Sonntag, 12. Juni 2011 23:45

Weltmeisterschaften 2011 in Kelmis/BEL

geschrieben von  Mike Killadt

Mit 6x Gold, 6x Silber und 1x Bronze brachte der letzte Tag einen wahren Medaillenregen für die deutschen Sportkegler. Ausserdem erfreute ein hochdramatischer Herren Einzel Endlauf alle Kegelfans.

Die Ergebnisse werden auf www.kegeln.be veröffentlicht.

Herren Mannschaft Vorlauf

Mit einem Frühstart eröffnete Stephan Stenger den Mannschaftsvorlauf. Drei Blanke mit den ersten drei Würfen, doch dann nicht mehr viel. Die 114 Holz in die Volle konnte er postwendend durch eine super Räumgasse mit neun Blanken kompensiert werden. Kim Hofmann hielt sich mit zwei Holz nur noch knapp vor dem Deutschen. Nachdem er in Sichtweite war ging es schnell. Nach vier Würfen in die Vollen war erstmals Stephan vorne. Und wie, bei 131 Holz auf Bahn 4 in die Volle konnte niemand gegen halten. Brasilien nutzte ihre Chance die anderen Bewerber um die Finalplätze (Frankreich, Niederlande, Belgien) von vorne unter Druck zu setzten. Bernardo Immendorfs 227 Holz unterstrichen dieses Vorhaben eindrucksvoll.
Es blieb zur Halbzeit eng an der Spitze. Brasilien, Luxemburg und Deutschland trennten nur neun Holz. Die Niederlande hingen mit Marco Bauer (400 Holz) deutlich hinterher.  Auf der Vollen passierte nicht viel und alle Drei fingen auch mit einer Neun ins Räumen an. Die erste Pause nahm sich Stephan Stenger und fand danach keinen Anschluss mehr. Bernardo brachte sich mit zwei dünnen Sechsern zum Schluss selbst in die Bedrouille, so dass er nicht richtig wegziehen konnte. Eine Reihe von Kränze hatte ihn den nötigen Schwung verleihen können.
In die Volle (Bahn 2) setzte Stephan Stenger zur nächsten Aufholjagd an. Im zehnten Wurf blieb die 8 stehen, was ein 90er-Päckchen verhindert. Zeitgleich eine vier für Brasilien und Stephan war wieder auf zwei Blanke ran.
Bernardo Immendorf spielte unbeeindruckt weter und legte im Rhythmus der Samba-Trommeln in die Räumgasse mit drei Neunern in den ersten fünf Würfen nach. Zu diesem zeitpunkt musste Luxemburg abreißen lassen.
Stephan biss sich fest und konnte den Rückstand gering halten. Etwas Pech mit 8er-Anwürfen verhinderte ein noch ausgeglicheneres Duell mit Brasilien. Es reichte trotzdem zu 866 Holz und um Luxemburgs Kim Hoffmann (855) abzufangen.

Es wurde lauter in der Halle, der erste Belgier betrat die Bahnen.
Frankreich war jetzt der Prüfstein, was die Zahlen der ersten Blocks wert waren. Doch Christian Marx legte einen Fehlstart mit 113 Holz hin. Marc Authelet (BEL) und Matthijs Lipperts (NED) kamen sehr gut ins Spiel und hielten das auch in die Räumgasse. Die Aufholjagd auf Brasilien konnte beginnen.
Diese Aufholjagd fand ohne Frankreich statt. Die Blauen wurde bei Halbzeit sogar von Argentinien überholt. Daran änderte auch die Einwechslung von Christophe Cioni nichts. Vor der letzten Volle lag Argentinien immer noch mit vier Holz vor der Equipe Tricolore. Mit den letzten Würfe konnte die Franzosen (786 Holz) dieses Bild wenigstens noch gerade rücken. Inzwischen setzte sich Matthijs Lipperts mit 440 Holz vom Feld ab. Marc Authelet konnte seinen Heimvorteil auf Bahn 2 mit 204 Holz nicht nutzen und war damit auf Platz 2 gebucht. Matthijs Lipperts (863 Holz) und Marc Authelet (820 Holz) Zahlen taten den Franzosen richtig weh. Platz vier war in weiter Ferne.

Die Trommeln nahmen wieder ihren Betrieb auf. Der U23-Weltmeister Joao Kleinkauf wurde auf die Bahnen geschickt. Nach den ersten Neunern war sofort wieder Sambaatmosphäre in der Halle.
Zumindest auf der ersten Gasse nutzte es nichts. Mit 117 geriet er ins Hintertreffen während Kevin Everard, Kai Knobel und Dieter Thomas sich bei 123-124 Holz tümmelten.
Im Abräumen zog Kai Knobel den Holzbahnhammer aus derTasche. Erst eine dicke Fünf kurz vor Schluss stoppte ihn bei 230 Holz. Auf den letzten Würfen kamen dann auch Kevin Everard (219 Holz) und Joao Kleinkauf (223 Holz) auf. Belgiens Dieter Thomas waren die 200er nicht vergönnt.
Als hätte er schwer an der Fünf zu schleppen lief Kais Volle Gasse. Minusrekord mit 108 und aus dem ersten Platz im Block wurde Platz 3. Sowohl Brasilien als auch Luxemburg zogen vorbei. In die Räumgasse fing er sich wieder und konnte mit 88 Holz ein ordentliches Ergebnis abliefern. Auf Kevin Everard bestand nur ein Rückstand von einem Holz. Joao Kleinkauf hingegen zog einsam seine Bahnen eine 229er Gasse brachte ihn auf 452 Holz nach 60 Würfen.
Kai Knobels Volle war wieder besser und 124 Holz gaben Hoffnung auf einen frühen Endspurt. Ein Bauern Fehl von Joao Klainkauf und Bahn 1 war gar nicht sein Ding. Der ganze Vorsprung schmolz dahin. Kevin Everard und Kai Knobel atmeten nach dieser Gasse ordentlich durch.
Für Kai war erneut mehr als seine 222 Holz drin. Wie schon auf der ersten Bahn stoppte er sich durch einen Dreier kurz vor Zieleinlauf selbst.
Plötzlich kam Dieter Thomas (Belgien) sehr stark auf. Nachdem er auf der ersten Bahn nicht ins Spiel kam, bot er seinen Blockgegnern Paroli und zog nach der letzten Volle auf Platz 3, nur vier Holz hinter Kevin Everard. Aber es war zu spät denn auch den letzte 15 Würfen gaben seine Kontrahenten richtig Gas. Kai Knobel (878 Holz) (dieses Mal ohne Fehler) kam auf sehr starke 230 Holz. Kevin Everard (865 Holz) war etwas dahinter mit 221 Holz und auch Joao Kleinkauf (843 Holz) schloss seinen Durchgang mit versöhnlichen 210 Holz.

Frankreich war am Zug. Viel durften sich die Franzosen nicht mehr erlauben. Das Finale war im höchsten Maße gefährdet. Deutschland, Luxemburg, Brasilien und die Niederlande hatte ordentlich vorgelegt und konnte von der Anfangsschwäche der Franzosen profitieren. Der Druck wurde also nicht geringer und das bekam Nicolas Potier zu spüren. Mit 190 Holz erwischte er alles andere als einen Traumstart. Der Niederländere Paul Rosenboom (201 Holz) tat sein Übriges, damit Nicolas nicht locker aufspielen konnte. Auch in die zweite Gasse gab es kein Verschiebungen. Niederlande 205 Holz gegen Frankreich 208 Holz. Zu wenig, um einen großen Schritt nach vorne zu machen.
Nachdem Luxemburgs Armand Theis auch keinen Weg für die zweite Bahn fand, kam für ihn Tom Hoffmann zum Einsatz. Mit 118 Holz in die Volle startete er solide. Im Räumen war es mit dem Schwung von der Ersatzbank schnell vorbei. 68 Holz brachten die Luxemburger Mannschaft plötzlich auch ein bisschen in Bedrängnis.
Zumal Frankreich und die Niederlande sich zu einem tollen Endspurt verabredet hatten. 232 für Nicolas Potier und 230 Holz für Paul Rosenboom machten in der Mannschaftssituation keinen Unterschied, erfreuten dafür die Zuschauer um so mehr.

Deutschland in Lauerstellung... Die Spieler des fünften Blocks präsentierten sich äußerst Bescheiden. Daniel Mittelstädt war mit seiner ersten Gasse (115 Holz) nicht zufrieden, musste zum Glück nur einen Rückstand von drei Holz auf Brasilien und einem Holz auf Belgien hinnehmen. Die Räumgasse wollte auch nicht so. Mit dem vierten Anwurf blinkte seine Anzeige zum ersten Mal. Ab dann ging es. Es folgten noch drei Blanke. Mit 202 Holz wurde der Rückstand auf Eduardo Krause auch im Rahmen gehalten. 124 Holz in die Volle und Daniel wurde langsam warm mit den Bahnen. Ein Hinterholz stoppte in kurzzeitig, doch dann ging es mit gleicher Geschwindigkeit weiter. 231 Holz. Willkommen in Kelmis.  
Gleich zu Beginn leistete er sich einen Bauernfehl auf der dritter Bahn. Es dauerte einen Augenblick, aber dann war er wieder im Rhythmus und setzte sich vom Feld ab. Zu den Neunern gesellten sich noch der ein oder andere unerwartete Kranz und schließlich konnte er mit 859 mit seiner Mannschaft fürs Finale planen.

Ganz untypisch legte Markus Gebauer mit 128 in die Volle richtig gut vor. Nur noch Pascal Petry konnte für die Franzosen einen 8er-Schnitt in die Volle auf die Bahnen lagen.
Guus Maes und Steve Blasen brauchten länger, um sich zu aklimatisieren. Steve allerdings nur die ersten 15 Würfe. Danach knallte es. 117 Holz ins Räumen und das Feld war weit hinter ihm. Pascal Petry konnte auch noch mit 97 Holz überzeugen. Für Markus Gebauer fielen lediglich 79 Holz zusammen. Guus Maes kam mit 87 Holz auch langsam ins Spiel. Die nächste Gasse wurde sehr ruhig. Markus Gebauer war noch der Beste mit 201 Holz. Richtig heftig wurde es für Pascal Petry. Mit 178 Holz auf Bahn 2 blieben dort wichtige Hölzer und damit auch die Finalteilnahme auf der Strecke. Bahn 3 wurde auch nicht besser. Im Gegenteil seine 179 Holz kamen genau in dem Moment, in dem alle anderen wieder den Fuß aufs Gaspedal stellten. Steve Blasen absolvierte seine zweite 230er Bahn. Auch Markus Gebauer (219 Holz) und Guus Maes (220 Holz) setzten sich mit großen Schritten ab.
In die Volle verflachte der Block erneut ein wenig. Trotzdem reichte es für Steve Blasen (873 Holz) zu einer absoluten Top-Zahl. Markus Gebauer darf sich im nächsten Durchgang  dann mit Bahn 3 anfreunden. Seine 811 Holz sind fürs Einzel noch ausbaufähig. Mit Guus Maes 842 Holz waren die Niederländer im Finale fast sicher vertreten, wohingegen Frankreich mit Pascal Petrys 782 Holz nicht im Quartett der letzte Vier vertreten sein würden. Platz sechs hinter Belgien entsprach nicht den Erwartungen, die man nach dem Freundschaftsvergleich in Metzervisse an dieses Team hatte.

Rogerio Arkie benötigte 886 Holz damit seine Brasilianer am Deutschen Team vorbeiziehen könnten. Nach 207 auf Bahn 1 wurde der Weg weit. Über 225 Holz im Schnitt auf den nächsten drei Bahnen, wenn man sie treffen muss, war äußerst schwierig.
Und so plätscherte der letzte Block vor sich hin. Brasilien war sicher qualifiziert. Michael Pinot konnte die Franzosen auch nicht mehr ins Finale schieben. Belgien freute sich über eine sehr gute Leistung von Michael Claudy (826 Holz), der den Block auch lange Zeit und sich ein ums andere Mal den Angriffe von Rogerio Arkie erfolgreich zur Wehr setzte.
Bis zur dritten Bahn. Mit dem Anwurf und 211 Holz zog der Brasilianer am Gastgeber vorbei. Seine 830 Holz gingen dann im Jubel seine Mannschaftskollegen unter.
Michael Pinot nutzte diesen Durchgang als Training und kam auf das höchste französische Resultat mit 813 Holz

Damen Team Doppel Vorlauf

In diesem Jahr wurde der Team Doppel Wettbewerb eingeführt. Dieser wird sowohl für die Damen und Herren als auch im Mixed ausgetragen.
Jedes Land darf zwei Team Doppel stellen. Eine Mannschaft besteht aus zwei Spielern von denen jeder einen Einzeldurchgang absolviert. In Kelmis wurde der Einzeldurchgang aufgrund der 6-Bahnen Anlage auf 60 Würfe reduziert. Bei acht Bahnen wären die üblichen 120 Würfe angesetzt worden. Die Ergebnisse der Einzeldurchgänge werden zusammengezählt. Für das Halbfinale qualifizieren sich die vier besten Doppel-Teams. In den Halbfinals trifft die beste auf die viertplatzierte Mannschaft. Das zweitplatzierte Team misst sich mit dem Dritten. Die Sieger der Halbfinals treffen im Finale aufeinander.

Überragend in dieser Disziplin Katja Ricken. Mit 444 Holz bot sie die mit Abstand beste Leistung aller Teilnehmerinnen. Entsprechend belegte sie mit Ines Misch (380 Holz) den ersten Platz. Auf Platz zwei folgte das zweite deutsche Team Doppel mit Yvonne Ruch (409 Holz) und Maike Bock (399 Holz). Letztere verballerte mit einer Fünf im letzten Wurf die magische 400er Grenze. Danach wurden die Abstände größer.   
Belgien freute sich über Sandy Hoffmann und Petra Comoth, die mit 774 Holz den dritten Platz belegten und im Halbfinale auf Bock/Ruch treffen werden. Katja Ricken und Ines Misch werden es mit den Luxemburgerinnen Martine Keller und Mandy Parracho zu tun bekommen. Platz vier errangen sie mit 772 Holz.

Damen Paarkampf Vorlauf

Die Paarkampfkonkurrenz begann äusserst zäh mit fünf Probewürfen pro Spielerin und pro Bahn. Auch hier war die Startbahn der deutschen Mannschaft etwas verhalten. Im Gegensatz zu den Konkurrentinnen gelang Katja Ricken und Yvonne Ruch nicht der Freiwurf und so lag man nach der ersten Bahn auf dem letzten Platz. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Mit einer 97 Holz Gasse zogen sie am ganzen Feld vorbei und verwiesen die Belgierinnen Sandy Hoffmann und Sabina Langer mit etwas Abstand auf Platz 2.
Auf Bahn 4 bot das belgische Paar Langer/Hoffmann heftige Gegenwehr. Aber das war nur ein kurzes Aufbäumen auf der ersten Gasse. Nach der Bahn war der ursprüngliche Abstand wiederhergestellt bzw. sogar noch leicht ausgebaut. Die letzte Bahn entschädigte für das ruhige Angehen zu Beginn. Mit 116 Holz war die Frage nach den Blockbesten nachhaltig geklärt. Mit 691 Holz lagen plötzlich über 100 Holz auf die zweitplatzierten Belgierinnen (573 Holz).  

