanke auf der letzten Gasse hätten für den dritten Deutschen Rekord an diesem Tag gesorgt. Es reichte nicht ganz. Mit 549 Holz setzten sich Calvin Günter und Marius Kron auf Platz 1 und hatten den beiden folgenden Blöcken eine ordentliche Aufgabe gestellt.

Auch das zweite Paar der JSG Mosel fand sehr schnell in den Wettkampf. Mit 64 Holz auf Bahn 4 waren sie die Spitzenreiter des mittleren Durchgangs. Mit 71 Holz auf der zweiten Gasse konnten nur noch die Gebrüder Panneck mitziehen. Marcel und Marvin lagen mit 132 Holz nur drei Holz hinter dem Mosel Duo. Nach der zweiten Bahn hatte sich der Abstand verdoppelt und die beiden Paare kegelten den Block unter sich aus. Allerdings waren sie mit 267 bzw. 260 Holz schon relativ weit von der Vorgabe des ersten Blocks entfernt. Nach Beendigung der dritten Bahn war von diesem Duo nur noch Marjan Leis und Patrick Bartz übrig geblieben. Mit 403 gingen sie auf die letzten beiden Gasse und versuchten die 549 Holz von Calvin Günter und Marius Kron zu übertreffen.
Zwei Blanke waren dazu notwendig doch sie fielen nicht. Beide mussten sich mit 539 Holz zufrieden geben.

Für die Siegener Paarung Jan Gsodam / Fabian Wörster war dieser Lauf ein ständiges Auf und Ab. Nach verpasster Startbahn kamen die Medaillenränge für Jan Gsodam und Fabian Wörster auf der zweiten Bahn durch zwei Neuner kurz vor Schluss wieder in Reichweite. Ein Fehlwurf auf König-Hinterdame-Hinterholz bremste den Schwung, um kurz darauf mit einer Neun wieder in Fahrt zu kommen. Mit 533 Holz scheiterten sie knapp am zweiten Paar der JSG Mosel und mussten sich mit dem vierten Platz begnügen.
Anders die Paarung der KV Saar Marco Schneider und Nico Müller. Eine 61er Gasse blieb die Ausnahme. Alle anderen sieben Gassen lagen zwischen 65 und 79 Holz. Auf der letzten Bahn wurden 137 benötigt, um den Titel mit einem Holz zur KV Saar zu holen. Es wurden nach 30 spannenden Würfen 138 Holz und der vierte Platz in der Mannschaft wurde durch die Goldmedaille im Paarkampf ausgeglichen. Die Plätze zwei und drei gehen an die Deutschen Mannschaftsmeister der JSG Mosel.

Weibliche U18 Mannschaft

Annika Hilkmann (200 Holz) kam am besten der vier Anstartenden Mädels aus den Federn. Ebenfalls noch gut im Rennen war Carmen Ziemke mit 190 Holz. Annika Hilkmann konnte die Zahle auch auf Bahn 4 bestätigen und hatte mit 399 Holz eine sehr gute Halbzeit. Carmen Ziemke hingegen reihte sich in den 170er Reigen von Selina Petschel (KSV Wetzlar) und Lisa Rosport (KV Mittelsaar) ein. Auch die dritte Bahn stand im Zeichen von Wanne-Eickel. Trotz eines verfehlten Bauern kamen weitere 210 Holz hinzu. Im Rest des Felds machte Lisa Rosport weiter auf sich aufmerksam. 194 Holz auf Bahn 4 brachte sie und ihre Mannschaft an die zweite Position, knapp vor den Remscheiderinnen. Annika Hilkmann (799 Holz) scheiterte zwar knapp an den 800, die restlichen Jugendlichen spielten alle um 740 Holz. Die Beste des Rests war Carmen Ziemke mit 748 Holz, die sich im Endspurt wieder an Zwei schieben konnte.

Auch im Meisterblock schien es nach der ersten Bahn eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zu geben. Der ersten Klasse gehörte einzig Hannah Siebert (203 Holz) an, während die restlichen Ergebnisse um 180 Holz sammelten. Nach der zweiten Bahn gab es einen Positionswechsel an der Spitze und Sandra Gsodam (ESV Siegen) stieg in Klasse 1 auf. Sie konnte sich zur Halbzeit mit 393 Holz nach vorne bringen. Hannah Siebert verlor einen Platz nach einer schwächeren Bahn 2 (174 Holz).
Der Rücktausch erfolgte sobald Sandra Gsodam (173 Holz) auf Bahn 2 musste. Hannah Siebert konnte Bahn 3 mit 203 Holz abschließen und ging erneut mit 13 Holz in Vorlage und hielt den Blocksieg fest mit 758 Holz. Für Sandra Gsodam sprangen 739 Holz raus.

An Position zwei der Mannschaften hielt man sich gepflegt zurück. Nur Fabienne Sowinski (RSV Remscheid) traf ihre Startbahn jenseits von 180 Holz.
Nach der zweiten Bahn verabschiedeten sich die KV Wanne-Eickel und die KSV Wetzlar eigentlich aus dem Titelrennen. Auf der zweiten Hälfte stabilisierten sich die Spielerinnen. Katrin Schröder (KV Wanne-Eickel) kam noch auf 658 Holz und gab nicht allzuviel Holz auf Fabienne Sowinski (684 Holz) ab. Einen Sprung nach vorne machte die KV Mittelsaar. Nadine Brack erspielte mit 730 Holz den ersten Platz innerhalb der vorstartenden vier Mannschaften für die Saarländerinnen.

Die weibliche U18 tat sich weiterhin schwer auf den Bahnen 1-4. Einzig die Saarländerinnen von der KV Neunkirchen konnten überzeugen. Mit 189 Holz war Melina Stumpf schon frühzeitig in Richtung Platz eins unterwegs. Hatte doch die Rivalinnen aus Wanne-Eickel die 658 zu verkraften. Gut hielt sich Jennifer Adams in ihrem ersten U18 Jahr. Mit 353 Holz lag sie zur Halbzeit in diesem Block knapp vorne.
Der Vorsprung hielt die restliche Distanz. 717 Holz waren zwei Holz mehr als Stefanie Müller (ESV Siegen), die mit einer 200er Schlussbahn auf 715 Holz kam. Die Aufholjagd der KV Neunkirchen war halbwegs erfolgreich. Durch 680 Holz konnte der Rückstand zumindest auf die ersten drei verkürzt werden.

Nachdem die Konkurrenz die Schwächephase von Wanne-Eickel nicht genutzt hatte, kam jetzt der Konter. Annika Baron wechselte von Bahn 1 mit 213 Holz und aus einem 9 Holz Rückstand wurde ganz schnell ein 37 Holz Vorsprung vor der KV Mittelsaar.
Nach einem 20min Bahnausfall verlor sie jedoch den Faden und musste Bahn zwei bereits nach 140 Holz verlassen und ein Gutteil des Vorsprungs war wieder verloren.
Auf der dritten Bahn war die Welt dann wieder in Ordnung. 184 Holz und der Vorsprung auf Anna Schoor konnte um sechs Holz erhöht werden. Nach dem Durchgang zeigte ihr Tota 711 Holz an.
In der zweiten Halbzeit dieses Blocks stahl sich Johanna Theiß heimlich nach vorne. Die erste Halbzeit eher mau legte sie blitzsaubere 60 Würfe zum Schluss aufs Plastik. Mit 778 Holz überholte sie KV Mittelsaar und platzierte ihre Mannschaft mit 778 nur 22 Holz hinter der KV Wanne-Eickel, wohlwissend das noch eine Sarah Petry in der Hinterhand wartete.

