Sonntag, 13. Juni 2010 07:58

Deutsche Meisterschaften 2010 in Salzgitter

geschrieben von  Mike Killadt

Der achte und letzte Tag war den Zwischen- und Endläufen in den Einzeldisziplinen gewidmet, mit dem Endlauf im Mixed als Intermezzo.

Damen A Verein

Der erste Block der Damen sah mit Sabine Unger (SKV Salzgitter) gleich eine der Lokalmatadorinnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten auf der ersten Räumgasse kam sie immer besser in Schwung 201 Holz legten eine solide Grundlage. Ein Alleingang sollte es jedoch nicht werden. Brigitte Abendroth von SK Langenfeld hielt dagegen. Zur Halbzeit lag Salzigtter mit 405 Holz zu 401 Holz nur knapp in Führung. Erst auf der dritten Bahn gelang Sabine Unger mit 214 Holz der Befreiungsschlag. Brigitte kam auf 185 Holz und plötzlich blickte man auf einen komfortablen 34 Holz Vorsprung. Ein Fehlwurf in die Volle brachte kurzfristig Spannung ins Spiel. Aber nur kurzfristig. Am Ende der Volle lag sie trotzdem mit 114 Holz vor ihrer ärgsten Konkurrentin. Diese baute auf der zweite Halbzeit deutlich ab. 810 Holz reichten Sabine Unger, um den Block deutlich zu gewinnen. Langenfeld kam mit 773 Holz auf den zwischenzeitlichen zweiten Platz.
Beate Gsodam (KSC Polch) machte sich in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs auf die Jagd nach den 810 Holz. Mit 218 Holz sah das auch sehr gut aus. ‹berstrahlt wurde die erste Bahn allerding von Röhrig (Bochum) mit 231 Holz.
Bis zur Halbzeit bemühten sich Jutta Büchling (Kassel 375 Holz) und Sabine Gabrysch (KSV Illtal / 371 Holz) um Anschluss. Der Rückstand der ersten Bahn musste aber erst aufgeholt werden und das war ein weiter Weg. Zumindest Anna Röhrig (422 Holz) kam ihnen mit einer "normalen" zweiten Bahn zur Hilfe. Beate Gsodam legte noch eine "Schüppe drauf". Ihre 223 Holz auf der zweiten Bahn summierten sich auf 441 Holz zur Halbzeit. 865 Holz und Platz ein für die Polcher Damen. Auf Platz zwei die Heimmannschaft von der SKV Salzgitter. Dahinter HK Bochum mit Anna Röhrig und 807 Holz.

Im zweiten Block meldet sich Mittelsaar zurück. Mit Ingrid Wagner und 211 Holz wurde die Führung in diesem Block übernommen. Dicht gefolgt von Birgit Grohs (SKV Salzgitter) mit 205 Holz. Aber die Bürde der 738 Holz aus dem ersten Block wog schwer und Sazgitters Platz zwei in der Gesamtwertung war nicht gefährdet. Das Duell Mittelsaar gegen Salzgitter erstreckte sich über die ganze Distanz. Auf der letzten Volle erarbeitet sich Ingrid Wagner einen kleinen Vorsprung. 762 Holz zu 752 Holz. In die Räumgasse passierte nicht viel. Birgit Grohs warf frühzeitig einen Kranz, danach war Sendepause. Birgit Wagner verwaltete ihren Vorsprung mit ebenfalls nur einer Blanken. Kurz vor Ultimo dann noch jeweils zwei Blanke für beide. 839 Holz für Mittelsaar standen 830 Holz für Salzgitter gegenüber. Das erste Ausrufezeichen der Saarländerinnen bescherte ihnen Rang drei und ein wertvolles Ergebnis der Gastgeberinnen, um den Treppchenplatz abzusichern.
Im zweiten Durchgang des zweiten Blocks war Claudia Holz (KSC Polch) von alledem gar nicht beeindruckt. Mit 854 Holz sicherte sie auch den zweiten Block für die Polcher Damen. Keine weitere Damen aus dem Quartett konnte auch nur annähernd mithalten.

Mittelsaar wollte den Aufwärtsstrend mit Karin Breuer fortsetzen. Während Salzgitter mit Carolin Buerscharper und Langenfeld mit Martina Roos versuchten die Medaillenränge weiter zu festigen. Und beide marschierten vorneweg. Martina Roos 197 Holz und Carolin Buerscharper 204 Holz. Karin Breuer zeigt mit 195 Holz ebenfalls, dass mit Mittelsaar nicht gewillt war das Podest freiwillig zu verlassen. Aber wurde schwierig. Mit 219 Holz für Salzgitter, 211 Holz für Langenfeld und 210 Holz für Mittelsaar kam richtig Stimmung auf. Und um das Glück in diesem Durchgang perfekt zu machen führten die Gastgeberinnen. Eine Medaille war in greifbarer Nähe. Nur welche? Es ging im Gleichschritt weiter. Martina Roos: 209 Holz / 617 Holz, Carollin Buerscharper 207 Holz / 630 Holz. Es ging auf die Zielgerade, sprich letzte Bahn. Beide nahmen etwas Gas raus. 827 Holz konnte sich Carolin Buerscharper anschreiben lassen. Für Langenfeld steuerte Martina Roos 806 Holz bei und sie hatten für den letzten Durchgang noch Bettina Woltersdorf in der Hinterhand. Und wenn zwei sich streiten freut sich die Dritte. Karin Breuer hielt die Damen von der Mittelsaar mit 803 Holz auf dem Bronzerang.

Die führenden Damen aus Polch waren erneut in Zugzwang. Mit Christa Mickisch sollten der 80 Holz Vorsprung verteidigt werden. Mit 747 Holz würde es zu einem Gleichstand mit Salzgiter kommen. Im Gengensatz zu den Vorgängerinnenn sah es in diesem Block nach Schwerstarbeit aus. In die erste Volle war bei 115 Holz Ende der Fahnenstange. Bis auf Susann Alt (KKV Kassel / 196 Holz) waren die Neuner in die Räumgasse ebenfalls Mangelware. Christa Mickisch (KSC Polch) musste mit 182 Holz vorlieb nehmen. Alles deutete zu diesem Zeitpunkt auf ein spannendes Finale hin. Auch auf den folgenden 30 Würfen platzte bei keiner der Damen der Knoten. Alles tummelte sich um 380 Holz. Salzgitter kam durch Zuschauen immer näher an Platz eins heran. Nach der dritte Bahn durften die Polcher Damen ein bisschen durchschnaufen. Mit einer Neun im Vorletzten Wurf kam Christa Mickisch auf 199 Holz und das Minimalziel 747 Holz waren in Reichweite. Mit 572 Holz konnte sie die Spitzenposition in diesem Durchgang einnehmen. Dicht gefolgt von Rosina Tather (HK Bochum / 571 Holz) und Susanne Alt (KKV Kasel / 566 Holz).
Nach 120 Wurf war es eine Punktlandung. Mit 748 Holz hielt Christa Mickisch die Polcher Mannschaft mit einem Holz in Führung. Den Durchgang gewann Rosina Tather (HK Bochum) mit 755 Holz.