Der zweite Block hielt sich auch anfänglich zurück. Zur Freude der Zuschauer setzte sich erneut die belgische Paarung Myriam Charlier / Petra Comoth an die Spitze. In diesem Durchgang blieben sie bis zur letzten Bahn vorne. Doch Frankreich knappste immer mehr vom belgischen Vorsprung ab und auf der letzten Bahn war es dann soweit. Murielle Vanderoost und Sarah Petry schoben sich auf der Zielgeraden mit 601 Holz an den Belgierinnen (596 Holz) vorbei.

Auch das zweite deutsche Paar mit Elgin Justen und Elke Radau startete ruhig. Mit 79 Holz lag man auf Platz zwei hinter den Parracho Schwestern (87 Holz) aus Luxemburg. Das Gleiche auch in die folgende Gasse und der zweite Platz war abgesichert mit lockerem Kurs aufs Halbfinale. Und dann kam wieder Bahn 2. Nicht so extrem wie Yvonne Ruch und Katja Ricken. Trotzdem reichten 172 Holz aus, um die Führung zu übernehmen und sich ein kleines Polster zu erarbeiten. Die folgenden 169 Holz sorgten für weitere Sicherheit und über 30 Holz Vorsprung auf Wendy und Stacy Parracho ließ dann auch Kränze fallen, die man nicht bekommen würde, wenn es eng wäre. Die dritte 170er Gasse war dann endgültig zuviel für die Konkurrenz und Elgin Justen/Elke Radau belegten mit 677 Holz den zweiten Platz in der Endabrechnung hinter dem anderen deutschen Paar.

Damen Mannschaft Vorlauf

Der erste Block fand ohne deutsche Beteiligung statt. Belgien, Brasilien, Frankreich und Luxemburg durften die ersten Anhaltspunkte liefern wohin es im Mannschaftswettbewerb der Damen gehen sollte. Da nur fünf Nationen für diesen Wettbewerb gemeldet hatten, musste lediglich eine Mannschaft ausfindig gemacht werden, die das Finale nicht bestreiten durfte.

Frankreich wollte augenscheinlich nicht erneut die Zuschauertribüne und so begann Gabrielle Goria mit 218 auf Bahn 6. Ein Vorsprung von gut 20 Holz auf Belgien war die erfreuliche Folge für die, am ersten Tag arg gebeutelten Franzosen.
Wie schnell es dann auch wieder in die andere Richtung gehen kann musste sie auf der nächsten Bahn erfahren. Selber nur 183 Holz (401 Holz) erkegelt, zogen Petra Comoth (BEL) mit 209 Holz (405 Holz) und Jussara Bisoni (BRA) mit 211 Holz (405 Holz) an ihr vorbei.
Die erste Hälfte ging an Luxemburg vorbei mit 374 Holz waren sie relativ weit abgeschlagen.
Die drei Führenden blieben stabil innerhalb von 10 Holz und auch Luxemburg konnte den Abstand auf gleichem Niveau halten.
Auf der letzten Bahn wurde es dann richtig interessant. Eine 235 Holz Bahn kann schon einiges durcheinander bringen. So geschehen bei Mandy Parracho (791 Holz), die immer am Ende des Feldes herum dümpelte und plötzlich Blockbeste wurde. Platz zwei ging an Brasiliens Jussara Bisoni (781 Holz), die bis zum vorletzten Wurf dagegen halten konnte, aber keine Freiwurf hatte. Petra Comoth kam auf 774 Holz und die so furios gestartete Gabrielle Goria (760 Holz) wechselte mit Mandy Parracho den Platz.

Katja Ricken sorgte in die erste Volle Gasse für klare Verhältnisse mir 127 Holz nahm sie ihren Gegnerinnen mindestens 10 Holz ab und die Räumgasse begann auch mit einer Blanken. Nach einer Pause kam noch eine, dann noch eine,... Am Ende waren es 216 Holz, die mancher Mann im Mannschaftsvorlauf gestern gerne auf Bahn 3 gehabt hätte. Belgien, Brasilien und Luxemburg lagen gleichauf bei 175 Holz und weit entfernt von Katja. Bei der war kein Einbruch abzusehen 125 in die nächste Volle und in die Räumgasse fing es auch gleich wieder an zu blinken. Mit stoischer Ruhe spulte sie eine 98 Holz Räumgasse ab. Martine Keller etablierte sich mit einer 90 Holz Räume als erste Verfolgerin mit einem Rückstand von über 60 Hölzern. Dritte Bahn. Keine Verschnaufpause. Mit 211 Holz wurde die Schlagzahl beibehalten. Doch auf diesen 30 Würfen gelang es Sandy Hoffmann (BEL) mitzugehen. Ebenfalls 211 Holz brachten sie auf die zweite Position im Block. Für Katja machte weiter Druck und es folgte die nächste 120er Volle. In die Räumgasse passierte der erste und einzige Dreier. Danach nahm Katja Ricken das Tempo etwas raus, kontrollierte die Gegnerinnen und kam auf 847 Holz. Platz zwei belegte Sandy Hoffmann für die Gastgeber mit 766 Holz. Martine Keller (LUX, 741) und Rosiane Jaeger (Brasilien, 721) öffnete den Französinnen die Tür fürs Finale ein Stückchen.

Maike Bock fing ihren Durchgang mit sehr soliden 118 Holz an. Einem glücklichen Kranz am Anfang der Räumgasse folgten sechs bombensichere Neuner. Für klare Verhältnisse war auch in diesem Block frühzeitig gesorgt. Nach einer kurzen Pause folgten noch Zwei, für dem Anwurf reichte es nicht. Wohl aber für 224 Holz. Sie hatte mit mehr Gegenwehr als Katja Ricken zu kämpfen. Brasiliens Monica Bogo war die hartnäckigste Verfolgerin mit 201 Holz und auch Sandrine Simon (FRA, 199 Holz) und Stacy Parracho (LUX, 191 Holz) kamen besser in die Partie als ihre Vorgängerinnen.
128 Holz in die Volle bauten den Vorsprung weiter aus, doch die Räumgasse fand Maike Bock erst spät, dafür dann umso konsequenter. Die ersten fünf Versuche waren vergeblich, doch danach klingelte es fünf Mal. Stacy Parracho (LUX) nutzte sie anfängliche Ladehemmung und arbeitet sich ein wenig heran, ohne den Vorsprung der Deutschen gänzlich zu eliminieren. Für Frankreich wurde es wieder eng. 171 Holz waren ein Rückschlag auf den Weg ins Finale. Ein Déja Vu der Herren Ausscheidung vom Vortag.
Maike Bock hingegen kegelte auch Bahn 6 locker durch (206 Holz) und Stacy Parracho (193 Holz) folgte ihr mit einem immer größer werdendem Respektsabstand.
Vorne war die Sache klar. Maike Bock gewann mit 837 Holz den Block vor Stacy Parracho (801 Holz). Nach einem famosen Endspurt mit 220 Holz auf Bahn 6, zog Sandrin Simon (769 Holz) noch deutlich an Brasiliens Monica Bogo (757 Holz) vorbei und gab die rote Laterne an die Brasilianerinnen ab.

Wie in den Blöcken mit deutscher Beteiligung heute legte auch Ines Misch in die erste Volle die Höchstzahl (122 Holz) vor. Hatte dann aber einen gebrauchten Tag erwischt. Im Abräumen fehlte das Gefühl für die Gasse. Zwei dicke Fünfer, mit daraus resultierenden Dreiern konnte sie nicht ausgleichen. Ausnutzen konnte dies Wendy Parracho (LUX). Auf Bahn 6 schloss sie ihre Vorstellung mit 209 Holz ab und spielte fortan souverän von der Spitze.
Nachdem auch die nächste Volle (113 Holz) nur anfänglich Besserung Versprach wurde ging langsam das Selbstvertrauen verloren. Wendy Parracho legte 118 Holz und der Sieg im Block war ihr nur noch durch Sarah Petry streitig zu machen. Für Ines ging es hauptsächlich darum das Gefühl für die Bahnen zu bekommen. Die letzte Bahn versprach Besserung für die nächsten Aufgaben. Mit 201 Holz schloss sie einen verkorksten Durchgang ab. 747 Holz machten nichts kaputt. Der Vorsprung war riesig. Luxemburg und Frankreich machten jedoch einen großen Schritt in Richtung Finale. Wendy Parracho lieferte 777 Holz zum luxemburgischen Gesamtergebnis bei und Sarah Petry erlöste Frankreich mit 799 Holz.
Alles lief auf ein abschließendes Duell zwischen Belgien und Brasilien hinaus.

Bereits nach der ersten Gasse war es um den Vorsprung der Brasilianerin geschehen. Myriam Charlier legte 120 Holz auf die Bretter. Brasiliens Camila Buchmann durfte sich nur 105 Holz anschreiben lassen. Und es deutet auch nach der Räumgasse alles auf Belgien hin. Myriam Charlier warf 206 Holz und Camila Buchmann konnte in die Räumgasse auch nichts aufholen. Im Gegenteil mit 171 Holz lag sie weit hinter Soll. Yvonne Ruch legte nach vorsichtigem Start zwei Gänge zu. 108 in die Volle summierten sich dank hervorragender Räume auf 207 Holz. Murielle Vanderoost war mit ihren 167 Holz sicherlich froh, dass erstens sie von einem Polster auf Brasilien zehren konnte und zweitens Brasilien nicht in Fahrt kam.
Damit war es auf der zweiten Bahn vorbei. Die Trommeln wurden lauter. 125 Holz in die Vollen für Camila, 102 Holz für Myriam und 108 Holz für Murielle Vanderoost. Belgien lag wieder mit vier Holz hinten. Zwei Neuner in den ersten beiden Würfen in die Räumgasse und die Trommeln legten noch ein paar Dezibel zu und der Vorsprung wuchs auf sieben Holz an. Yvonne Ruch hielt sich mit 402 Holz zur Halbzeit aus allem heraus und wurde für Elgin Justen, wie abgesprochen, ausgewechselt.
Erneut Platztausch nach der Volle. Myriam Charlier reichten 118 Holz, um erneut in Führung zu gehen. Sechs Holz und die vermeintlich unkomplizierteste Räumgasse. Das nutzt nur nichts wenn die Bauern vorbeigehen... Wohlan wenn frau die Nerven behält und gleich drei Blanke nachlegt. Die Trommeln wurden still... Nur eine Neun fiel auf der brasilianischen Bahn. Myriam legte dafür noch zwei nach, sicherte sich den Anwurf und kam auf 207 Holz.
Nach der Volle reduzierte sich der belgische Vorsprung leicht. Es blieben aber 29 Holz übrig. Zwei frühe Neuner von Myriam Chalier und die Gastgeberin spielte die Würfe so kühl wie Schnauze eines belgischen Schäferhunds.
Elgin Justen steigerte sich auf ihrer zweiten Bahn auf 215 Holz und beendeten den Wettbewerb für die deutsche Mannschaft mit 810 Holz. Frankreich konnte mit Murielle Vanderoost und 750 Holz zufrieden sein.

Herren Team Doppel Vorlauf

Auch im Herren Team Doppel Vorlauf konnte an den Erfolg der Damen angeknüpft werden. Den Anfang machte Kai Knobel mit 419 Holz. Recht gleichmäßig mit 211 Holz auf Bahn 2 und 208 Holz auf Bahn 1 legte er den Grundstock fürs Weiterkommen mit Andre Laukmann. Andre startete einige Blöcke später und legte mit 445 Holz das drittbeste Ergebnisse aller Starter auf die Bahnen. Insgesamt kamen sie auf 864 Holz und Platz 3 im Vorlauf.
Besser machte es die brasilianische Paarung Rogerio Arkie und Bernardo Immendorf. 443 Holz und 452 Holz waren an diesem Tag nicht zu schlagen. Damit wären die ersten 900 Holz fast schon gefallen, wenn auch im Team Doppel.
Diese Zahl wurde nur noch einmal ernsthaft gefährdet. Für das zweite deutsche Team legte Daniel Mittelstädt 448 Holz vor. Stephan Stenger setzte auf seiner ersten Bahn 229 Holz dazu und das mit 114 Holz in die Vollen! Die zweite Bahn hatte eine gute Volle aber im Abräumen sammelte er nur zwei Neuner. 880 Holz bedeuteten den zweiten Platz.
Komplettiert wird das Halbfinale durch die Niederländer Matthijs Lipperts und Guus Maes die sich mit 850 Holz den vierten Platz erspielten.
Da im Halbfinale Platz 1 gegen Platz 4 spielen wird und Platz 2 auf Platz 3 trifft wird es bereits hier zum Aufeinandertreffen der deutschen Doppel Teams kommen. Positiv ausgedrückt: „Silber und Bronze ist der deutschen Auswahl jetzt schon sicher!“

Herren Einzel Vorlauf

Im ersten Block des Herren Einzel Vorlaufs startete mit dem Niederländer Matthijs Lipperts gleich ein vermeintlicher Gradmesser. Doch auch er tat sich schwer. Bescheidener Anfang mit 193 Holz und dann rannte er den Neunern hinterher (holte sie aber nicht ein). Mit zunehmendem Spielverlauf wurde es immer schwerer. Ähnlich wie bei Ines Misch wurde das Risiko erneut nicht belohnt. Ob 816 Holz fürs Halbfinale reichen würden?

Auch Andre Laukmann tat sich schwer ins Spiel zu kommen. Die Volle war mit 119 Holz halbwegs OK aber im Räumen kamen keine Serien zusammen. MIt 205 Holz lag er sowohl hinter Bernardo Immendorf (BRA), der 222 Holz geworfen hatte und Kim Hoffmann (LUX) mit 209 Holz. Auf Bahn 6 wurde er lockerer 125 Holz waren ein guter Start und die sieben Blanke standen im auch gut. Kim Hoffmann war abgefangen und Bernardo Immendorf nur noch zwei Holz in Front.
Auf die Volle gaben sich die Zwei nicht viel. 124 Holz stand auf beiden Totas, allerdings hatte Andre Laukmann noch die knifflige Räumgasse vor sich. Zupp. Zieher. Aus einer dicken Acht wird eine Neun. Zum ersten Mal an diesem Tag! Danach knallte es gemäß der alten Paffrather Schule. „Wenn Du nicht weiß was Du machen sollst, wirf fester!“ 221 97 Holz geräumt und er übernahm damit die Führung (650 Holz). Kim Hoffmann konnte die ertragreiche Bahn 6 mit 224 Holz nutzen und platzierte sich damit ein Holz vor Bernardo Immendorf (642 Holz). Die letzte Volle wollte bei Keinem richtig gelingen. Glück für Andre, denn so vielen seine 116 Holz nicht ins Gewicht. Bernardo Immendorf war so oder so zwei Blanke hinter ihm. Ein Totschläger zur dünnen Acht nutzte Bernardo, um vorbeizuziehen.
Eine Sieben bei Bernardo und Andre war wieder vorne. Dicke Acht bei Andre. Bernardo zieht erneut vorbei, usw. Während sich die beiden beharkten, kam Kim Hoffmann unbemerkt immer weiter auf. Statt immer wieder eine Sieben oder Acht einzustreuen warf er 11 Blanke und sicherte sich mit einem Kranz im Vorletzten den ersten Platz im Block mit 869 Holz. Für Bernardo Immendorf kam es ganz Dicke. Seine 850 waren nur Platz 3 und Andre Laukmann konnte sich mit 863 Holz trösten.