Ähnlich wie die KSV Wetzlar kam auch der ESV Siegen aus dem Hintergrund. Isabel Henkel sorgte mit 198 Holz für Freude bei der Siegener Fangemeinde. Doch dann plätscherte auch ihr Durchgang vor sich hin. Bis zur letzten Bahn. Hier rappelte es wieder. Sabina Göring (SK Münstermaifeld) konnte im Verlauf dieser 120 Würfe ebenfalls einige Akzente setzen und hievte die Münstermaifelderinnen auf den fünften Rang. Ganze 21 Holz hinter der KV Neunkirchen, die durch Angelina Wirtz' 724 Holz (200 Holz Schlussbahn) den dritten Gesamtrang innehatten.

Wie schon am Vortag wurde der letzte Durchgang entsprechend der aktuellen Platzierungen umgestellt.

An Mittelssar konnte in diesem Block niemand mehr vorbeiziehen. Sarah Petry startete mit 233 Holz und verbreitet schon auf der ersten Bahn Angst und Schrecken im zweiten Block. Sarah Ziemkes (RSV Remscheid) 201 Holz und Saskia Wintrichs (SK Münstermaifeld) 193 Holz gingen trotz guter Leistungen etwas unter.
Interessanterweise wiederholten beide ihre Zahlen auch auf der zweiten Bahn. Sara Petry begnügte sich auf Bahn drei mit 204 Holz und hatte somit einen 437 Holz Halbzeitwechsel.
Das waren Aufgaben für den letzten Block. Sarah Petry legte 847 Holz vor und stürmte mit Mittelssar an die Spitze. Saskia Wintrich manövrierte die SK Münstermaifeld mit 797 Holz in aussichtsreiche Medaillenposition. Der ESV Siegen war gefordert. 769 Holz für Gold. Ebenso die KV Wanne-Eickel. 770 Holz waren nötig um die SK Münstermaifeld vom dritten Platz zu verdrängen.

Verena Kilp brauchte nicht lange gebeten zu werden. Mit 208 Holz legte sie einen Start nach Maß hin. Für Wanne-Eickel sah es da knapper aus 166 Holz zum Start ließen auch die 770 Holz für Bronze in weite Ferne rücken.
Nach Halbzeit waren die Positionen bezogen. Verena Kilp visierte mit 405 Holz die Goldmedaille an. Silber war der KV Mittelsaar nicht mehr zu nehmen und auch an Bronze hatte die SK Münstermaifeld eineinhalb Hände dran. Jessica Blöing (KV Wanne-Eickel) war mit ihren 341 Holz genauso weit von den geforderten 771 Holz entfernt, wie Neunkirchens Carolin Schwarz (352 Holz) von den notwendigen 777 Holz. Einzig Mandy Schneider (374 Holz) hielt die KSV Wetzlar noch im Rennen. Allerdings waren 793 Holz aufgerufen um mit Edelmetall geehrt zu werden.
Nach der dritten Bahn waren die Medaillen vergeben. Verena Kilp legte noch 219 Holz oben drauf und die restlichen Spielerinnen war von Bronze weit entfernt. Alle benötigten mindestens 240 Holz auf der letzten Bahn. Alles wartete nur noch auf den Siegener Siegesjubel, der mit den letzten Würfen einsetzte. Sonst fand die Feier auf den Zuschauerrängen statt. Sowohl die KV Mittelsaar (Silber) als auch die SK Münstermaifeld (Bronze) hatten ihre Arbeit bereits im vorherigen Block erledigt.

Männliche U18 Mannschaft

Der erste Block stand ganz im Zeichen des Kamp-Lintforters Valentin Olbricht. 238 Holz zur Eröffnung während Bensbergs Daniel Poppe mit 185 auf Platz 2 rangierte waren überdeutlich. Mit 203 Holz war die nächste Bahn für Valentin Olbricht nicht mehr ganz so ergiebig, seiner Konkurrenz konnte er dennoch weitere Holz abnehmen. 441 Holz zur Halbzeit waren fast 60 Holz mehr als sonst geboten wurde. Die zweite Halbzeit wurde dann ruhiger. Valentin Olbricht erkegelte sich 858 Holz. Hinter ihm konnte niemand mehr den Rückstand aus den ersten 60 Würfen aufholen. Mit 776 Holz war de zweite WKVler Daniel Poppe (SKG Bensberg) auch der zweite Mann im Block.

Der zweite Block wurde von Marc Birkelbach angeführt. 211 Holz auf Bahn 6 bedeuteten den einzigen 200er auf den Startbahnen. Nach der zweiten Bahn drehte sich das Bild. Robert Heinichen (KSC Daun-Weiersbach) übernahm mit 399 Holz die Spitzenposition und Marc Birkelbach (387 Holz) rutschte auf Rang 2. Von hinten drückte jetzt auch Felix Rohde (378 Holz) von der KV Sontra. Auch auf der nächsten Bahn taten sich die Junioren schwer. Es am keine Wechsel mit 600 Holz zustande. Auf der letzten Bahn wachte der Block schließlich auf.  
Marc Birkelbach (802 Holz) lieferte sich mit Robert Heinichen (807 Holz) ein Duell bis den letzten Kugeln, was der Daun-Weiersbacher mit der vorletzten Kugel für sich entscheiden konnte und somit in der Mannschaftswertung vorläufig den zweiten Platz für die KSC Daun-Weiersbach errang. Die KV Sulzbachtal lag mit minimalen Rückstand auf Bronze.

Die A-Jugendlichen des dritten Blocks schienen sich noch etwas mehr zurückzuhalten als ihre Vorgänger. Erneut war keine 200er Gasse zu beobachten. Fein aufgereiht von 160 bis 190 Holz wechselten sie zum ersten Mal die Bahnen. Nur Lars Votel (VSK Kamp-Lintfort) konnte sich aus dem Trott befreien. Mit 814 Holz war Kamp-Lintfort weiterhin heisser Goldmedaillen Kandidat.

Mit 214 Holz von Dominik Werner und 201 Holz von Michael Sandhaus (VES Lingen) kam im vierten Block wieder Stimmung auf. Nach einer weiteren Gasse mit 211 Holz konnten sich die Daun-Weiersbacher an die Verfolgung der Kamp-Lintforter machen. Mit 132 Holz in die Vollegasse Bahn 6 wurde zum Angriff geblasen. 227 Holz auf Bahn 6 und 652 Holz nach drei Bahnen versprachen wieder Spannung im direkten Vergleich mit Kamp-Lintfort. Es kamen 856 Holz heraus und damit schrumpfte der Kamp-Lintforter Vorsprung auf neun Holz.
Währenddessen brachte Sebastian Klöpfel von der KV Sontra seine Mannschaft mit 773 Holz auch wieder in das Quartett der besten vier Mannschaften hinein.