Finale Teil 1: Bettina Woltersdorf versuchte den Rückstand auf die MIttelsaar (38 Holz) aufzuholen. Klaudia Weirich hatte etwas dagegen und wolte ihrerseits lieber den 68 Holz Rückstand auf Salzgitter reduzieren. Beate Nowakowski (SKV Salzgitter) war mehr daran gelegen die letzte Starterin der Polcher mit einer guten Leistung unter Druck zu setzen.
Die erste Bahn hatte es gleich in sich. Bettina Woltersdorf (SK Langenfeld) beendete Bahn 6 mit 202 Holz. Damit war der Rückstand auf Mittelsaar so gut wie eliminiert. Klaudia Weirich musste sich nämlich mit 168 Holz begnügen. Und auch Beate Nowakowskis 177 Holz Eröffnung war nicht überzeugend. Auch Bahn 8 mit 185 Holz bot Bettina Woltersdorf (199 Holz) weitere Chance, den Rückstand zu schmelzen. Zu diesem Zeitpunkt war Mittelsaar überholt und die Salzgitterer Fans zitterten um jedes Holz. Bisher lagen die Gastgeberinnen noch voll im Soll. 37 Holz waren erst verloren worden von 106 Verfügbaren.
Und die dritte Bahn brachte Klarheit. Beate Nowakowski brachte 207 Holz in Ziel und der Block steuerte einem ruhigen Ende entgegen. Das einzige Ziel war, die Messlatte für den KSC Polch möglichst hoch zu legen. Bei 569 Holz nach drei Bahnen wartete da noch eine Aufgabe auf Beate.
Mit 745 Holz egalisierte Beate die Polcher Vorleistung von Christa Mickisch annähernd. Aber das Wichtigste: Silber war gesichert. Bettina Woltersdorf erkegelte 799 Holz und führte die Damen des SK Langenfeld damit auf den sicheren Bronzerang. Die Bestleistung dieses Quartetts bot Claudia Jaster von der KSV Riol mit 842 Holz und schaffte eine versöhnlichen Abschluss für den Bundesligaverein.

Im letzten Durchgang ging es nur noch um die Frage: Wirft Rita Kasper-Kirst die Polcher Damen zur Titelverteidigung oder nicht? Sie warf. Und wie. Bereits die Startbahn mit 231 Holz erledigte jede weitere Hoffnung der Konkurrenz. Als dann auf der dritten Bahn 230 Holz folgten war der Titel nicht mehr zu verlieren. Mit 886 Holz stellte sie das Tagesbestergebnis auf. Die Dominanz der Polcher Damen an diesem Tag wurde durch die Tatsache verdeutlicht, dass die ersten drei Plätze in der Einzelwertung vom Polcher Trio belegt wurden. Beate Gsodam mit 866 Holz auf Platz zwei und Claudia Holz hatte mit 854 Holz den dritten Platz inne.
Am Podest änderten die weiteren Starterinnen nichts mehr. Die Gastgeber belegten mit dem SKV Salzgitter den zweiten Rang. Die SK Langenfeld belegte entsprechend Rang drei.

Herren A Verein

Die Herren A gingen den Wettkampf ruhig an, für den ein oder anderen vielleicht zu ruhig. Der Niedersachsenmeister Arnd Borchert konnte eine seine Form der vorgelagerten Meisterschaften nicht anknüpfen und blieb bereits bei 783 Holz hängen. Besser machten es da schon die Konkurrenten vom Bochumer KV und der KV Lage. Mit 817 Holz setzte Hubert Cartelli seine Bochumer an die Spitze. Eckhard Kopp folgte mit leichtem Abstand und 805 Holz auf Position 2.
Auch im zweiten Durchgang blieben große Ergebnisse aus. Die Titelverteidiger von den SK Münstermaifeld schnappten sich mit minimalem Vorsprung die erste Position. Gerd Köhls 822 Holz waren das Beste was die acht Starter zu bieten hatten. Die VBK Berglisch-Galdbach, im Vorhinein als ärgster Mitstreiter um den Titel erachtet, zogen sich mit Michael Wohlaths 796 Holz aus der Affäre. Der Rest fiel teilweise deutlich ab. Selbst die KV Nordsaar fand sich nach 767 Holz von Heinz Josef Sens nur auf Platz sechs wieder.

Der zweite Block brachte ebenfalls kaum überzeugende Resultate auf die Anzeige. 780 Holz waren die magnetische Zahl. Vier Ergebnisse scharten sich in dieser Region. Im ersten Durchgang konnte Joachim Hölzemer (782 Holz) für die KSV Haardtkopf die 120 Wurf entscheiden. Dicht gefolgt von zweimal 780 Holz. Dieter Klöpper konnte für die KV Lage dieses Ergebnis erkegeln, ebenso wie Lothar Reiche für die KV Wolfsburg. Aber das war es auch. Keine 800 Holz weit und breit.
Die Nachleger sollten diese Statistik freundlicher gestalten. Immerhin betraten mit Rainer Stoffels (SK Münstermaifeld) und Hilbert Wagner (KV Nordsaar) zwei Doppelweltmeister die Bahnen. Rund lief es auch bei diesen beiden nicht. Nach sieben Wurf hatte Stoffels 18 Holz auf dem Zettel, ehe er in seinen Spielßuss fand und den Durchgang mit der Tagesbestleistung von 865 Holz beenden konnten. Das Räumergebnis auf Bahn 1 (105 Holz) wurde von keinem weiteren Starter auch nur annähernd erreicht und brachte das entschwindende Selbstvertrauen zurück. Hilbert Wagner zeigte eine ordentliche Leistung mit sehr starken 125 Holz auf Bahn eins in die Vollegasse. Endergebnis: 813 Holz und ein Sprung von Platz sechs auf Platz 2. Mit fünf Holz Puffer auf Platz drei, den Rüdiger Mikolon (779 Holz) für die VBK Bergisch Gladbach zur Halbzeit sicherte.

Die 800er blieben auch bei den dritten Startern des ersten Durchgangs absolute Mangelware. Den Durchgang gewann die KV Lage mit 783 Holz von Werner Lewecke. Alois Klein kratze mit seinen 775 Holz ebenfalls an der ominösen 780. Erst der zweite Durchgang brachte leben in die Fangemeinden. Allen voran Alfred Mitscher von den SK Münstermaifeld. Mit 129 Holz auf der letzten Vollen und 114 Holz auf den letzten 15 Würfen egalisierte er mit 865 Holz das Tagesbestergebnis seines Mannschaftskameraden Rainer Stoffels. Die Entscheidung um den Titelgewinn war damit so gut wie gefallen. Im Wettstreit um Silber und Bronze nahm die Dramatik dafür zu. Routinier Rüdiger Brinkmann zeigte eine gute Leistung mit 815 Holz und hatte sicherlich gehoffte die KV Nordsaar  zu überholen und dem letzten Block ein kleines Polster mit auf dem Weg zu geben. Erstens kommt es anders, und zweitens wie man denkt. Marko Grimm hielt in jeder Phase des Spiels dagegen und trotzte dem Altmeister ein Remis. Mit 813 Holz vergab er zwar die fünf Holz Führung, bereitet jedoch Horst Mickisch eine gute Ausgangsposition eine unverhoffte Silbermedaille für die saarländischen Nachrücker zu gewinnen.
Wie gehabt Sparhans Küchenmeister im ersten Durchgang des Finals. Die Topzahl erspielte erneut die Mannschaft der KSV Haardtkopf. Lothar Risch steuerte 782 Holz zum sechsten Platz der Hunsrücker bei.