Aufatmen bei Bernardo Immendorf nachdem er die erste Bahn des dritten Blocks gesehen hatte. Die Ergebnisse hielten sich alle im Rahmen. Der Belgier Michel Claudy war der Beste mit 207 Holz, danach war keine 200 mehr zu sehen. Auf der zweiten Bahn holte das Feld auf, ohne an die Resultate des Blocks zuvor heranzureichen. Bis auf Argentinien lagen alle Spieler zur Halbzeit zwischen 401 und 410 Holz.
Michel Claudy (809 Holz) machte im vorletzten Wurf die Neun und zog mit vier Holz an Nicolas Potier (804 Holz) vorbei. Damit war jetzt schon klar, dass Matthijs Lipperts das Halbfinale erreicht hat.

Die Sambatrommeln nahmen ihre Arbeit wieder auf. Der letzte Block des Herren Vorlaufs bildete den Höhepunkt des Tages. Mit Rogerio Arkie (BRA), dem amtierenden Weltmeister Steve Blasen (LUX), dem Dritten der Europameisterschaften Michael Pinot (FRA) und Markus Gebauer waren lauter potentielle Finalteilnehmer auf den Bahnen. 816 Holz waren aufgerufen, um den Halbfinalzug zu erwischen.
Wie schon gestern legte Markus Gebauer einen tollen Start hin.127 Holz in die Volle waren neun Holz mehr als der Nächstbeste.Aber das Wichtigste: Mit den ersten sechs Anwürfen vielen fünf Blanke. Mit seinen 226 Holz war er mitten im Geschehen. Nur Michael Pinot machte es besser. Seinen 118 Holz ließ er 117 Holz im Abräumen folgen und schob sich damit an die Spitze. Steve Blasen (215 Holz) verpasste einen Bauern und bekam dadurch keinen Anwurf, was in kurzfristig auf den letzten Platz im Block warf. Rogerio Arkie konnte seine 114 Holz in die Volle ebenfalls durch eine sehr gute Räumgasse auf 221 Holz aufpolieren.
Die zweite Vollegasse war nichts für Kegelästheten. Die nächsten 15 Würfe hingegen schon. Markus Gebauer (218 Holz) setzte Michael Pinot (215 Holz) unter Druck. Ein paar Holz konnte er aufholen, aber der Franzose wusste die Neunerserien gut zu parieren. Rogerio Arkie schoss sich mit Bahn 6 in Schwierigkeiten. 188 Holz auf der vermeintlich einfachsten Bahn waren zu wenig und mit 409 Holz zur Halbzeit konnte waren bei Weitem noch kein Ruhekissen. Steve Blasen fand auch nicht zu seinem gewohnten Spiel 204 Holz waren in Ordnung, aber unter der Erwartungshaltung der Zuschauer angesiedelt.
Als Entschädigung gab es direkt im Anschluss 130 in die Volle nur um in die Räumgasse den Fuß wieder auf die Bremse zu stellen. Rogerio Arkie wollte es mit aller Gewalt spannend machen. Mit 201 Holz (610 Holz) schlich er sich an die geforderten 816 Holz heran. Markus Gebauer hingegen klotzte richtig ran. Nach 124 Holz Volle hatte er die Spitzenposition übernommen und baute sie mit 123 Holz im Abräumen weiter aus. Michael Pinot spielte seine dritte Volle unter 120 Holz und musste den Deutschen trotz den folgenden 106 Holz, ziehen lassen. Nach der Volle fehlten noch vier Blanke, um an die 900 zu kommen. Die vier Blanken lagen. Aufgrund einiger Kränze musste der letzte Wurf wenigstens eine Acht sein. Es wurde eine Neun und die erste 900 Holz der Weltmeisterschaften waren gekegelt. Michael Pinot schnappte sich Platz zwei des Volaufs mit 877 Holz und Rogerio Arkie erlöste seine Fans mit zwei schnellen Neunern in die Räumgasse. Die 840 Holz täuschten ein wenig über die harte Arbeit der letzten 30 Würfe hinweg. Steve Blasen entledigte sich der Aufgabe Vorlauf recht unspektakulär mit 849 Holz.

Mixed Paarkampf Vorlauf

Für die weiteren Paarkampfdisziplinen wurden die Probewürfe von fünf je Spieler auf jeder Bahn auf drei reduziert, was die Pausen zwischen den Entscheidungen angenehm reduzierte.
Im ersten Block wussten die erste brasilianische Paarung mit Camila Buchmann und Bernardo Immendorf zu überzeugen. Nach Schnitt auf der ersten Gasse kamen sie am Ende der ersten Bahn auf 175 Holz. Von da an lief es ohne Probleme. Ergebnisse zwischen 169 Holz und 181 Holz würden auch die drei folgenden Blöcke mit einer schweren Aufgabe konfrontieren. 705 Holz waren sicher im Halbfinale.

Der zweite Block wurde zu Beginn als Wundertüte eingestuft. Mandy Parracho und Kevin Everard wurden im Halbfinale erwartet. Frankreichs Murielle Vanderroost und Christophe Cioni waren da schon unberechenbarer. Das Gleiche galt für das belgische (Ehe)Paar Sabina und Freddy Langer. Mandy und Kevin nahmen sofort Kurs auf 700, während die anderen beiden Paarungen keinen Schnitt erreichten. Frankreich fing sich auf der zweiten Bahn und die Tendenz ging mit Ergebnissen von 175 Holz und 162 Holz in Richtung Vorschlussrunde. Mit 642 Holz war die Tür weit offen. Zwei Paare mussten noch unter ihnen bleiben. Mandy Parracho und Kevin Everard hielten ihre Tritt bei und kam auf 679 Holz.

Die deutschen Paare durften erst in den Blöcken drei und vier an den Start gehen. Die geforderten Ergebnis waren zu diesem Zeitpunkt bereits ersichtlich. Luxemburgs Ergebnis übertreffen und es wird sicher fürs Finale reichen.
An Ines Misch wurde nach ihrem Mannschaftsstart der Erste Hilfekasten in Sachen moralische Aufbauarbeit aufgebraucht. Entsprechend präpariert ging sie in den Mixed Paarkampf
Ines Misch und Stephan Stenger kamen gut in die Partie. Mit 166 Holz nach der ersten Bahn lagen sie auf Kurs. Vorne spielte Brasilien. Mit einem 106 Holz Start sah es nach einem an Sambatrommeln reichen Vormittag aus. Aber schon in die nächste Gasse mussten sie mit den Tücken der Anlage in Kelmis Bekanntschaft machen. 71 Holz waren für die ergiebige Bahn 6 zu wenig.
Auf der zweiten Bahn kamen Ines und Stefan erst spät ins Rollen. Auf den ersten 15 Würfen wollte die zweite Neun nicht fallen und auch zur zweiten Hälfte fielen die Kegeln nicht gewünscht. Die letzten sechs Würfe sorgten für versöhnliche 159 Holz. Das reichte sogar, um den Jussara Bisoni und Eduardo Krause ein Holz abzunehmen. Die Niederlande verabschiedete sich mit Holz auf Bahn 5 aus dem Rennen.
Ein gutes Ergebnis auf Bahn 6 (183 Holz) wurde auf Bahn 3 dann wieder auf Normalmaß zurecht gestutzt 61 Holz ließen viel Potential. Brasilien konterte mit 63 Holz, so dass Ines und Stefan nur fünf Holz hinten lagen. Danach gab Ines Gas. Fünf Anwürfe. Fünf Blanke. Ines war in Kelmis angekommen. Stefan hatte seine Mühe mitzuhalten. Mit einer Sechs im letzten Wurf schnappten sie sich das Luxemburger Ergebnis des vorherigen Blocks mit einem Holz und waren sicher im Halbfinale (680 Holz). Genauso wie Brasilien 2, die mit 655 Holz den zweiten Platz im Block belegten und damit auch nicht mehr aus der nächsten Runde verdrängt werden konnten.

Wie schon Ines und Stephan fing auch das zweite deutsche Paar Maike Bock und Markus Gebauer mit 88 Holz an. Einige Bauernfehler der anderen Teams kennzeichneten die ersten 15 Würfe, sodass die Beiden sich an die Spitze setzen konnten. Ein 172er Wechsel baute die Führung aus und die geforderten 643 Holz, um die Paarung Murielle Vanderoost / Christophe Cioni (642 Holz) zu überbieten waren damit locker erreichbar.
98 Holz auf Bahn 3 und alles nahm seinen Lauf. In schöner Regelmäßigkeit wurden die Neuner eingestreut und Fehler blieben absolute Mangelware. Belgiens Myriam Charlier und Dieter Thomas konnten noch am ehesten mitgehen. Eine tolle zweite Gasse auf Bahn 6 (94 Holz) brachte sie auf 332 Holz und auch auf einen guten Weg ins Finale, nur um auf Bahn 3 mit 59 Holz teures Lehrgeld zu bezahlen. Gleichzeitig flogen die Neuner auf den anderen Bahnen an ihnen vorbei. Stacy Parracho und Tom Hoffmann legten einen Zwischenspurt mit 108 Holz ein und waren plötzliche Dritte im Block mit Tuchfühlung auf Frankreich. Ein Dreierbild im 28 Wurf von Luxemburg (478 Holz) und die Geschwister Petry konnten ihren Vorsprung etwas ausbauen (493 Holz).
Von allem unberührt spulten Maike und Markus ihr Pensum ab. 187 Holz auf Bahn 4 brachte auch den Vorlaufsieg in greifbare Nähe - kurzzeitig. Die vorletzte Gasse brachte nur 70 Holz und acht Blanke waren für den Tagessieg nötig. Noch schlimmer erwischte es Luxemburg 53 Holz gefährdeten das Halbfinale, wenn Belgien nicht grandios patzen sollte.
Die Gastgeber taten ihnen den Gefallen nicht, sondern qualifizierten sich ihrerseits mit 636 Holz für die nächste Runde. Frankreich hatte mit Sarah und Pascal Petry ihr nächstes Erfolgserlebnis. Ihre 676 Holz bedeuteten Platz fünf in der Vorrunde.
Und was machten Maike Bock / Markus Gebauer. Wohlan, wenn man dann seine Lockerheit behält und eine 117 nachlegt. Tagesbestzahl mit 723 Holz.

Damen Einzel Vorlauf

Den Ton im ersten Block gab, im wahrsten Sinne des Wortes Brasilien an. MIt 123 Holz und 88 Holz, spielte Camila Buchmann nach der ersten Bahn weit vor dem Rest des Feldes. Mandy Parracho (LUX) konnte mit 183 Holz die Verfolgung aufnehmen, wohingegen Jolanda Baur stand auf Bahn 3 komplett neben sich stand.

Ein ähnliches Schicksal ereilte auch Mandy Parracho auf Bahn 3 mit 177 Holz. Derweil zog Camila einsam ihre Runden. 210 Holz folgten und das Halbzeitergebnis summierte sich auf beachtliche 421 Holz. Über 60 Holz mehr als die Zweitplatzierte Mandy Parracho.
Man konnte förmlich das Aufatmen des zweiten Blocks hören als Camila Buchmann die Leistung nicht beibehalten konnte. Mit 173 Holz war sie erstmals unter 800er-Schnitt. Die Führung auf Mandy Parracho war mit 40 Holz auch zu diesem Zeitpunkt noch mehr als ausreichend. Dachte man. Mandy Parracho legte auf der letzten Gasse blitzblanke 108 Holz hin und Camila Buchmann war froh zwei Blanke durchgebracht zu haben. Mit 777 Holz zu 774 Holz rettete sie sich ins Ziel vor der Luxemburgerin.

Sandy Hoffmann (BEL) brillierte mit einer 127er Anfangsgasse. Elke Radau kam auf 118 Holz und war unerwartet weit Nach drei Würfen ins Abräumen war der Rückstand aufgeholt und nach vier die Führung übernommen. Der Neuner Reigen dauerte bis zum 23. Wurf. Dann eine kurze Pause, um für die nächsten fünf Blanke Luft zu holen. 235 Holz. Das war mehr als die halbe Miete. Jetzt noch ein bisschen Selbstvertrauen tanken für die kommenden Aufgaben. Sandy Hoffmann war dem Neunerhagel nicht gewachsen, konnte aber zwei Neuner erspielen und verließ die Bahn mit 206 Holz.
In die Volle ging dann nicht mehr viel. 101 Holz auf Bahn 3 waren selbst für die anspruchsvolle Piste zu wenig. Die Räumgasse lief auch nicht gewünscht und der Weg ins Halbfinale wurde wieder weit. Elke Radau war mit den zwei Blanken auf die Räumgasse auch nicht zufrieden, konnte mit 199 Holz aber gut leben. Die nächste Bahn war mit 201 Holz auch im Rahmen und es wartete die ominöse Bahn 3. Die Volle war mit 122 Holz gut und im Abräumen lagen auch recht früh zwei Blanke. Am Ende kam Elke nicht mehr richtig in die Gasse und durfte sich über 197 bzw. 832 Holz freuen. Eine Abrissbahn und drei gute Bahnen reichten für den ersten Platz. Sand Hoffmann kam mit der letzten Bahn noch auf 758 Holz und durfte um das Halbfinale noch zwei Blöcke lang bangen.

Im dritten Block war Stacy Parracho (LUX) als potentieller Halbfinalistin vertreten. Mit dem Gewinn des Blocks und 759 Holz wäre sie sicher im Zwischenlauf. Also 190 Holz pro Bahn war angesagt. Mit 192 Holz auf Bahn 3 war sie also perfekt im Plan. Sehr konstant ging es weiter. 197 Holz auf Bahn 4 und 193 Holz auf Bahn 1 beruhigten die, nach dem Damen-Paarkampf etwas angespannten Nerven. Die Räumgasse lief plötzlich wie geschmiert. Der Druck war weg und die Neuner fielen. Der letzte Wurf war eine Acht, sonst wären es 800 Holz geworden. So standen 799 Holz auf der Anzeigetafel.

Die erste Bahn kegelte Elgin Justen wie gehofft. 122 Holz in die Volle und 99 Holz geräumt erinnerten an Elke Radau. Aus dem weiteren Block gab es kaum Gegenwehr. Petra Comoth (BEL) hielt die Volle sehr gut dagegen (123 Holz), im Abräumen wurden die Verhältnisse wieder gerade gerückt. Mit 184 Holz musste Petra Comoth sich noch sputen, um die Vorgabe ihrer Mannschaftskollegin Sandy Hoffmann (758 Holz) gerecht zu werden.
Es ging im Elke-Radau-Schema weiter. Bahn 1 mit drei Blanken in die Räumgasse abgeschlossen und 197 Holz gesammelt. Die Blanken fielen ab dem 24 Wurf, etwas zu spät. Zum zweiten Mal wurde ihr der Anwurf versagt.
Auf Bahn 3 brachte sich Petra Comoth mit 191 Holz wieder ins Gespräch für das Halbfinale. Die Volle mit 120 Holz war eine gute Ausgangsposition, ähnlich wie Elgin Justens 119 auf Bahn 2. Im Räumen vielen dann auch vier Blanke, leider auch ein Dreier und es war erneut nichts mit den 200 Holz. Im Block blieb sie unangefochten auf Eins, da Petra Comoth mit 183 Holz unter Schnitt räumte.
Die letzte Bahn wollte dann überhaupt nicht mehr. Mit 180 Holz kamen ein Endresultat von 795 Holz heraus. Platz 3 des Vorlaufs und eine gute Trainingsstunde für das noch anstehende Halbfinale im Damen Paarkampf.
Petra Comoth erreichte mit 764 Holz als zweite Belgierin den Zwischenlauf, so dass die Gastgeber auch ihre Erfolgserlebnisse an diesem Tag hatten.