Robin Holler konnte Kamp-Lintfort mit 224 Holz weiter in Richtung Titel kegeln.
Trotz des Ausfalls der Bahnen für 20min. spielte Robin Holler auch seine zweite Bahn unbeirrt fort. Mit 210 Holz machte er es den Verfolgern äusserst schwer aufzuholen. Dazu kamen noch 222 Holz von der letzten Bahn. Mit weiteren 856 Holz zum Kamp-Lintforter Mannschaftsergebnis und der Egalisierung von Daun-Weiersbachs Bestzahl war der Titel schon so gut wie vergeben. Für Bensberg kam Sebastian Draßdo durch einen tollen Endspurt auf 820 Holz und schob sein Team damit auf den dritten Rang.

Fabian Düx (KSC Daun-Weiersbach) wollte sich nicht so früh mit der Silbermedaille zufriedengeben. Einer 206er Startbahn ließ er auf Bahn 6 eine 239 Holz folgen, wobei das Ergebnis nur 114 Holz in die Volle beinhaltete. Plötzlich war das Resultat von Robin Holler erreichbar.
Die Ernüchterung folgte mit der nächsten Bahn. 171 Holz direkt im Anschluss waren eine Spaßbremse für die Rheinland-Pfälzer. Doch die Achterbahnfahrt ging weiter. Erneut gute 209 Holz summierten sich auf 825 Holz und ein 180 Holz Polster auf den dritten Platz.

Wie bei den Mädchen wurde auch bei den Jungs das Feld neu sortiert. Die Plätze 5-8 starteten im ersten Block, die Plätze 1-4 im Abschlussblock.

Im Gegensatz zur weiblichen U18 waren die Abstände der 5-8 platzierten Mannschaften zum Siegerpodest erheblich größer, so dass kaum noch Änderungen möglich waren. Alles wartete gespannt auf den letzten Block.

Lingen musste versuchen, die fehlenden zwei Holz auf Bensberg und damit zur Bronzemedaille aufzuholen. Das Rennen um den Titel war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. 40 Holz waren für die KSC Daun-Weiersbach mit Nico Klink nicht gutzumachen gegen Kamp-Lintforts Christian Prante.
Nach 30 Würfen war für Bensberg die Medaille kaum noch zu retten. 153 Holz von Jens Trier waren zu wenig im Medaillenendspurt, zumal Julian Geerdes (VES Lingen) gleichzeitig weit jenseits der 200 Holz kegelte.
Ab der zweiten Bahn gab es keine nennenswerten Verschiebungen in den Abständen der Mannschaften mehr. Christian Prante (836 Holz) fuhr den Meistertitel für die Kamp-Lintforter sicher nach Hause. Ebenso ungefährdet war der Silberrang von Nico Klink (790 Holz) und Bronze für die VES Lingen durch Julian Geerdes (844 Holz).

Weibliche U18 Paarkampf

Beflügelt vom Gewinn der Bronzemedaille in der U18 Mannschaft spielten Jennifer Adams und Sabina Göring (SK Münstermaifeld) auch im Paarkampf vorneweg. Ihren 306 Holz nach 60 Würfen, kamen lediglich Carmen und Sarah Ziemke (RSV Remscheid) mit 278 Holz nahe. Erst Bahn 5 rechts brachte sie aus dem Konzept und die Geschwister Ziemke huschten vorbei. Allerdings nur für diese Bahn. Mit den letzten Würfen konnten Adams / Göring (586 Holz) die beiden entscheidenden Neuner setzen, während Sarah und Carmen Ziemke der Freiwurf nicht gelang.

Der zweite Block legte sich von Beginn an richtig ins Zeug. Sandra Gsodam und Verena Kilp (ESV Siegen) begannen mit 167 Holz. Mandy Schneider und Johanna Theiß waren nicht weit dahinter mit 159 Holz und beide schielten auf ein 600er Ergebnis. Nach der zweiten Bahn rückte das Feld zusammen. Vorne waren immer noch Verena Kilp und Sandra Gsodam (311 Holz) aber die anderen drei Paare quetschten sich zwischen 290 und 294 Holz. Und so spannend blieb es bis zum Schluss. Sandra Gsodam und Verena Kilp schafften mit 602 Holz die Bestzahl der bisherigen Paare. Das zweitbeste Ergebnis ging an Sarah Petry und Lisa Rosport mit 592 Holz, die die letzte Bahn sehr gut (158 Holz)erwischten.
Die beiden anderen Paare scheiterten jeweils an den 586 Holz des ersten Blocks.

Die KV Wanne-Eickel legte mit Annika Hilkmann und Annika Baron eine Hausnummer auf die erste Gasse. 174 Holz auf Bahn 6 waren ein deutliches Zeichen, dass die Medaillenvergabe noch nicht abgeschlossen war. Auf der zweiten Bahn fielen weitere 171 Holz und auf der dritten Bahn 166 Holz. Nach einem Austrudeln auf der vorletzten Gasse war der Deutsche Meistertitel Annika Hilkmann und Annika Baron dann schon acht Würfe vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Mit 646 Holz lagen zwischen Gold und Silber eine kleine Kegelwelt.

Männliche U18 Paarkampf

Am stärksten auf der ersten Bahn präsentierten sich Christian Groß und Dennis Jahnke (KSV Illtal) mit 195 Holz, knapp vor Michael Reith und Timo Mandelik (KKV Kassel) mit 185 Holz. Es hatte den Anschein, dass die Bahnen 1-4 fallfreudiger waren als die zukünftigen Bundesligabahnen. Um das zu unterstreichen spielten Michael Reith und Timo Mandelik auf Bahn 4 204 Holz und gingen mit 389 Holz auf die zweite Hälfte. Dahinter war eine Menge Luft. Christian Groß und Dennis Jahnke folgten ihnen mit 333 Holz. Die dritte Bahn wurde von den Sulzbachtalern Marc Birkelbach und Timo Metzger genutzt, um mit 195 Holz auf den zweiten Platz zu ziehen.
Mit 166 Holz konnten sie den Platz auch auf der letzten Bahn verteidigen. Den Höhepunkt setzten jedoch Michael Reith und Timo Mandelik (730 Holz). Nur vier Holz fehlten den beiden, um den deutschen Rekord einzustellen. Die Blanken wollten auf Bahn 2 nicht mehr so fallen wie zuvor. Trotzdem konnten sich die nachfolgenden Paare an dieser Zahl die Zähne ausbeissen.

Ähnlich wie der Primus aus dem ersten Block fingen auch Fabian Düx und Nico Klink früh mit einer 200er Bahn an. Bahn 1 wurde mit 209 Holz abgeschossen. Aber in diesem Durchgang hielten zwei Paare dagegen. Daniel Poppe und Sebastian Draßdo kamen nach 30 Würfen auf 183 Holz und für Björn Delles / David Kalb (KV Neunkirchen) waren es 180 Holz. Auf den nächsten beiden Bahnen nahmen alle Paare einen Gang raus. Fabian Düx und Nico Klink blieben auf Eins. Allerdings hatten sie mit einem 522 Holz Wechsel einen zu weiten Weg, um an die 730 aus dem vorherigen Block zu kommen. Allerdings übertrafen sie (696 Holz) durch zwei Blanke im 118. und 119. Wurf die 689 Holz von Marc Birkelbach und Timo Metzger.