Im zweiten Durchgang wurde wieder für Entschädigung gesorgt. Während Münstermaifeld mit 159 Holz Vorsprung den Titel entgegen schwebte und Matthias Schneiders 825 Holz sich nahtlos ins Mannschaftsgefüge einpassten entbrannte um Silber ein echter Nervenkrimi. Bei Halbzeit sah Horst Mickisch (412 Holz) schon aus wie der Matchwinner für die Saarländer. Wolfgang Gerhardus verlor Holz um Holz und schien kein Mittel für die Bahnen parat zu haben. Bis Bahn drei kam mit 224 Holz kam er plötzlich wieder heran und es fehlten nur noch 12 Holz auf Silber. Die 209 Holz zum Abschluss wurden allerding von Horst Mickisch mit 208 Holz beantwortet, so dass sich das Saarland über Silber freuen durfte und das Bergische Land mit Bronze vorlieb nehmen musste.

Herren B Verein

Beim Senioren B Verein ging es auch von Beginn an zur Sache. Rösrath legte mit 208 Holz durch Johannes Verhees die Schlagzahl vor. Idar-Oberstein konnte sich auf Manfred Fuchs 200 Holz verlassen und Dortmund folgte knapp dahinter mit 198 Holz durch Heinz Kerstin.
Johannes Verhees blieb seiner Spur treu. 209 Holz folgten auf der nächsten Bahn. der einzige "Langschläfer" im Startblock nahm auf der zweiten Bahn am Spiel teil. Manfred Radau machte mit 213 Holz seinen Rückstand auf Dortmund und Idar-Oberstein wett und die KV Mittelsaar war mitten im Geschehen. Nach der dritten Bahn hatte er (603 Holz) bereits Platz zwei inne, knapp vor Idar-Obersteins Manfred Fuchs mit (596 Holz). Johannes Verhees war weiterhin unangreifbar. 220 Holz auf Bahn 5 unterstrichen die (Mit-)Favoritenrolle der Rösrather. 843 Holz waren das Spitzenergebnis dieses Durchgangs. Manfred Radau hielt mit 810 Holz die Mittelsaar auf Kurs und Manfred Fuchs gelang ähnliches mit 796 Holz für die Idar-Obersteiner.
Im zweiten kam der nächste Hochkaräter. Für Herford betrat Hans Werner Krumpe die Bahnen. Er (203 Holz) legte die höchste Zahl vor aber Gerhard Schultz hielt mit und konnte nur durch seinen Dreier am Ende gehalten werden. Für Kassel sicherte Karl Heller (195 Holz) den Anschluss. Trier Altmeister Karl Jostock lag mit 187 Holz leicht im Hintertreffen. Auf den weiteren Bahnen baute Hans-Werner Krumpe seinen Vorsprung immer weiter aus nach drei absolvierten Bahnen lag er mit 659 Holz weit vorne. Gerhard Schultz (626 Holz) und Karl Heller (625 Holz) stritten sich um den Titel "Best of the Rest". Den machte auf der letzten Bahn Gerhard Schultz für den VOK Osnabrück klar. Seine 832 Holz setzten die Niedersachsen auf Rang drei. Nach den Damen A durfte wieder von einer Medaille geträumt werden. Hoch überlegen aber Hans-Werner Krumpe. Fünf Würfe vor Schluss waren noch 899 Holz möglich. Trotz Umknicken reichte es zu 898 Holz und die deutliche Führung für den Favoriten. Zu diesem Zeitpunkt auf Platz vier der KKV Kassel dank Karl Hellers 819 Holz.
Im ersten Durchgang des zweiten Blocks spielte Rösrath wieder vor allen Anderen. 207 Holz für Rüdiger Bergmann war auf der ersten Bahn zu viel für die Konkurrenz. Udo Kröger (Dortmund) kam auf 199 Holz. Sowohl Dieter Speicher (KV Mittelsaar / 176 Holz) als auch Friedhelm Stumm (SKV Idar-Oberstein / 175 Holz) hatten Startschwierigkeiten. Auf der zweiten Bahn wollten die "Aussenseiter" keine Aussenseiter mehr sein. Udo Kröger nutzte eine Schwächephase von Rüdiger Bergmann (182 Holz) mit 222 Holz aus. Noch besser machte es Dieter Speicher. 239 Holz auf Bahn 8 lie√üen den verpatzten Start vergessen. Während Dortmund sich über eine stabile Leistung von Udo Kröger (200 Holz) freuen konnte und sich Dortmund Platz um Platz verbesserte, kam Rösrath nach dem guten Start nicht mehr hinterher. Erneut zierten 180 Holz Rüdiger Bergmanns Anzeige. Und auch die KV Mittelsaar fiel zurück. 172 Holz auf Bahn 5 waren eindeutig zu wenig. Dortmund nutzt den Block. Mit 215 Holz auf der Abschlussbahn kam Udo Kröger auf (836 Holz). Platz zwei zur Halbzeit. Rüdiger Bergmann kam erneut auf 184 Holz (753 Holz) und belegte nur den vierten Platz im Block. Ein kleiner Dämpfer für die erhoffte Medaille. 19 Holz auf Dortmund waren aber aufzuholen.
Klaus Möhrke (177 Holz) tat sich schwer auf Bahn 7 oder anders gesagt: Der Bauer war nicht sein Freund. Hans-Georg Lichte (199 Holz) übernahm für Kassel die Führung in diesem Spielabschnitt. Auch für Osnabrück rückte der Traum von einer Medaille in weite Ferne. Jürgen We√üel musste bereits nach 174 Holz die Bahn wechseln.
Nach der zweiten Bahn war die Welt für den Herforder wieder in Ordnung. 218 Holz resultierten in einer 390 Holz Halbzeit. Der Durchgang gehörte aber weiterhin Hans Georg Licht mit 219 Holz auf Bahn 5 kam niemand an seine 418 Holz zur Halbzeit heran.
Nach Bahn drei kam beim VOK Osnabrück Hoffnung auf. Auch Jürgen We√üel lag Bahn 8. Mit 224 Holz wechselte er mit 585 Holz. Dicht hinter Klaus Möhrke, der mit 590 Holz die 800 angreifen wollte. Allen voran jedoch, Hans Georg Lichte. 205 Holz brachten ihn auf 623 Holz und auf Kurs Silber. Und es wurde der zwischenzeitliche zweite Rang. Eine weitere Bahn mit 209 Holz bedeuteten 832 Holz. Mit Klaus Möhrkes 793 Holz verteidigte der Favorit aus Herford seine Spitzenposition. Für Osnabrück hielt Jürgen We√üel (791 Holz) alle Möglichkeiten offen.
An Josef Hennes war es die Rösrather Herren wieder in die Silberspur zu führen. Dieser Aufgabe entledigte er sich 813 Holz und die Welt war für die Nordrhein-Westfalen wieder in Ordnung. Zumal Dortmund mit Milovan Maric nur auf 761 Holz kam. Da frohlockten auch Salzgitter und Kassel, die sich eines Rivalen um den letzten freien Treppchenplatz entledigt sahen.
Herford wurde die Aufgabe relativ leicht gemacht. Nachdem Dortmund abgefallen war, konnte man sich auf Rösrath als schärfsten Konkurrenten konzentrieren. Der Vorsprung betrug fast 100 Holz. Otto Düsterhöft sollte die Bühne für Dietmar Knörenschild im letzten Block bereiten. Er gab sich alle Mühe. 214 Holz auf der Startbahn war das einzige Ergebnis, das die 200er Grenze nehmen konnte. Osnabrück war an zweiter Position mit Johannes Beckmann (191 Holz).
Auch auf der zweiten Bahn stand die Halle hinter Otto Düsterhöft. Mit 222 Holz absolvierte er Bahn 5. Mit 436 Holz war er fernab von allen Rivalen. In seinem Fahrwasser machte Johannes Beckmann weiterhiin Holz um Holz gut. 206 Holz und eine Halbzeit von 397 Holz waren Verantwortlich für ein bisschen Hoffnung bei den Niedersachsen. Der Jubel wurde noch grö√üer als er Bahn 5 mit 204 Holz absolvierte und Kurs auf 800 nahm.
Auf den letzten 30 Würfen war die Luft dann doch etwas raus. Mit einer Neun im vorletzten Wurf spielte er 791 Holz auf die Habenseite der Osnabrücker. Otto Düsterhöft machte für Herford den Titel fast perfekt. 832 Holz bauten den Vorsprung der Herforder auf Platz zwei weiter aus.
Die letzten Starter für jeden Verein kamen auf die Bahnen. Alle warteten gespannt auf die Zahl, die Manni Selge den Herfordern vorlegen würde. Leichte Enttäuschung nach 30 Würfen. Mit  195 Holz ging er es seinen Fans zu ruhig an. Das waren nicht der Traumstart, den sich die Rösrather gewünscht hatten. Burghardt Kargus setzte sich mit 210 Holz an die Spitze und zeigte, dass Dotmund nicht gewillt war Bronze kampßos nach Osnabrück oder Kassel ziehen zu lassen. Für den Höhepunkt zeigte sich jedoch Manfred Selge verantworlich. 118 Holz in die Vollen auf Bahn 7 folgten 134 Holz im Räumen. 252 Holz! Hierüber wurden Dortmunds Bemühungen fast mit Nichtbeachtung bestraft. Dabei waren die 205 Holz von Burkhardt ansehnlich. Die nächsten Würfe wurden ruhiger. Für Manfred Selge kamen 864 Holz heraus. Dortmunds Burkhardt Kargus steuerte 803 Holz zur Gesamtleistung seiner Mannschaft bei.
Wie werden die Medaillen letztendlich verteilt?
Für Herford war die Goldmedaille reserviert. Kassel und Osnabrück konnten sich Hoffnungen auf Edelmetall machen. Allerdings mussten sich beide mit dem Resultat von Dortmund auseinandersetzen. Osnabrück hatte die schwierigere Aufgabe. 766 Holz waren gefordert, um Dortmund in die Schranken zu weisen und Kassel musste mit 20 Holz besiegt werden. Begünstigt durch eine falsche Gasse von Hans Krug nahm Jürgen Logemann (226 Holz) den Kasselanern bereits auf der Anstartbahn 50 Holz ab. Der Weg schien bereitet, der Teppich ausgerollt für eine weitere niedersächsische Medaille in den Mannschaftsdisziplinen. Dietmar Knörenschild hielt sich schadlos. Mit 212 Holz auf der Startbahn hatte er den besten Platz, um sich die Medaillenvergabe aus der ersten Reihe anzusehen. Und es sollte sich lohnen.
Auf der der zweiten Bahn fing sich Hans Krug wieder. 196 Holz waren in Ordnung. Die Vorzeichen hatten sich allerdings umgekehrt. Er musste 30 Holz aufholen. Hierzu gab Jürgen Logemann ihm prompt eine Möglichkeit. Mit einem Vierer startete er in die dritte Räumgasse. Vier Blanke folgten von Hans Krug, bis er sich durch eine Fünf kurzzeitig stoppte. Bei Jürgen Logemann blieb es bei Zwei tief. Weitere drei Neuner in Folge für Kassel reduzierte den 50 Holz Rückstand in einen 18 Holz Rückstand. Kassel war wieder auf Bronze. Nach der Vollen führte Kassel mit einem Holz. Jürgen Logemann: Neun. Hans Krug: Kranz. Unentschieden. Und so ging es weiter. Beide dicke Sieben. Beide Neun. Mit den letzten fünf Würfen blankte der Kasselaner durch und sicherte Bronze mit 802 Holz. Für Jürgen Logemann waren es 803 Holz. Ach ja, Dietmar Knörenschild warf sehr starke 855 Holz... und keiner hatte es am Ende gesehen. 