Damen Paarkampf Halbfinale

Für die Gasgeberinnen begann das Halbfinale im Damen Paarkampf schlecht. Sandy Hoffmann und Sabina Langer starteten mit einer 45er Gasse und wechselten mit mageren 126 Holz. Myriam Charlier und Petra Comoth starteten mit 77 Holz deutlich besser, gingen jedoch auch nur mit 137 Holz von der Bahn. Sicherer sah das bei Luxemburg und Brasilien aus. Mandy Parracho und Martine Keller nutzten die fallfreudige Bahn 6 für 164 Holz und zu einem dicken Polster, dass sie auf der kommenden Bahn 3 gut gebrauchen konnten. Ihre 59 Holz waren deutlich unter den Erwartungen. Brasilien nutzte die Schwäche der Gegner aus. Keine Fehler, die Neuner mitnehmend lagen sie schnell 20 Holz vor dem Feld. Eine zweite 170er Bahn und Camila Buchmann / Jussara Bisoni lagen nach 60 Würfen bei 344 Holz. Bislang sah man in diesem Durchgang niemanden, der ihnen gefährlich werden könnte. Luxemburgs Martine Keller und Wendy Parracho kamen schon mit 301 Holz zum stehen.
Die nächste Bahn war relativ ausgeglichen. Petra Comoth/Myriam Charlier zogen mit 455 Holz knapp an Mandy Parracho und Martine Keller (448 Holz) vorbei. An der Spitze konnte sich Brasilien (488 Holz) auf einen 40 Holz Vorsprung stützen. Der auf Bahn 3 erfolgreich verteidigt werden wollte. Das gestaltete sich einfacher als gedacht. Die Konkurrenz warf kaum Neuner, geschweige denn Neunerserien und so schaukelten Camila Buchmann und Jussara Bisoni ihren Vorsprung locker nach Hause. 636 Holz mussten im zweiten Block von den vier Paaren erst überspielt werden. Für Petra Comoth und Myriam Charlier wurde es enger. Unter ihren 607 Holz mussten zwei Paare bleiben.

Die erste Bahn ließ sich gut an für beide deutsche Paare. Elke Radau und Elgin Justen lagen mit 176 Holz in Führung. Knapp dahinter fanden sich Katja Ricken und Yvonne Ruch (166 Holz) ein. Im Schlepptau hatten sie das französische Paar Sarah Petry / Murielle Vanderoost mit 165 Holz. Für die Parracho Schwestern Wendy und Stacy wurde es schon ernst. 141 Holz waren zu wenig um beruhigt die 636 Holz aus dem ersten Block attackieren zu können.
Auf der nächsten Bahn erwischte es auch Elke und Elgin. 88 Holz waren in Ordnung, aber der Dreier und der Vierer warfen sie aus der Bahn. 141 Holz waren ebenfalls dünn.
Ganz anders Katja und Yvonne. Mit viel Selbstbewusstsein vielen die Blanken wie selbstverständlich. Mit 343 Holz zur Halbzeit nahmen sie Kurs auf einen entspannten Finaleinzug.
Mit 151 Holz bzw. 156 Holz sicherten Ricken/Ruch und Justen/Radau das Weiterkommen ab. Weder von Frankreich, noch von Luxemburg drohte Gefahr. Beide waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt (444 zu 439 Holz), als dass sie nach Höherem schielen könnten.
Die letzte Bahn machte die deutsche Doppelspitze klar. Katja Ricken und Yvonne Ruch legten mit 194 Holz das beste Bahnergebnis des Halbfinals hin und kamen auf 688 Holz. Elgin Justen und Elke Radau knöpften sich Bahn 3 vor, die sie beide im Einzel nicht richtig getroffen haben und fingen mit 108 Holz an. Durch einen lockeren Ausklang der 120 Würfe belegten sie den zweite Rang mit 649 Holz.

Herren Paarkampf Vorlauf

Na, das war ein Auftakt nach Maß. Daniel Mittelstädt und Kai Knobel eröffnen ihren Durchgang mit 113 Holz. Fast 40 Holz mehr als Freddy Langer und Dieter Thomas (76 Holz) für Belgien. Auch auf die zweite Gasse hielten sie das Tempo hoch und wechselten mit 211 Holz. Der Block war damit nach 30 Würfen entschieden. Zwar konnten die Zwei das Niveau nicht über die gesamte Distanz halten, doch waren Ergebnisse zwischen 166 und 180 Holz nicht in einem Bereich, der den Freddy Langer / Dieter Thomas oder Guus Maes / Matthijs Lipperts (NED) eine Chance eröffnete dem Resultat der Deutschen nahe zu kommen. Ergebnis verwalten war also angesagt. Drei Bahnen mit maximal drei Blanken ließen die Hausherren nicht vom letzten Platz wegkommen. Erst auf der Abschlussbahn zauberten sie eine 209 aus dem Hut, wobei schon die erste Gasse mit 123 Holz ins Gewicht fiel. Es reichte somit zu 646 Holz. Einen Tick besser, weil ausgeglichener präsentierten sich die Niederländer. Nach leichten Startschwierigkeiten kamen sie immer besser zurecht und legten mit 683 Holz eine ernstzunehmende Aufgabe für die nachfolgenden Spieler auf die Bahnen.

Kevin Everard und Kim Hoffmann (LUX) sorgten ihrer ersten Bahn für Begeisterung. Mit 203 Holz erwischten sie einen ähnlich guten Start wie Daniel und Kai im Block zuvor. Hier hielten aber Rogerio Arkie und Bernardo Immendorf (BRA) mit 185 Holz dagegen. Für Spannung war also gesorgt. Zumal Brasilien die nächste Bahn mit 113 Holz erwischte und Everard/Hoffmann sich mit Bahn 3 nicht anfreunden konnte (78 Holz). Erst auf der zweiten Gasse wurde es besser. Mit 105 Holz kamen sie zur Hälfte auf 386 Holz. Brasilien konnte den Lauf der ersten Gasse weiter nutzen und verteidigten mit einer 95er Gasse die eben gewonnen Führung. Selbiges gelang ihnen auf der nächsten Bahn. Mit 168 Holz absolvierten sie Bahn 3 und konnten sogar ein Holz auf Luxemburg gutmachen.
Acht Holz Vorsprung für Brasilien und die nächste Gasse spielten beide Teams mit 96 Holz. Die Entscheidung fiel auf den letzten 15 Würfen. Dort hatten Kevin Everard und Kim Hoffmann lange Zeit das ruhigere Händchen. Erst im Endspurt konnte Brasilien vier Neuner in Serie spielen. Durch Luxemburgs Sieben im letzten Wurf lag Brasilien mit einem Holz vorne. Beide Paare überboten mit 736 bzw. 735 Holz auch die Vorleistung von Daniel Mittelstädt und Kai Knobel.

Andre Laukmann und Stephan Stenger legten ebenfalls sehr gut los. Mit 106 Holz traten sie in die Fußstapfen des ersten deutschen Paares. Mit sieben Blanken in die zweite Gasse war auch bei ihnen die 200er Startbahn perfekt. Belgien und kurzfristig auch die Niederlande konnten halbwegs mithalten. Die Niederlande nur halbwegs weil eine „fast 60er“ Gasse das Paar abrupt zurückwarf.
Belgien war stabiler und hielt sich immer 40 Holz hinter Andre Laukmann und Stephan Stenger auf, die auch auf der zweiten Bahn weiter dominierten. Mit 189 Holz war für die anderen Paare kein Beikommen. Das gleich wiederholte sich auf der dritten. Selbst durch ein Dreier-Bild kurz vor Abschluss der Bahn konnte Stephan und Andre nicht stoppen. Zwei Neuner hinterher und wieder stand 189 Holz auf der Anzeige. Auch Bahn drei wurde mit 88 Holz begonnen. Es reichte als Schnitt, um die Gesamtführung vor dem letzten Block zu übernehmen. So spannend wollten sie es aber nicht machen. Zwei Blanke in den ersten drei Anwürfen und den Luxus sich den Freiwurf durch eine dicke Fünf zu verbimsen brachten sie auf 745 Holz und den Sieg im Vorlauf. Niki Halmes und Freddy Dannemark  warfen im vorletzten Wurf eine dicke Sieben und vergaben damit die 700 Holz. 699 Holz reichten aber auch fürs Halbfinale.
Damit waren bereits vor dem letzten Block beide deutsche Paarungen für die Zwischenrunde qualifiziert und es ging entspannt zum Physio.

Der letzte Block hatte wieder einige Unbekannte in der Gleichung. Pascal Petry und Michael Pinot wurde als heiße Kandidaten fürs Halbfinale angesehen. Luxemburgs Tom Hoffmann und Armand Theis konnten, mussten aber nicht. Dazu kam noch Brasiliens Jaco Pohren im Zusammenspiel mit U23 Weltmeister Joao Kleinkauf, der eine fantastische erste Halbzeit im Mannschaftsvorlauf auf die Piste gelegt hatte.   
Zur Halbzeit wurde klar, dass nur Pascal Petry und Michael Pinot (348 Holz) an die 700 Holz heranreichen würden. Für Luxemburg 2 (322 Holz) ging es lediglich um die Qualifikation im hinteren Bereich des Tableaus und Brasilien war mit 300 Holz weit weg von den Vorgaben. 646 Holz benötigte der zweitplatzierte in diesem Block unter der Vorraussetzung, das Frankreich sich den ersten Platz im Block nicht nehmen lassen würde. Im Gegenteil mit 203 Holz auf Bahn 4 waren sie auch im Bereich des letzten Halbfinalblocks. Den hatten zu diesem Zeitpunkt Daniel Mittelstädt und Kai Knobel (733 Holz) inne. Die erste Hälfte der letzten Bahn sah noch gut aus mit 90 Holz, doch die letzten 15 Würfe ergaben nur noch 78 Holz und damit den fünften Platz (719 Holz).
Armand Theis und Tom Hoffmann konnten sich unter dem Jubel der Fans auf ihre letzte Bahn verlassen. 197 Holz schossen sie mit 679 Holz in die Runde der besten Acht.

Mixed Paarkampf Halbfinale

Der erste Block des Mixed Halbfinals war aufgerufen die Messlatte für den Nachfolgenden zu legen. Brasilien legte als Erstes los. Mit 161 Holz übernahmen Jussara Bisoni und Eduardo Krause Platz 1. Die anderen drei Paare lagen zwischen 141 und 149 Holz. NAch der zweiten Bahn wendete sich das Blatt zu Gunsten von Sarah und Pascal Petry (FRA) mit 187 Holz auf Bahn zwei setzten sie das höchste Bahnergebnis und nahmen einen 20 Holz Vorsprung mit auf Bahn 3. Myriam Charlier / Dieter Thomas (BEL) und Murielle Vanderoost / Christophe Cioni (FRA) lagen mit 307 Holz in bester Verfolgerposition. Brasilien hatte mit Bahn 3 seine liebe Mühe und Not. 139 konnten den Absturz von 1 auf 4 nicht verhindern. Auch Sarah und Pascal bekamen Bahn 3 zu spüren. Mit 139 Holz fielen sie zur Freunde der Zuschauer auf den zweiten Platz zurück. Vorbeizog mit Myriam Charlier und Dieter Thomas die einzige belgische Vertretung. Allerdings hatten Beide Bahn 3 noch vor sich.
Frankreich hatte wohl noch nicht verstanden, dass sie jetzt auf Bahn 4 waren. 63 Holz waren eher ein typisches Bahn 3 Ergebnis und ließen die Geschwister auf 3 abrutschen. Belgien hingegen auf Bahn 3 warf 80 Holz und zog vorbei. Sogar Brasilien bekam die zweite Luft und schnappte sich mit 88 Holz den zweiten Platz, der am Ende noch fürs Finale reichen sollte.

Im zweiten Block war Deutschland mit zwei Paaren vertreten. Mit Platz eins im Vorlauf gingen Maike Bock und Markus Gebauer ins Rennen. Ines Misch und Stephan Stenger waren Paar Nummer zwei. Letztere erwischten einen Start nach Maß. Auf Bahn 3 legten sie mit 96 Holz los, während alle Anderen froh waren wenigstens zwei Blanke in ihre Räumgassen zu werfen. Nach der zweiten Gasse blinkten unglaubliche 194 Holz auf. Dahingegen taten sich Maike Bock und Markus Gebauer schwer. 148 Holz bedeuteten den vierten Platz. Camila Buchmann und Bernardo Immendorf rangierten auf Platz zwei mit 160 Holz. Mandy Parracho und Kevin Everard hatten mit 156 Holz den dritten Rang inne.
Eine hessisch-nordrhein-westfälische Alarm Bahn mit 201 Holz machte aus einem Stirnrunzel, ob der nicht gefallenen Hinterdamen ein Lächeln. Mit über 40 Holz Vorsprung sicherten sich Maike und Markus (349 Holz) die zweite Position hinter den erneut sehr solide aufspielenden Ines Misch und Stephan Stenger (371 Holz). Zum dritten Mal über 170 Holz brachte Ines und Stephan (549 Holz) schon zu diesem Zeitpunkt den Sieg im Halbfinale ein.  Über 50 Holz Vorsprung bei noch 30 ausstehenden Würfen waren ein komfortables Ruhekissen. Maike Bock und Markus Gebauer (496 Holz) hielten sich auf Bahn 3 mit 147 Holz gut und gaben nicht all zu viel ihres Vorsprungs ab. Mit 30 Holz Vorsprung ging es zum letzten Bahnwechsel. Trotz einiger Flüchtigkeitsfehler knackten sie die Bestmarke aus dem ersten Block. Mit 644 Holz ging es geradewegs ins Finale. Besser waren nur Ines Misch und Stephan Stenger die mit 724 Holz in einer anderen Liga kegelten. Auch die letzte Bahn wurde mit 175 abgearbeitet.

Herren Einzel Halbfinale

Der erste Block des Halbfinals legte in die Vollen recht bescheiden los. Steve Blasen (LUX) und Rogerio Arkie (BRA) kamen auf 121 Holz. Bernardo Immendorf (BRA) auf 118 Holz und Matthijs Lipperts (NED) auf 114 Holz. Im Abräumen legte Matthijs Lipperts gleich zwei Blanke vor, dann verlor den Faden und blieb bei 200 Holz hängen. Steve Blasen (236 Holz) und Rogerio Arkie (218 Holz) brauchten jeweils einen Wurf, um die Gasse anzutesten. Danach gab es kaum noch ein Halten. Steve warf elf Blanke und legte einen ähnliche Start wie im Vorlauf auf die Bretter. Bernardo Immendorf haderte viel mit seinem Fallglück und kam auf 205 Holz.
In die nächste Volle gab Steve Blasen seinen Vorsprung fast vollständig ab. 110 Holz waren ein bisschen wenig für das Einzelhalbfinale anlässlicher einer Weltmeisterschaft.
Die Räumgasse lief nicht wirklich besser. Mit 188 Holz bzw. 424 Holz zur Halbzeit gab er nicht nur seinen Vorsprung aus der Hand sonder Rogerio Arkie (432 Holz) zog Holz um Holz davon. Hätte Matthijs Lipperts (415 Holz) sich nicht noch ein Dreier-Bild kurz vor Schluss angeworfen, wäre auch er noch an Steve Blasen vorbeigezogen.
Eine hervorragende Vollegasse von Matthijs mit 129 Holz ließ den Rückstand auf Steve Blasen bis auf zwei Hölzchen schrumpfen.
Lange dauerte es dann bis Steve Blasen den Weg in die Räumgasse fand. Währendessen zogen Matthijs Lipperts und Rogerio Arkie scheinbar auf und davon. Doch nachdem der Luxemburger die erste neun hatte ließ er nicht mehr locker. Eine dicke Fünf von Rogerio (638 Holz) und zwei Siebener von Matthias Lipperts (640 Holz) ebneten ihm den Weg zurück an die Spitze mit 642 Holz.
Hierauf bekam Matthijs Lipperts Bahn 3 zu spüren. Mit 114 Holz in die Volle wurde er von Rogerio Arkie überholt und Steve Blasen baute seinen Vorsprung auf vier Blanke aus. In die Räumgasse war er eine ganz dicke Sieben an. Räumte und legte fünf Neuner nach. Weder Steve Blasen noch Rogerio Arkie konnten ihm in dieser Phase folgen. Der Endspurt jedoch gehört dem Luxemburger. Zweimal schaffte Matthijs keine Neun und beide Mal nutzte Steve die Gelegenheit eiskalt aus. Mit 863 Holz konnte das Finale gebucht werden. Matthijs Lipperts musste mit 851 Holz noch ein Zeit lang (vergeblich) zittern und für Rogerio Arkie waren die 838 Holz zu wenig. Die letzte Räumgasse war ihm am heutigen Tag nicht wohl gesonnen.