Die Jungs gaben im letzten Block richtig Gas. 192 Holz für die Lokalfavoriten Christian Prante und Valentin Olbricht (VSK Kamp-Lintfort) und 191 Holz für Robert Heinichen und Dominik Werner (KSC Daun-Weiersbach). Nicht einmal ein Fünfer-Bild konnte Christian Prante und Valentin Olbricht stoppen. Sie nahmen trotzdem 370 Holz in die zweite Halbzeit. Mit 357 Holz waren Robert Heinichen und Domink Werner ebenfalls auf Medaillenkurs, wenn auch mit weniger Puffer als die Kamp-Lintforter.

Nach drei Bahnen nutzte das auch nichts mehr. Beide wechselten mit 530 Holz und mussten sich einen Wettlauf um die Medaillen liefern. Silber ging nach einer starken letzten Bahn mit 720 an Christian Prante und Valentin Olbricht. Mit den letzten Würfen schnappten sich Robert Heinichen und Dominik Werner (705 Holz) noch die Bronzemedaille.

Weibliche U14 Einzel Vorlauf

An den Einzel Vorläufen nahmen jeweils 16 Starterinnen bzw. Starter teil. Die acht besten Keglerinnen und Kegler würden am nächsten Tag im Finale erneut aufeinandertreffen und die Medaillen untereinander ausspielen.
Es ging morgens um 8.30 Uhr los. Für die Uhrzeit warfen die jungen Sportlerinnen hervorragende Ergebnisse. Jana Mechsner (KV Gütersloh-Rheda) kam mit 189 Holz von Bahn 7 und erkegelte dabei 79 Holz in die Räumgasse und kam auf 351 Holz zur Halbzeit. Sogar etwas besser lag Maren Jasper nach 60 Würfen führte sie mit 353 Holz. In der zweiten Hälfte ging Jana auf der dritten Bahn durch weitere 184 Holz in Führung und baute diese auf der letzten Gasse weiter aus. Mit 699 Holz lag sie in der Endabrechnung auf Rang 2. Maren Jasper hatte gut vorgelegt, aber die letzte Gasse lief gar nicht. Mit 33 Holz auf den letzten 15 Würfen musste sie länger zittern. Doch nach dem Vorlauf belegte sie den siebten Platz und durfte im Finale erneut antreten.

Der zweite Block ließ es sehr ruhiger angehen. Nur Laura Möller (ESV Fulda) kam mit 677 Holz in die nächste Runde. Drei Bahnen lang war sie auf 700er Kurs. Alle Bahnergebnisse lagen konstant im Bereich von 175 Holz. Bis auf Bahn 8. In die Volle war es ebenfalls sehr gut 109 Holz, die 34 Holz im Abräumen hingegen lassen noch Luft für das Finale, das sie als Sechste (671 Holz) erreichte.

Der dritte Block bildete den Höhepunkt dieses Vorlaufs. Sonja Schmelter (Niederrheiner Kegler) legte einen sensationellen Durchgang auf die Bahnen. Die schlechteste Vollegasse war Bahn 6 mit 110 Holz, auch die Räumgasse war mit 61 Holz die schwächste ihres Durchgang. Und es war eine Bahn mit 171 Holz. Der Rest der Bahnen wurde nicht unter 180 Holz verlassen, Bahn 7 sogar mit 192 Holz. Die Belohnung der Vorlaufsieg und ein neuer Deutscher Rekord mit 727 Holz. Die andere Spielerinnen gingen etwas unter - unberechtigterweise. Elisa Nöh (KV Lahntal) hielt lange mit, lag jedoch pro Bahn immer ca. 5-10 Holz hinter der Niederrheinerin. Mit 693 Holz belegte sie fast unbemerkt den dritten Platz. Ähnlich erging es Kirstin Ries (KV Saar, 678 Holz) mit ihrem vierten Platz im Vorlauf werden sich die drei Mädchen im letzten Block des Einzel Finals wiedersehen.  

Große Moral zeigte Sabrina Jaster (JSG Rhein) im Schlussblock. Die Startbahn war ein bisschen verkorkst, doch konnte sie sich auf 160 Holz retten. Auf den nächsten Bahnen konnte sie sich immer weiter steigern und kam schließlich auf 675 Holz und den fünften Rang.
Den entgegengesetzten Weg wählte Maren Wirtz. Ein toller Anfang mit 178 Holz, danach wurde es immer ein bisschen weniger. 666 Holz reichten für den letzten verbleibenden Startplatz im Finale.

Männliche U14 Einzel Vorlauf

Sehr ausgeglichen starteten die männlichen U14 in den Tag. Sowohl in die Volle als auch im Abräumen lagen alle vier Starter fast gleichauf. Hendrick Zimmermann (JSG Mosel) profitierte von seinen besseren Vollen und konnte sich mit 679 Holz durchsetzten und den sechsten Platz belegen. Edgar Hardt (KSV Wetzlar) musste sich mit 670 Holz knapp geschlagen geben. Eine 98 Holz Vollegasse wurde ihm zum Nachteil. Allerdings war der Nachteil nicht zu groß, als Achter konnte er sich noch fürs Endspiel qualifizieren. Nils Jakobs (KV Saar) und Jan Wolschinski (KSV Idar-Oberstein) waren im Endlauf mit 668 Holz bzw. 667 Holz nur als Zuschauer zugegen.

Der zweite Block kam nicht an die Ergebnisse der ersten vier Starter heran und ließen damit noch sechs Startplätze für die letzten achte Kegler offen.

Zwei davon beanspruchten Patrick Bartz (JSG Mosel) und Lukas Torreiter (GH Raßdorf) für sich. Ähnlich wie bei den weiblichen U14 waren die Bahnen auch im dritten Block der männlichen U14 am ergiebigsten. Patrick Bartz legte mit 191 Holz los, ließ 193 Holz folgen und steigerte sich auf der dritten Bahn auf 194 Holz. Auf der letzten Gasse brachte in doppelter Bauernfehler kurz aus dem Rhythmus, kam mit zwei Neuner wieder ins Spiel und stellte mit 757 Holz ebenfalls einen neuen Deutschen Rekord auf. Lukas Torreiter lag zur Halbzeit nur 13 Holz hinter Patrick Bartz. Er musste auf der dritten Bahn den Konkurrenten ziehen lassen, da ihn Bahn 2 mit 168 Holz zu weit zurückwarf. Mit 720 Holz reichte es immer noch zu einem ungefährdeten zweiten Platz.