Damen A Einzel Vorlauf

Der erste Block der Damen A sah eine hervorragend aufgelegte Ulrike ßeut (Dortmunder KV). Mit 850 Holz enteilte sie dem Startblock und markierte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt die Tagesbestleistung. Beate Gsodam (KSC Polch) erkannt man im Vergleich zum Vortag nicht wieder. Mit 739 Holz befand sie sich im hinteren Drittel des Tableaus. Bitter wurde es für Petra Höschler (SK Frechen). Ihre 776 Holz sollten der Knackpunkt für die folgenden vier Blöcke werden. Am Ende reichte es dann nur zum undankbaren neunten Rang. Die Lücke zu den Zwischenlaufteilnehmerinnen war 16 Holz gro√ü, so dass man in diesem Fall wohl nicht von einer knappen Entscheidung sprechen konnte.
Sylvia Brill von der VHK Herne und Birgit Grohs von SK Langenfeld entledigte sich ihrer Aufgaben mit 834 bzw. 799 Holz. Letztere lautstark unterstützt durch die heimischen Fans.
Block drei sah auch wieder nur eine Qualifikantin. Claudia Jaster meisterte die immer anspruchsvoller werdenden Bahnen mit 828 Holz und sicherte sich den letzten Startplatz im Schlussblock des Zwischenlaufs.
Im vierten Block kam die Einzelweltmeisterin Sylvia Cornelius (Wuppertaler SK) zum Zuge. Ohne einen richtigen Lauf kam sie auf 792 Holz und den letzten Qualifikationsplatz.
In den lezten 120 Wurf wurden die Landesmeisterinnen ihren vorausgegangenen Erfolgen gerecht. Sabine Unger (SKV Salzgitter) brachte die Halle zum Brodeln. Mit 848 Holz scheiterte sie nur denkbar knapp an der Vorgabe von Ulrike ßeuth und belegte Rang 2. Ebenfalls souverän weiter kam Claudia Holz (KSC Polch) mit 808 Holz, sowie Bettina Woltersdorf (SK Langenfeld) mit 797 Holz.

Herren A Einzel Vorlauf

Wie bei den Damen A kam auch bei den Herren A nur ein Teilnehmer des Startblocks in den Zwischenlauf. Dieser hie√ü Matthias Schneider von den SK Münstermaifeld. Und auch hier wurde im ersten Block gleich die Grenze zwischen Ausscheiden und Weiterkommen gezogen. Klaus Schmitt war der Unglücksrabe, der mit seinen 819 Holz die Zäsur markierte und als erster an selbiger scheiterte.
Der zweite Abschnitt sah dann einige Enttäuschungen der Favoriten und Freude der vermeintlichen Aussenseiter. Die beiden Weltmeister Hilbert Wagner (KV Nordsaar) und Gerd Köhl (SK Münstermaifeld) mussten die Segel streichen. 818 bzw. 817 Holz waren zu wenig, um das Klassenziel zu erreichen. Udo ßeuth (KV Dortmund / 830 Holz) und Theo Mülleneisen (SKV Holten / 821 Holz) sollten sich auf den Zwischenlauf freuen können. Der Holtener markierte auch den letzten verfügbaren Platz am darauf folgenden Dienstag.
Die nächste √úberraschung folgte mit den nächsten 120 Würfen. Alfred Mitscher (SK Münstermaifeld / 802 Holz) verpasste ebenfalls die Vorgabe. Werner Heinze (ESV Siegen) war der einzige Starter des dritten Quartetts, der sich mit 833 Holz empfehlen konnte. Um zu verdeutliche wie eng es war: Werner Heinze belegte Platz zwei in der Endabrechnung. Innerhalb von zwölf Holz quetschten sich sieben Spieler.
Einer von diesen Sieben war der Niedersachsen Meister Arnd Bochert (KV Wolfsburg) mit 826 Holz. Lange Zeit sah es nach einer lockeren Partie aus, ehe es auf der letzten Bahn richtig knapp wurde. Wirklich locker war die Vorstellung von Horst Mickisch. Mit 873 Holz warf er 40 Pinne mehr als der Zweitplatzierte Werner Heinze.