In die Volle setzte Markus Gebauer ein Ausrufezeichen mit 127 Holz. Michael Pinot (FRA) und Andre Laukmann folgten ihm mit 122 Holz und Kim Hoffmann hatte mit 115 Holz auf Bahn 3 das Nachsehen auf die erste Gasse. In die Räume legte Andre los wie die Feuerwehr. Sieben Würfe - sieben Neuner, doch dann kam „nur“ nur eine. Mit einer 229 Starbahn konnte er leben. Genauso wie Markus Gebauer, der Bahn 1 mit 224 Holz abschloss. Die überragende Leistung auf die ersten 30 Würfe zeigte jedoch Michael Pinot. Mit einem Bauernfehl warf er 115 Holz und ging mit 237 Holz auf Bahn 3. Diese verließ Kim Hoffmann mit 211 Holz, nachdem er die Räumgasse mit sechs Blanken gut im Griff hatte.
Markus Gebauer machte den Rückstand in die Volle wett. Mit 131 Holz war er auf diesen Würfen nicht zu halten. 118 und 119 Holz bot die Konkurrenz.
Beflügelt von der Aufholjagd stand Bahn 2 unter Dauerbeschuss. Mit 116 Holz übertraf Markus Gebauer gar das Ergebnis des Franzosen mit einem Holz und schaffte mit 247 Holz das höchste Ergebnis bei 30 Würfen. In seinem Windschatten blinkte es kaum weniger bei Andre Laukmann. Zum zweiten Mal versemmelte er die Neun im Vorletzten und kam trotzdem auf 117 Holz. Damit flogen er ebenfalls an Michael Pinot vorbei, der sich auf Bahn 3 mit 206 Holz begnügen musste.
Erneuter Führungswechsel nach der Volle. Andre Laukmann setzte den Blinker mit 129 Holz auf Bahn zwei und zog an Markus Gebauer vorbei. In die Räumgasse schaffte er im dritten Versuch auch die Neun im vorletzten Anwurf und kam so auf 697 Holz vor der letzten Bahn. Markus Gebauer kämpfte auch lange mit der Räumgasse auf Bahn 3. Warf vier Blanke, von denen er sich eine kaputt warf und kam mit 200 Holz auf 671.
Michael Pinot konnte mit 216 Holz (659 Holz) auf Bahn 4 ein paar Holz auf Markus Gebauer gut machen, Andre Laukmann konnte auf ein 38 Holz Polster zurückgreifen, um Bahn 3 zu überstehen. Mit Bravour. 123 Holz in die Volle und 89 Holz im Räumen bedeuteten neuen Bahnrekord. 909 Holz! Markus Gebauer setzte sich mit einer 98er Räumgasse und 885 Holz auf Platz 2. Michael Pinot reihte sich mit 10 Holz Rückstand auf dem dritten Platz ein.

Damen Einzel Halbfinale

Im Gegensatz zu den Herren starteten die Damen verhaltener. Dank Sandy Hoffmann waren die Stimmung unter den Belgischen Fans bestens. Mit de ersten Bahn übernahm sie die Führung (192 Holz) vor Mandy Parracho (LUX), die auf nur 181 Holz kam. Gabrielle Goria (FRA, 177 Holz) verpasste im vorletzten Wurf eine Hinterdame und Petra Comoth (BEL, 175 Holz) kam zuerst gar nicht in Tritt.
 Mit der zweiten Bahn wurde es noch lauter in der Halle. Sandy Hoffmann (391 Holz) baute ihre Vorsprung mit einer 199er Bahn auf 27 Holz aus und die zweite Belgierin Petra Comoth (364 Holz) schob sich auf Platz zwei im Block.
Auch auf der dritten Bahn konnte Petra Comoth ihren zweiten Platz gegen Mandy Parracho erfolgreich verteidigen und ging mit 568 Holz auf Bahn 3. Mandy Parracho kam auf 560 Holz und hatte am Schluss die vermeintlich anspruchsvolle Bahn 3 . Vorneweg spielte weiterhin Sandy Hoffmann. Die Neuner zum richtigen Zeitpunkt, vornehmlich im vorletzten Wurf brachte sie auf 589 Holz. In der Endabrechnung waren es 778 Holz und der erste Platz. Petra Comoth (753 Holz) brachte einen hauchdünnen Vorsprung von einem Holz gegenüber Mandy Parracho (752 Holz) ins Ziel und machte damit die belgische Doppelführung perfekt.

Wie die Belgier, so auch die Deutschen. Elgin Justen (220 Holz) und Elke Radau stellen die Doppelspitze im zweiten Block. Elke Radau kam mit 196 Holz von ihrer Sorgen-Bahn 3 und legte damit den Grundstein für ein erfolgreiches Halbfinale. Beide dominierten die Vollegassen und macht dort auf Stacy Parracho (LUX) und Camila Buchmann (BRA) wertvolle Hölzer gut, durch die man dann die Räumgassen locker angehen konnte ohne unbedingt auf Neuner gehen zu müssen. Und so liefen die Räumgassen dann auch. Hier fiel eine Neun, dort noch eine und plötzlich war man in einer Serie drin. Elgin Justen 226 Holz, Elke Radau 208 Holz. Klick, so einfach kann Kelmis sein. Mit 446 Holz bzw. 408 Holz lagen sie voll im Soll. Wieder zwei sehr starke Volle von Elgin (126 Holz) und Elke (125 Holz). Die souveräne Qualifikation stellte für beide kein Problem mehr dar.
Für Camila Buchmann und Stacy Parracho wurde es noch spannend. Wollten beide ins Finale einziehen mussten die 778 Holz von Sandy Hoffmann geschlagen werden. Vor der letzten Bahn war Stacy Parracho mit 587 Holz auf gutem Weg, hatte allerdings Bahn 3 vor sich. Camila Buchmann benötigte eine 203 auf Bahn 5, was im Bereich des Möglichen lag.
Bahn 3 forderte ihr letzte Opfer. Stacy Parracho konnte die geforderten 779 Holz nicht erkegeln, sondern traf 770 Holz. Mit den letzten Würfen wurde sie dann noch von Camila Buchmann mit 772 Holz überworfen. Brasilien steht im Finale, mit Belgien und zwei Mal Deutschland.

Herren Paarkampf Halbfinale

So Früh am Morgen und dann gleich 131 Holz auf die ersten 15 Würfe. Michael Pinot und Pascal Petry schienen Frühaufsteher zu sein.
Auf Platz zwei rangierten Niki Halmes und Freddy Dannemark mit 84 Holz. Knapp vor Guus Maes und Matthijs Lipperts (NED) mit 75 Holz. Luxemburgs Tom Hoffmann und Armand Theis brauchten etwas mehr Anlaufphase. 70 Holz und Platz 4 zum Beginn des Durchgangs.
Frankreich spielte nutzte weiter den Lauf. Mit 230 Holz waren sie dem restlichen Feld schon fast 70 Holz enteilt.
Guus Maes und Matthijs Lipperts versuchten mit einer 116 Holz Gasse auf Bahn 4 den Abstand zu verkürzen. Lange zeit sah es so aus, als könnte dies gelingen. Frankreich fand nicht in die Gasse. Doch mit den letzten Würfen zogen Pascal Petry und Michael Pinot wieder an und kamen auf 96 Holz. Da musste schon mehr von den drei Konkurrenten kommen, um den Franzosen den ersten Platz streitig zu machen. Und das kam aus den Niederlande. Holz für Holz reduzierten sie den Vorsprung der Franzosen, bis vor der letzten Gassen die beiden paare nur noch neun Holz trennten. Dann kamen die Nerven ins Spiel. Frankreich räumte eine dünne Sechs nicht und Guus Maes warf eine dicke Fünf an. Dann wieder eine kleine Neunerserie auf beiden Bahnen. Zwei Würfe vor Schluss stand es pari. Guus Maes legt die Neun vor und Pascal Petry legt nach. Matthijs Lippert eine dünne Sieben und Michael Pinot macht den Sack mit einer Neun zu. 734 zu 732 Holz.

Licht und Schatten für die deutschen Paare. Andre Laukmann und Stephan Stenger kamen nicht über 68 Holz auf Bahn 1 hinaus. Ganz anders Daniel Mittelstädt und Kai Knobel mit 115 Holz auf Bahn vier schafften sie einen Traumstart. Brasiliens Rogerio Arkie und Bernardo Immendorf hielten sich mit 90 Holz auf Bahn 2 schadlos, ebenso wie die Luxemburger Kevin Everard und Kim Hoffmann mit 86 Holz auf Bahn 3. Auf der zweiten Gasse waren Andre und Stephan dann auch wach. 165 Holz hielt den Rückstand auf Brasilien (187 Holz) und Luxemburg, mit sehr starken 192 Holz auf Bahn 3 in erträglichen Grenzen. Kai und Daniel blieben währenddessen in der Erfolgsspur und wechselten mit 212 Holz.
Auf Bahn 1 war ein Endspurt mit dre Neunern nötig, um gut aus der Gasse herauszukommen. Mit 87 Holz war alles im Rahmen. Auch Andre und Stephan kamen auf 87 Holz. Beide spielten noch etwas verkrampft der richtige Befreiungsschlag wollte noch nicht gelingen. Brasilien spielte sich wieder in einen Rausch 97 Holz auf Bahn 3 machten sie zum ersten Verfolger von Daniel Mittelstädt und Kai Knobel.  
Zur Halbzeit hatten die deutschen Paarungen die Doppelspitze eingenommen. Stephan und Andre spielten jetzt frei auf und fegten mit 122 Holz über Bahn 2 links. Daniel und Kai fehlte war die achte Neun, aber ihre 99 Holz sicherten die Spitzenposition weiter ab.
Nach einer 106er Gasse kam Brasilien-Express kurzzeitig ins Stocken, weil Rogerio Arkie nicht mehr ans Vorderholz kam.
Andre Laukmann und Stephan Stenger konnten das wunderbar auf Bahn 3 ausnutzen mit einer Neunerserie kamen sie auf stolze 197 Holz und bauten den Vorsprung weiter aus. Mit 557 Holz lag Brasilien auf den dritten Platz im Block. Andre Laukmann und Stephan Stenger mit 571 auf Rang zwei und vorne spielten Daniel Mittelstädt / Kai Knobel mit 589 Holz.  
Auf der ersten Gasse Bahn drei taten sich Daniel und Kai zum ersten Mal richtig schwer. In schöner Regelmäßigkeit wechselten sich dicke und dünne Würfe ab. Nur dreimal fanden sie das Mittelmaß, so dass Schnitt für die Qualifikation auf den letzten 15 Würfen reichen würde. Der langgezogene Endspurt von Stephan Stenger und Andre Laukmann machte sich bezahlt. Mit 105 Holz auf Bahn 4 setzten sie sich vor die anderen drei Mannschaften und gaben die Führung auch nicht mehr ab. Die zweite 200er Bahn brachte das Resultat auf 774 Holz. Die Doppelspitze sowohl in diesem Block, als auch im Halbfinale komplettierten Daniel Mittelstädt und Kai Knobel mit 755 Holz. Den vielen Einsätzen scheinen Bernardo Immendorf und Rogerio Arkie Tribut zollen zu müssen. Am Ende konnten sie nicht mehr zulegen, kamen auf 717 Holz und scheiterten damit deutlich an der niederländischen Vorgabe von 732 Holz aus Block 1.

Damen Mannschaft Finale

Deutschlands Anstarterin Katja Ricken gab von der ersten Bahn an mächtig Gas. Mit 213 Holz war sie von Beginn an vorne. Wie schon im Vorlauf fand sich der ärgste Konkurrent in den Luxemburgerinnen. Stacy Parracho bracht sehr gute 201 Holz von Bahn 2 und um den dritten Platz stritten sich Petra Comoth (BEL) mit 188 Holz und Gabrielle Goria (FRA) mit 180 Holz. Mit der zweiten Bahn wurde es deutlich. Ohne Freiwurf kam Katja Ricken auf 209 Holz, gleichzeitig schwächelten Stacy Parracho (164 Holz) und fiel hinter Petra Comoth (189 Holz) und Gabrielle Goria (191 Holz) zurück. Der Vorsprung betrug bereits jetzt 45 Holz. Spannung versprach nur noch der Kampf um Silber und Bronze.

Bahn 3 überstand Katja mit 193 Holz ebenfalls unbeschadet. Viele einfache Fehler der Konkurrentinnen sorgten dafür, dass sie nicht unter Druck geriet. Einzig Petra Comoth spielte ihre Kugeln in aller Ruhe vermied eben diese Fehler und setzte Belgien mit 576 Holz auf Platz zwei. Luxemburg musste aufpassen, dass Stacy Parracho (538 Holz) den Rückstand nicht noch größer werden lässt. Mit 204 Holz auf der letzten Bahn und 742 Holz insgesamt, gelang es ihr den Rückstand im Rahmen zu halten. Petra Comoth erkegelte auf Bahn 3 noch 180 Holz und konnte mit 756 Holz den zweiten Platz für Belgien einnehmen.

Ein Déja Vu des ersten Blocks. Maike Bock legte mit 206 Holz das Niveau so hoch, dass kaum eine andere Spielerin ihr folgen konnte. Martine Keller (LUX) gelang es am Besten mit 200 Holz. Als Nebeneffekte überholte sie auch die Belgierinnen, da Sabina Langer nach 180 Holz die Bahn wechseln musste. Sandrine Simon (FRA, 179 Holz) konnte auf der ersten Bahn noch keine Akzente setzen, um Bronze anzugreifen.
Zur Halbzeit manifestierten sich die Platzierungen. Maike Bock legte mit 202 Holz erneut das beste Ergebnis der 30 Würfe hin und erhöhte damit den Vorsprung für Deutschland auf über 100 Holz. Martine Keller, mit 182 Holz konnte Sabine Langer 184 genügend Gegenwehr bieten, um einen Vorsprung von vier Holz vor den Belgierinnen zu retten. Frankreich hingegen lag jetzt bereits über 70 Holz hinter dem Feld. Ein Rückstand der für Murielle Vanderoost und Sarah Petry nicht so einfach zu eliminieren sein würde.
Über die nächste Vollegasse hüllen wir den Mantel des Schweigens. Dass man auch aus einer verpatzten Vollegasse noch etwas machen kann zeigte Maike Bock. Mit 210 Holz, nach 112 Holz legte sie ihre dritte 200er Bahn hin. Unterdessen beharkten sich Martine Keller und Sabina Langer weiter, immer mit leichten Vorteilen für die Luxemburgerin. Mit 12 Holz Vorsprung im Gesamtergebnis ging sie auf die letzte Bahn. Dort konnte sie ihn auf 29 Holz ausbauen. 189 Holz reichten hierfür, da Sabina Langer nicht über 171 Holz hinauskam. Maike Bock setzte sich an die Spitze der deutschen Mannschaftswertung mit 831 Holz und erspielte einen beruhigenden Vorsprung von über 160 Holz nach zwei Keglerinnen.