Die höchste Leistungsdichte war im letzten Block zu bestaunen. Marco Schneider (KV Saar) war das Schlusslicht des Durchgangs. Seine 678 Holz waren jedoch genug, um als Siebtplatzierter im Finale Revanche zu nehmen. Jan Gsodam (KV Sieg) konnte sich auf seine überragenden Volleergebnisse verlassen und belegte mit 708 Holz den dritten Platz. Direkt dahinter spielte sich der Osnabrücker Patrick Rolf (704 Holz) in den Schlussblock des Endlaufs. Die letzten 15 Würfe brachten ihm nur 58 Holz ein und so musste er Jan Gsodam passieren lassen. Mit 703 Holz gelang die Marjan Leis (JSG Mosel) nicht ganz. Nach Patrick Bartz hatte er die besten Räumergebnisse, leider auch zwei Volle unter 100 Holz und so wurde es der fünfte Platz.

Weibliche U18 Einzel Vorlauf

Im ersten Block gab es ein direktes Aufeinandertreffen der Ziemke Schwester. Beide boten sich bis zur Halbzeit ein schönes Familienduell mit mehrfach wechselnder Führung. Erst auf der dritten Bahn konnte sich Carmen dank einer 99 Holz Räumgasse freispielen und beherrschte ab diesem Zeitpunkt den Block. Ihre 797 Holz waren der dritte Platz im Vorlauf. Für Sarah wurde es mit den letzten Würfen ganz bitter. Auf der letzten Bahn konnte sie sich nicht mit Bahn 8 links anfreunden. 70 Holz auf die letzte Räumgasse summierten sich auf 745 Holz. Bis vier Würfe vor Beendigung des Durchgang sah das nach einem sicheren zweiten Platz aus. Doch Sandra Gsodam (ESV Siegen) war in ihren letzten vier Würfen vier Neuner, zog mit zwei Holz (747 Holz) an Sarah vorbei und belegte die achte Position des Vorlaufs.  

Der zweite Durchgang war die Bühne für Verena Kilp (SV Preußen Lünen) . Mit sieben über-100 Ergebnissen in Folge auf acht Gassen spielte sie sich in einen Rausch und die Konkurrentinnen im Vorlauf an die Wand. 117 in die erste Volle war in Ordnung, die 106 Holz in die Räumgasse war schon ein großer Schritt in Richtung Finale. 113 Holz in die nächste Volle waren erneut in Ordnung. 126 Holz auf Bahn 8 im Räumen waren sensationell und dann lief es in der zweiten Halbzeit natürlich wie von selbst. Mit 881 Holz stellte auch sie einen neuen Deutschen Rekord auf und lag damit 75 Holz vor Platz zwei. Wie schon bei der U14 fand auch hier die anderen Spielerinnen kaum noch Beachtung. Zu unrecht wie Carolin Schwarz (BKV Warndt) bewies. Ihre 754/7 Holz reichten nämlich ebenfalls zum Endlauf.

Nach dem Titelgewinn im U18-Paarkampf waren im dritten Block die Augen auf Annika Hilkmann (KV Wanne-Eickel) gerichtet. Mit einem Schnitt von 121 Holz in die Vollen lag sie weit vor den restlichen Starterinnen. Diese Grundlage gab ihr die nötige Lockerheit für die Räumgassen, in die es dann auch gut klappte. Keine Ausrutscher nach unten, sondern solide, gute Bahnergebnisse brachten ihr den zweiten Platz mit 816 Holz ein.
Die zweite Eintrittskarte für den Endlauf löste Hannah Siebert (KV Neunkirchen). Mit zwei 180er Bahnen war sie eigentlich schon so gut wie ausgeschieden. Doch dann kam Bahn 7 mit 230 Holz und sie war mitten drin statt nur dabei. 793 Holz bedeuteten den fünften Platz und einen weiteren Durchgang am nächsten Tag.

Im letzten Block schaute allen Zuschauer auf Sarah Petry. Tags zuvor schoss sie fast im Alleingang die KV Mittelsaar in der Mannschaft zu Silber und heute durfte sie im Einzel antreten. Sie konnte nicht an die Zahl vom Vortag anknüpfen. Es lief nicht rund. Jedoch behielt sie die Nerven, machte das Beste aus der Situation und sammelte die Hölzer, die sie bekommen konnte. Mit 786/6 Holz war ihre Finalteilnahme nie gefährdet und sie darf, wie schon in der Mannschaft, ein Ergebnis vorlegen.
Viel besser lief es hingegen für Sabina Göring (SK Münstermaifeld). Mit 225 Holz fand sie einen idealen Einstieg in den Vorlauf und konnte dank des Polsters locker aufspielen. Auf der letzten Bahn erkegelte sie sich weitere 206 Holz und so setzte sie sich mit 809 Holz auf den dritten Platz.

Männliche U18 Einzel Vorlauf

Der erste Block tat sich schwer ins Spiel zu kommen. Lange hatte man den Eindruck, dass keine 800 Holz fallen würden. Erst die letzte Bahn änderte das Bild ein wenig. Fabian Düx (KSC Daun-Weiersbach) hatte lange mit der verpatzten Bahn 4 (186 Holz) zu kämpfen. Auf den letzten 30 Würfen hatte er wieder das Händchen für die Bahn und kam auf 208 Holz, gleichbedeutend mit 801 Holz in der Summe. Das reichte um Niko Schäfer (KV Gütersloh-Rheda) mit einem Holz in die Schranken zu weisen und als letzter das Finale zu buchen.

Dem zweiten Durchgang drückte Michael Reith seinen Stempel auf. Mit 241 Holz auf der ersten Bahn zog er allen Spieler auf und davon. Bahn zwei war mit 232 Holz auch nicht viel schlechter und so lagen die ersten 900 in der Luft. Mit 219 und 233 Holz ließ er sich nicht lange bitten. Mit 925 Holz fehlten ihm nur zwei Neuner zu einem weiteren Deutschen Rekord. Dabei lag die Hinterdame im vorletzten Wurf doch schon fast...
Dass es doch nicht so einfach zeigte Robert Heinichen (SK Münstermaifeld) auf der Nebenbahn. Im Gegensatz zu Michael Reith fand er keine Serien und sammelte vereinzelte Neuner und Kränze. Zumindest inden entscheidenden Augenblicken warf er die benötigten Blanken und konnte sich über Platz fünf und 848 Holz freuen.
Einen Tick leichter tat sich Robin Holler (VSK Kamp-Lintfort). Immer mit einem kleinen Vorsprung in die Räumgassen ausgestattet ließ er Robert Heinichen mit neun Holz hinter sich und geht mit 858 Holz vom zweiten Platz aus ins Finale.

Dominik Werner (KSC Daun-Weiersbach) spielte wie so viele drei sehr gute Bahnen und kämpfte mit der Vierten. Nach sehr gutem Start (223 Holz) bescherte ihm Bahn 4 mit einer 63 Holz Räumgasse einige Problemen. Aber auch er blieb ruhig und sammelte auf den folgenden beiden Räumgassen seine Blanken. 850 Holz waren der vierte Platz des Vorlaufs. Auch Julian Geerdes (VES Lingen) fand erst auf der letzten Bahn zu einer Neuner Serie in die Räumgasse. Aber ohne einen Ausrutscher nach unten sammelte er 819 Holz und Platz 7 reicht auch zum Endlauf.