Im letzten Durchgang gab es ein Hauen und Stechen. Michael E. Schmidt (KSG Mittelhessen / 831 Holz), Rainer Stoffels (SK Münstermaifeld / 826 Holz) und Bodo Schwanke (KV Gütersloh-Rheda) lagen bis zur letzten Gasse Kopf an Kopf. Bodo Schwanke verabschiedete sich von der zweiten Runde durch einen Pudel auf eine Spellmann-Vier. Rainer Stoffels schaffte die Hürde mit Ach und Krach durch das Räumen einer dünnen Fünf im vorletzten Wurf. Lediglich Michael E. Schmidt machte auf seiner letzten Gassen sechs anstatt der geforderten vier Blanke und kam damit auf Rang drei.

Damen B Einzel Vorlauf

Die Damen B begannen ihren Vorlauf um 9:00 Uhr. Vielleicht ein Grund warum die Damen sich schwer taten. Von den Anstarterinnen konnte sich lediglich Ulrike Englisch vom ESV Siegen mit 764 Holz in den Zwischenlauf kegeln. Margot Frings (Aachener KV / 756) blieb der Zwischenlauf cberraschenderweise verwehrt.
Im zweiten Durchgang beflügelten sich die Teilnehmerinnen gegenseitig. Drei Top-Ergebnisse krönten diesen Block. Renate Schotes (Aachener KV) setzte die Höchstzahl mit sehr starken 811 Holz. Drei Mal warf sie das höchste Ergebnis einer Gasse. Jeweils die Räumgasse auf den Bahnen 6 (85 Holz) und 7 (99 Holz) und die beste Volle auf Bahn 8 (120 Holz). Maria Schröder (KV Mittelsaar) lief knapp dahinter mit 792 Holz ein. Elisabeth Danzer (KV Hürth-Erftstadt) komplettierte die hervorragenden Resultate mit 786 Holz.
Das nächste Quartett brachte wieder nur eine Starterinn in den Zwischenlauf. Jutta Büchling (KKV Kassel) musste nicht lange zittern, um Gewissheit zu haben, dass ihre 766 Holz reichen werden.
Mit Christa Mickisch (KSC Polch) sah der vierte Durchgang die zweitbeste Tagesleistung. 808 Holz, sehr konstant gespielt verbesserten ihr Mannschaftsergebnis vom Vortag um 60 Holz. Mit einer Neun im vorletzten und einer Acht im letzten Wurf nahm auch Margarete Heyduk (VHK Herne / 767 Holz) die Hürde Vorlauf unter lautem Beifall ihrer Anhänger.
Die letzte Vierergruppe hatte wieder etliche Ausfälle zu beklagen. Brigitte Hollinger (BKV Warndt) schaffte als Einzige den Sprung unter die besten Acht. Ihre 781 Holz waren das mit Abstand höchste Ergebnis zum Abschluss.

Herren B Vorlauf

Im Gegensatz zum Damen B Vorlauf gingen die ersten vier Starter der Herren B von Beginn an richtig zur Sache. Hans-Werner Kranz (KV Essen) schnappte sich den dritten Platz in der Endabrechnung. Wolfgang Tönsmann (TG Herford) und Karl-Heinz Eversberg (SKV Hilden) duellierten sich über die gesamte Distanz. Der Herforder hatte das bessere Ende für sich. 805 Holz zu 803 Holz. Im finalen Tableau reichte es schließlich für beide auf den Plätzen sieben und acht.
Diese Resultate lähmten die Konkurrenz. Nur Routinier Condello Vincenzo (KV Gelsenkirchen) war das egal. Das höchste Ergebnis gehörte mit 854 Holz ihm. Der Rest seines Blocks brauchte die Sporttasche für den Zwischenlauf nicht mehr zu packen.
Auch im dritten Block war es nur Einem vergönnt in die nächste Runde einzuziehen. Der, für den verletzten Manfred Radau, angetretene Mil Hermann (KV Mittelsaar) erkegelte sich 811 Holz.
Ein ähnliches Bild gab der vierte Block ab. Gerhard Schulz (VOK Osnabrück) attackierte die Bestzahl von Condello. Scheiterte letztlich knapp mit 851 Holz. Platz zwei war im sicher und die Niedersachsen waren bester Laune. Auch hier verkrampften die übrigen Starter von Bahn zu Bahn. Je mehr man eine gute Gasse benötigte, desto widerspenstiger schienen die Kegel zu fallen. Zu allem Überfluss kam auch noch Verletzungspech bei Dieter Schutz (VBK Bielefeld) dazu.
Im letzten Block setzten Manfred Selge (SKG Rösrath / 833 Holz) und Gerhard Gran (KV Lahntal / 814 Holz) die Akzente. Während Manfred von seiner famosen Startbahn (225 Holz) profitierte, musste sich Gerhard bis zum Ende quälen. Aber es hatte sich gelohnt.

Damen C Einzel Vorlauf

In diesem Jahr wird die Damen C Altersklasse erstmals mit einem Vor- und einem Endlauf ausgetragen. Für das Finale qualifizieren sich die vier besten Damen des Vorlaufs. Anders als bei den restlichen Vorläufen, waren nur 11 Damen in dieser Altersklasse angetreten. Die Hausnummer im ersten Block legte Veronika Ebeling (Ninepin 09 Iserlohn) vor. 733 Holz waren ungefährdet und reichten auch für das Finale.
Der zweite Block sah dann eine Christel Schiffer (KV Essen), die wie entfesselt aufspielte. Fünf Gassen absolvierte sie als Klassenbeste und kam auf 794 Holz. Nicht auszudenken, was  möglich gewesen wäre, wenn die sechs Bauern nicht verlustigt gegangen wären. Allem wenn und aber zum trotz reichte es für Platz eins im Vorlauf. Im gleichen Durchgang löste Waltraud Tenne (SKC BW Haiger) ebenfalls das Finalticketmit 749 Holz.
Der Abschluss blieb Monika Schultze vom VBK Bielefeld vorbehalten. Sie konnte zwar das Ergebnis von Christel nicht überbieten, zeigte aber mit 779 Holz, dass im Finale mit ihr zu rechnen sein wird.