Ines Misch brachte sich wie ihre Vorgängerinnen mit einer guten ersten Bahn in eine komfortable Ausgangsposition. Den 129 Holz in die Vollen folgten noch zwei Blanke ins Räumen. 205 Holz waren auch hier das Maß aller Dinge. Zur Abwechslung konnte in diesem Block Frankreich mit den deutschen Zahlen mithalten. Sarah Petry legte mit 201 Holz los und zeigte auf, was sie mit dem 70 bzw. 100 Holz Rückstand auf Belgien und Luxemburg vorhatte. Sandy Hoffmann (BEL) versuchte sich mit 184 Holz zu wehren, während Wendy Parracho (LUX) das gleiche Ergebnis, allerdings etwas mehr Polster hatte. Auch zum Beginn der zweiten Bahn blieben Belgien und Frankreich gleichauf mit 109 Holz. Sarah Petry nahm das gerne an und baute mit 123 Holz den Rückstand weiter ab. In die Räumgasse ging es munter weiter. Mit vier Blanken und 210 kam sie auf eine erste Halbzeit von 410 Holz. Knapp vor Ines Misch, die mit 403 Holz in die zweite Hälfte ging, jedoch deutlich vor Belgien (372 Holz) und Luxemburg (379 Holz). Frankreich kam langsam in Schlagdistanz - zumindest zu Belgien.
Die Nerven der belgischen Fans wurden weiter strapaziert. Sara Petry konnte ihr Niveau halten und gab Sandy Hoffmann eine schweren Stand. Immer in die Schwächephasen der Belgierin streute sie ihre Neuner ein. Holz um Holz der Rückstand abgeschmolzen. Je knapper es wurde, desto mehr lagen die Nerven blank. Nach der dritten Bahn war Frankreich nur noch 12 Holz im Hintertreffen. Die belgischen Schlachtenbummler wurden immer ruhiger in der Halle. Ines Misch zog mit einer sehr guten Bahn 1 (213 Holz) wieder an Sarah Petry vorbei, was von den Zuschauern nur am Rande bemerkt wurde. Zu spannend war der Kampf um Platz 3.
Auf der letzten Bahn war es soweit. Mit den letzten Würfen zog Sarah Petry (811 Holz) an Belgien vorbei. Sandy Hoffmann kam auf 729 Holz und sah ihre Mannschaft jetzt mit einem Rückstand von 12 Holz konfrontiert. Darüber hinaus war Wendy Parracho noch auf Bahn 3. Mit eine 166 Holz Bahn wurde das Rennen um Silber auch wieder offener gestaltet. Mit ihren 743 Holz konnten sie nur 31 Holz ihres ursprünglichen Vorsprungs an den letzten Block übergeben.
Ine Misch hielt sich aus allem raus. Stark verbessert zum Vorlauf steuerte sie 824 Holz zum Mannschaftsergebnis bei und lag damit ebenfalls noch vor jeder nicht-deutschen Spielerin.

Wie an der Perlenschnur aufgereiht startete der vierte Block mit den Vollen 114 Holz für Yvonne Ruch, 113 Holz Myriam Charlier (BEL), 111 Holz Murielle Vanderoost (FRA) und 110 Holz Sara Sommer (LUX). Nach der erste Bahn wurde es dramatisch auf den Medaillenplätzen. Sarah Sommer (322 Holz) erlebte einen totale Einbruch auf Bahn 2. 153 Holz waren viel zu wenig. Zeitgleich zog Myriam Charlier (386 Holz) für Belgien sowohl an Luxemburg, als auch an Frankreich vorbei. Murielle Vanderoost (365 Holz) nutzte die Schwäche der Luxemburgerin ebenfalls und schob sich auf den dritten Platz.
Deutschland nutzte die Halbzeit zum Wechseln. Wie abgesprochen verließ Yvonne Ruch (374 Holz) die Bahnen und Elke Radau nahm ihren Platz ein.
Eine zweite Bahn in die 150 Holz besiegelte den vierten Platz für Luxemburg. Elke Radau festigte mit 200 Holz auf Bahn 2 die Goldmedaille für die Deutschen Frauen. Spannung versprach nur noch das Duell Belgien gegen Frankreich oder Myriam Charlier gegen Murielle Vanderoost. Die Französin lag mit 13 Holz hinter Myriam Charlier.
Viele „wilde“ Anwürfe von Murielle sorgten noch vor der Abräumgasse für die Entscheidung. Mit 25 Holz Vorsprung konnte Myriam die letzten 15 Würfe in Angriff nehmen und es sollte nichts mehr passieren. Mit 774 Holz ließ sie Silber nicht mehr los, genauso wenig wie Elke Radau die Goldmedaille. 769 Holz wurden es im Zusammenspiel mit Yvonne Ruch. Mit über 250 Holz Vorsprung ging damit der Weltmeistertitel wieder nach Deutschland.

 

Mixed Team Doppel Vorlauf

Im Gegensatz zu den meisten anderen Nationen schickte die deutsche Mannschaft zuerst ihre Damen auf die Bahnen. Trotzdem belegten die beiden Doppel Teams die Plätze eins und zwei. Elgin Justen warf die Höchstzahl des Tages mit fantastischen 452 Holz. Das beste Ergebnis der Konkurrenz erspielte Micheal Pinot (FRA) mit 424 Holz. Elke Radau sicherte sich nach den ersten Spielern jeder Mannschaft den vierten Rang mit 403 Holz. Markus Gebauer komplettierte das gemeinsame Mixed Resultat mit 438 Holz (trotz einer Vier, bei einem verzweifelt Versuch gerade zu werfen) zu einer Gesamtzahl von 841 Holz. Mit der Vorgabe von Michael Pinot konnte Sarah Petry das Team Ergebnis auf 807 Holz schrauben. Ein sicherer vierter Platz in der Endabrechnung.
Daniel Mittelstädt ruhte sich 30 Würfe auf dem Ruhekissen von 452 Holz aus, bevor er die zweite Bahn mit sehr gute 228 Holz abschloss und damit den Vorlaufsieg (862 Holz) sicherstellte.
Der dritten Platz und die Qualifikation für das Halbfinale erkegelten sich Myriam Charlier und Tom Halmes mit 809 Holz.
Somit sind die beiden deutschen Paare einem direkten Aufeinandertreffen im Halbfinale aus dem Weg gegangen und zwei Bronzemedaillen sind schon heute sicher.

Herren NBS Welt-Sprint

 

Damen Team Doppel Halbfinale

Der Tag ging los mit den Team Doppel Damen. Mit den ersten beiden Plätzen der deutschen Teams im Vorlauf konnte ein direktes Aufeinandertreffen im Halbfinale vermieden werden. Katja Ricken und Ines Misch trafen auf das luxemburgische Doppel Team Martine Keller und Sara Sommer. Yvonne Ruch und Maike Bock hatten es mit den stärker eingeschätzten belgischen Vertreterinnen Sandy Hoffmann und Petra Comoth zu tun.

Maike Bock fing mit 127 Holz nach den ersten 15 Würfen an. Sandy Hoffmann war zehn Holz hinter ihr. Ein kurzes belgisches Aufbäumen mit einer Neun im ersten Wurf des Abräumens wurde mit einer Neun und einem Kranz beantwortet. Der dritten deutschen Blanken folgte ein Wurf durch die Mitte, was prompt durch eine weitere Neun von Maike Bock quittiert wurde. Der Freiwurf wurde durch eine Neun im vorletzte Wurf gesichert und es kamen 219 Holz zusammen. Sandy Hoffmann kam auf 184 Holz und musste danach auf Bahn 3.
Nachdem auch die zweite Vollegasse von Maike mit fünf Neuner begonnen wurde, konnte sich Cheftrainer Michael Teschner entspannen und Maikes Durchgang genießen. Mit 433 Holz holte sie einen Vorsprung von 72 Holz heraus, mit dem Yvonne Ruch jetzt spielen konnte.
Nach der Vorstellung in der gestrigen Mannschaftsentscheidung wollte Yvonne Ruch etwas für ihr Selbstvertrauen tun. Statt des Halbfinale austrudeln zu lassen, gab sie weiter Gas. Mit 211 Holz auf Bahn 3 und einer anschließenden 124 Holz Volle fiel der Sieg gegen die als stark eingeschätzten Begier mit 120 Holz unerwartet hoch aus.

Katja Ricken hatte keine Probleme mit Sarah Sommer. 122 Holz zu 106 Holz gegen die Luxemburgerin war schon zu Beginn deutlich. Bei Katja hätte es ausgereicht auf die Fehler der Gegnerin zu warten, zu unpräzise war das Spiel von Luxemburg. Aber ohne Anspannung fallen die Neuner in Kelmis am Besten und so wurden es 218 Holz gegen 167 Holz von Sarah Sommer.
An einen Sieg der Luxemburgerinnen war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr zu denken. Ohne Druck zeigte Sarah Sommer eine respektable 114 Holz in die Vollen, die von Katja Ricken mit 122 Holz beantwortet wurde. Im Räumen wurde dann die Dominanz von Katja wieder überdeutlich. Mit 436 Holz nahm sie ihrer Konkurrentin 101 Holz ab und verschaffte Ines Misch damit einen unerwarteten Trainingsdurchgang.
Mehr war es dann auch nicht mit 390 Holz nahm sie Martine Keller weitere 60 Holz ab.

Mixed Team Doppel Halbfinale

Zwei ungleiche Paarungen betraten die Bahnen. Elgin Justen bekam es mit dem Franzosen Michael Pinot zu tun. Elgin setzte MIchael Pinot gleich unter Druck. Erst mit den letzten Würfen konnte er sich mit 122 zu 121 Holz einen kleinen Vorsprung erkegeln.

Danach  geballte Frauen Power auf Bahn 2. Neun um Neun fiel bei Elgin Justen. Um Michael Pinot wurde es still. Neun Blanke schepperten bei Elgin die Bahn runter. 227 Holz zu Michael Pinots 202 Holz. Mit 25 Holz auf Bahn 3 konnte frau leben.
Auf der zweiten Bahn fand Michael Pinot in die Spur. Mit 123 Holz nahm er Elgin Justen neun Holz vor der Räumgasse ab. Auf den nächsten 15 Würfe hatte kein Fallglück. Einige Totschläger verhinderten , dass er an Elgin Justen vorbeizog. Am Ende ein „einigte“ man sich auf ein verdientest 411:411.
Daniel ging hellwach in das Duell mit Sarah Petry. 13 Neuner gepaart mit einem Kranz und einer Sieben machten 132 Holz. Sarah Petry ließ jedoch nicht locker. Mit 122 Holz blieb sie an Daniel dran. Recht humorlos agierte Daniel in die Räumgasse. Die Neuner fielen und Sarah Petry konnte sich kaum wehren und es ging immer weiter. Da er den Anwurf verpasste waren es 231 Holz, denen Sarah 198 Holz entgegensetzte. Die Vorentscheidung war gefallen. In die Vollen war es dann wieder ein schön ausgeglichenes Bild. Sara Petry ärgerte Daniel Mittelstädt mit 122 Holz. Der Deutsche konnte sich mit 123 Holz gerade noch retten. Aber acht Blanke aufholen gegen einen Daniel Mittelstädt ist fast unmöglich. Zwar konnte Sarah Petry mit 210 Holz gegen Daniels 201 Holz einen Achtungserfolg erzielen, im Finale stehen jedoch Elgin Justen und Daniel Mittelstädt.

In der zweite Partie traf im ersten Durchgang Markus Gebauer auf Myriam Charlier (BEL)
Markus begann mit 125 Holz und legte einen kleinen Abstand zwischen sich und die Belgierin (111 Holz). In die Räumgasse das gleiche Bild. Sehr souverän baute Markus Gebauer einen Vorsprung für Elke Radau aus. Mit 221 Holz zu 190 Holz war dieser schon bei Halbzeit ordentlich angewachsen.
Die zweite Vollegasse lag Myriam Charlier besser mit 123 Holz lag sie nur zwei Pinne hinter Markus Gebauer und legte gleich zwei Neuner vor. Es dauerte bis zum 24 Wurf ehe Markus Gebauer aufholte. Im Gegensatz zu Myriam Charlier gelang Markus der Freiwurf und er konnte sich auf der zweiten Bahn mit 213 zu 201 Holz durchsetzen.
Elke Radau hatte damit einen Vorsprung von 43 Holz zur Verfügung, um die Partie gegen  Tom Halmes zu entscheiden.
Auch die zweite deutsche Dame zeigte dem Herrn die Zähne. Mit 122 Holz nahm Elke Radau Tom Halmes vier Holz ab und legte in die Räumgasse zwei Blanke vor. Ähnlich wie Daniel Mittelstädt war Elke in die erste Räumgasse wenig zu Scherzen aufgelegt. Mit sechs Blanken im Räumen nahm sie Tom Halmes weitere 13 Holz ab und schraubte das Haben-Konto auf 56 Holz. Auch hier war im Prinzip die Vorentscheidung nach der dritten Bahn gefallen.
Tom Halmes wollte wenigsten noch das Duell gewinnen. Mit 121 Holz und einer 105 von Elke lag er vor den letzten 15 Würfen mit 3 Holz in Front. Doch vier Blanke von Elke und ein verpasster Bauer von Tom machten ihm fast ein Strich durch die Rechnung.
Mit 412 zu 415 Holz hatte Elke nur einen Bruchteil des Vorsprungs benötigt und Markus Gebauer / Elke Radau komplettieren das deutsche Finale.

Herren Team Doppel Halbfinale

In Halbfinale des Team Doppel Herren gab es schon das Aufeinandertreffen der beiden deutschen Mannschaften. Andre Laukmann und Stephan Stenger machten den Anfang. Die zweite Paarung wurde zwischen den Niederlande und Brasilien ausgetragen.