Lähmungserscheinungen, ob der hohen Zahlen konnte bei den letzten vier Startern diagnostiziert werden. Nur Robin Schrecklinger (KV Mittelsaar) konnte den fallfreudigen Bahnen von Anfang an gerecht werden. Er hatte erst mit der letzten Bahn seine Probleme und kam holzgleich (850 Holz) mit Dominik Werner durch das bessere Räumergebnis auf den dritten Platz. Christian Prante nahm seine Auszeit schon auf Bahn 1 (180 Holz) und schlich sich mit 215 Holz auf Bahn 2 langsam an die 800 heran. Mit 203 Holz auf Bahn 3 machte er es weiter spannend. Waren doch mindestens 801 Holz nötig. Dieser Aufgabe entledigte er sich mit neun Neunern gleich zu Beginn der letzten Räumgasse. 231 Holz addierten sich zu 829 Holz und dem sechsten Platz. Damit war das Finalfeld gefüllt.

Mixed U14 Endlauf

Der erste Durchgang der U14 Mixed Enntscheidung war im Nachhinein nur das Vorgeplänkel für die Medaillenvergabe. Für tolle Stimmung in der Halle sorgte das Duell zwischen Leonie Görgen / Jan Wolschinski (JSG Rhein) und Jana Mechsner / Nick von Voss (KV Wanne-Eickel). Mit 361 Holz ging die Paarung der JSG Rhein auf die letzte Bahn. Ein Holz dahinter warteten Jana Mechsner und Nick von Voss auf die Fehler der Konkurrenz. Auf der ersten Bahn kamen diese nicht im Gegenteil mit 78 Holz gaben Leonie Görgen und Jan Wolschinski richtig Gas und die KV Wanne-Eickel konnte nur mit 62 Holz dagegen halten. Doch auf die letzte Gasse fingen Jana und Nick mit drei Neunern an  und alles war wieder offen. Erst als die Vierte nicht fiel und die JSG Rhein mit den letzten Würfen zwei Neuner nachlegten waren sie mit 517 Holz in aussichtsreicher Position für die Medaillen. Jana Mechsner und Nick von Voss (502 Holz) konnte die Medaillenhoffnungen beiseite schieben.

Im zweiten Block eröffneten Maren Wirtz und Nico Müller den Medaillenreigen für das Saarland.
Achtmal warfen sie im Bereich von 67 bis 71 Holz. Keine Ausreisser nach oben, kein Aussetzer. Ein perfekter U14 Paarkampf und ein weiterer neuer Deutscher Rekord mit 849 Holz. Kein anderes Paar konnte diese Konstanz im entscheidenden Moment aufbringen.

Die Plätze zwei und drei wurden entsprechend der Ausrutscher vergeben. Das zweite Mixed der KV Saar Kristin Ries und Marco Schneider hielt lange Zeit mit. Bahn 8 links wurde sogar mit 81 Holz absolviert, doch es gab auch drei Gassen in denen jeweils ein Dreier nicht ausgeglichen werden konnte. Da gab die Konstanz von Maren Wirtz und Nico Müller den entscheidenden Ausschlag. Als Resultat konnte 537 Holz notiert werden.
Lange spielte Celine Selge und Danny Ruda (KV Wanne-Eickel) auf Augenhöhe mit dem Silberpaar, doch eine 58er Gasse war dann eben dieser Ausrutscher zu viel. Wäre die Wackel-Acht im vorletzten Wurf doch gefallen, hätte es auch Silber für Wanne-Eickel werden können (530 Holz). Hätte, wenn und aber...

Mixed U18 Endlauf

Die U18 Mixed Paare wollten sich nicht vom letzten Block überrumpeln lassen. Entsprechend legte die ersten vier Paarung gut vor. Am geschicktesten stellten sich Hannah Siebert und Björn Delles an. Zwei bis vier Blanke in alle Gassen. Das ein oder andere Mal auch sechs Neuner und einmal sogar acht Blanke. Fertig waren 703 Holz und, wie sich dann später herausstellen sollte die zweite saarländische Goldmedaille an diesem Tag.
Auch die Silbermedaille wurde schon in Block eins vergeben. Katharina Junk und Dominik Werner (KSC Daun-Weiersbach) lagen bis zur letzten Gasse auf einem 650 Holz Kurs. Doch die letzte Gasse hatte es in sich. Eine Neun nach der anderen fiel und sogar der Abstand zu Hannah Siebert / Björn Delles schrumpfte auch von Wurf zu Wurf. Doch die Saarländer konnte im entscheidenden Moment zu legen. Trotzdem reichten 115 Holz aus um mit 686 Holz eine Hürde aufzustellen, die nicht mehr genommen werden sollte.

Im zweiten Durchgang war gingen die Ergebnisse nicht mehr in die Höhe der Vorgaben des ersten Durchlaufs. Sowohl einige „exotische“ Neuner und Kränze, die das Paar der SKG Bensberg beflügelte als auch ein weitestgehend fehlerloses Spiel von Claudia Adolphs und Sebastian Draßdo sorgten für 673 Holz. Bis zur letzten Gasse hatten sie sogar noch mehr im Bereich des Möglichen als Bronze. Doch auf der vermeintlich besten Gassen (Bahn 1 rechts) kamen sie nicht am Vorderholz vorbei und mussten sich mit drei Blanken begnügen. Für Edelmetall reichte es trotzdem. Der komfortable Abstand zur viertplatzierten Paarung, Lisa Rosport und Robin Schrecklinger (KV Mittelsaar), betrug 30 Holz.

Im letzten Block kam kein Team an die Vorgaben heran. zu hoch war der Druck, der vorgelegten Resultate. Kein Paar kam in die benötigten Serien und so zählten sich die letzten 120 Würfe herunter.

Weibliche U14 Einzel Endlauf

Der letzte Tag begann mit den Endläufen der U14 Einzel. Die Mädchen kegelten auf den Bahnen 1-4.
Laura Möller vom ESV Fulda zeigte keine Nervosität und legte im ersten Durchgang prima los. Mit 182 Holz lag sie knapp vor Maren Jasper (SKV Heiligenhaus), die mit 175 Holz auch einen vielversprechenden Start hinlegte. Maren Wirtz (KV Saar) war mit 169 Holz schon unter Druck den Anschluss nicht zu verlieren. Auf der zweiten Bahn schaffte Maren Wirtz (192 Holz) den Anschluss an die Führende, während Maren Jasper trotz guter 165 Holz nicht mehr mithalten konnte. Alles lief auf ein direktes Duell zwischen Maren Wirtz und Laura Möller hinaus. Die Halbzeit sah einen kleinen Vorteil der Hessin. 365 zu 361 Holz war die Ausgangslage vor den beiden letzten Bahnen. Auf der nächsten Bahn tat sich nicht viel. Laura Möller konnte mit 108 Holz ein Holz in die Volle gutmachen, gab dieses dann sofort in die Räumgasse wieder ab als Maren Wirtz 53 Holz räumte. Mit 525 zu 521 Holz ging es weiter. Maren Wirtz erwischte eine sehr gute Volle und ging erstmalig in Führung. Gegen ihre 114 Holz hatte Laura Möller nur 105 Holz zu bieten und es schien schon fast entschieden. Laura  hatte noch zwei Würfe und lag drei Holz hinten. Maren hatte noch einen Wurf und warf eine Sieben (701 Holz). 10 Holz Vorsprung, dass sollte eigentlich reichen Doch Laura Möller warf im vorletzten Wurf die Neun und konnte mit der letzten Kugel den ersten Block gewinnen. Im letzten Wurf fiel noch eine Neun und es waren 709 Holz.