Herren C Einzel Vorlauf

Auch für die Herren galt in diesem Jahr erstmals, es wird ein Vor- und ein Vierer Endlauf gespielt. Im Gegensatz zur Damenkonkurrenz war der Herrenvorlauf mit 20 Startern komplett besetzt. Im ersten Block betrat mit Joe Hennes (SKG Rösrath) einer der Endlaufkandidaten die Bahnen. Nach mittelprächtigem Beginn (Halbzeit: 387 Holz) konnte er sich in der zweiten Hälfte auf 798 Holz steigern. Die erste Orientierung war gegeben.
In den nächsten Blöcken scheiterten die Spieler reihenweise an seiner Vorgabe. Nur Josefs Vereinskollege Johannes Verhees konnte mit 802 Holz an ihm vorbeiziehen. Das Gros der Akteure erkegelte Zahlen um 750 Holz.
Im vorletzten Durchgang brachte Lokalmatador Heinz Paul vom SKV Salzgitter Leben in die Bude. Mit 862 Holz düpierte er das gesamte Teilnehmerfeld und setzte sich unumstritten an die Spitze. Den Höhepunkt seiner Vorstellung sparte er sich für die letzte Bahn auf. Mit 232 Holz und einer 113 Holz Räumgasse stellte er alle anderen Spieler in den Schatten. Zweiter in diesem Block wurde Otto Düsterhöft von der TG Herford. Im waren nur 789 Holz vergönnt. Bis dato bedeutete dies den vierten Platz, der noch an der Teilnahme im Finale berechtigt. Allerdings, ein Block stand noch aus.
In diesem war der Favorit aufs Finale schnell ausgemacht. Manfred Pock (SK Heiligenhaus) startet sehr stark mit 219 Holz auf Bahn vier. Bahn eins warf er mit 198 Holz ebenfalls sehr solide. Somit waren für jeden weiteren Aspiranten auf die Schlussrunde mindesten 799 Holz aufgerufen. Im Feld drängte sich niemand auf diese Zahl zu attackieren. Auf Position zwei lag Karl Jostock (SKV Trier) mit 385 Holz dahinter gab es eine Menge Luft. Karls dritte Bahn war auch nichts Berauschendes. 185 Holz auf Bahn 3 vergrößerten den Abstand zum Finale noch weiter. Doch er erhielt unerwartete Hilfe von Manni Pock. Zwei Bauernfehler hintereinander und Bahn zwei wurde vom Heiligenhauser mit 177 Holz abgeschlossen. Plötzlich waren die 800 wieder in höchster Gefahr. Sollten etwa die 789 Holz von Otto Düsterhöft reichen? Aber selbst hierzu benötigte Karl Jostock 218 Holz auf der Schlussbahn und Manfred Pock durfte keine 194 spielen bzw musste unter dem Trier bleiben. Die Vollegasse war mit 119 Holz gut aber nach einem weiteren Bauernfehler steckte Manfred bei 188 Holz fest und war definitiv ausgeschieden. Karl Jostock kam mit acht Blanken und einer Sieben im letzten Wurf genau auf 217 Holz. Holzgleichheit mit Otto Düsterhöft. Räumergebnisse zählen. Otto Düsterhöft 323 Holz. Karl Jostock 338 Holz und Platz vier.

Damen B Einzel Zwischenlauf

Die Damen B und Herren B begannen den Tag mit ihren Zwischenläufen. Im ersten Block durften sich Brigitte Hollinger (BKV Warndt), Margarete Heyduk (VHK Herne), Jutta Büchling (KKV Kassel) und Ulrike Englisch (ESV Siegen) als Frühaufsteher versuchen. Wirklich wach war auf der ersten Bahn Margarete Heyduk. Mit 118 Holz in die Vollen und 80 Holz im Abräumen scheute sie das restliche Feld auf.
Auf der zweiten Vollegasse war dann auch Jutta Büchling wach. Mit 119 Holz knappste sie ein Stück vom Vorsprung der Hernerin ab und übernahm nach der Räumgasse die Spitze.
Dass es so einfach nicht werden sollte machte ihr Margarete Heyduk in die nächste Volle klar. Trotz guter 117 Holz verlor die Kasselanerin die Führung. Margarete setzte nämlich das erste Glanzlicht mit 126 Holz auf Bahn vier. Vier Blanke in die Räumgasse, drei davon bei den Würfen 27, 28 und 29, folgten und Herne war enteilt.
Während Ulrike Englisch zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlagen war versuchte Brigitte Hollinger ihr Möglichstes, um am Tonangebenden Duo dranzubleiben. Allerdings wollte ihr keine entscheidende Verringerung des Rückstands gelingen.
Vor der letzten Räumgasse lag Jutta zwei Blanke hinter Margarete. Diese zeigte bei den letzten 15 Würfen keine Schwächen und kam mit 791 Holz als Beste ins Ziel. Jutta Büchling auf Platz zwei mit 775 Holz. Ulrike Englisch (721 Holz) und Brigitte Hollinger (713 Holz) waren chancenlos im Kampf ums Finale.

721 Holz überbieten und mindestens Zweite werden in diesem Block. Das war das Rezept für einen Finaleinzug. Im zweiten Block zeigte Renate Schotes (Aachener KV) eine sehr solide Vorstellung. Ohne Fehler und Schwachpunkte lieferte sie 772 Holz ab. Mit dem Sieg in ihrem Block war der dritte Startplatz für sie vorgemerkt. Um den letzten Platz wurde es spannend. Christa Mickisch (KSC Polch) konnte die Finalteilnahme bereits nach den ersten beiden Bahnen ad acta legen. Weniger als 350 Holz waren nicht zu korrigieren. Spannend machten es Maria Schröder (KV Mittelsaar) und Elisabeth Danzer (KV Hürth-Erftstadt). Erstere lag weite Teile des Zwischenlaufs auf Platz drei, warf ihre Blanken immer zum richtigen Zeitpunkt und blieb so auch immer auf Tuchfühlung. Auf der letzten Gasse warf sie zwei Blanke und zog damit an Elisabeth Danzer vorbei, wenn sie im 29. Wurf nicht eine Neun warf. Es wurde eine Wackel-Acht und das Finale fand ohne Elisabeth statt.

Damen B Einzel Endlauf

In die Volle taten sich alle Keglerinnen nicht viel. Abtasten war bei Jutta Büchling (KKV Kassel / 108 Holz), Maria Schröder (KV Mittelsaar / 109 Holz), Margarete Heyduck (VHK Herne / 115 Holz) und Renate Schotes (Aachener KV) angesagt. Renate Schotes fand zuerst in die Räumgasse und zog von da an der Konkurrenz auf und davon. Ihr präzises und sauberes Spiel gab den Ausschlag. Am Ende gewann sie den Titel ungefährdet mit 851 Holz.
Die beiden übrigen Medaillen wurden nicht so frühzeitig verteilt.  Bei Halbzeit lag Maria Schröder sehr aussichtsreich. 385 Holz war recht vor Jutta Büchlings 372 Holz. Margarete Heyduk brachte sich in der ersten Halbzeit durch zwei Bauernfehler und einen missglückten Stoß selbst in die Bredouille (358 Holz).
Aber Margarete Heyduk kämpfte und kam immer näher heran. Während Jutta Büchling (760 Holz) ihre Leistung in der zweiten Halbzeit steigern konnte, musste Maria Schröder einige Dämpfer hinnehmen. Die Neuner rutschten nicht mehr so, wie zu Beginn des Blocks und Margarete kam immer näher. Eine 89 Holz Abschlussgasse summierte sich zu 747 Holz auf und bescherten der Kleverin die Bronzemedaille. Für Maria Schröder (741) wollte die zweite Blanke nicht Fallen und so musste sie mit Platz vier vorlieb nehmen.