Andre Laukmann fand als erster in die Neuner-Spur. Mit 124 zu 114 Holz war ein deutlicher Anfang gemacht. Nach der zweiten Gasse war eigentlich schon alles entschieden. Stephan (203 Holz) fand auch die Räumgasse zu spät und Andre (239 Holz) setzte Neun um Neun. Auf der zweiten Bahn waren sie in die Volle auf Augenhöhe. Beide warfen 126 Holz. Das gleiche in die Räumgasse beide erspielten 99 Holz, wobei Andre noch einen Dreier zu verkraften hatte. Mit 464 bzw. 428 Holz ging es in die zweite Runde. Es war an Kai Knobel die 464 Holz auszubauen und Daniel Mittelstädt im Zaum zu halten.
Die erste Gasse brachte nicht viel erhellendes. Daniel Mittelstädt warf 120 Holz und Kai Knobel 117 Holz. Für Daniel lief die Partie in typischer Kelmis Manier. Wenn Du die Neuner unbedingt brauchst, kannst du dir die Achter aussuchen. Bei Kai Knobel, mit einem guten Vorsprung im Rücken kam, das ein oder andere unverhofft Kränzchen und er konnte mit 215 Holz Daniel weitere fünf Holz abnehmen.
Nach der letzten Volle waren beide wieder gleichauf. Daniel legte als Erster mit den Neunern los. Acht bis zehn Blanke mehr als Kai Knobel zu spielen ist aber auf einer solchen Anlage unmöglich. Daniel spielte tolle 240 Holz auf Bahn 6. Kai blieb ruhig und legte 216 Holz nach.
Im Finale werden Andre Laukmann und Kai Knobel auf das niederländische Team Matthijs Lipperts / Guus Maes treffen. Beide setzten sich im letzten Wurf (Kranz von Guus Maes, Sieben von Rogerio Arkie) gegen Brasilien mit Bernardo Immendorf und Rogerio Arkie durch.

Damen Paarkampf Finale

Die Team Doppel Disziplin schien Yvonne Ruch und Katja Ricken noch in den Knochen zu stecken. Mit 69 Holz starteten sie ungewohnt verhalten, lagen aber immerhin auf dem zweiten Rang. Elgin Justen und Elke Radau waren da bedeutend entschlossener. 98 Holz bedeuteten Platz eins nach der ersten Gasse und weitere vier Blanke bauten den Vorsprung aus. 184 Holz auf Brasilien waren schon komfortable. Yvonne Ruch und Katja Ricken brauchten auch die zweite Gasse um ins Spiel zu kommen. Mit 138 Holz rutschten sie auf Rang drei nach der ersten Bahn ab. Kurzzeitig, denn auf der nächsten Bahn kamen sie langsam ins Rollen. 304 Holz zur Halbzeit bedeutete erneut den zweiten Platz mir drei Holz Vorsprung vor den Brasilianerinnen Camila Buchmann und Jussara Bisoni.
Petra Comoth und Myriam Charlier schlossen zu den Medaillenplätzen mit 159 Holz auf. Nach 130 Holz auf der ersten Bahn sah die Halbzeit mit 289 Holz ambitionierter aus, zumal Bahn 3 bereits abgehakt war.
Nach der dritten Bahn hatte sich das Feld formiert. Belgien, mit 445 Holz war durch eine 156er Bahn wieder weiter hinter die Konkurrentinnen zurückgefallen. Elgin Justen und Elke Radau spielten mit 515 Holz im selben Maße vor den anderen Mannschaften. Aber um Platz drei wurde es spannend. Katja Ricken und Yvonne Ruch lagen mit einem Holz hinter der brasilianischen Paarung (474 zu 473 Holz). Auf den Bahnen 4 und 5 war das Feld für eine packendes Finale bestellt. Nach 15 Würfen stand es 560 zu 560 Holz. Die letzten Würfe mussten entscheiden. Brasilien brauchte fünf Würfe um das erste Bild zu räumen. Katja und Yvonne starteten mit einer Neun und warfen danach am Bauern vorbei. Brasilien legte drei Blanke in Serie hin. Danach vier Blanke von den Deutschen (647 Holz)und sie waren Vizeweltmeister. Camila Buchmann und Jussara Bisoni (647 Holz)gewannen Bronze vor den belgischen Gastgeberinnen Petra Comoth und Myriam Charlier (602 Holz).
Elgin Justen und Elke Radau hielten sich aus allen Scharmützeln raus und wurde mit 672 Holz Weltmeister.

 

Herren Mannschaft Finale

Die Eröffnung des Mannschaftsfinals ging gut los. Stephan Stenger warf auf Bahn 3 123 Holz. Nur Bernardo Immendorf (BRA) war zwei Holz besser. Auf die Räumgasse zog Bernardo Immendorf etwas davon. Mit Bahn 6 nutzte er die fallfreudige linke Räumgasse. Stephan Stenger konnte inzwischen mit seinen 211 Holz auf Bahn zufrieden sein. Er war noch mitten im Geschehen und nur elf Holz hinter Brasilien.

Auf der zweiten Bahn machte Stephan erstmals ein paar Holz auf Bernardo Immendorf gut. Mit 120 Holz in die Volle war er nicht rundum zufrieden dafür traf er in die Räumgasse mit den ersten zehn Würfen hatte er vier Neuner liegen, nur um mit den letzten Fünf nochmals deren vier nachzulegen. Eine gute Halbzeit mit 437 Holz bedeutete einen Rückstand von acht Holz auf Bernardo Immendorf. Armand Theis (LUX, 407 Holz) und Marco Baur (NED, 393 Holz) waren immer in die Volle dabei, hatten allerdings mehr Probleme in die Räumgassen.
Schwierigkeiten in die Volle auf Bahn 5 gab es im Anschluss für Stephan Stenger. 107 Holz weckte die Verfolger, allen voran Armand Theis, auf Bahn 6 225 Holz anbot und 632 Holz vor dem letzten Bahnwechsel liegen hatte. Ein ordentliche Räumgasse half Stephan Stenger vor Luxemburg zu bleiben. Mit der Neun im vorletzten hielt er sich auf Kurs, denn direkt neben ihm vergeigte Bernardo Immendorf Bahn 4 komplett. Nur 193 Holz ermöglichten den Gleichstand zwischen Brasilien und Deutschland bei 638 Holz.
Leider setzten sich die Probleme in die Vollegassen auch auf Bahn 6 fort. Seine 114 Holz hielten den 130 Holz von Armand Theis nicht stand. Im gleichen Maße wie bei Stephan Stenger, traten die Aussetzer in die Volle auch bei Bernardo Immendorf auf. Mit 113 Holz gab er erstmalig die Führung aus der Hand und fand auch in der Räumgasse nicht den richtigen Laufweg. Mit 818 Holz fiel er weit zurück. Stephan Stenger konnte sich auf seine Räumgasse verlassen. 98 Holz brachte ihm noch 850 Holz in der Summe. Kein Halten gab es für Armand Theis. Seiner 130er Volle folgten 11 Blanke. Mit 876 Holz setzte er seine Luxemburger damit auf den ersten Platz.

Kai Knobel kam sehr gut in seinen Durchgang rein. 129 Holz reduzierten den Rückstand auf Luxemburg auf 15 Holz, da Kevin Everard auf Bahn 5 118 Holz erzielte. In die Abräumgasse schenkten sich beide nicht viel. Kevin ließ mehr Könige stehen und warf mehr Kränze an, so dass er weitere drei Holz von seinem Vorsprung aufbrauchte. Nochmal neun Holz schnappte sich Kai in die Vollegasse und der Rückstand betrug nur noch drei Holz, doch dann ging Kevin Everard auf die Räumgasse Bahn 6. Zwei dicke Fünfer Anwürfe verunsicherten ihn und er kam nur auf 198 Holz. Kai Knobel nutzt sich die ihm bietende Chance, warf im Vorletzten die Neun und zog an Luxemburg vorbei. 448 Holz zur Halbzeit bedeuteten auch ein 12 Holz Vorsprung auf Luxemburg. Gleichzeitig machte Matthijs Lipperts das Rennen um Bronze spannend. Gewechselt mit 431 Holz lag er nur noch sieben Holz hinter Brasilien, die sich mit Joao Kleinkauf zu wehren versuchten. Vergeblich. Nach der dritten Bahn ging die Niederlande vorbei.
Im Spiel um den Weltmeistertitel hatte Kai Knobel weiterhin Rückenwind. Auf der Volle annähernd gleich konnte Kai die Räumgasse auf Bahn 6 besser nutzen als Kevin Everard zuvor. 228 Holz brachten in weiter nach vorne. Mit 676 Holz wuchs der Vorsprung auf 29 Holz an und es durfte kurzzeitig von der nächsten 900 geträumt werden. Jedoch mussten die verbleibenden Würfe auf Bahn 3 absolviert werden und die war in den letzten Tagen häufig etwas besonders.
127 Holz in die Volle waren eine positive Überraschung, bei der Kevin Everard passen musste. Mit 118 Holz in die Volle konnte er sich nur noch auf die Räumgasse verlassen. Das funktioniert bedingt. Mit 93 Holz kam er auf 832 Holz, musste sich allerdings Kai Knobel mit 890 Holz beugen. Matthijs Lipperts 855 Holz wurden von den Niederländern lautstark bejubelt. Mit 37 Holz lagen sie vor Brasilien auf dem Bronzerang.

Überraschend ruhig verlief die Eröffnung des dritten Blocks. Daniel Mittelstädt lieferte mit 125 Holz eine blitzsaubere Vorstellung auf Bahn 5 ab. Kim Hoffmann war mit 114 Holz sehr weit zurück. In die Räumgasse legte Daniel Mittelstädt mir drei Blanken los, konnten aber nur eine weitere erkegeln (211 Holz). Kim Hoffmann tat sich auf Bahn 6 ebenso schwer. Nach fünf Blanken war bei ihm Schluss, also gingen beide durch zehn Holz getrennt auf die nächste Bahn. Für die Niederlande baute Guus Maes den Vorsprung auf Brasilien aus. Seine 225 Holz waren die Spitzenzahl der ersten Bahn und setzten Eduardo Krause (BRA) zusätzlich unter Druck.
Mit der zweiten Bahn sah alles nach einer kleinen Vorentscheidung aus. Daniel, mit 126 Holz in die Volle, legte im Räumen sofort vier Blanke nach, kurze Pause, noch acht Blanke, 248 Holz. Peng, 459 Holz als Halbzeitresultat. Kim Hoffmann tat sich auf Bahn 3 schwer und kam nicht über 205 Holz hinaus und von hinten rauschte der Oranje-Express in Form von  Guus Maes mit einer 442 Holz Halbzeit heran.
Den Druck schien Kim Hoffmann zu benötigen. Mit 221 Holz legte er seine beste Leistung auf die Bahn. Gus Maes kam auf 206 Holz, damit war der luxemburgische Puffer auf Platz drei wieder über 50 Holz.
Nach 201 Holz auf Bahn 3, bekam die Vollegasse Bahn 4 Daniels Verärgerung zu spüren. mit 130 Holz machte er ein paar der verlorenen Hölzer wieder gut. Mit einer etwas zu langen Pause im Mittelteil der Räumgasse kam er schließlich auf 887 Holz und baute den Vorsprung auf Luxemburg, die mit Kim Hoffmann 848 Holz erkegelten, auf 71 Holz aus.
Guus Maes fand auch auf Bahn 6 kein richtiges Rezept und konnte nicht mehr an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. Mit seinen 853 Holz lag die Niederlande im Niemandsland - fast 70 Holz hinter Luxemburg, die den letzten Block mit Steve Blasen bestreiten würden und gut 100 Holz vor Brasilien mit Rogerio Arkie im letzten Block.

Andre Laukmann sorgte bereits auf der ersten Bahn für klare Verhältnisse. 235 Holz auf Bahn 6 bedeuteten eine fast 100 Holz Führung vor Luxemburg. Steve Blasen (212 Holz) seinerseits kontrollierte den Vorsprung auf die Niederlande. Um Bronze gab es auch keine Verschiebungen, sowohl Paul Rosenboom(NED) als auch Rogerio Arkie (BRA) wechselten mit 219 Holz auf die nächsten Bahn. Man konnte Rogerio Arkie anmerken, dass die Belastungen der letzten Tage nicht spurlos an ihm vorübergegangen waren. Er konnte dem ausgeruhten Paul Rosenboom nicht mehr viel entgegen setzten und der Niederländer vergrößerte den Vorsprung in der ersten Halbzeit immer weiter.
131 Holz von Andre Laukmann auf Bahn 4 markierten den nächsten Höhepunkt und er hielt weiterhin strammen Kurs auf die nächste 900. Ein Start mit fünf Blanken in die Räumgasse und insgesamt neun Blanken bereitet die Bühne für einen möglichen, neuen Bahnrekord. 211 Holz waren nötig, um die Bestmarke von Markus Gebauer zu übertreffen.
Nach einer 122 Holz volle fehlten 89 Holz. Fünf Neuner und nicht zu viele Kränze anwerfen. Die ersten beiden Neuner vielen sofort. Die nächsten Beiden nach einer kurzen Pause. Dicke Fünf (wäre ja sonst auch zu einfach gewesen) - geholt. Noch drei Neuner zum Abschluss hinterher und neuer Bahnrekord mit 910 Holz.
Deutschland bleibt damit Mannschaftsweltmeister, Luxemburg wurde durch Steve Blasens 820 Holz Vizeweltmeister und Paul Rosenboom (778 Holz) verteidigt die Bronzemedaille gegen Rogerio Arkie (814).

 

Damen NBS Welt-Sprint

 

Mixed Paarkampf Finale

Der Final-Tag begann mit der Entscheidung im Mixed Paarkampf. Die deutschen Herren starteten gut, die Damen hatte die ersten Würfe kleine Ladehemmungen. Stephan Stenger und Ines Misch kamen auf Bahn 3 auf 164 Holz. Noch besser machten es Maike Bock und Markus Gebauer mit 193 Holz und die Belgier Myriam Charlier / Dieter Thomas mit 182 Holz. Für Brasilien ware es definitiv noch zu früh. Mit 58 Holz auf die erste Gasse kamen sie bis zum Bahnwechsel auf 137 und hingen sie schon zurück.
Nach der dritten Gasse übernahmen beide deutsche Paare die Führung. Gegen 97 bzw. 98 Holz mussten sowohl Belgien, als auch Jussara Bisoni / Eduardo Krause in diesem Moment nichts ausrichten. Schnitt auf die die dritte Gasse und ein Vierer auf der Folgenden ließen Myriam Charlier und Dieter Thomas weit abrutschen. Jussara und Eduardo spielten erneut eine Gasse nur Schnitt und konnten nicht mehr mithalten. Ihr Augenmerk galt Myriam und Dieter, die „nur“ mit 35 Holz enteilt waren. Mit wiederum 40 Holz davor Ines Misch und Stephan Stenger (358 Holz) und unangefochten an der Spitze, nach zwei sehr starken Bahnen, Maike Bock und Markus Gebauer (380 Holz).
Zwischen den deutschen Paaren tat sich auf der dritten Bahn nicht viel. Maike Bock und Markus Gebauer bauten ihren Vorsprung mit 154 Holz leicht aus. Ines Misch und Stephan Stenger hielten Myriam Charlier und Dieter Thomas (154 Holz) weiter auf Distanz. Letztere hatten erhebliche Probleme mit den Brasilianern, Jussara und Eduardo setzte einige Serien und kamen auf 181 Holz. Es fehlten ihnen nur noch acht Holz aufs Treppchen und die Nerven von Belgien wurde nicht besser. Auf der vorletzten Gasse zog Brasilien auf Bronze. Allerdings hielten sie mit einem verworfenen Bauern im 29 Wurf im Spiel. Der Abstand betrug ganze zwei Holz. Dieser Wurf sollte noch richtig weh tun. Drei Würfe vor Schluss herrschte Gleichstand. Belgien warf eine Neun. Brasilien dünne Sieben. Belgien kam im vorletzten Wurf auf eine dicke Sieben. Mit einer Neun wäre Brasilien auf dem Bronzerang, es wurde eine Sechs und Belgien feierte.