Der zweite Block schien durch die guten Ergebnisse der Vorgänger nicht geschockt.
Elisa Nöh (KV Lahntal) war nach 30 Würfen mit mit 181 Holz vorne und auch die anderen drei Spielerinnen lagen mit ihren Ergebnissen zwischen 167 und 171 Holz. Alle waren damit noch auf Kurs 700 Holz.
Auf Bahn 4 hatte sie anfangs Probleme ans Vorderholz zu kommen. Sie kämpfte sich in die Gasse und wurde mit 110 Holz belohnt. Auch die Räumgasse lief gut und der Halbzzeitwechsel von 351 Holz hielt noch alle Optionen offen. Von den Verfolgern konnte sich Kristin Ries (KV Saar) am besten positionieren. MIt 349 Holz nach 60 Würfen war auch für sie noch alles drin.
Auf der dritten Bahn konnte Kristin Ries dann einen großen Schritt in Richtung Medaille machen. Mit einer 78 Holz Räumgasse und 536 Holz nach drei Bahnen war sie auf Goldkurs, doch Elisa Nöh blieb mit 529 Holz an ihr dran.
Auf der letzten Bahn begann Kirstin mit einer Zwei. Anstatt durchzulaufen touchierte die kleine Kugel ganz leicht Vorderholz und Vorderdame und brachte sie zu fall ohne einen weiteren Kegel zu berühren. Die Saarländerin bewies Moral und kam noch auf 106 Holz und behielt die erste Position drei Holz vor Elisa Nöh. Auf die letzte Räumgasse spielte Elisa 86 Holz. Soviel hatte kein Finalteilnehmerin mit 15 Würfen geräumt. Mit zwei Neunern im 118. und 119. Wurf machte sie mit 824 Holz ihren Meistertitel perfekt.  Ein Jahr nachdem ihre Schwester in Nordhorn den Titel der U18 gewonnen hatte, stand die kleine Schwester bei der U14 ganz oben.
Kristine Ries räumte im 118 Wurf eine dicke Fünf und gewann mit 711 Holz die Silbermedaille vor Laura Möller.

Männliche U14 Einzel Endlauf

Die ersten vier Starter des Endlauf boten einen tollen ersten Lauf. Hendrick Zimmermann (JSG Mosel) konnte einer 99 Holz Volle eine 85 Holz Räumgasse folgen lassen und war nach 30 Würfen ganz vorne. Doch Marco Schneider (KV Saar) und Edgar Hardt (KSV Wetzlar) konnten durch ihre bessere Vollegasse mithalten. 178 und 171 Holz legten eine gute Basis für den weiteren Verlauf. Auf der zweiten Räumgasse schafft Edgar Hardt eine Vorentscheidung. Mit 86 Holz baute er einen 22 Holz Vorsprung auf und erhöhte den Druck damit auf die Konkurrenz. DIe nächste Volle fiel mit 99 Holz schwächer aus und Marco Schneider konnte seinen Rückstand fast halbieren. Doch als sich alle gerade wieder Hoffnungen machte legte Edgar Hardt eine 88 Holz Räumgasse hinterher. Mit 557 Holz ging er auf den letzten Abschnitt. Mithalten konnte nur noch Marco Schneider (531 Holz), der auf der Räumgasse ebenfalls zwei Neuner durchbrachte.
In die letzte Volle ließ Edgar Hardt nichts mehr anbrennen. 111 Holz gefolgt von 67 Holz gaben ihm mit 735 Holz eine sehr gute Ausgangsposition, um die letzten Starter abzuwarten. Marco Schneiders 87 Holz Räumgasse kam zu spät und konnte Edgar nicht mehr gefährden. Seine 721 Holz stellten die nächsten Vier vor eine echtes Problem.

Einzig Patrick Bartz schien vollkommen unbeeindruckt von den Ergebnissen des ersten Durchgangs. Bahn 1 ging los mit sehr guten 114 Holz in die Vollen, Dann folgten 98 Holz ins Abräumen. Nach sieben Neuner blieb seine Anzeige bei 212 Holz stehen. Die männliche U18 wurde etwas blass um die Nasen... auf die nächste Räumgasse warf er erneut fünf Neuner und kam zu einem Halbzeitergebnis von 406 Holz. Die Farbe kam noch nicht zurück in die Gesichter der U18. Einige würden diese Halbzeit nicht erreichen.
Es wurde auf der dritten Bahn ruhiger. Eine 98 Holz Vollegasse und eine 78 Holz Räume waren die schwächsten 30 Würfe von Patrick Bartz in diesem Endlauf und brachten den nächsten Deutschen Rekord in greifbare Nähe. Den ließ er sich nicht mehr nehmen. Mit 181 Holz toppte er sein Ergebnis vom Vortag und schraubte den Deutschen Rekord auf 763 Holz.
Bemerkenswert war, neben dem fantastischen Ergebnis, dass Patrick Bartz weder im Vorlauf, noch im Endlauf einen Durchläufer auf ein volles Bild spielte.
Der restliche Block verblasste neben dieser Vorstellung. Einzig Patricks schärfster Konkurrent aus dem Vorlauf konnte halbwegs mithalten. Lukas Torreiter erkegelte 714 Holz. Durch zwei 60er Räumgassen kam er nicht an die Zahlen des ersten Block heran und erspielte sich Platz 4.

Weibliche U18 Einzel Endlauf

Der erste Block des weiblichen U18 Endlaufs musste ordentlich vorlegen wollten sie eine Chance aufs Podest haben. Auf der ersten Bahn nahm sich das Hannah Siebert zu Herzen (KV Neunkirchen). 210 Holz waren genau der Anfang, den man sich erhofft hatte. Auch Sarah Petry (KV Nordsaar) konnte mit ihren 201 Holz zufrieden sein. Sandra Gsodams (ESV Siegen) kam auf 190 Holz, weil sie im 29 Wurf die dringend benötigt Neun setzte und war von einem optimalen Start doch schon etwas entfernt. Auf der zweiten Bahn wendete sich das Blatt gegen Hannah Siebert. Mit 398 Holz führte sie zwar noch mit einem Holz vor Sarah Petry, doch nach der 68 Holz Räumgasse wollte auch auf der nächsten Bahn nicht mehr viel gelingen. Sandra Gsodam hielt den Abstand auf das Führungsduo konstant.
Auf der dritten Bahn wurde es turbulent.  Sarah Petry überholte mit zwei Blanken in die Räumgasse Hannah Siebert, die weder in die Volle noch ins Räumen auf Bahn 3 zurecht kam. Dabei streute Sarah noch einen Dreier auf ein Stoßbild ein, der teuer werden sollte. Denn währenddessen zündete Sandra Gsodam den Nachbrenner. 109 Holz in die Volle war bescheiden. Die 107 Holz ins Räumen dafür erste Sahne und plötzlich lag sie mit 597 Holz sieben Holz vor Sarah Petry.
Auf der letzten Bahn änderte sich kaum noch etwas an den Abständen. Sandra Gsodam kam auf 796 Holz und musste danach die letzten vier Starterinnen abwarten.