Herren B Einzel Zwischenlauf

Im Gegensatz zum Damen B Zwischenlauf, war das Leistungsgefälle der Herren B steiler. Aus dem ersten Block konnte sich niemand für den Endlauf qualifizieren. Bester Starter war Karl-Heinz Eversberg (SKV Hilden) mit 810 Holz, inklusive Fehlwurf in die Vollen.
Es kam keine echte Spannung auf. Der zweite Block verdeutlichte was verlangt wird, um am Endlauf teilnehmen zu dürfen. Und zwar von Beginn an.  Vincenzo Condello (KV Gelsenkirchen) kam in der Halbzeit auf 405 Holz. Die Steigerung auf 851 Holz waren Kegelsport in seiner schönen Form. Direkt hinter ihm löste Hans-Werner Kranz (KV Essen) mit 848 Holz das Ticket fürs Finale. Gerhard Schultz (VOK Osnabrück) hielt die Farben der Niedersachsen im Endlauf hoch. Mit seinen 839 Holz kam er ebenso sicher weiter wie Manfred Selge (SKG Rösrath) mit 834 Holz.

Herren B Einzel Endlauf

Ähnlich wie der Damen B Endlauf sah auch dieser Endlauf einen Dominator. Es war kein Bundesligist. Es war Hans-Werner Kranz (KV Essen). 222 Holz auf seiner Startbahn verliehen ihm Flügel. Es folgten 221 Holz, 214 Holz und 200 Holz. 857 Holz Endstand und keiner der ihm den Titel ab der Halbzeit ernsthaft Streitig machen konnte.
Manfred Selge (SKG Rösrath 823 Holz) machte noch die beste Figur und wurde mit der Silbermedaille belohnt. Gerhard Schultz (VOK Osnabrück) verpennte die erste Hälfte 196 Holz und 195 Holz waren zu wenig. Allerdings schaffte Vincenzo Condello es diese Zahl noch zu unterbieten. Nach dem tollen Zwischenlauf zeigten 182 Holz und 192 Holz, dass er völlig von der Rolle war. Es kam Verkrampfung hinzu und die Ergebnis bieben auf diesem Niveau. 769 Holz machten es leicht die Bronzemedaille an Gerhard Schultz (787 Holz) zu geben.

Damen A Einzel Zwischenlauf

Der erste Block des Zwischenlauf hatte große Namen am Start. Die amtierenden Weltmeisterinnen Sylvia Cornelius (Wuppertaler SK) und Claudia Holz (KSC Polch), sowie Bettina Woltersdorf (SK Langenfeld). Für ein volles Haus sorgte Birgit Grohs von der SKV Salzgitter.
Sylvie Cornelius nahm sofort das Heft in die Hand. 227 Holz erwischte sie einen Traumstart. Der war auch nötig, denn Bettina Woltersdorf (217 Holz) und Birgit Grohs (210 Holz) machten sich auch Hoffnungen auf das Finale. Nach der nächsten Volle konnte Bettina den Rückstand sogar egalisieren und lag zur Halbzeit nur ein Holz hinter der Einzelweltmeisterin. Danach schlug die Stunde von Sylvia Cornelius. 219 Holz auf der nächsten Bahn verschafften ihr ein wenig Luft ehe auf der letzten Bahn ein Feuerwerk gezündet wurde. 124 Holz gefolgt von einer Räumgasse mit 116 Holz summierten sich auf 894 Holz. Bettina Woltersdorf musste abreißen lassen. Für sie kamen 829 Holz zusammen. Eine Aufgabe für den zweiten Block, die nicht so ohne weiteres zu lösen sein sollte.
Für Claudia Holz (812 Holz) und Birgit Grohs (789 Holz) waren die Chancen auf die Endlaufteilnahme auf ein Minimum gesunken.

Im zweiten Durchgang lieferten sich Sabine Unger und Sylvia Brill auf der ersten Bahn ein ganz enges Duell. Unger 223 Holz. Brill 218 Holz. Claudia Jaster (KSV Riol / 206 Holz) und Ulrike Fleuth (Dortmunder KV / 204 Holz) liefen der Musik etwas hinterher.
Ulrike Fleuth brachte sich auf der nächsten Gasse mit 124 Holz wieder näher an die Führenden heran. Claudia Jaster nutzte die Chance mit 120 Holz ebenfalls. 113 Holz von Sylvia Brill waren bei dieser Leistungsdichte zu wenig. Allerdings betrieb sie Wiedergutmachung im Abräumen. Mit 107 Holz schaffte sie ein Polster zu Ulrike Fleuth und Claudia Jaster und schloss auch zu Sabine Unger auf. Das Polster hielt nur kurze Zeit. Ulrike Fleuth erwischte Bahn 7 hervorragend und holte mit 107 Holz den Rückstand auf. Sie konnte sogar mit drei Holz vor Sylvia Brill die letzte Bahn in Angriff nehmen. Für Claudia Jaster war nach einer 70 Holz Räumgasse der Finalzug abgefahren.
Auf der letzten Bahn hatte Sylvia Brill weiterhin Probleme. Die Volle glückte nur mit 113 Holz. Sie benötigte in die Räumgasse 89 Holz, sonst würde das Ergebnis von Bettina Woltersdorf aus dem ersten Block für den Endlauf reichen. Nach 27 Würfen hatte sie erst zwei Neuner und 62 Holz liegen. Viele Möglichkeiten blieben ihr nicht mehr. 28 Wurf: Neun. 29. Wurf: Neun! 30. Wurf: Neun!! Finale!!!

Damen A Einzel Endlauf

Im Finale legte Sylvia Cornelius (Wuppertaler SK) erneut vor. Am besten erholt vom Zwischenlauf startete sie mit 210 Holz. Nur Ulrike Fleuth (Dortmunder KV) konnte mit 201 Holz. Sabine Unger (SKV Salzgitter) war mit 195 Holz auch noch in Reichweite. Sylvia Brill (VHK Herne) merkte man die Anspannung des Zwischenlaufs noch an. Sie fand nicht in ihr Spiel und blieb auf der ersten Bahn bei 184 Holz. Eigentlich schon eine Vorentscheidung bei der Medaillenvergabe. Zur Halbzeit zog Sylvie Cornelius (434 Holz) weiter ihre Kreise und niemand konnte sie stören. Ulrike Fleuth festigte ihre zweite Position mit einer 406 Holz Halbzeit. Sylvia Brill zog kurzzeitig auf Position drei, ehe Sabine Unger auf Bahn vier sich ihren Bronzerang zurück erkegelte. Bis zum Ende sollte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr ändern. Bei Sabine Ungers Aufholjagd gingen ihr die Würfe aus (803 Holz), so dass sich Ulrike Fleuth (805 Holz) ins Ziel retten konnte. Platz vier mit 784 Holz gehörte Sylvia Brill nach einem nervenaufreibenden Zwischenlauf. Die alte und neue Deutsche Meisterin heißt weiterhin Sylvia Cornelius (851 Holz).

Herren A Einzel Zwischenlauf

Im ersten Block konnten sich die Favoriten recht deutlich durchsetzen. Rainer Stoffels (SK Münstermaifeld / 889 Holz) und Theo Mülleneisen (SKV Holten / 854 Holz) legten Ergebnisse vor, die nicht so selbstverständlich auf den Bahnen 1-4 geworfen werden. Beide begannen sehr stark mit 221 bzw. 224 Holz. Stoffels nahm sich eine Auszeit auf Bahn 3. Die Volle wollte ihn nicht verstehen. 107 Holz rissen die Fans nicht zu Jubelstürmen hin. Die folgenden 124 Holz in die Räumgasse aber sehr wohl. Mit dieser Leistung übernahm er die Leitung im Block und er hatte seinen Lauf gefunden. Insgesamt absolvierte er drei Räumgassen mit der Tagesbestzahl. Theo Mülleneisen zeigte eine kleine Schwäche auf Bahn 2, auf der er sich mit 199 Holz zufrieden geben musste. Ansonsten war sein Spiel ebenfalls auf hohem Niveau.
Matthias Schneider (SK Münstermaifeld) und Arndt Borchert (KV Wolfsburg) konnten sich nur Phasenweise in Szene setzen. Beiden war klar, dass 807 Holz bzw. 787 Holz sehr wahrscheinlich nicht zum Weiterkommen reichen werden.