 

Herren Paarkampf Finale

Einen sehr guten Beginn zeigten Daniel Mittelstädt und Kai Knobel. 116 Holz waren aber auch dringend benötigt. Michael Pinot und Pascal Petry legten nämlich ebenfalls famos los, 105 Holz auf Bahn 3 waren ein Anfang auf den man aufbauen konnte. Knapp dahinter Stephan Stenger und Andre Laukmann mit 97 Holz, einzig Guus Maes und Matthijs Lipperts (NED) gingen das Finale mit 80 Holz etwas ruhiger an.
Mit zwei Würfen durch die Mitte, einen allerdings im vorletzten Wurf stoppten sich die Franzosen (183 Holz) selbst. Stephan Stenger und Andre Laukmann (195 Holz) konnte das Malheur nutzen, um sich auf den zweiten Platz zu schieben. Ohne Freiwurf kamen Daniel Mittelstädt und Kai Knobel auf 204 Holz und hielten den ersten Platz nach der ersten Bahn. Guus Maes und Matthijs Lipperts konnten ihrer 80 Holz Gasse eine 87 Holz folgen lassen und lagen weiterhin auf der Lauer. MIt 103 Holz kamen sie auf den nächsten 15 Würfen dann aus der Deckung und machten dem Feld Druck.
Zwei dicke Fünfer von Stephan Stenger und Andre Laukmann (361 Holz) warfen sie zur Halbzeit auf den dritten Platz zurück. Auch Daniel Mittelstädt und Kai Knobel (373 Holz)fehlten die Neuner, um sich Vorne zu halten. Dort standen nach zwei Bahnen die Franzosen mit 377 Holz. Matthhijs Lipperts und Guus Maes schlossen mit 348 Holz auch im weiter auf und es war nur eine Frage der Zeit wann sie die Medaillenränge angreifen würden.
Ein weitere Wurf durch die Mitte und zwei Dreier auf dünne Sechsen brachten Pascal Petry und Michael Pinot erneut ins Straucheln. Eine harte Landung auf Platz 4 war die Folge. Zwei kaltschnäutzige deutsche Paare zogen erneut auf eins und zwei, ebenso die Niederländer mit einer 97 Gasse. Die nächsten 15 Würfe brachten Kegelsport zum Zungeschnalzen (solange man ein Fan der deutschen Paare war). Andre Laukmann und Stephan Stenger legten 104 Holz hin und Daniel Mittelstädt /Kai Knobel übertrafen das Ergebnis noch mit 122 Holz. Mit 562 Holz (Stephan / Andre) bzw. 593 Holz (Daniel / Kai) konnte man ein kleines Polster auf Michael Pinot und Pascal Petry erspielen, die mit 542 Holz wieder an den Niederländern (533 Holz) vorbeiziehen konnten.
Danach war erstmal die Luft ein bisschen raus. Nur Daniel Mittelstädt und Kais Knobel konnte sich mit 87 Holz in Szene setzten bevor es auf die letzte Gasse ging. Durch einen Vierer verspielten Matthijs Lipperts und Guus Maes (699 Holz) die Bronzemedaille. Von diesem Rückschlag erholten sie sich düber die ganze Bahn nicht. Die anderen drei Paare marschierten im Gleichschritt voran, ohne den Niederländen die Chance zu geben ihren Faux Pas wieder gutzumachen. Daniel Mittelstädt und Kai Knobel wurden damit neuer Weltmeister im Herren Paarkampf mit 779 Holz. Stephan Stenger und Andre Laukmann belegten Platz 2 mit 746 Holz und Rang 3 war Michael Pinot  und Pascal Petry (726 Holz) vorbehalten.

 

Mixed Team Doppel Finale

In den Doppel Team Finals standen alle Spieler gleichzeitig auf den Bahnen. Ein wenig Taktieren war erlaubt. Wer spielt welche Doppelbahn? Sind die Bahnen 4-5 für die Damen einfacher zu spielen?

Das Mixed Doppel Team Finale war fest in deutscher Hand. In den Halbfinals hatten sich Elgin Justen mit Daniel Mittelstädt und Elke Radau mit Markus Gebauer durchgesetzt. Beide Doppel Teams entschieden sich für die gleiche Taktik. Die Herren spielten auf den Bahnen 3 und 4, die Damen auf 5 und 6. Lange führte das Doppel Justen/Mittelstädt die erste Gasse an. Durch eine dicke 6 im letzten Vollewurf fielen sie dann ein Holz hinter Elke Radau und Markus Gebauer zurück. Ärgere niemals eine Justen! Nach ihrer dicken Sechs musste die Räumgasse büßen. Mit 126 Holz knallten sowohl Freund als Feind die Neuner um die Ohren. Daniel konnte froh sein so eine Partnerin zu haben. Im Gegensatz zu Markus Gebauer hatte er keinen Freiwurf und geriet entsprechend 15 Holz in Rückstand. Mit Elgins Zahl lagen sie jedoch auf 469 Holz gegen 451 Holz von Markus Gebauer und Elgin Justen.
Nach dem Bahnwechsel war Daniel um Wiedergutmachung benüht. Mit 127 Holz war er der Primus der letzten Volle, dicht gefolgt von Elgin mit 125 Holz. 30 Holz war der Vorsprung und nach einem, sage wir mal, kurios gefallenem Kranz für Elgin Justen und einem Bauern Fehler bei Elke Radau war das Finale entschieden.
Elgin Justen und Daniel Mittelstädt gewann das Finale mit 941 Holz vor Elke Radau und Markus Gebauer (856 Holz).
Das höchste bisher erzielte Ergebnis in einer Doppeldisziplin waren 895 Holz sowohl von Rogerio Arkie / Bernardo Immendorf (BRA) als auch Andre Laukmann / Kai Knobel (D). Der neue Rekord wird jetzt ein paar Tage halten...

 

Damen Team Doppel Finale

Wie das Mixed Doppel Team war aus das Damen Doppel Team mit zwei deutschen Teams besetzt. Katja Ricken im Zusammenspiel mit Ines Misch und Maike Bock mit Yvonne Ruch kegelten die Medaillenvergabe aus.

Viele dicke Anwürfe und zwei daraus resultierende Fünfer machten Maike Bock und Yvonne Ruch das Leben schwer. Mit 227 Holz hatten sie nach der ersten Gasse das Nachsehen. 234 Holz von Ines Misch und Katja Ricken waren dagegen ohne Höhe und Tiefen durchgespielt. Ines MIsch, mit einer 91 Holz Räumgasse war ausschlaggebend, dass bei Halbzeit die Führung 36 Holz betragen hat. Trotz eines glücklos verpassten Freiwurfs von Katja Ricken mit ihrem 29 Wurf.
Auf der zweiten Volle kam dann die Bock‘sche und Ruch‘sche Sprintsau zu Tage. Jeweils wurden Ines und Katja knapp in die Schranken gewiesen und der Vorsprung auf 30 Holz reduziert. Zwei Dreier bei Katja Ricken, Schnitt bei Ines (786 Holz), hingegen die entsprechenden Neuner bei Maike Bock und der Freiwurf von Yvonne Ruch (795 Holz) bescherten Maike Bock den vierten Weltmeistertitel und Yvonne Ruch den Zweiten.

 

Herren Team Doppel Finale

Im Herren Doppel Team war das einzige nicht-deutsche Team im Finale vertreten. Die Niederlande schickten Guus Maes und Matthijs Lipperts in den Endlauf. Andre Laukmann trat auf den Bahnen 2 und 3 gegen Guus Maes an, Kai Knobel bekam es auf 4 und 5 mit Matthijs Lipperts zu tun.

Kai erwischte einen rabenschwarzen Start auf Bahn 5. 52 Holz bei acht Würfen waren weit unter Niveau. Nach einem 14 Holz Rückstand auf Matthijs Lipperts für Kai war es an Andre  Laukmann das ganze im Rahmen zu halten. Mit 128 holz spielte er eine sehr starke Volle auf Bahn 3 und nahm Guus Maes vier Holz ab. Durch eine sensationelle Räumgasse auf Bahn 3 mit 123(!) Holz hielt Andre Laukmann das deutsche Team im Spiel. Kai Knobel fing sich in die Räumgasse und steuerte fünf Blanke bei. Mit 446 Holz zu 437 Holz gingen Andre und Kai in Führung liegend auf die letzte Bahn.
Nach dem Bahnwechsel ging der Deutschlandexpress ab. Andre Laukmann und Kai Knobel legten 129 bzw. 126 Holz nach. Die Niederlande sammelten nur 116 und 111 Holz. Aus einem Katastrophenstart wurde innerhalb von 30 Würfen eine 37 Holz Führung. Auf der letzten Gasse wehrte sich Matthijs Lipperts nochmal. Doch vergeblich. Guus Maes konnte nicht mitziehen und räumte nur Schnitt (822 Holz). Genau wie Kai Knobel, aber der hatte einen Andre Laukmann (867 Holz) an seiner Seite, der auch auf die letzte Gasse noch sieben Blanke machte und damit den Weltmeistertitel fast im Alleingang erkegelte.

 

Damen Einzel Finale

Sandy Hoffmann (BEL) begann mit fünf Neuner, gekontert von Elgin Justen ebenfalls mit fünf Neunern. 121 zu 120 Holz lag die Belgierin nach den ersten 15 Würfen vorne und legte die erste Neun in die Räumgasse sofort nach. Einen Dreier-Räumbild verhinderte ein höheres Ergebnis, aber auch so kam sie auf 209 Holz und hatte unter dem lautstarken Jubel der Zuschauer den ersten Platz inne. Elgin Justen hatte Schwierigkeiten ans Vorderholz zu kommen und warf lediglich drei Neuner (200 Holz). Elke Radau kam gar nicht in die Volle und auch die Räumgasse lag ihr nicht (185 Holz). Mit den letzten Würfen konnte sie sich zumindest etwas von Camila Buchmann (176 Holz) absetzen.

Auf der nächsten Bahn verlor Sandy Hoffmann in die Vollegasse die Lauflinie. 102 Holz eröffneten Elgin Justen (121 Holz) die Möglichkeit vorbei- und davonzuziehen. Elke Radau schloss mit 124 Holz zur Belgierin auf und war nur noch zwei Holz zurück.
Auf die Räumgasse spielte Elke Radau wie entfesselt. Mit 105 Holz zog sie am ganze Feld vorbei auf Platz eins (414 Holz). Einzig Elgin Justen (406 Holz) konnte noch mitgehen. Sandy Hoffmann quälte sich auf Bahn 3. Mehr als 178 Holz und eine 387 Holz Halbzeit war nicht drin. Das reichte immerhin, damit Camila Buchmann (351 Holz) ihr nicht näher kommen konnte und Platz drei abgesichert war. In die Volle ging die Fahrt weiter. Elgin Justen konnte mit 122 Holz den Rückstand auf vier Holz verkürzen. Elgin Justen legte zwei Neuner vor. Elke Radau brauchte einen Anwurf, um in die Gasse zu kommen. Danach wechselte die Führung mit jeder nicht geworfenen Neun zwischen den beiden Deutschen. Nach drei Bahnen hatte Elgin Justen das bessere Zwischenergebnis für sich. Mit 632 Holz überholte sie ihre Paarkampfpartnerin (630 Holz) denkbar knapp. Sandy Hoffmann (587 Holz) erwehrte sich den Angriffen von Camila Buchmann (553 Holz)erfolgreich und schien Bronze fest im Blick zu haben.
Die Führung wechselte nach der Volle erneut. Elke Radau hatte dank einer 122 Holz Gasse ein Holz Vorsprung auf Elgin Justen.
Dieses Mal legte Elke Radau zwei Neuner vor und Elgin Justen sich mit der Verfolgung beauftragt. Beide schenkten sich nichts. Vier Würfe vor Schluss waren beide immer noch durch nur ein Holz getrennt. Dann eine dünne Sieben von Elgin (850 Holz) und Elke (860 Holz) blankte durch. Nach dem ersten Deutschen Meister Titel im Einzel folgte nur zwei Woche später der Weltmeister.
Bronze schnappte sich Sandy Hoffmann mit 776 Holz mit deutlichem Vorsprung vor Camila Buchmann (BRA) mit 731 Holz.

 

Herren Einzel Finale

Mit Spannung erwartet wurde das Finale im Herren Einzel. Mit zwei Startern war eine weitere Bronzemedaille für Deutschland sicher, aber konnte endlich der Weltmeister im Herren Einzel von Deutschland gestellt werden?

Sowohl Markus Gebauer (117 Holz), als auch Andre Laukmann (118 Holz) begannen sehr zurückhaltend. Steve Blasen (121 Holz) und Michael Pinot (123 Holz) legten gleich richtig los. Während Markus auch in die Räumgasse nur selten einen Weg fand, legte Andre Laukmann richtig los. Elf Blanke in die Räumgasse katapultierten ihn ganz nach vorne. Michael Pinot (218 Holz) konnte noch am ehesten mithalten. Selbst Steve Blasen (209 Holz) musste ihn laufen lassen.
In die Vollen machte sich Andre Laukmann das Leben selber schwer. Zum zweiten Mal eröffnete er eine Bahn mit einer Fünf und rannte der Konkurrenz für die nächsten 15 Würfe hinterher. Steve Blasen machten bei 15 Würfen neun Holz gut.
Mit den letzten vier Würfen ins Abräumen setzte Andre Laukmann ein weiteres Ausrufezeichen. Vier Blanke. Während die luxemburgische Halle schon dachte Steve Blasen (426 Holz) würde vorbeiziehen setzte Andre Laukmann (447 Holz) seine Serie. Steve konnte mit seinen letzten vier Würfen keine Blanke mehr erspielen und verpasste den Freiwurf. Im Hintergrund stahl sich Markus Gebauer (408 Holz) klammheimlich mit einem Holz an Michael Pinot (407 Holz) vorbei und verschaffte Andre Laukmann damit auch etwas Luft.
In die dritte Volle schaffte Andre Laukmann endlich seine erste 120 Holz. Die ersten beiden Würfe in die Räumgasse musste er suchen, während die Konkurrrenz gleich zu blanken begann. Allen voran natürlich Steve Blasen. Als dieser auch seine Spur verlor kam plötzlich ein TGV von hinten angerauscht. Michael Pinot ließ es auf Bahn 2 richtig knallen. 232 Holz schoben ihn auf Platz 2. Steve Blasen (636 Holz) war unvermittelt auf Bronze degradiert und Markus Gebauer (595 Holz) auf den vierten Platz abonniert. Andre und die Vollengassen wurden an diesem Tag keine Freunde mehr.
Nach der Vollen waren alle durch ein Holz getrennt. Andre Laukmann führte mit 764 Holz vor Michael Pinot (763 Holz) und Steve Blasen (762 Holz). Alle begannen mit eine Blanken und dann setzte Andre zwei Mal aus. Michael Pinot und Steve Blasen zogen weg. Erst als Andre Laukmann (861 Holz) zu einer Serie ansetzte und Michael Pinot (859 Holz) gegen Ende keine Neuner mehr bekam konnte er den Franzosen noch abfangen. Steve Blasen (877 Holz) gab sich diese Blöße nicht und zog seine Serie, mit nur einer kleinen Unterbrechung, bis zum Ende durch. Die Zuschauer sahen ein tolles Finale, indem bis zu den letzten fünf Würfen die Medaillenvergabe nicht abzusehen war und einen würdigen Weltmeister der zum dritten Mal hintereinander Steve Blasen heißt.