Was die neutralen Beobachter vorausgesagt hatten trat ein. Der vier besten Keglerinnen des Vorlauf machten sich daran, die Medaillen unter sich aufzuteilen.
Carmen Ziemke (RSV Remscheid) eröffnete ihre erste Räumgasse mit sechs Blanken und setzte sich mit 225 Holz auf Platz eins.
Das hohe Niveau wurde durch Verena Kilp (SV Preußen Lünen) mit 218 Holz und Annika Hilkmann (KV Wanne-Eickel) mit 208 Holz unterstrichen.

Da Carmen Ziemke Bahn 1 schleifen ließ und nur 188 Holz hinzufügen konnte nutzten sowohl Verena Kilp (421 Holz) als auch Annika Hilkmann (413 Holz) mit jeweils vier Blanken die Chance an ihr vorbeizuziehen.
Wieder fiel die Entscheidung auf der dritten Bahn. Die Konstanteste machte das Rennen. Annika Hilkmann brachte zum dritten Mal vier Blanke in die Räumgasse durch und setzt mit 212 Holz ihre dritte 200er Bahn. Mit 625 Holz setzte sie sich von Verena Kilp (608 Holz) und Carmen Ziemke (609 Holz) ab, Erstere hatte erhebliche Probleme in die Räumgasse, Letztere konnte sich nicht mit der Volle anfreunden.
Einmal in Führung ließ Annika Hilkmann den beiden anderen Spielerinnen keine Chance mehr heranzukommen. Mit 215 Holz auf der letzten Bahn machte sie sich zur Deutschen Meisterin (840 Holz). Um Silber wurde es noch spannend. Verena Kilp lag zwei Würfe vor Schluss noch auf dem zweiten Rang, doch Carmen Ziemke (812 Holz) gelang die Neun im vorletzten Wurf und konnte dadurch Verena Kilp (806 Holz) auf Bronze drängen.

Männliche U18 Einzel Endlauf

Auch die männliche U18 im ersten Durchgang des Endlaufs war bestrebt ein möglichst hohes Ergebnis vorzulegen, um den Druck auf die Nachfolgenden hoch zu halten. Robert Heinichen (SK Münstermaifeld) war von Anfang an hellwach und konnte die Vorgabe am besten umsetzen. Trotz eines missratenen Stoßwurfes kam er nach 30 Würfen auf 218 Holz und hatte bereits 19 Holz Vorsprung auf den Lokalfavoriten Christian Prante (VSK Kamp-Lintfort), der seine ersten Räumgasse nicht traf. Erst in die Räumgasse der zweiten Bahn kam Christian Prante ins Rollen. Mit 106 Holz ging er in eine 418 Holz Halbzeit. Unbeirrt hiervon zog Robert Heinichen sein Spiel durch. Ebenfalls mit einer 106 Holz Räumgassen, aber auch einer 127 Holz Volle wechselte er mit 451 Holz. Für Julian Geerdes ging die erste Halbzeit mit 402 Holz zu Ende und es schien schon als würde er nicht mehr mitziehen können.
Doch die zweite Halbzeit belehrte die Zuschauer eines Besseren. Nach drei Bahnen lag er dank 215 Holz auf Bahn 1 vor Christian Prante, der auf Bahn 8 an der Räumgasse verzweifelte und an dieser Reihenfolge sollte sich nichts mehr ändern. Gleichzeitig spielte Robert Heinichen zum dritten Mal die beste Volle 124 Holz) im Block und 88 Holz schraubten das Ergebnis nach drei Bahnen auf 663 Holz. Mit 130 Holz auf die letzten 15 Würfe in die Volle und einer 98 Holz Räumgasse addierten sich zu 889 Holz, an denen sich der zweite Block versuchen musste.

Ein Top-Resultat lag und das zweite Quartett war in der Pflicht.
Michael Reith (TSV Süß) hielt sich nicht mit viel Vorgeplänkel auf. Zu keiner Zeit stand in Frage, dass er sich den dritten Titel in Folge erkegeln würde. Vier Volleergebnisse zwischen 125 und 127 Holz, vier Räumergebnisse zwischen 105 und 106 Holz, vier Bahnergebnisse zwischen 230 und 233 Holz waren an Konstanz nicht zu überbieten. 927 Holz waren für die anderen Akteure unantastbar.
Spannend wurde es um Silber und Bronze. Robin Schrecklinger (KV Mittelsaar) legte in die erste Räumgasse 107 Holz hin und war mit 225 Holz erster Verfolger von Michael Reith. Robin Holler (VSK Kamp-Lintfort) konnte auf der ersten Bahn nicht mithalten, rettete aber 209 Holz. Auf der zweiten Bahn dann das gegensätzliche Bild. Robin Schrecklinger verpatzte die Volle (111 Holz) und konnte mit einer gute Räumgasse gerade noch auf 200 Holz kommen. Nebendran warf Robin Holler 112 ins Abräumen und lag zur Halbzeit bei 439 Holz. 14 Holz vor dem Saarländer. In die nächste Volle konnte Robin Schrecklinger zum ersten und einzigen Mal 120 Holz erspielen und mithalten. Sein Räumergebnis war allerdings erneut famos. 121 Holz egalisierten sein Volle und brachten ihn holzmäßig weit nach vorne. Das Resultat aus dem ersten Block war wieder erreichbar. Robin Holler behielt die Nerven und die Führung vor Robin Schrecklinger. Er setzte eine 114 Holz Räumgasse dagegen. Nach einer durchwachsenen Volle von beiden benötigten sie jeweils acht Blanke um die 889 Holz zu knacken. Andernfalls würde einer von beiden leer ausgehen. Relativ war klar, dass keiner die notwendigen Neuner zusammenbekommen würde. Mit den letzten Würfen setzte Robin Holler (882 Holz) die Neun und konnte einen zwei Holz Vorsprung zum Bronzerang ins Ziel retten.

Eine sehr gut organisierte Deutsche Jugendmeisterschaft ging damit fand mit den letzten Stimmungsvollen Siegerehrungen einen krönenden Abschluss. Ein herzliches Dankeschön an Ricky Zimmer und das Organisationskomitee, mit allen seinen Helfern im Vorder- und Hintergrund, den Schiedsrichtern für das gezeigte Fingerspitzengefühl im Umgang mit unserem Nachwuchs, den Fans für die Stimmung während der Wettkämpfe und den jungen Keglerinnen und Kegler für Höchstleistungen, aus denen fünf Deutschen Rekorden resultierten. Allen die nicht vor Ort waren kann man nur sagen, ihr habt etwas verpasst…