Die Vorgabe für den zweiten Block war klar. Stoffels ist durch. Entweder musste die Zahl von Theo Mülleneisen überboten werden und eine direkter Konkurrent geschlagen werden oder das Ergebnis von Matthias Schneider und man mußte zwei direkte Mitstreiter hinter sich lassen.  
Der Traum vom Endlauf platzte für Werner Heinze nach der ersten Bahn, es war eher ein Alptraum, aus dem er mit 743 Holz erwachte.
Udo Fleuth (KV Dortmund / 216 Holz), Horst Mickisch (KV Nordsaar / 222 Holz) und Thomas E. Schmidt (KSG Mittelhessen / 206 Holz) waren noch voll im Rennen. Mit leichten Vorteilen für Horst Mickisch, da er die vermeintlich schwerste Bahn bereits hinter sich hatte.
Horst Mickisch baute Führung seine Führung von Wurf zu Wurf aus und nach dem überlegen gewonnen Vorlauf, spielte er einen grandiosen Zwischenlauf. Mit 921 Holz kam er dem Bahnrekord (938 Holz) ziemlich nahe. Udo Fleuth und Michael E. Schmidt waren im Streit um Platz 2 im Block. Es war recht früh zu erkennen, dass beide das Resultat von Theo Mülleneisen nicht erreichen werden, wohl aber die vorgelegten 807 Holz schlagen werden. Nach dem einen oder anderen Zitterwurf konnte sich Michael E. Schmidt (837 Holz) den vierten Rang erkämpfen. Begünstigt durch Udo Fleuths Probleme auf Bahn 1 (186 Holz) konnte er am Ende seine Zahl doch noch deutlich über die geforderte 807 Holz heben.

Herren A Einzel Endlauf

Dieser Endlauf war der hochklassigste, aber auch der Langweiligste. Der Abstand zwischen den Plätzen lag bei mindestens 20 Holz. Wie in den Läufen zuvor spielte Horst Mickisch (KV Nordsaar) seine Konkurrenten in Grund und Boden. Erneut griff er den Bahnrekord an, erneut scheiterte er knapp. Mit 913 Holz düpierte er die Konkurrenz mit 40 Holz. In allen Läufen kam der zweite Platz nie näher als 32 Holz an Horsts Resultate heran. Überlegener kann man seine Altersklasse kaum gewinnen.
Den Vizemeister Titel gewann wie im Jahr zuvor Rainer Stoffels (SK Münstermaifeld / 873 Holz). Im Vergleich zum Titelträger brauchte er immer länger, um in die Gassen zu finden und die verlorenen Hölzer waren nicht zu kompensieren. Theo Mülleneisen (SKV Holten) bestätigte ebenfalls sein Ergebnis aus dem Vorlauf. 852 Holz waren weit entfernt vom Silberplatz und noch weiter entfernt von der DSKB-Medaille. Die blieb für Michael E. Schmidt (KSG Mittelhessen) übrig. Mit Bahn 6 stand er auf Kriegsfuß. Eine Räumgasse mit 66 Holz ist nicht mehr aufzuholen bei dieser Leistungsdichte. Die weiteren Ergebnisse brauchten sich hinter den anderen Finalteilnehmern nicht zu verstecken.

Damen C Einzel Endlauf

Monika Schultze vom VKB Bielefeld war die erklärte Favoritin und sie wurde diesem Druck gerecht. Bereits mit der ersten Gasse übernahm sie die Führung, um sie nach dem Abräumen an Waltraud Tenne (SKC BW Haiger) und Christel Schiffer (KV Essen) zu verlieren. Der Rückstand betrug 11 bzw. 13 Holz und es machte sich leichte Überraschung breit. Bei Halbzeit hatte Monika Schultze mit 348 Holz Christel Schiffer (345 Holz) abgefangen, lag aber mit Veronika Ebeling (Ninepin 09 Iserlohn) nur gleichauf. Der Rückstand auf Waltraud Tenne (365 Holz) hatte sich sogar vergrößert.
Auf der dritten Bahn dann der Befreiungsschlag mit vier Blanken in die Räumgasse setzte sich Monika (550 Holz) deutlich vom Feld ab und überließ die Konkurrenz sich selbst. Es sollte den spannendsten Endspurt um die Medaillen geben. Nach drei Bahnen lagen Christel Schäfer (524 Holz), Veronika Ebeling (522 Holz) und Waltraud Tenne (519 Holz) nur fünf Holz auseinander. In der Vollegasse setzte sich Christel Schiffer vorentscheidend ab. Waltraud und Veronika mussten die letzte Medaille unter sch ausmachen. Beide waren kurz vor Schluss nur ein Holz auseinander. Eine dicke 7 sorgte für Holzgleichheit zum 119 Wurf. Beide warfen eine Neun. Und dann musste gezählt werden. Schließlich hatte Waltraud Tenne 29 Holz mehr geräumt und damit Bronze gewonnen.
Überraschung nach der ersten Bahn. Haiger hatte den ersten Platz inne. Christel auf 2 Monika Schultze auf drei mit 11 bzw. 13 Holz Rückstand

Herren C Einzel Endlauf

Nach dem Damen A Zwischenlauf mit Sabine Unger füllte der Herren C Endlauf mit Salzgitterer Beteiligung erneut die Halle. Heinz Paul war der Vertreter des ausrichtenden Vereins.
Nach der ersten Bahn lagen alle innerhalb von 9 Holz. Zur Freude der Zuschauer lag Heinz Paul (SKV Salzgitter) mit 206 Holz vorne. Am Ende des Feldes rangierte Johannes Verhees (SKG Rösrath) mit 197 Holz. Auf der zweiten Bahn schnappte sich Joe Hennes seinen siebten Einzeltitel. In die Volle 130 Holz aufgelegt, schepperte es in der Räumgasse gleich noch einmal. 116 Holz. Halbzeit 444 Holz. Am Dichtesten hinter ihm Karl Jostock (SKV Trier) mit 410 Holz. Heinz Paul kam auch noch auf 400 Holz. Johannes Verhees hatte total verwachst und wechselte mit 380 Holz.

Wie schnell es auch im Kegelsport gehen kann, zeigte der vermeintlich chancenlose Jonnes Verhees auf der dritten Bahn. 120 Holz in die Vollen und 114 Holz im Abräumen schossen ihn urplötzlich auf Platz zwei. Leidtragender war Karl Jostock der parallel dazu Bahn 6 nicht traf und auf Rang vier abrutschte. Auch sein Aufbäumen auf der letzten Bahn half nichts mehr. Es blieb beim vierten Rang. Auf der letzten Bahn festigte Johannes Verhees Silber. Die Volle war in Ordnung und es folgte eine 107 Holz Räumgasse. So sehr die Fans Heinz Paul auch anfeuerten, er konnte nur noch seinen dritten Platz nach hinten absichern. Mit Erfolg und einem bronzenen Ende.